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Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine..
  [1 pic,1 file] begonnen von retmarut am 09.03.2014  | 249 Antworten
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NEUER BEITRAG21.05.2014, 20:46 Uhr
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retmarut

Textsammlung zur faschistischen Bewegung in der Ukraine Zur Kenntnis die am vergangenen Wochenende vom Parteivorstand der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) verabschiedete Erklärung zur Lage in der Ukraine:


Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) steht als Partei des Friedens, des gesellschaftlichen Fortschritts und des Sozialismus im Ukraine-Konflikt klar und unzweideutig an der Seite derer, die sich gegen den Putsch wehren, der im Februar eine Koalitionsregierung aus Konservativen, Ultranationalisten und Faschisten an die Macht brachte.

Dieser Putsch führte zu dem immer bedrohlicheren Szenario in der Ukraine mit Toten und Verletzten. Die Abspaltungspläne russischstämmiger und anderer Bürgerinnen und Bürger, die sich nicht anders zu helfen wissen, als per Referenden von Kiews Willkürherrschaft loszukommen, war dagegen die Reaktion auf den Putsch. Und noch mehr ist sie eine Reaktion auf das, was dem Putsch folgte. Trotz der diesbezüglich deutlichen Genfer Vereinbarungen gehen die ukrainischen Putschisten militärisch gegen die Menschen vor, die sich ihnen nicht beugen wollen. Sie nennen sie »Terroristen«, obwohl es nur einen Terror gibt: den Einsatz von Panzern gegen die Bewohnerinnen und Bewohner der Ostukraine. Den Terror der Faschistenhorden, die das Gewerkschaftshaus von Odessa angezündet haben, die Menschen verbrennen, erschlagen und erschießen. Und den Terror der Polizisten, die dabei zuschauen und sich mitschuldig machen.

Diejenigen, die von den Mörderbanden Terroristen genannt werden, äußern sich dagegen per Volksabstimmung. Diese Form der Demokratie ist Parlamentspolitikern in Deutschland suspekt. Von militärischen Aktionen der Aufständischen Richtung Kiew, zur Niederringung einer nach ukrainischer Verfassung illegitimen Regierung ist nichts zu sehen. Wohl aber von Hunderten Toten nach Angriffen der regulären sowie der Sondereinheiten der illegalen Staatsmacht.

Dass der Putsch vom Februar gegen die ukrainische Verfassung verstößt, dazu hört man nichts von Außenminister Walter Steinmeier oder von Bundespräsident Joachim Gauck, von Kanzlerin Angela Merkel gar nicht erst zu reden. Es geht eben nicht um die Menschenrechte einer Julia Timoschenko, die ihre Vorstellungen wie »mit Russen umzugehen« sei, vor Wochen, an Deutlichkeit nicht zu überbieten, ausgedrückt hat. Es geht bei den Opfern des Staatsterrors »nur« um Linke und Russen – deren Rechte scheinen durch die deutsche Staatsräson nicht gedeckt.

Wir fordern die Bundesregierung auf, sich von den Faschisten klar und deutlich zu distanzieren und stattdessen die Antifaschisten in der Ukraine zu unterstützen.

Gespräche zur Lösung der Krise unter Ausschluss eines Konfliktteils sind sinnlos. Wer Frieden für die Ukraine will, muss auch in diesem Sinne Druck auf das Regime ausüben. NATO- und EU-Staaten tun das Gegenteil. Es ist offenkundig, dass sie die Situation verschärfen wollen um Russland zu unüberlegten Handlungen zu verleiten. Die Wahlen am 25. Mai können die Menschen in der Ostukraine nur als Provokation empfinden, denn sie finden unter Bedingungen statt, wo Faschisten auf den Straßen alle jagen, die »links« oder »russisch« sind.

Die vom Westen unterstützten Herrscher in Kiew wollen zudem das Verbot der Kommunistischen Partei der Ukraine durchsetzen. Im Parlament bekommt sie bereits Redeverbot, ihre Abgeordneten und Mitglieder sind ihres Lebens nicht mehr sicher.

So wurde der Vorsitzende der Kommunistischen Partei (KPU), Petro Simonenko, am 16. Mai nach einer Fernsehdebatte mit Molotowcocktails angegriffen. Die Scheiben seines Wagens wurden eingeschlagen und Brandsätze hineingeworfen. Nach Presseberichten konnte Simonenko mit seinen Mitarbeitern fliehen und hält sich seitdem versteckt.

Welche Art von Demokratisierung sich die Mächtigen in der EU und den USA nach dem Sturz von Präsident Janukowitsch für den EU- und NATO-Kandidaten Ukraine vorstellen, ist offensichtlich. Der Einsatz von US-Söldnern zur Unterstützung der Niederschlagung der Aufständischen und der sie unterstützenden Bevölkerung ist beredtes Beispiel auch dafür.

