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•NEUES THEMA18.03.2026, 18:39 Uhr
EDIT: FPeregrin
18.03.2026, 20:05 Uhr
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FPeregrin

• Dt. Imp.: Militärisch-Industrieller Komplex #DtImp
#DeutscherImperialismus
#MilitaerischIndustriellerKomplex
#MIK
#Kriegswirtschaft
#Krieg
#DrohenderFaschismus

Zur Herausbildung eines Militärisch-Industriellen Komplexes (MIK) klassischer Art in der BRD bringt die Tageszeitung junge Welt auf ihrer Themenseite einen unbedingt zu rezipierenden Text von Ingar Solty, der hier gespiegelt sei:

Bedrohliche Pfadabhängigkeit

Vorabdruck. Rüstung in Permanenz. In Deutschland entsteht ein militärisch-industrieller Komplex – mit gravierenden gesamtgesellschaftlichen Folgen

Von Ingar Solty

In den kommenden Tagen erscheint im VSA-Verlag das Buch »Innere Zeitenwende« von Ingar Solty. Wir veröffentlichen daraus mit freundlicher Genehmigung von Verlag und Autor das redaktionell gekürzte Kapitel über die Herausbildung eines militärisch-industriellen Komplexes in Deutschland. Das Buch kann unter Link ...jetzt anmelden! bestellt werden. (jW)

Ingar Solty: Innere Zeitenwende. Die Militarisierung des Alltags, von Wissenschaft und Kultur. VSA-Verlag, Hamburg 2026, 120 Seiten, 12 Euro


Die gesellschaftlichen Kosten und politischen Konsequenzen der Aufrüstung sind also gigantisch. Ein Ende des Niedergangs ist nicht in Sicht. Die deutsche Politik stellt die Bevölkerung längst darauf ein: Deutschland werde »buchstäblich ärmer«, sagte schon zu Beginn des Ukraine-Kriegs und der Sanktionspolitik der damalige grüne Wirtschaftsminister Robert Habeck. Auch Merz, damals noch CDU/CSU-Oppositionsführer und Bundeskanzler in spe, stimmte die Bevölkerung auf niedrigere Erwartungen ein. Die besten Jahre lägen hinter uns, sagte er damals und meinte damit natürlich nicht sich und seine Klasse, deren Geschäfte er bis vor kurzem als Europamanager des größten, in den USA ansässigen Kapitalfonds der Welt, von Blackrock gelenkt hatte.

Nach der Wahl verknüpfte Kanzler Friedrich Merz die Ankündigung der Hochrüstung mit der Ankündigung von massiven Sozialkürzungen und Lebensarbeitszeitverlängerungen: Das »Paradies« sei vorbei. Heute sagt die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, dass die Rente »nicht mehr zum Leben reichen« werde, Regierungsvertreter betonen, dass die Lohnabhängigen künftig bis 70 arbeiten müssten – man dürfe da »kein Bullerbü« versprechen – und dass wer das Renteneintrittsalter dann tatsächlich noch erreicht und nicht vorher schon aus Erschöpfung in die Grube fährt, dann auch seine Medikamente nicht mehr bezahlt bekommen soll.¹

Die SPD hoffte, mit der Aufhebung der Schuldenbremse für die Rüstung dem Widerspruch Raketen oder Rente, Kampfschiffe oder Kindergärten, Schützenpanzer oder Schulen entkommen zu können. Schon 2024 warnte der Gewerkschaftsökonom Kai Eicker-Wolff davor, dass die Aufrüstung Sozialkürzungen nach sich ziehen werde, die die langfristige Tendenz einer eklatanten Zunahme der Vermögensungleichheit in Deutschland verschärfen werde.²

Heute ist klar: Die Rechnung der SPD wird nicht aufgehen. Industrieumbau, soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz werden mit der Hochrüstung unter die Räder kommen. Der Grund ist simpel: Die Kosten der Aufrüstung lassen sich zwar in die Zukunft verlagern und zukünftigen Generationen aufbürden, sofern ein großer Krieg verhindert wird und es diese dann noch gibt. Die Tilgung der Schulden aber, die mit der unbeschränkten Kreditaufnahme für die Aufrüstung entstehen, wird aus dem laufenden Haushalt geschehen müssen.

Kein Spielraum mehr

Dierk Hirschel, Chefökonom der Gewerkschaft Verdi und Mitglied von »Forum Demokratische Linke 21« in der SPD, hat vorgerechnet, dass der Schuldendienst schon 2027 die finanziellen Spielräume für Ausgaben in allen anderen Bereichen – Arbeit, Bildung, Gesundheit, Rente – im Grunde ganz und gar austrocknen wird. Die Aufrüstung gerät in einen extremen Gegensatz zur Verteilung und sozialen Gerechtigkeit – genau das, was die Sozialdemokraten mit der Grundgesetzänderung eigentlich verhindern wollten. Und es komme auch in den Folgejahren noch ärger. »Die kreditfinanzierten Militärausgaben«, schreibt Hirschel, ließen »den Schuldendienst des Bundes kräftig steigen«, auf jetzt schon »rund 30 Milliarden Euro«; laut Finanzplan der Bundesregierung sei »im Jahr 2029« mit einer Zinslast von 60 Milliarden Euro zu rechnen. Hinzu kämen neben den Zinszahlungen »auch die Tilgung der Kredite«, darunter die Tilgung der Coronakredite im Volumen von 335 Milliarden Euro, die ab 2028 beginnt, das 100-Milliarden-Euro-»Sondervermögen«, das ab 2031 getilgt werden muss, und ab 2037, spätestens ab 2044, dazu die »erste Rate für das Sondervermögen Infrastruktur« im Volumen von 500 Milliarden Euro.³

Die Hochrüstung verändert durch diese wachsende finanzielle Belastung das Gemeinwesen auch strukturell, denn sie macht den Staat erpressbar. Dies wusste Otto Bauer ebenfalls längst, als er den Militarismus vor dem Ersten Weltkrieg kritisierte. Die Hochrüstung vergrößere, schrieb er seinerzeit, nämlich die »Abhängigkeit des Staates vom Großkapital«, woraus sich ergebe, dass der Staat dem Kapital dienstbar wird, dem Kapital für seine Kredite dankbar sein muss. Die Regierung bedanke sich bei den Großkonzernen durch Willfährigkeit: Sie ermögliche durch Arbeitszeitgesetze eine ununterbrochene Produktion, schmettere die Forderungen der Sozialdemokratie nach dem Achtstundentag nieder, erfülle alle Kapitalbedingungen, wodurch die »Gesundheit der Arbeiter« geschädigt und die »Zahl der Betriebsunfälle« zunehme. Ergebnis: »Für die Unternehmer fünfzig Millionen Profit, für die Arbeiter zwölf- und achtzehnstündige Arbeitszeit« – das sei der »volkswirtschaftliche Nutzen« der Aufrüstung.⁴

