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•NEUES THEMA19.05.2006, 20:01 Uhr
| Nutzer / in | |
| helmut | |
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• auch Wahlkampf kann gefährlich sein
[1.jpg]Am Feitag den 12. Mai wurde in manchen Stadtteilen von Brno (zweitgrößte Stadt der Tschechischen Republik; ca. 367.000 Einwohner) der Wahlkampf der Kommunistischen Partei der Tschechischen Republik mit einem Lautsprecherwagen eröffnet. Im Stadtteil Malomerice-Obrany, in dem Wahlprogramm und Ziele der KP auf einer öffentlichen Wahlversammlung vorgestellt wurden, nahmen manche Leute mit Interesse Material der KP entgegen, weitere fragten nach konkreten Lösungansätzen, z.B. der Wohnensituation oder dem Gesundheitssystem.
Der nächste Stadtteil, in dem wir den Bürgern unser Wahlprogramm vorstellen wollten, war Vinohrady - und wir hatten keine Ahnung, was für eine „nette“ Begrüssung uns da erwartet. Die Fahrt des Lautsprecherwagens begann vor einem Supermarkt und führte danach durch die innere Siedlung weiter. Vor einer grösseren Anzahl Plattenbauten entschieden wir uns, Halt zu machen. Wir schalteten den Wahlspot ein und ich begann mit der Genossin Hana Stankova die Flugblätter zur Wahlkampagne zu verteilen. Wir sind beide in andere Richtungen gegangen, um sie möglichst vielen Leuten geben zu können. Nach einer Weile hörte ich Krach und daraufhin das Geräusch fliegender Kugeln. Nach einer Weile kam die Genossin Stankova mit den Worten “ Sie schiessen auf uns!“ zurück; wir liefen zum Auto und haben beide weiteren Lärm gehört. Wir stiegen ins Auto ein und fuhren weg. Wir wurden uns zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, was wir machen sollten, weil wir was Ähnliches glücklicherweise noch nie erlebt hatten.
Die Tatsache, dass manche Leute durch die ständige gehässige Kampagne gegen Kommunisten so fanatisiert sind, dass sie oft nicht einmal wissen, wen sie eigentlich hassen; wenn sie sofort nach der Waffe greifen, sobald sie das Motto „Wahlen Sie die KP“ hören, ist mehr als warnend!! Davon abgesehen, dass es im Stadtteil „Vinohrady“ (und leider nicht nur hier) neonazistische Grüppchen gibt, denen das gegenwärtige Regime die reibungslose Durchführung von Veranstaltungen und Aktionen ermöglicht. Man stellt sich die Frage – was passiert beim nächsten Mal, wenn manchen Leuten nicht einmal verbale Angriffe und Drohungen genügen? Wie weit noch kann die „Demokratie“ im gegenwärtigen Regime zugrunde gehen?
Veronika Sykorova, Stellvertretende Vorsitzende des KSM (Kommunistischer Jugendverband der Tschechischen Republik)
[Übersetzung vom Tschechischen ins Deutsche Peter Vins]
Der nächste Stadtteil, in dem wir den Bürgern unser Wahlprogramm vorstellen wollten, war Vinohrady - und wir hatten keine Ahnung, was für eine „nette“ Begrüssung uns da erwartet. Die Fahrt des Lautsprecherwagens begann vor einem Supermarkt und führte danach durch die innere Siedlung weiter. Vor einer grösseren Anzahl Plattenbauten entschieden wir uns, Halt zu machen. Wir schalteten den Wahlspot ein und ich begann mit der Genossin Hana Stankova die Flugblätter zur Wahlkampagne zu verteilen. Wir sind beide in andere Richtungen gegangen, um sie möglichst vielen Leuten geben zu können. Nach einer Weile hörte ich Krach und daraufhin das Geräusch fliegender Kugeln. Nach einer Weile kam die Genossin Stankova mit den Worten “ Sie schiessen auf uns!“ zurück; wir liefen zum Auto und haben beide weiteren Lärm gehört. Wir stiegen ins Auto ein und fuhren weg. Wir wurden uns zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, was wir machen sollten, weil wir was Ähnliches glücklicherweise noch nie erlebt hatten.
Die Tatsache, dass manche Leute durch die ständige gehässige Kampagne gegen Kommunisten so fanatisiert sind, dass sie oft nicht einmal wissen, wen sie eigentlich hassen; wenn sie sofort nach der Waffe greifen, sobald sie das Motto „Wahlen Sie die KP“ hören, ist mehr als warnend!! Davon abgesehen, dass es im Stadtteil „Vinohrady“ (und leider nicht nur hier) neonazistische Grüppchen gibt, denen das gegenwärtige Regime die reibungslose Durchführung von Veranstaltungen und Aktionen ermöglicht. Man stellt sich die Frage – was passiert beim nächsten Mal, wenn manchen Leuten nicht einmal verbale Angriffe und Drohungen genügen? Wie weit noch kann die „Demokratie“ im gegenwärtigen Regime zugrunde gehen?
Veronika Sykorova, Stellvertretende Vorsitzende des KSM (Kommunistischer Jugendverband der Tschechischen Republik)
[Übersetzung vom Tschechischen ins Deutsche Peter Vins]
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