Es ist notwendig, zwischen Aggressoren und Bedrohten zu unterscheiden, denn ein allgemeiner Verweis auf »die Interessen Russlands« führt zu einer Untätigkeit, die die weltweite Friedensbewegung schon bei den Angriffen auf Länder wie den Irak, Afghanistan oder Libyen in eine fatale Zuschauerrolle gebracht hat. Russland hat ein Interesse, das Vorrücken der NATO zu verhindern. Dieses Interesse deckt sich mit dem friedliebender Menschen.

In dieser Situation, in der EU und USA ihre jeweiligen geostrategischen Interessen in Osteuropa gewaltsam durchdrücken wollen, in der ein großer Teil der Medien den Hergang der Ereignisse eklatant verfälscht und alle Schuld bei Russland sucht und in der die Gefahr einer kriegerischen Auseinandersetzung aktuell, aber auch längerfristig wächst, falls die Ukraine sich der NATO öffnet, erklärt die DKP:

Solidarität mit den Antifaschisten und Verfolgten in der Ukraine!
Solidarität mit den KommunistInnen! Kein Verbot der KPU!
Der antirussischen Hetze und Kriegstreiberei deutscher Medien entgegentreten!

Kein weiteres Vorrücken der NATO! Die politische und militärische Unterstützung für die Putschisten aus dem Ausland muss beendet werden!
Für eine europäische Friedensordnung, in der Konflikte zwischen Staaten mit friedlichen Mitteln ausgetragen werden!

Keine Verhandlungen unter Ausschluss der VertreterInnen aus der Ostukraine!
Der Wille der Menschen, wie er sich auch in den Referenden ausdrückt, ist zu respektieren!
NEUER BEITRAG22.05.2014, 01:04 Uhr
EDIT: Toto
04.06.2014, 15:25 Uhr
Nutzer / in
arktika

Textsammlung zur faschistischen Bewegung in der Ukraine Sorry, daß ich es erst jetzt reinstelle, aber ich war ein paar Tage nicht da, ist also etwas älter, aber ich denke immer noch lesenswert. Ein Artikel über die Rolle der Journaille, den ich über Volksbücherei-International bekommen habe. Man kann/darf nicht allem zustimmen, aber enthält einige interessante Aspekte und faßt recht gut zusammen.