Ganz entscheidend hinzu kommt: Die Aufrüstung schafft eine Pfadabhängigkeit der deutschen Gesellschaft, die später kaum noch durch politischen Willen zu beseitigen sein wird. Nach innen wird die Gesellschaft von der Aufrüstung abhängig – es werden Geister gerufen, die sie nicht mehr loswird. Am Ende droht, wie in den USA, die Entstehung eines militärisch-industriellen Komplexes. Kommunen, die chronisch unterfinanziert sind und vor dem Kollaps stehen – nach Angaben der Friedensforscherin Claudia Haydt stehen sie für bloß 14 Prozent der Steuereinnahmen, aber 25 Prozent der Ausgaben⁵ –, werden um die Gelder aus den neuen Fonds für Rüstungsausgaben und für Kriegstüchtigkeit ausgewiesene Infrastrukturgelder konkurrieren. Die Wiederwahl von Politikern wird entsprechend davon abhängen, ob sie Rüstungsproduktion im eigenen Gebiet ansiedeln oder Mittel für die »Kriegstüchtigkeit« der Infrastruktur sichern. Die Kommunen werden also strukturell zu Treibern und Komplizen der Aufrüstung.

Ein einmal entstandener militärisch-industrieller Komplex muss ständig neue Gefahren erzeugen, Bedrohungsszenarien über Stiftungen, Denkfabriken und medienpräsente »Sicherheitsexperten« verbreiten und Wege finden, die angeschafften Waffenarsenale zu nutzen oder zu zerstören. Das bedeutet – wie der US-Komplex zeigt – ein sich selbst ständig zwischen Rüstungskonzernen, Ministerien, Topmilitärs, Medien und Kommunalpolitik reproduzierendes System, mit der Folge: Rüstung und Krieg in Permanenz.

Sichtbar ist die Entstehung eines solchen Komplexes in Deutschland schon heute. Die Prognosen für die Finanzierungssalden der kommunalen Kernhaushalte sind katastrophal. Lagen sie bis 2022 noch stetig im Plus, wiesen sie für 2024 ein Minus von 24,3 Milliarden Euro auf. Die Prognosen für die kommenden Jahre lauten ebenfalls auf zweistellige Defizite.


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•NEUER BEITRAG18.03.2026, 19:11 Uhr
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FPeregrin

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Kontrollverlust

Eine Investigativrecherche des Journalistennetzwerks Correctiv zeigte im Dezember 2025 die Richtung auf, in die Deutschland sich bei Entstehung dieses Komplexes entwickelt. Die Studie »Die neue deutsche Kriegsmaschine« basiert auf »geheimen Dokumenten aus dem Verteidigungsministerium«.⁶ Diese seien »der Fahrplan für den Umbau Deutschlands zur Militärmacht. Auf Hunderten Seiten wird skizziert, wie die Bundeswehr sich in den kommenden Jahren aufstellen will. Die Pläne beinhalten eine weitreichende Bestellliste: Rund 400 Milliarden Euro sollen in den kommenden Jahren in Munition und in neue Waffensysteme fließen. Darunter sind auch solche, deren Einsatz lange kategorisch ausgeschlossen wurde, weil sie entweder autonom agieren – oder eine nukleare Eskalation provozieren könnten.« Experten würden »die Regierung daher zur Zurückhaltung« mahnen. Das Verteidigungsministerium habe sich »gegenüber Correctiv ›aus Gründen der militärischen Sicherheit‹« jedoch »nicht auf Detailfragen zur Liste« geäußert. Dies bestätigte auch eine Sprecherin, die zitiert wird mit dem Satz: »Die Beschaffung für die Bundeswehr wird abgeleitet aus den Bedarfen der Streitkräfte für ihre Aufträge.« Der »Beschaffungsprozess« unterliege »strengen Vorschriften und der engen politischen Kontrolle«. Es sei jedoch für Experten und Bundestagsabgeordnete gerade »nicht nachvollziehbar«, bemerkte Correctiv, »wie die Bestelliste zustande« gekommen sei.

Tatsächlich werden aktuell wissenschaftliche Recherchen zu Details der Aufrüstungsmaßnahmen verunmöglicht, wie mir Forscher von der Informationsstelle Militarisierung, der Deutschen Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegner und wissenschaftliche Mitarbeiter der Bundestagsfraktion der Linkspartei berichten.

»Deutlich« werde »durch die Liste auch«, heißt es bei Correctiv, »dass die Regierung in vielen Fällen längst weiß, wie und an welche Unternehmen sie Rüstungsaufträge vergeben will«. Dies solle »in mehr als 40 Fällen ganz ohne Ausschreibungsverfahren geschehen, durch die Firmen sich um Aufträge bewerben können«. Es gehe hierbei »um mehr als 64 Milliarden Euro«. Auch sollten »600 Minikamikazedrohnen eines bislang unklaren Herstellers (…) bestellt werden«, obwohl sich »viele Expertinnen und Experten (…) einig« seien, »dass solche Kamikazedrohnen das Kriegsgeschehen für alle Seiten unberechenbarer machen«. Lange habe »bei der Anschaffung von Waffensystemen und Armeen weltweit ein ungeschriebenes Gesetz« gegolten: »Der Mensch« müsse »die finale Tötungsentscheidung treffen«. Mit dem KI-gestützten genozidalen Krieg der rechtsextremen israelischen Regierung in Gaza, mit der Revolution der Kriegführung durch Drohnen, die, günstig hergestellt, teuerstes Kriegsgerät zerstören können, sind jedoch Dämme gebrochen, auch bei der Bundesregierung. »KI-getriebene Kamikazedrohnen« würden, so Correctiv, »diese Grenze jetzt ein(…)reißen. Längst warnen Beobachter und Menschenrechtsorganisationen vor einem Kontrollverlust.«


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•NEUER BEITRAG18.03.2026, 19:17 Uhr
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FPeregrin

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Ab in den Wald

Dabei seien die Kamikazedrohnen »nicht das einzige System auf der Wunschliste des Verteidigungsministeriums, das Experten« alarmiere. Darunter befände »sich auch eine Waffe«, die der Rüstungsexperte Max Mutschler vom Bonner International Centre for Conflict Studies als sehr gefährlich einschätzt: »die Hyperschallrakete«. Auch mit ihr betrete »die Bundeswehr Neuland«. Ihr Kauf werde sich, »in den vergangenen Jahren zu einem geopolitischen Statussymbol geworden«, »in die größten und teuersten Militärprojekte der deutschen Geschichte einreihen«, denn: »Wer sie hat, ist groß, reich, stark.« Die Summe von 400 Milliarden Euro für diese und andere Waffen- und Überwachungssysteme – mehr als 300 Posten in den kommenden Jahren – lasse »das einst viel diskutierte Sondervermögen für die Bundeswehr wie eine Nichtigkeit wirken«. Auch lade das System in höchstem Maße zu Korruption ein, wie aus den USA und dem Irak-Krieg mit seinen »No Bid«-Verträgen für den Halliburton-Konzern, dem ehemals der Vizepräsident Dick Cheney vorstand, bekannt ist. Aktuell wird die Ukraine bis in den engsten Kreis um Präsident Wolodimir Selenskij davon erschüttert.

