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Die von Berlin forcierte Parzellierung Serbiens lässt weitere Sezessions- konflikte auflodern. Die ersten Toten werden gemeldet.

Großbildansicht kaukasusklein.jpg (7 KB)
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ausgewählte nach Unabhängigkeit und Autonomie strebenden Regionen im Kaukasus
Ort der jüngsten Gefechte ist die Waffenstillstandslinie um das aserbaidschanische Sezessionsgebiet Nagornyi Karabach. Dort kamen Berichten zufolge bei Kämpfen in den vergangenen Tagen 16 Menschen zu Tode, zahlreiche weitere wurden verletzt. Die Spannungen eskalieren nicht zuletzt wegen der Sezession des Kosovo. Erst am Dienstag hatte das Parlament in Baku beschlossen, die aserbaidschanischen Truppen aus der südserbischen Provinz abzuziehen. Als Grund wurde die unilaterale Unabhängigkeitserklärung in Pristina angegeben; sie sei illegal, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Aserbaidschan sieht sich selbst mit Separatisten im von Armenien besetzten Nagornyi Karabach konfrontiert. Ebenfalls am Dienstag verlautete in Baku, Aserbaidschan habe "Militärtechnik, Flugzeuge und Munition gekauft" und sei bereit, "die besetzten Gebiete zu befreien."

Hintergrund der Eskalation sind wechselseitige Befürchtungen bzw. Hoffnungen, die Entwicklung im Kosovo dürfe als Präzedenzfall für die Sezession Nagornyi Karabachs verstanden werden. Die Berliner Politik hat damit zum ersten Mal in einem anderen Sezessionskonflikt den Anlass für Kampfhandlungen geliefert.

Quellen:
- Azerbaijani Parliament Makes Decision to Withdraw Peacekeepers from Kosovo; Trend News Agency 04.03.2008
- Aserbaidschan zieht Truppen aus dem Kosovo ab; Der Standard 04.03.2008
- Azerbaijan may use force in Karabakh after Kosovo; Reuters 04.03.2008
- Fatal Armenian-Azeri border clash; BBC News 05.03.2008
- Ewig verfeindet; Der Tagesspiegel 07.03.2008



 
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