>> Link ...jetzt anmelden!
>> Die nützliche Erfindung der "Pro-Russen"
>> Stefan Korinth 16.05.2014
>>
>> Seit Beginn des Ukraine-Konflikts zeigen die deutschen Medien mit dem Finger auf Moskau. Innerukrainische Erklärungen für den Konflikt spielen hingegen kaum eine Rolle. Als nützlichste Medien-Erfindung erweisen sich dabei die "Pro-Russen"
>>
>> Die Konfliktparteien in der Ukraine als "pro-russisch" und "pro-westlich" zu bezeichnen, hatte sich seit Beginn der Auseinandersetzung medial eingebürgert. Jedoch beschreiben solche Begriffe die beiden Lager mit all ihren Ausprägungen und inneren Widersprüche nur ungenügend und zum Teil auch falsch. So war Janukowitschs Politik lange positiv auf die EU ausgerichtet und Brüssel galt er als legitimer Verhandlungspartner. Wohingegen die Partei Swoboda und andere rechtsradikale Gruppen lieber eine national-souveräne als eine europäisch-integrierte Ukraine wollen. Schon im Dezember 2013 konnten diese Dinge jedem Journalisten mit ein wenig Recherche klar sein.
>>
>> Statt "pro-russisch" und "pro-westlich" haben sich in der Ukraine denn auch ganz andere Bezeichnungen für die Konfliktparteien etabliert: Euro-Maidan und Anti-Maidan. Diese Begriffe nutzen hiesigen Medien jedoch kaum, hätten sie doch zur Folge, sich genauer mit den Gruppen beschäftigen zu müssen.
>>
>> Als Viktor Janukowitsch aus der Ukraine flüchtete, begann ein neues Kapitel in dem Konflikt. Für jeden ersichtlich, hatten die Euro-Maidan- und die Anti-Maidan-Bewegung nun die Rollen getauscht.1 Die einen sitzen seitdem an den Schalthebeln der Macht, die anderen haben sich in ihren Regionen bewaffnet, öffentliche Gebäude besetzt und Barrikaden gebaut – geradezu ein Spiegelbild der Situation von Dezember bis Februar. 2 Auch die internationalen Unterstützer beider Seiten drehten ihre Argumentation jeweils um 180 Grad.
>>
>> Ukrainer werden zu Pro-Russen
>>
>> Doch seit diesem Moment gilt das Ganze nicht mehr als Auseinandersetzung zweier inländischer Konfliktparteien, die jeweils mächtige ausländische Regierungen hinter sich wissen. Medien konstruieren stattdessen, dass Russland gegen die Ukraine kämpft.3 Egal ob bewaffnet oder friedlich - aus ukrainischen Regierungsgegnern werden so pauschal "Pro-Russen".
>> Bildsprache: Foto-Montagen in TV-Sendungen konstruieren gern Duelle zwischen Russen und Ukrainern. Der als seriös geltende Dokumentationskanal Phoenix stellt dabei in tendenziöser Weise vermummte bewaffnete Russen und lächelnde junge Ukrainer gegenüber. Bilder: Screenshots der Sendungen Maybrit Illner (8. Mai)[1] und "Phoenix vor Ort" (14. Mai)
>>
>> Doch die Identität dieser "pro-russischen Kräfte" bleibt auch medial im Ungefähren. Vielleicht sind sie aus dem großen Nachbarland eingesickert, um für ein imperiales Großreich zu kämpfen? Vielleicht sind sie ethnische Russen, die in der Ukraine leben und der russischen TV-Propaganda alles glauben? Nur eins dürfen sie nicht sein: Bewohner der Ukraine mit dem berechtigten Anspruch, Akteure innerukrainischer Debatten zu sein.
>>
>> Für Spiegel-Autorin Christiane Hoffmann sind die Bewaffneten dort "Gesindel"4, für Welt-Kommentator Florian Eder "als einheimische Demonstranten verkleidete Unruhestifter"5 und für ZDF-Korrespondentin Katrin Eigendorf einfach "Terroristen"6. Die Bewaffneten in der Westukraine bezeichnete kein Journalist so. Ganz klar: Professionelle Neutralität geht anders.
>>
>> Hiesige Medien berichten aber auch über friedliche Regierungsgegner im Osten und Süden der Ukraine so, als wenn diese dort Fremdkörper oder Ausländer wären. Aus zahllosen Berichten trieft es: verblendete Sowjetnostalgiker, leichtgläubige Propaganda-Opfer, Putin hörig, grundlos hysterisch. Die Ängste, Anliegen und politischen Vorstellungen dieser Ukrainer sind damit nicht mehr legitim. "Moskau-nah", "pro-russisch", "kreml-treu" – wer gegen die neue Regierung ist, muss in vielen deutschen Journalistenaugen für Putin und den Zerfall der Ukraine sein.7
>>
>> Tendenziöses Argumentieren leicht gemacht
>>
>> In deutschen Medien heißt es nicht Euro-Maidan gegen Anti-Maidan, sondern Ukraine gegen Russland. Das geht zwar an der Realität vorbei, denn der Konflikt ist zuallererst ein innerukrainischer, doch hat ein Duell Kiew gegen Moskau für parteiische deutsche Journalisten viele Vorteile:
>>
>> Mit den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Spannungen innerhalb der Ukraine brauchen sie sich nun erst recht nicht auseinanderzusetzen. Handlungen der neuen Regierung wie etwa die Entlassung tausender Staatsangestellter, die Wiedereinführung der gerade abgeschafften Wehrpflicht oder die Erhöhung der Energiepreise für Privathaushalte müssen nicht näher besprochen werden.
>>
>> Die Ukraine können sie als eigentlich geeintes Land darstellen, das letztlich nur von außen destabilisiert wird. Das wertet gleichzeitig die Maidan-Bewegung als "vom ganzen Volk getragen" auf und nimmt die privaten bewaffneten Regierungsunterstützer aus dem Blick.
>>
>> Den "Westen" (EU, USA) können deutsche Journalisten als Partei mit Ambitionen und als in der Ukraine tätigen Akteur völlig heraushalten. Noch besser: Die verbündeten Regierungen des transatlantischen Raums werden als "die internationale Gemeinschaft"8 – mithin als überparteiischer, besorgter Beobachter mit legitimen Eingriffsrechten präsentiert.
>>
>> Medial kann nun Wladimir Putin für alle Aktionen der Pro-Russen direkt verantwortlich gemacht und alle Widersprüche zwischen beiden als Verlogenheit Putins charakterisiert werden.
>>
>> Und schließlich können Journalisten ihren moralischen Kompass durch die Erfindung der Pro-Russen ganz neu einstellen. Die Übergangsregierung hat nun selbstverständlich das Recht, sich mit militärischer Gewalt zu verteidigen, sie wird ja – anders als Janukowitsch – von außen attackiert. Sie setzt ihre Armee und die sogenannte Nationalgarde eben nicht gegen Ukrainer ein, sondern gegen (Pro-)Russen, die das Land spalten wollen. Diese zu töten gilt dann als akzeptabel.
>>
>> Behauptungen statt Beweise
>>
>> Selbst die Vorsilbe "pro" erscheint so manchem Medienschaffenden überflüssig.9 Deutlich macht dies vor allem die wie ein Faktum behandelte Annahme, dass russisches Militär vor Ort agiert. Anders als auf der Krim, wo etwa Lastwagen der russischen Armee gefilmt wurden, gab es in den restlichen Teilen der Ukraine keinen stichhaltigen Beweis für Streitkräfte aus dem Nachbarland. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Belege hierfür schon lange den Weg in die Öffentlichkeit gefunden hätten, wenn es sie gäbe.
>>