Angegeben seien, so Correctiv, »neben den konkreten Systemen teils auch die gewünschten Lieferanten und ob ein Vergabeverfahren geplant« sei. Verteidigungsminister Boris Pistorius wolle »den Weg freimachen für vereinfachte Direktvergaben, um Militärausgaben zu beschleunigen«. Ein entsprechendes Gesetz, das Gesetz zur beschleunigten Planung und Beschaffung für die Bundeswehr, trat im Februar 2026 in Kraft.

Insgesamt »zehn solcher Direktvergaben« fänden »sich in der Liste«, darüber hinaus »39 Bestellungen« »ohne Teilnahmewettbewerb«, vergeben »an einen vorausgewählten Kreis von Unternehmen«. Es sei, zitiert Correctiv den Friedens- und Konfliktforscher Michael Brzoska, der über das schon in der Vergangenheit von Korruptionsskandalen erschütterte Beschaffungswesen der Bundeswehr erforscht, »auffällig, dass diese Wunschlisten immer länger werden und nicht immer klar ist, warum manche Dinge da draufstehen«. Er halte »die Liste für überdimensioniert und nicht an den tatsächlichen Bedarf angepasst«. Selbst die Verteidigungspolitikerin Sara Nanni (Bündnis 90/Die Grünen), die ihre Oppositionsrolle ansonsten dadurch ausfüllt, dass sie Beschwerde führt, die Aufrüstung der Bundeswehr und Waffenlieferungen an die Ukraine gingen zu langsam vonstatten, äußerte nach Angaben von Correctiv die Sorge, dass die Auftragsvergabe »nach ›Zurufprinzip‹ entstanden sein könnte«, sprich »die Rüstungslobby rufe, die Politik antworte«.

Einen Vorgeschmack bekam die deutsche Öffentlichkeit Ende Oktober 2025, als es um die Anschaffung von bewaffnungsfähigen Kampfdrohnen für die Bundeswehr ging. Wie die Financial Times berichtete und Bild kommentierte, wollte das Verteidigungsministerium »für insgesamt rund 900 Millionen Euro (…) bis zu 12.000 Kamikazedrohnen anschaffen«. Die Summe sollte sich zu gleichen Teilen auf drei deutsche Rüstungskonzerne aufteilen: Stark, Helsing und Rheinmetall. Damit, so zitiert die Financial Times einen Informanten, wolle man »den Wettbewerb aufrechterhalten und sicherstellen«, dass die Bundeswehr »das beste System« erhalte. Im niedersächsischen Munster sei dafür ein geheimer Drohnentest durchgeführt worden, »insgesamt 19 Testflüge: 17 von Helsing, zwei von Stark«. Dabei habe sich gezeigt, dass nur »einer der drei Anbieter zufriedenstellende Ergebnisse« lieferte, nämlich Helsing. Die Stark-Drohnen hätten »ihr Ziel zweimal verfehlt«, einmal »um mehr als 150 Meter«, während die zweite Stark-Drohne »laut Augenzeugen unkontrolliert in ein Waldstück« abgestürzt sei. Rheinmetall wiederum war zum Testlauf, »der laut Insidern lange anberaumt war«, überhaupt nicht erschienen. Dennoch hätten aber »alle drei Anbieter (…) wenige Tage später die Zusage« des Verteidigungsministeriums bekommen, »Kamikazedrohnen im Wert von jeweils 300 Millionen Euro an die Bundeswehr zu liefern«, obwohl nicht einmal sichergestellt ist, dass der Kamikazedrohnenneuling Rheinmetall überhaupt welche herstellt, geschweige denn, dass sie funktionieren.

Sebastian Schäfer, Haushaltspolitiker von Bündnis 90/Die Grünen, kritisierte entsprechend, dass insgesamt bei viel zu vielen Projekten von Boris Pistorius »extreme Kostenexplosionen« drohen würden. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums beteuerte hingegen, dass »alle Hersteller (…) dieselbe Qualifizierung/Zertifizierung« durchlaufen würden, die 300 Millionen jeweils seien ja »keine Entscheidung für eine großvolumige Beschaffung«, und es seien dafür »noch keine Hersteller ausgewählt«.⁷

Die »extremen Kostenexplosionen«, die auch Tom Krebs und Patrick Kaczmarczyk im November 2025 in ihrer Studie »Wirtschaftliche Auswirkungen öffentlicher Militärausgaben in Deutschland« prognostiziert haben, sind längst da. Seit der Aufhebung der Schuldengrenze für die Aufrüstung im März 2025 könne das Verteidigungsministerium »in theoretisch unbegrenzter Höhe investieren«, beobachtete Mitte Februar 2026 der Spiegel und kommentierte in bezug auf die letzten Rüstungsdeals, was das in der Praxis heißt: Es sei »wie auf dem Flohmarkt, wenn ein Kunde mit dickem Portemonnaie und wenig Zeit unbedingt etwas kaufen will«. Denn nicht nur der Rüstungsetat sei kräftig angehoben worden; die Rüstungsoligopole hätten, im Wissen um das Fass ohne Boden, auch die Preise für die Rüstungsgüter massiv angehoben. Die Deutschen würden »beim Geldanlegen als dumm« gelten. »Möglicherweise« seien »sie es auch bei ihren Rüstungsausgaben«.⁸


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•NEUER BEITRAG18.03.2026, 19:24 Uhr
EDIT: FPeregrin
18.03.2026, 20:11 Uhr
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FPeregrin

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Eine Hand wäscht …

Hinzu kommt dabei ein bekanntes Phänomen aus den USA: das »Revolving Door Principle«, das »Drehtürprinzip«. Auch das ist in Deutschland schon lange Praxis. Karrieren wie die des SPD-Politikers Hans Peter Bartels, der als ehemaliger Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestags wenig später Aufsichtsratsmitglied beim Rüstungskonzern Thyssen-Krupp Marine Systems wurde, um danach kommissarischer Leiter des Zentrums für Sicherheit und Verteidigung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik zu werden, die die Bundesregierung berät, sind keine Ausnahmen, sondern eher die Regel.

