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Vom 28. bis 30. September reisten Mitglieder und Sympathisanten der Jugendbibliothek Gera e.V. und Mitglieder der DKP Thüringen nach Oświęcim und besichtigten das Arbeits- und Vernichtungslager Auschwitz.

Nichts für schwache Nerven waren die schockierenden Bilder und Videomaterialien, die sich der Vorstellungskraft jedes vernunftbegabten Menschen entziehen. Industrieller Massenmord mit eiskalten Berechnungen, Tötungen unter dem Gesichtspunkt von Effektivität und Produktivität, Kalkulationen und Kostenberechnungen wie sie nur die perverseste Form des Kapitalismus, der Faschismus, zu Stande bringen kann. Initiator und Profiteur dieser Perversion war der deutsche Imperialismus.

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Auschwitz ist eng verbunden mit IG Farben, ein Zusammenschluss der Monopole BASF (Badische Anilin- und Sodafabrik), Bayer AG, AGFA (Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation), Farbwerke Hoechst AG und einige andere. Maßgeblich unterstützte die IG Farben finanziell und politisch die NSDAP und ermöglichte deren Aufstieg.

Im Gegenzug versprach Hitler Rekordgewinne. Mit der Zwangsarbeit in den Buna-Werken bei Auschwitz erzielten die Kapitalisten später ungeheure Mehrwertraten. Die Lebenserwartung eines Arbeiters in Auschwitz betrug nicht einmal drei Monate. Regelmäßig selektierte die Lager-SS bis zur Arbeitsunfähigkeit ausgebeutete MENSCHEN und schickte sie in die Gaskammern. Das ist es, was Faschismus für die Arbeiterklasse zu bieten hat, arbeiten bis zum Tod, Tod auf den Schlachtfeldern zur Eroberung neuer Absatzmärkte und Rohstoffe in imperialistischen Weltordnungskriegen, Tod in den Bombenschutzbunkern zu Hause.

Solange es den Kapitalismus/Imperialismus gibt, ist der Schoß fruchtbar noch aus dem das kroch (Bertolt Brecht).Die Gedenkstätte Auschwitz steht als Mahnung gegen diesen menschenverachtenden Imperialismus und gleichzeitig für die wichtige Aufgabe, gesellschaftliche Bedingungen herbeizuführen, die so etwas unmöglich machen!

Wir danken der Alternative 54 der Partei Die Linke Thüringen und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten in Gera sowie einigen privaten Einzelpersonen für die finanzielle Unterstützung unserer Reise!