>> Was es gibt, sind Indizien bei der Bewaffnung einiger Kämpfer10, fragwürdige Hinweise auf einen bärtigen Mann11 und auf einen uniformierten Schauspieler.12 Selbst der in mehreren transatlantischen Clubs tätige FAZ-Kommentator Klaus-Dieter Frankenberger spricht in diesem Zusammenhang lediglich von "Gerüchten" und "Vermutungen" gegen Russland.13 Tatsächlich wissen die deutschen Medien nichts darüber, ob russische Militärangehörige getarnt als "Separatisten" in der Ukraine aktiv sind.
>>
>> Argumentations-Basis: Unterstellungen
>>
>> Trotzdem ist diese Behauptung unverrückbare Grundlage so ziemlich jeder journalistischen Argumentation gegen Russland. So werden etwa mediale Forderungen nach mehr Sanktionen einzig und allein mit der "Destabilisierung"14 der Region durch Russland begründet.15 Ohne Beweise ist die mediale Rechtfertigung für immer neue Sanktionen zutiefst unaufrichtig und unprofessionell. Es entsteht der Eindruck, deutsche Medien besorgen aus nationalen Reflexen heraus das Geschäft von Regierungen und Lobbygruppen, die sie doch eigentlich als selbst ernannte "Vierte Gewalt" kontrollieren wollen.
>>
>> Auf die naheliegende Idee, dass sich die Bewaffneten aus desertierten ukrainischen Soldaten, einheimischen Tituschki-Banden und früheren Berkut-Polizisten16 rekrutieren, will kein deutscher Journalist kommen.17 Viele dieser Kämpfer haben sowohl die nötige Ausbildung als auch Zugang zu Waffen. Schließlich wurden zahlreiche Depots in Polizeistationen und Kasernen sowie Waffengeschäfte geplündert.18 Was aber noch wichtiger ist, diese Leute haben auch die notwendige Wut und Motivation gegen anrückende westukrainische Truppen Schusswaffen einzusetzen. Immerhin löste die neue Regierung die Sonderpolizei Berkut noch Ende Februar auf.19
>>
>> Dass es sich bei den ostukrainischen Regierungsgegnern (offizielle Sprachregelung "pro-russische Separatisten") aber auch um unbewaffnete Zivilisten handelt, zeigen mehrere Videos.20 Dort ist zu sehen, wie Einwohner mit Zivilcourage versuchen, anrückende Panzer zu stoppen, indem sie sich ihnen in den Weg stellen. In deutschen Medien herrscht ein seltsames Schweigen hierzu. Und wenn, dann wird eher abfällig über die Zivilisten berichtet.21 Wie würden solche Szenen kommentiert, kämen sie aus dem Iran, aus China oder Venezuela?
>>
>> Prinzipien je nach Gusto
>>
>> Zur Erinnerung: Wenn zu Zeiten des Euro-Maidan auch nur ein gepanzertes Polizeifahrzeug in Kiew zu sehen war, sprach so mancher deutsche Journalist von rollenden Panzern Janukowitschs gegen die eigene Bevölkerung. Ein zweites Tian’anmen oder die Wiederholung der Prager Ereignisse von 1968 deuteten sich an.22 Nun schickt die neue Regierung tatsächlich ihre Armee gegen Einwohner des Landes. Und die Medien? Sie übernehmen fast eins zu eins Wortwahl und Standpunkt der Kiewer Staatsführung.23 Grundsätzliche Kritik gibt es nicht.24
>>
>> Ganz im Gegenteil: Die gerade erst mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis ausgezeichnete ARD-Korrespondentin Golineh Atai meinte etwa in einer Live-Schalte aus Donezk: "Diese Militäroffensive kommt leider viel zu spät."25 Wie lassen sich derartige Meinungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eigentlich rechtfertigen? Die Aussage der Vorzeige-Reporterin macht die höchst wechselhafte Haltung deutscher Top-Journalisten zu militärischer Gewalt erneut deutlich.26 Wer sich an die einhellige Verurteilung der Polizeigewalt gegen die Maidan-Bewegung erinnert, wird den Eindruck der extremen moralischen Biegsamkeit so mancher Journalisten nicht los.
>>
>> Ähnliches gilt für den Tod zahlreicher Regierungsgegner in Odessa. Grundsätzlich ist es absolut zu begrüßen, dass sich Medien vorsichtig über Täter und Tathergänge äußern, solange noch wenig bekannt ist. Jedoch macht die gefühlte Nachrichtensperre über den Brand mehr als nachdenklich. Vergleichsweise wenige Artikel setzen sich mit den Geschehnissen auseinander. Wenn, dann wird verklausuliert und rumgeeiert.27 Kaum ein Journalist verurteilt die auf zahlreichen Videos28 vom Tatort zu sehenden Hooligans und Nationalisten.29
>> Odessa und Mariupol: In beiden südukrainischen Städten töteten nationalistische Hooligans bzw. Soldaten zahlreiche Regierungsgegner. Für deutsche Medien waren die Opfer konsequent pro-russische Kräfte. Bilder: Aus YouTube-Videos vom 4. Mai[1] (links) und 9. Mai[2] (rechts).
>>
>> Schwere handwerkliche Fehler
>>
>> Moralische Doppelstandards sind das eine – berufsethische Verfehlungen das andere. Quasi wöchentlich treten neue grobe handwerkliche Fehlleistungen deutscher Medien im Ukraine-Konflikt zu Tage. Aktuellste Beispiele für das kollektive Recherche-Versagen sind die Waffen der "Separatisten", das Wiener Dokument, völkerrechtliche Streitpunkte und auch das Ignorieren des westlichen Wirtschaftskrieges gegen Russland.
>>
>> Wo sind die Waffenexperten, die aufklären könnten, ob die Ausrüstung der Aufständischen tatsächlich nur aus russischen Militärbeständen stammen kann? Wo sind die Völkerrechtler, die das Für und Wider der gegenteiligen Positionen zum Krim-Anschluss darstellen? 30 Wo ist die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Wiener Dokument und der Abgleich dessen mit dem Vorgehen der Bundeswehr-Soldaten in der Ost-Ukraine? Warum lassen Redaktionen den westlichen Wirtschaftskrieg31 gegen Russland quasi außen vor? Welche rechtlichen Grundlagen gibt es eigentlich für Sanktionen und Boykotte? Zahlreiche Themengebiete für kritischen Journalismus.
>>
>> Statt all dieser Fragen besprechen die "Qualitätsmedien" hierzulande Umarmungsfotos von Geburtstagsfeiern, erstellen Putin-Psychogramme und liefern bunte Grafiken zu den Waffenarsenalen der Nato und Russlands. An den Haaren herbeigezogene Szenarien wie ein russischer Angriff auf das nordatlantische Bündnis finden genauso Raum wie Rüstungsaufrufe von Rüstungslobbyisten.
>>
>> Festzuhalten bleibt: Viele hiesige Journalisten meiden innerukrainische Erklärungen für einen innerukrainischen Konflikt so gut es geht. Gleichzeitig präsentieren sie mit Russland/Putin einen Schuldigen, auf den sie alles abwälzen. Positionen und Sprachregelung westlicher Akteure werden vorschnell übernommen und deren Argumente nur selten auf Stimmigkeit geprüft. Kritisches Nachhaken fällt aus.
>>
>> Die Permanenz und das breite Auftreten all dieser Missstände seit November 2013 sprechen klar für Vorsatz bei Chefredakteuren, Ressortleitern und Herausgebern deutscher Medien. Genauso klar ist die Konsequenz daraus: Desinformation darf nicht zur Zukunft medialer Konflikt-Berichterstattung werden.