Der Grad des Filzes ist bei einem hochgradig monopolisierten Markt für Waffentechnik und Sicherheitstechnologie erwartungsgemäß hoch. So berichtete im Herbst 2025 der Spiegel von einem pikanten Zusammenhang: »Am 12. November, dem 70. Jahrestag der Gründung der Bundeswehr, gab Karl-Theodor zu Guttenberg dem Deutschlandfunk ein Interview. Der ehemalige Wirtschafts- und Verteidigungsminister dozierte über die Wehrpflicht, die deutschen Streitkräfte und ihre schwerfälligen Beschaffungsprozesse.« Man müsse, so zitiert der Spiegel Guttenberg, »von den ›alten Beschaffungsregeln‹ befreien und ›schnell handlungsfähig‹ werden«. Das pikante Detail: »Was der CSU-Mann nicht erwähnte: Er ist seit 2023 an einem Startup beteiligt, das angeblich die passenden Technologien anbietet: die Münchner Firma Govradar GmbH. Sie behauptet, den Aufwand bei der Erstellung von Ausschreibungsunterlagen um 90 Prozent zu reduzieren. (…) Das Startup, in das er investiert hatte, wird nach Spiegel-Informationen unter anderem aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. Dessen Chefin ist Katherina Reiche – Guttenbergs Lebensgefährtin.«⁹

Coole Rüstung

Am Ende wird ein militärisch-industrieller Komplex jedoch auch von Teilen der Bevölkerung getragen. Junge Ingenieure wissen am Rande von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zu berichten, dass auch unter ihresgleichen ein Mentalitätswandel, eine »innere Zeitenwende« stattgefunden hat: Früher hätten aufstiegswillige Ingenieure in der Automobilindustrie arbeiten wollen, weil dort das Geld auch für Startups am lockersten saß und die Innovationen stattfanden. Noch vor wenigen Jahren, in der Zeit der Fridays-for-Future-Bewegung und der politischen Bestrebungen in Richtung einer deutschen Elektrorevolution und der Elektrifizierung der Wirtschaft, hätten sich junge Ingenieure auf diesen Energieumbau gestürzt, um Teil von ihm zu sein. Heute aber sei die Rüstungsindustrie »cool«, heute gelte es als »chic«, sein Knowhow in den Dienst der Waffenherstellung zu stellen, weil hier die großen staatlichen Fördermittel hinfließen. Nicht zu unterschätzen ist dabei auch ein ideologisches Moment: Vor Jahren wollte man mit seiner Arbeit und seinen Fähigkeiten einen Beitrag dazu leisten, den Planeten zu retten, heute leiste man seinen Beitrag, Deutschland vor seinen Feinden zu schützen.

Anmerkungen:

1 Agenda 2030: Katherina Reiche vermutet, dass Rente nicht mehr zum Leben reichen wird, Der Spiegel, 12.11.2025; Rente mit 70: Reiche-Berater fordern radikale Reformen – »Kein Bullerbü versprechen«, merkur.de, 7.10.2025; Streecks provokante Frage, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.11.2025

2 Kai Eicker-Wolff: Verteilungsfragen in der »Zeitenwende«. In: Ulrike Eifler (Hg.): Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg. Münster 2024, 81–93

3 Dierk Hirschel: Kanonen oder Butter? Aufrüstung ist kein Wachstumstreiber. In: Ulrike Eifler (Hg.): Gewerkschaften in der Zeitenwende. Hamburg 2025, S. 30

4 Zit. n. Ingar Solty: Austromarxismus. Otto Bauer zur Einführung (Edition Marxismen; Bd. 11). Berlin 2025

5 Claudia Haydt: Die Aufrüstung und die Kommunen, weltnetz-tv, 11.2.2026

6 Till Eckert: Die neue deutsche Kriegsmaschine, corretiv.org, 17.12.2025

7 Drohnen-Gaga bei der Bundeswehr, Bild, 31.10.2025

8 Verprasst Deutschland seine Rüstungsmilliarden?, Der Spiegel, 12.2.2026

9 Reiches Ministerium fördert Firma mit Guttenberg-Beteiligung, Der Spiegel, 3.12.2025


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•NEUER BEITRAG12.04.2026, 19:49 Uhr
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arktika

Das Buch sollte man sich vielleicht mal zulegen (und dann natürlich auch lesen ...).
•NEUER BEITRAG07.05.2026, 15:28 Uhr
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arktika

Dt. Imp.: Militärisch-Industrieller Komplex "Am Ende wird ein militärisch-industrieller Komplex jedoch auch von Teilen der Bevölkerung getragen. Junge Ingenieure wissen am Rande von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zu berichten, dass auch unter ihresgleichen ein Mentalitätswandel, [...] stattgefunden hat"
[...]
"Vor Jahren wollte man mit seiner Arbeit und seinen Fähigkeiten einen Beitrag dazu leisten, den Planeten zu retten, heute leiste man seinen Beitrag, Deutschland vor seinen Feinden zu schützen."

Aber nicht nur das: Manchmal ist es auch einfach nur die ALLERLETZTE HOFFNUNG für ein Pleiteunternehmen, noch mal den eigenen Arsch zu retten ..., vielleicht?

Als Beispiel hierfür ist der "Flughafen" Kassel-Calden anzusehen. Die Bezeichnung "Pleiteflughafen" ist schon fast euphemistisch, denn um pleite gehen zu können, müßte er eigentlich wenigstens ansatzweise mal "real" existiert haben ... War nur leider nie so richtig was geworden: Gebäude, Gelände, Startbahnen ... zwar alles da u. funktionsfähig, nur leider niemand, der/die fliegen wollte - womit in diesem Falle nicht evtle. PassagierInnen gemeint sind, sondern Fluggesellschaften, zumindest liquide.

Da kann man als BetreiberIn oder auch als LokalpolitierIn schon mal auf Rettungsanker verfallen:

„Wir brauchen diesen Flughafen“ –
Militär und Verteidigung als Zukunftsvision für defizitären Kassel Airport


Militär und Verteidigung sollen künftig beim defizitären Flughafen in Calden an erster Stelle erklären. Fischer Air ist offenbar kein Thema mehr.

Kassel/Calden – Der Kassel Airport braucht eine Neuausrichtung. Darin waren sich die Mitglieder des Aufsichtsrats in ihrer Sitzung am Mittwoch einig. Welche Schwerpunkte dabei eine Rolle spielen und inwieweit auch Fischer Air zu diesem Umdenken beigetragen hat, erklärt Finanzstaatssekretär Till Kaesbach (Dr. Till Kaesbach (41) ist seit Ende Dezember offiziell im Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden der Flughafen GmbH Kassel. Der hessische Finanzstaatssekretär folgte auf Uwe Becker, der das Amt von Juni 2024 bis Juni 2025 innehatte. Der CDU-Politiker, der ursprünglich aus Essen kommt und in Münster und Montreal Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Wirtschaftspolitik studiert hat, war in der Vergangenheit unter anderem im Bundesfinanzministerium tätig. Er war zudem Büroleiter von Jens Spahn in dessen Zeit als Bundesgesundheitsminister. Zuletzt arbeitete er in leitender Funktion bei der Wiesbadener Aareal Bank in Berlin. Erst im Sommer 2025 wechselte Kaesbach nach Hessen und wurde Staatssekretär im Finanzministerium. Kaesbach ist verheiratet und hat zwei Kinder.) im Interview.