edit: Zu besseren Lesbarkeit wurde den Fußnotenteil gelöscht. Es befindet sich auf Heise.de
NEUER BEITRAG22.05.2014, 09:18 Uhr
Nutzer / in
retmarut

Textsammlung zur faschistischen Bewegung in der Ukraine Der Heise-Artikel trifft den Kern der deutschen Medienpropaganda.

In der Fn 7 steht allerdings:
"Dass auch in der Ostukraine eine große Mehrheit der Menschen (70 Prozent) für die Einheit des Landes ist, zeigt eine Umfrage[1] des US-amerikanischen Pew-Instituts in der Ukraine. Für regionale Sezessionen sind im Osten nur 18 Prozent."

Die Werte haben sich innerhalb von 2-3 Wochen deutlich verändert. Nicht nur die Referenden haben gezeigt, dass weit über 80% der Wähler (und damit bei Abzug der Nichtwähler immer noch weit über 2/3 der Bevölkerung dieser Gebiete) mittlerweile für den separatistischen Kurs stehen. Es waren die Massaker durch Nationalgarde und Armee sowie die dreiste Verleumdung ihres Protestes durch die Kiewer Junta als "Terrorismus", die vielen Menschen in der Region zum Umdenken gebracht hat. Eben auch hier Aktion - Reaktion; die Kiewer Putschregierung erzeugt durch ihr Verhalten in der Ostukraine selber die entsprechende Protestbewegung. Und wer Unbewaffnete am Straßenrand exekutiert, darf sich nicht wundern, wenn dies auf Abneigung bei der ansässigen Bevölkerung führt.
NEUER BEITRAG23.05.2014, 00:32 Uhr
EDIT: retmarut
23.05.2014, 01:44 Uhr
Nutzer / in
retmarut

Textsammlung zur faschistischen Bewegung in der Ukraine Ha ha ha ha

Potjemkinsche Dörfer des Oligarchen Achmetow

Passend dazu heute in der jW eine Einschätzung der Rolle Achmetows und seiner Beweggründe.
NEUER BEITRAG23.05.2014, 15:23 Uhr
EDIT: arktika
23.05.2014, 15:35 Uhr
Nutzer / in
arktika

Textsammlung zur faschistischen Bewegung in der Ukraine zum Red Globe Artikel und Video:

Schönes Video. Vor allem kann man auch schön erkennen, wie sehr der Großteil der Journaille sich immer da postiert, wo mal mehr als 6 Leute beieinandersitzen/-stehen. So schafft man "Masse". ( Wenn man beim FC Grone in der Bezirksliga auch den richtigen Ausschnitt an ZuschauerInnen aufnimmt [zwischen dem östl. Tor, der Würstchenbude und dem Vereinshaus] sieht es auch nach mind. 300-400 ZuschauerInnen aus und nicht nach 40-60. So einfach ist das.)
Oder man versucht doch, die Leute mit Bratwurst und Bier für lau anzulocken. Wenn das scheitert, gibt's immer noch die Möglichkeit, die BildbearbeiterInnen gut zu bezahlen. Oder man nimmt ein einfach ein Fußballspiel und ersetzt die Fußballfahnen und -schals durch orangenes Zeugs (BildbearbeiterInnen).
Aber Vorsicht: immer die Leute am Rechner gut bezahlen. Umgekehrt ist es übrigens auch schon schiefgelaufen. Vor einigen Jahren wurde mal versucht, die Zahl der Leute bei einer Protestaktion kleinzumanipulieren. (Spanien???, weiß ich leider nicht mehr) Ist aufgeflogen und das Foto wurde in der jW abgebildet. War toll: ein Platz mit - nicht allzuvielen - Menschen, dazwischen menschliche Schatten ohne die dazugehörigen Menschen (Motiv für Gruselfilme) sowie Beine ohne dazugehörige Oberteile und Oberkörper ohne Beine (jeder viertklassige Wanderzirkus wäre stolz darauf). War sehr amüsant zu sehen. Merke: wer auf so plumpe Art zu manipulieren versucht, sollte doch seine Schergen besser bezahlen!

Wie dem auch sei: Danke für dieses wunderbare Video!
NEUER BEITRAG25.05.2014, 12:03 Uhr
EDIT: retmarut
28.05.2014, 01:29 Uhr
Nutzer / in
retmarut

Textsammlung zur faschistischen Bewegung in der Ukraine Ukrainekonflikt: Zur Zögerlichkeit und “Äquidistanz” der Linkspartei

Ulla Jelpke: Solidarität mit den Opfern der ukrainischen Faschisten
(erschienen am 24.05.2014 in der jW)

Die Linke darf sich nicht dem Mainstream scheinbarer Neutralität anschließen, sondern muß praktische Solidarität mit den Opfern der ukrainischen Faschisten üben, fordert die Linke-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke in einer Stellungnahme.

Zu Anfang ein hypothetisches Szenario: Man stelle sich vor, im Bundestag ergriffe, nach monatelangen Krawallen auf den Straßen Berlins, eine Koalition aus CDU/CSU und NPD die Macht. Ein brauner Mob zieht unter den Fahnen der Waffen-SS durch die Städte und jagt Linke und Antifaschisten. Regierungsgegner wiederum besetzen dort, wo es ihre Stärke zulässt, Verwaltungsgebäude, um sie dem Zugriff der bürgerlich-faschistischen Machthaber zu entziehen. Daraufhin werden rechtsextreme Kameradschaften in Bundespolizei, Bundeswehr und eine neugegründete »Nationalgarde« übernommen und mit Schusswaffen ausgestattet, um ihre Gegner niederzuschießen.

Wo stünde da Die Linke?

Wem dieses Szenario, angewandt auf die Ukraine von heute, zu katastrophisch erscheint, der sei an den Massenmord von Odessa am 2. Mai erinnert: Mindestens 46 Menschen starben, als ein faschistischer Mob seine Gegner in das Gewerkschaftshaus trieb, Brandsätze hineinschleuderte und die verzweifelten Menschen daran hinderte, das brennende Haus zu verlassen. Es war der bei weitem verheerendste rechtsextreme Terrorakt seit der Unabhängigkeit der Ukraine 1991. Präsidentschaftskandidatin Julia Timoschenko, vom Westen jahrelang als verfolgte Unschuld und Repräsentantin einer Demokratiebewegung gefeiert, begrüßt den Massenmord als »Verteidigung« der Staatsgewalt, die »Übergangsregierung« schwadroniert von einer »russischen Provokation« und setzt weitere Panzer in Marsch, um die widerspenstigen Regionen im Osten des Landes wieder unter ihre Kontrolle zu zwingen.

Wo steht da Die Linke?

In einer Pressemitteilung vom 6. Mai wendet sich der Parteivorstand »mit einem Waffenstillstandsappell an die Öffentlichkeit« und fordert »Stoppt die Gewalt«. Ein Adressat für diese Forderung wird aber nicht genannt, so dass sie nur als Ausdruck einer unentschiedenen Äquidistanz gelesen werden kann. Als Appell an beide Seiten, die Eskalation einzustellen und miteinander zu verhandeln. Das liest sich, vier Tage nach dem Massaker von Odessa (das mit keinem Wort erwähnt wird) wie eine Verhöhnung der Opfer, ja der Umkehrung von Opfern und Tätern.

Der Parteitag der Linken hat danach eine Resolution eingebracht, die etwas klarere Töne beinhaltet, aber dem Ernst der Lage werden die Einschätzungen, und mehr noch die Praxis der Partei, nicht gerecht.