Herr Kaesbach, Sie kommen gerade aus der Aufsichtsratssitzung. Der Flughafen konzentriert sich künftig auf Verteidigung, Drohnen und elektrisches Fliegen. Warum?

Wir arbeiten unter der Führung des Landes Hessen permanent an der richtigen Ausrichtung des Flughafens. Die kommerzielle Luftverkehrsfahrt bleibt ein Standbein. Das stark veränderte geopolitische Umfeld, nochmals mit neuer Dynamik durch den Iran-Krieg und die hohen Kerosinpreise, spielt aber eine immer stärkere Rolle. Darauf wollen wir klug reagieren. Die Grundüberzeugung der hessischen Landesregierung ist: Wir brauchen diesen Flughafen. Er hat viel Potenzial, allerdings auch ungenutztes. Deshalb wollen wir eine strategische Weiterentwicklung vorantreiben.

Insbesondere der Aspekt Militär scheint zunehmend wichtig zu werden.

Die Neuausrichtung der Bundeswehr, die Bedrohungslage mit Blick auf Russland – das alles verändert die sicherheitspolitische Lage. Die Landesregierung hat darauf früh und konsequent reagiert und unter anderem einen Schwerpunkt auf die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie gesetzt. Wir haben in Kassel-Calden einen Flughafen in der Mitte Deutschlands und Europas, der in diese Sicherheitsarchitektur eingebunden werden kann. Was schon stattfindet, sind Starts und Landungen von Militärmaschinen, Trainingsflüge im Bereich Luftwaffe, Heeresflieger, Marineflieger, Truppenverlegung. Was auch schon stattfindet, sind Übungen zur Drohnenabwehr durch die Bundespolizei. Der Flughafen bringt alles mit, was man braucht, um das Realszenario zu trainieren.

Und die zwei weiteren Zukunftsvisionen für den Flughafen?


Da sind die unbemannte Luftfahrt und Drohnen – ganz sicher ein Zukunftsfeld der Luftfahrt. Dazu gehören auch Tragflächendrohnen beispielsweise für Logistik und Transport, auch im militärischen Bereich. Der Flughafen eignet sich besonders für Drohnenabwehr und -übungen. Das dritte Thema ist die Elektrifizierung der Luftfahrt. Das wird auch nicht morgen kommen, aber am Ende wird es gelingen, klimaneutral elektrisch zu fliegen. Das Kerosinproblem gibt es dann nicht mehr. Dann ist die Umweltbilanz vom Fliegen besser, als die von Autos und von Schienen, weil zwischen Start und Landung keine Flächen versiegelt werden, und keine weitere Infrastruktur notwendig ist. Wir werden demnächst am Flughafen den ersten festen Ladepunkt für E-Flugzeuge etablieren. Auch hier ist der Flughafen sehr weit vorne.

Urlaubsfliegerei war noch nie einziges Standbein in Calden. Auch Militär war schon immer ein Thema. Worin besteht der große Strategiewechsel?

Großer Strategiewechsel – das sind nicht meine Worte. Ich spreche von einer strategischen Weiterentwicklung. Bisher waren die Ausrichtung und auch die Wahrnehmung in der Bevölkerung und Berichterstattung diese: Der Flughafen dient insbesondere der touristischen Fliegerei. Es beginnt jetzt nicht alles komplett neu, aber in dieser Konkretheit ist es aus meiner Sicht eine deutliche Weiterentwicklung. Die Geschäftsführung hat jetzt den Auftrag, ihren Schwerpunkt in diesen drei neuen Bereichen zu setzen.

Gibt es innerhalb dieser Punkte eine Priorisierung?


Zivilschutz, Sicherheit, Verteidigung stehen an erster Stelle, das zweite ist das Thema Drohnen, das dritte das elektrische Fliegen. Der Kern, das touristische Fliegen, bleibt als Aufgabe erhalten. Dieses Umfeld wird schwierig bleiben. Es ist aber nicht zwingend zu erwarten, dass übermorgen was passiert. Aber wir sind alle Optimisten.


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•NEUER BEITRAG07.05.2026, 15:42 Uhr
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arktika

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Welche Erwartungen haben Sie an die Geschäftsführung?

Wir positionieren diese drei Ziele nicht nur als strategische Überschrift. Sondern ich erwarte, dass konkret und nachweisbar etwas am Flughafen passiert, was bereits in den nächsten Monaten beginnt, sichtbar zu werden.

Wie kann man sich das Thema Drohnen vorstellen? Bekommt man dann sein Amazon-Paket künftig über den Airport?

Das ist ein großes Feld, auf dem andere Länder der Welt schon unterwegs sind, aber wir hierzulande noch nicht. Es muss einfach jemanden geben, der Drohnen starten und landen lassen kann – also Tragflächendrohnen. Für sie braucht es eine Landebahn und demnach einen Flughafen. Zudem ist die Drohnenabwehr ein extrem wichtiges Thema – auch im zivilen Bereich. Wir müssen beispielsweise in der Lage sein, kritische Infrastruktur wie große Werkanlagen der chemischen Industrie auch vor Drohnen zu schützen. Das muss entsprechend trainiert werden. Calden könnte in dem Bereich ein Kompetenzzentrum werden.

Für die Öffentlichkeit und die Steuerzahler ist das jährliche Defizit des Flughafens von fünf Millionen Euro ein großes Thema. Was versprechen Sie sich von der Neuausrichtung in finanzieller Hinsicht?

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir sehr gut daran tun, diesen Flughafen zu haben, ihn zu erhalten und weiterzuentwickeln. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass wir uns angesichts der Entwicklung im Bereich der Fliegerei, der Drohnen und der Elektrofliegerei in zehn Jahren nochmal mehr freuen, dass wir den Flughafen haben. Vielleicht wundern wir uns dann, dass wir ihn damals so kritisch gesehen haben. Der Flughafen ist eine wichtige Infrastruktur. Dass er defizitär ist, unterscheidet ihn nicht von anderen Infrastruktureinrichtungen wie Bahnhöfen oder Brücken. Das sind ja keine Gewinnbringer für die öffentliche Hand. Trotzdem ist der Fehlbetrag etwas, das wir im Blick behalten werden. Aber kurzfristig wird sich das nicht ändern.