In der Ukraine grassiert nicht nur die rechtsextreme Gewalt in einem bislang nicht gekannten Ausmaß. Dieser Ausbruch vollzieht sich zudem in einem gesellschaftlichen Klima, in dem Faschisten ausdrücklich salonfähig sind. Sie gehören der Regierung an, und sie gelten bei allen, die der angeblichen »Revolution« des Maidan positiv gegenüberstehen, als dessen heroischste Kämpfer. Sie werden nicht als das wahrgenommen, was sie sind – nämlich Verbrecher – sondern als nationale Helden. Parteien wie Timoschenkos »Vaterland«-Bündnis« oder Klitschkos von der Konrad-Adenauer-Stiftung gesponserte UDAR hatten schon im Wahlkampf 2012 keine Hemmungen, mit der faschistischen Swoboda-Partei Bündnisse zu schmieden.

Daß westliche Politiker durch ihre distanzlose Anfeuerung der Maidan-Proteste ihren Anteil an der Etablierung von Swoboda und Rechtem Sektor haben, wurde von kritischen Beobachtern schon mehrfach festgehalten. Aber auch heute noch, wo das Regime in Kiew einen Krieg gegen ihre Gegner anzettelt, rückt die Bundesregierung nicht von ihren Partnern ab. Sie agiert so, als sei es völlig normal, mit einer Regierung zu kooperieren, der Faschisten angehören.

Der deutsche Außenminister geht mit seiner Rücksichtnahme auf die Befindlichkeiten dieser Machthaber sogar so weit, dass er sich bei einem Besuch in Odessa Mitte Mai verbieten ließ, einen Kranz für die Toten im Gewerkschaftshaus abzulegen. Begründet wurde die Absage damit, ein Gedenken an die Opfer der Faschisten könnte die Regierung bzw. ihre Unterstützer erzürnen – das ist verräterisch. Sich einem solchen Druck zu beugen, bedeutet, letztlich die faschistische Gewalt zu legitimieren. Noch übertroffen wird Steinmeier von den Grünen, die gegen Putin geifern und sämtliche Hinweise auf ukrainische Faschisten als »Kreml-Propaganda« abtun.

(Fortsetzung folgt ...)
NEUER BEITRAG25.05.2014, 12:30 Uhr
EDIT: retmarut
28.05.2014, 01:30 Uhr
Nutzer / in
retmarut

Textsammlung zur faschistischen Bewegung in der Ukraine (Fortsetzung Ulla Jelpke)
Die vom Westen protegierte und von seinen Freunden in Kiew ausgeführte Militarisierung des Konflikts bleibt im Osten des Landes nicht ohne Antwort. Diese Antwort ist heterogen. Es gibt progressive klassenkämpferische Ansätze wie bei einem Streik in einem Bergwerke des ukrainischen Oligarchen Rinat Achmetows in der Region Lugansk, wo im April zweitausend Bergarbeiter die Büros des Managements belagerten und Lohnerhöhungen forderten oder in der Ankündigung in den »Volksrepubliken« die Industrie zu verstaatlichen. An diesen Auseinandersetzungen wirkt auch die linke Organisation »Borotba« mit.

Aber es kann, angesichts des Fehlens einer starken Linken mit klarer Orientierung, nicht verwundern, dass in den sogenannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk jetzt auch Kräfte nach oben gespült werden, mit denen Linke sich ebenfalls nicht anfreunden können. Der aggressive (west-)ukrainische Nationalismus provoziert nun einen (ost-)ukrainischen und bisweilen auch russischen Nationalismus. Sie verstehen es, einen großen Teil der Bevölkerung zu mobilisieren, die nicht nur die Faschisten abwehren, sondern auch ihre Arbeitsplätze vor der Vernichtung durch IWF und Weltbank verteidigen will. Der Zerfall staatlicher Strukturen sorgt mittlerweile für erste Anzeichen einer humanitären Krise sowie für ein rapides Anwachsen der Kriminalität.

Aber: Die Ereignisse im Osten sind eine Reaktion auf die von Kiew ausgehenden Provokationen.

Ginge es nach Kiew, gäbe es im Osten der Ukraine ein gigantisches Blutbad. Daß es bislang ausblieb, ist im Wesentlichen der hohen Desertionsrate und Verweigerungshaltung der »regulären« Einheiten geschuldet, und auch die Anführer der »Volksrepubliken« Donezk und Lugansk klagen über mangelnde Kriegslust ihrer Einwohner. Offenkundig will die Mehrheit der Ukrainerinnen und Ukrainer keinen Bürgerkrieg. Dennoch dreht die Übergangsregierung weiterhin an der Eskalationsspirale. Sie lehnt nicht nur Verhandlungen mit den »Separatisten« kategorisch ab. »Übergangspräsident« Turtschinow hat vor wenigen Tagen, anstatt wenigstens die ohnehin extrem fragwürdigen Wahlen abzuwarten, das Justizministerium aufgefordert, »Belastungsmaterial« zum Verbot der Kommunistischen Partei der Ukraine zu sammeln. VertreterInnen der KPU und linker Organisationen wie Borotba können sich schon jetzt im Westen und Zentrum des Landes kaum ohne Lebensgefahr bewegen, ein Verbot würde die Pogromstimmung gegen ihre Anhänger – und alle, die dafür gehalten werden – weiter anfachen.