Wenn Sie den Flughafen mit Bahnhöfen und Brücken vergleichen: Der Ottonormalbürger fliegt ja nicht zur Arbeit. Wer soll das E-Fliegen nutzen und wer soll es bezahlen können?

Perspektivisch ist der Flugpreis getrieben durch den Kerosinpreis. Wenn es gelingt, fossile Brennstoffe durch elektrische Antriebskraft zu ersetzen, dann wird Fliegen günstiger.

Aber es gibt noch viele Hindernisse, und es gibt Hersteller, die beim Bauen solcher Flugzeuge gescheitert sind. Wieso setzen Sie auf diese Technologie?

Ich war am vergangenen Wochenende mit meinen Kindern im Technikmuseum für Industriegeschichte. Wenn wir mit der Einstellung an den Automobilbau herangegangen wären, dann würden wir heute noch mit Kutschen durch die Welt fahren. Es ist eine Zukunftstechnologie, und wir wollen Wegbereiter dafür sein. Das heißt aber nicht, dass wir morgen von Kassel zum Mars fliegen. In China gibt es schon unbemannte Luftfahrt mit Passagieren, die fliegt. Es ist also keine Fiktion. Wir brauchen ein bisschen Pioniergeist. Wir wollen da mitmischen – am besten von Calden aus, wo die Voraussetzungen bestens sind. Das gilt im Übrigen auch für das Aufstellen von Photovoltaikanlagen, die den Strom generieren. Dafür ist in Calden genügend Platz in der Nähe des Flughafens.

Wann sehen Sie denn den ersten E-Flieger von Calden abfliegen?

Das ist ein mittelfristiges Thema. Es gibt Aussagen, dass die ersten Flieger grundsätzlich Ende des Jahrzehnts abheben können. Es wäre schön, wenn wir in Calden die Entwicklung dorthin unterstützen könnten.

Kassels Oberbürgermeister Sven Schoeller, zugleich Ihr Stellvertreter als Aufsichtsratsvorsitzender, hatte seinerzeit die Idee gehabt, dass man zwei verschiedene GmbHs gründet und Gewerbebetrieb und Urlaubsfliegerei trennt. Inwieweit war das Thema der Aufsichtsratssitzung?

Wir hatten eine sehr einvernehmliche Sitzung. Die beschlossenen Punkte haben wir mit voller Rückendeckung von allen Mitgliedern beschlossen. Natürlich gehört das Gewerbegebiet auch zum Flughafen, da haben wir ja auch sehr erfreuliche Entwicklungen gesehen.

Die von Herrn Schoeller angeregte Trennung war demnach kein Thema?

Die war nicht Gegenstand der Sitzung.

Kommen wir zu Fischer Air. 18 Mal sind Starts und Landungen verschoben worden, bisher ist Fischer Air nicht abgehoben. Das hat auch den Flughafen Vertrauen gekostet. Welche Lehren ziehen Sie daraus?

Wichtig ist mir auch stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat zu betonen, dass wir alle sehr bedauern, dass es für einzelne Beteiligte zu unrühmlichen Situationen gekommen ist. Wenn ich mit meiner Familie einen Urlaub buche und dann findet der Flug nicht statt, ist das schlecht. Aber Flugzeuge haben keinen Rückspiegel, von daher würde ich nicht zurückschauen wollen, sondern nach vorn.

Aber Fischer ist ja noch Teil der Zukunft – er will im Oktober starten.


Es gibt zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine belastbaren Grundlagen für Flüge von Fischer Air. Die Geschäftsführung hat berichtet, dass es aktuell keinen Austausch mit Fischer Air gibt.

Schauen wir also voraus: Wollen Sie am Airport zukünftig einen Überprüfungsmechanismus für neue Airlines an den Start bringen, um zu verhindern, dass Flüge angekündigt werden, die gar nicht stattfinden können?

Von diesem Einzelfall auf die Gesamtheit zu abstrahieren, ergibt keinen Sinn. Die Geschäftsführung wird weiter Gespräche mit Fluggesellschaften führen, das muss man sich im Einzelfall anschauen.

Und wenn Herr Fischer im Oktober doch wieder starten will? Wird er dann in den Flugplan aufgenommen?

Der Flughafen ist rechtlich gehalten, mit allen Anbietern Gespräche zu führen und die Infrastruktur diskriminierungsfrei zur Verfügung zu stellen. Die Geschäftsführung wird das dann wieder prüfen. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung aber gebeten, nur solche Flugverbindungen aufzunehmen, für die es belastbare Grundlagen gibt.

Sie hatten jetzt fünf Monate Zeit, sich ein Bild vom Airport in Calden zu machen. Wie sieht das denn jetzt aus?

Es ist ein toller Flughafen, ich bin begeistert davon, er ist infrastrukturell hervorragend, es gibt keinen größeren Investitionsbedarf. In der Region gibt es große Sympathie, Nachfrage, viele Ideen und viel Unterstützungsbereitschaft. Genau das macht mir Zuversicht. Wir arbeiten jetzt mit klarem Kurs daran, den Flughafen auf tragfähigere Füße zu stellen und aus seinen Stärken heraus Zukunft zu entwickeln.


Von Florian Hagemann, Daria Neu und Valerie Schaub am 21. April in der HNA unter
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•NEUER BEITRAG06.07.2026, 20:43 Uhr
Nutzer / in
arktika

Dt. Imp.: Militärisch-Industrieller Komplex Schon jetzt: Fast 50 % "Dual Use" in der BRD! D. h., sehr viele Industriebetriebe können jederzeit von (derzeit noch) "ziviler" Produktion auf Militärproduktion umsteigen. Ohne größeren Aufwand.
Das bringt Geld, Arbeitsplätze und bessere Chancen, den nächsten Krieg bald beginnen zu können.

Von Michael König dazu in der jW vom 2. Juli:

Umgekehrte Konversion
Potentiell kriegstauglich

Von der Zivil- zur Rüstungsproduktion: Studie sieht Dual-Use-Potenzial bei fast jedem zweiten Arbeitsplatz in Deutschland


Beinahe jeder zweite industrielle Arbeitsplatz in Deutschland kann auf Rüstungsproduktion umgestellt werden. Das ergeben Daten aus dem »Dual-Use-Atlas« des Baseler Forschungsinstituts Prognos, über den das Handelsblatt am Dienstag zuerst berichtete. Demnach sind 3,5 Millionen Beschäftigte in Branchen tätig, die in der Lage sind, Dual-Use-Güter herzustellen. Gemeint sind Produkte, die sowohl zivil als auch militärisch verwendet werden können. Fast 700 Milliarden Euro Umsatz oder 43 Prozent der Industrieproduktion entfallen bereits jetzt auf solche Güter, und damit 45 Prozent der Jobs. Tatsächlich gehe es bei der Aufrüstung Deutschlands »um fast die Hälfte seiner industriellen und digitalen Wertschöpfungsbasis.«

Die Prognos-Forscher aus der Schweiz identifizierten in ihrer Studie drei Schlüsselindustrien für die Herstellung von rüstungsfähigen Gütern: die Autoindustrie, den Maschinenbau und die Elektrotechnik (inklusive Informationstechnologie und künstlicher Intelligenz). Hierbei handelt es sich um traditionelle Stärken der deutschen Industrie, mit denen sie in den letzten Jahren auf dem zivilen Markt ins Hintertreffen geraten sind. »Die deutsche Industrie wächst nicht mehr«, konstatierte das Handelsblatt am Dienstag. Und das bereits seit 2018.

Prognos sieht in militärisch nutzbaren Produkten deshalb einen Zukunftsmarkt. Die milliardenschweren Militärinvestitionen der CDU-SPD-Bundesregierung bereiten hierfür den Boden. So setzen die Baseler Forscher darauf, dass zivile Innovationen in militärische umgewandelt werden könnten, exemplarisch etwa Drohnentechnik, Robotik oder autonome Fahrzeuge. Anders als reine Rüstungsunternehmen könnten Dual-Use-Unternehmen technische Neuerungen aus der zivilen Technik schneller in die militärische Produktion integrieren.

Es gehe nicht nur um »Metall, Maschinen und Munition« sondern zunehmend um »softwaregetriebene Sicherheitstechnologien«. Deshalb verlagere sich der Schwerpunkt in »Regionen mit starkem IKT-Sektor«. IKT steht hier für Informations- und Kommunikationstechnologie. Solche Regionen seien etwa Südhessen und das Rhein-Main-Gebiet, Karlsruhe, Leipzig oder Nord- und Ostwestfalen.

Das Potenzial für Dual-Use-Produktion in der BRD sei »groß, aber fragmentiert«, so die schweizer Forscher. Entsprechend bildeten sie auf Basis der Beschäftigtenzahlen verschiedene Indizes für alle Industrie- und Handelskammer-Bezirke in Deutschland. Ein regionaler Index gibt den Anteil der zivil-militärischen Produktion an der Wertschöpfung im jeweiligen IHK-Bezirk an, ein Deutschland-Anteil die Bedeutung der regionalen Produktion für die Gesamtproduktion und ein Gesamtindex setzt beide in Beziehung. Demnach stechen die Millionenstädte Berlin, Hamburg, München und Köln hervor. Unter den Top ten finden sich außerdem Stuttgart, Nürnberg, Karlsruhe, Heilbronn, der Rhein-Neckar-Raum und Ostwürttemberg. Während die Metropolen und Süddeutschland insgesamt am bedeutendsten für die Militarisierung der Produktion sind, spielen andere Gegenden bei bestimmten Technologienischen eine entscheidende Rolle.

So etwa Dresden als Mikroelektronikstandort und Jena bei der Produktion optischer Systeme. Dresdner Mikrochips werden in Drohnen, Lenkwaffen und Satelliten verbaut, wie das Handelsblatt berichtete. Teleskope, Zielerfassungssysteme und Laser aus Jena kommen demnach in Panzern und Schiffen sowie in Lenkwaffen und Satelliten zum Einsatz.

Am Bodensee sind der Stromaggregathersteller Rolls-Royce Power Systems (ehemals MTU) und der Autozulieferer ZF angesiedelt. Während die Dual-Use Produktion bei Rolls-Royce explodiert, will ZF mit jetzt nur 0,5 Prozent Rüstungsanteil an der Gesamtproduktion deutlich nachziehen. »Wir sind dabei, unsere Aktivitäten dort zu intensivieren«, sagte ZF-Chef Mathias Miedreich im Handelsblatt.

Doch nicht alle wollen dabei mitmachen: IG Metall und der Betriebsrat im ZF-Werk Hannover forderten bereits im März das Gegenteil der Kapitalpläne, nämlich Konversionskonzepte, »um bestehende rüstungsnahe Bereiche in zivile Sparten zu überführen, ohne Arbeitsplatzverluste«.


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#DualUse
#Ruestung
#Ruestungsindustrie
•NEUER BEITRAG28.08.2026, 21:47 Uhr
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arktika

Hurra! ... und wie schnell das gehen kann! Der Krieg ist doch der "Vater aller Dinge" und bringt uns allen Wohlstand & Glück!!! Möge WKIII endlich auch offiziell bald beginnen, dann wird 's noch besser werden...
Erst einmal großer Dank an Rheinmetall und unsere geliebte (Pro-)Kriegsregierung! Die Rettung für den Flughafen Kassel-Calden ist da, und alles wird gut!

Von Daniel Seeger, Franz Viohl, Daria Neu, Florian Hagemann und Denise Dörries in der HNA vom 27. August:

Rheinmetalls weltweit größter Panzerstandort: Kassel Airport wird zur militärischen Drehscheibe

Großer Presseandrang am Kassel Airport: Deutschlands größtes Rüstungsunternehmen Rheinmetall und die Landesregierung wollen massiv in den Verteidigungsstandort Nordhessen investieren.

Es ist eine wegweisende Nachricht für ganz Nordhessen: Kassel wird weltweit eine noch größere Rolle als Rüstungsstandort spielen. Für den Aufbau eines sogenannten „Defence Hub Nordhessen“ investiert der Rüstungskonzern Rheinmetall in den kommenden Jahren mehr als 260 Millionen Euro. Das Land Hessen unterstützt das Ganze mit 25 Millionen Euro.

Konkret heißt das: Rheinmetall baut sein Werk in Kassel aus. Zudem entstehen am Kassel Airport ein neues Logistikzentrum (Central Logistics & Training Hub) und ein Drohnentestzentrum. Dass so künftig mehr als 1000 neue Arbeitsplätze an den Standorten in Kassel und Calden entstehen werden, verkündeten am Flughafen Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU), Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) und der Rheinmetall-Vorstandsvorsitzende Armin Papperger vor einem Großaufgebot an Journalisten.

Mit einem unterschriebenen Memorandum of Understanding, also einer Absichtserklärung, verständigten sich die Beteiligten darauf, Nordhessen zu einem leistungsfähigen Knotenpunkt für moderne Verteidigungstechnologie auszubauen und den Airport strategisch weiterzuentwickeln. Nicht nur für den Caldener Flughafen, der zuletzt immer wieder massiv in der Kritik stand und für den ein Strategiewechsel angekündigt wurde, ist das ein Paukenschlag. Papperger betonte zudem: „Kassel ist und bleibt das größte Panzerwerk Europas.“ Der Glaube, es brauche nur noch Drohnen, sei falsch. Vielmehr werde eine Mischung benötigt.

Ministerpräsident Rhein sprach in der großen Halle am Flughafen von einem „klaren Bekenntnis zur heimischen Rüstungsindustrie“. Die neuen Entwicklungen in und um Kassel seien ein „Motor für die Zeitenwende“. Außerdem bekenne man sich „klipp und klar zum Kassel Airport“. Wirtschaftsminister Mansoori zeigt Verständnis für die Menschen, denen die „Dauerpräsenz verteidigungs- und rüstungspolitischer Themen Sorge macht“.

Er selbst sei vor etwa 20 Jahren gemustert worden, habe sich bewusst für den Zivildienst entschieden, weil er sich nicht habe ausmalen können, dass auf europäischem Boden Freiheit und Demokratie mit Waffengewalt verteidigt werden müssten. „Ich habe mich geirrt.“ Verteidigungsfähigkeit herzustellen, diene dem Versprechen, weiterhin in Freiheit leben zu können.

Papperger sagte zudem bei der anschließenden Werksführung am Rheinmetall-Standort in Kassel, dass man derzeit in Verbindung mit dem Bahnkonzern Alstom stehe, um perspektivisch mehr Hallenkapazitäten zu bekommen.


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Und eine schicke Bildstrecke gibt 's gleich dabei:
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Komisch nur, daß in dem Artikel kein Wort darüber fällt, daß die Kasseler und Caldener Region damit auch ein legitimes Angriffsziel wird, wenn es denn irgendwann in näherer Zukunft auch mal den ForceurInnen des "Ukrainekrieges" (wie üblich vermutlich in Form der "Zivilbevölkerung", sprich der ArbeiterInnenklasse) an den Kragen gehen sollte. Aber das wäre ja nur Miesmacherei, die in dem ganzen Jubel nur stören würde?! Jedenfalls steigen erst mal die Sektkorken und die Aktien ...

#Calden
#KasselCalden
#Rheinmetall
#RheinmetallEntwaffnen
#Pleiteflughafen
#Ruestungsindustrie
#WKIII
#Imperialismus
#BRD
#BRDRegime
•NEUER BEITRAG18.09.2026, 16:36 Uhr
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arktika

Dt. Imp.: Militärisch-Industrieller Komplex Eine fruchtbare Zusammenarbeit, nicht nur auf politischer, sondern auch auf wirtschaftlicher u. technischer Ebene: BRD + Israel.

Eines der zahlreichen Beispiele, auch dies geeignet für WK III:

Am 4. September auf RTdeutsch

"Marinegeschichte" – Fregatte Sachsen zündete im Nordatlantik israelisches Raketenmodell

Die Bundesmarine testete im Rahmen einer "geheimen Fahrt" eine israelische ballistische Rakete. Das Ereignis soll zwischen Irland und Island im Nordatlantik stattgefunden haben. Marineinspekteur und Vizeadmiral Jan Christian Kaack erklärte laut Agenturmeldung, dass "mit dem erfolgreichen Schuss Marinegeschichte geschrieben" wurde.


Die Bundesmarine bestätigt den Vorfall. Auch die deutschen Mainstreammedien berichten ausführlich und mit Begeisterung über das "geheime" Geschehen zwischen Irland und Island im Nordatlantik. Laut einem Artikel der Welt wurden dafür gleich zwei deutsche Fregatten in das Seegebiet verlegt.

Der Interessenverband der Deutschen Marine erklärt, dass die Testaufgabe darin bestand, die Reichweite der Raketen der maritimen Bundeswehrtruppe "deutlich zu vergrößern". Mit dem Test und Abschuss "einer ballistischen Rakete des israelischen Herstellers IAI Industries" sei seitens der Bundesregierung "ein wichtiges Signal gesendet" worden, berichtet das Handelsblatt. Dieses laute:

"Das Land ist bereit, sich entschlossen zu verteidigen."

Von der Fregatte "Sachsen-Anhalt" der Bundesmarine wurden in der Nacht zum 2. September "mindestens zwei ballistische Raketen des israelischen Typs LORA gestartet." LORA steht dabei für "Long Range Artillery". Die Marine bezeichnet laut Information der Webseite Sicherheit und Verteidigung (SUV) "die Erprobung im Nordatlantik als Vorstufe einer möglichen Beschaffung". Die Bild-Redaktion berichtet ergänzend:

"LORA ist eine ballistische Rakete, die in Israel entwickelt, produziert und von dem Land auch wiederholt eingesetzt wurde. Sie wird in einem Startcontainer bereitgestellt und kann so an Bord von Schiffen vergleichsweise schnell eingesetzt werden."

Der verantwortliche Marineinspekteur Jan Christian Kaack erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch:

"Mit dem erfolgreichen Schuss einer ballistischen Rakete gestern Nacht im Nordatlantik, haben wir Marinegeschichte geschrieben. Ich bin hochzufrieden mit dieser Leistung."

Das getestete System lasse sich laut dem Instagrambeitrag "erfolgreich von unseren Einheiten aus einsetzen und die mögliche Reichweite übersteigt alles, was wir bisher kannten."

"Zum Schutz Deutschlands" und der NATO-Verbündeten stelle dieser Test samt der Erprobung "ein neues Kapitel in Sachen Abschreckung und Verteidigungsbereitschaft auf See dar", so der Vizeadmiral darlegend. Medienberichte zeigten sich begeistert. So erklärt die Handelsblatt-Redaktion ihren Lesern:

"Was ein israelisches Raketensystem der Deutschen Marine bringt. 'Lora' könnte ein Baustein der 'Deep Strike'-Strategie werden. Die ballistische Rakete steigt nach dem Start steil auf und stürzt mit Überschallgeschwindigkeit auf ihr Ziel."

Die Bild-Redaktion erfuhr, dass nun im Pistorius-Ministerium (BMVg) demnach bereits Pläne "für eine Beschaffung der Waffen mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern vorangebracht werden."

Der mögliche Kauf dieses Waffensystems sei Teil der deutschen Rüstungsprogramme, "die nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine aufgelegt wurden." Diese sollen unter anderem dazu dienen "Russland abzuschrecken".

Der Hersteller Israel Aerospace Industries (IAI) bewirbt laut SUV-Artikel das System als taktische Rakete "für Präzisionsschläge" und informiert, sie sei "fähig, strategische Ziele tief in feindlichem Gebiet von mobilen oder maritimen Plattformen aus zu treffen."

Jedes erkannte Ziel in Reichweite "könne binnen zehn Minuten zerstört werden." Nach Absprache zwischen der Bundesregierung und Medienagenturen lautet die weitere Berichterstattung, dass die Bundeswehr "offenbar im Rahmen der Aufrüstung angesichts von Russlands Angriffskrieg in der Ukraine das LORA-System als Ergänzung zum deutsch-schwedischen Marschflugkörper Taurus anschaffen will."


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#BRD
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#Israel
#Raketen
#Raketentest
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