Bei alle dem ist nur eines sicher: Die Oligarchen behalten das Oberkommando im Land. Der aussichtsreichste Präsidentschaftskandidat Petro Poroschenko ist ein Oligarch, und der im Donbass herrschende Rinat Achmetow ebenfalls. In sozialer Hinsicht wird sich für die Mehrheit der Bevölkerung nichts verbessern – ihnen droht vielmehr, neben der weiteren Ausbeutung durch Oligarchen, eine ergänzende »Deregulierung« durch EU, IWF und Weltbank.

Die wichtigste Anforderung an linke Politik ist in einer solchen Situation Solidarität mit allen, die in der Ukraine von der bürgerlich-faschistischen Koalition oder deren Anhängern verfolgt werden. Ich sage ausdrücklich: Alle. Das gilt für jene, die aus Naivität und berechtigter Wut über die Korruption und unverschämte Bereicherung der alten Regierung anfangs die Maidan-Proteste unterstützt haben und jetzt Opfer jener Geister werden, die sie aus der Flasche ließen, und es gilt auch für die KPU, auch wenn diese bis zuletzt am (ehemaligen) Oligarchenvertreter Janukowitsch festgehalten hat. Faschisten sind unser Hauptgegner, sie haben die Eskalation in Gang gesetzt und vorangetrieben.

Die Verbrecher müssen beim Namen genannt werden. Es geht nicht an, sich mit nur scheinbar neutralen Worten von Faschisten und (vermeintlichen wie tatsächlichen) Separatisten gleichermaßen zu distanzieren. Die Toten von Odessa sind nicht Opfer von »Auseinandersetzungen«.

Es ist alles zu unterlassen, was die Regierung in Kiew aufwertet oder legitimiert. Die Linke muß auch von der Bundesregierung stets einfordern, daß faschistische Politiker keine »normalen« Verhandlungspartner sind. Die Regierung in Kiew ist als Hauptverantwortliche für den sich anbahnenden Bürgerkrieg zu kritisieren und aufzufordern, die Anhänger faschistischer Parteien auszuschließen.

Keine Äquidistanz darf es auch bei der Bewertung der Rolle von Rußland und EU/NATO geben. Das russische Vorgehen muss einem nicht gefallen – aber es ist eine Reaktion auf die Aggressivität, mit der sich die NATO schrittweise – und entgegen ursprünglicher Versicherungen – seit 1990 nach Osten ausdehnt und die EU ihre Wirtschaftsmacht in Europa ausbauen will. Russland wurde solange provoziert, bis es schließlich reagierte, um seine Mindestinteressen zu sichern: Einen »Cordon sanitaire« zwischen sich und der NATO und die Verteidigung der Schwarzmeerflotte mit ihrem Stützpunkt auf der Krim.

Die Linke darf es nicht bei bloßen papiernen Erklärungen belassen. Es gilt praktische Solidarität mit ukrainischen AntifaschistInnen zu üben. Es gilt, solidarisch zu sein mit allen, die sich einer weiteren, auf beiden Seiten nationalistischen Aufladung des Konflikts widersetzen und progressive, klassenkämpferische, antifaschistische und antikapitalistische Antworten suchen: Durch Einladungen nach Deutschland und Gegenbesuche in der Ukraine, durch Demonstrationen und Kundgebungen in Deutschland, durch Gegenöffentlichkeit gegen das herrschende Medienkartell, das immer noch die Verharmlosung der faschistischen Gewalt betreibt.


***
Und hier noch 10 gute Gründe der KJÖ gegen die EU, z.B. Grund 4:

NEUER BEITRAG02.06.2014, 13:09 Uhr
Nutzer / in
Toto

Textsammlung zur faschistischen Bewegung in der Ukraine Wer ab und zu in der visuelle Welt surft, trifft auf Sie, die verrücktesten Antideutschen (hier sind nicht die Gegner des deutschen Imperialismus gemeint).

In Kassel gibt es zum Beispiel ein sogenannten "Bündnis gegen Antisemitismus", der sich folgender Text erlaubte.

" Wer hätte das geahnt, die Friedensbewegung und „konkret“ auf einer Linie. Schon länger wurde von einigen gemunkelt, die Anzeigen bestimmter Buchverlage in „konkret“ deuteten mehr als auf nur eine rein geschäftliche Beziehung hin, auch dass die Artikel des Konkret-Autors Jörg Kronauer im HJ-Nachfolgeblatt „Junge Welt“ zum Abdruck kommen, lässt auf Merkwürdigkeiten neuer Koalitionsmöglichkeiten schließen, nun der Schulterschluss des Altmeisters selbst. "

Die Konkret, junge Welt und Jörg Kronauer werden zusammengeschmissen. Die junge Welt wird komplett unreflektiert als HJ-Nachfolgeblatt genannt, HJ ist dabei nicht die Hinter-Jugend, sondern die Hitler-Jugend.

Da bin ich einfach erbrost. Das eigentliche Thema "Ukraine, Friedensbewegung und Faschismus" gerät unter die Räder durch solche Gleichsetzungen. Aber auch scheinen diese spezielle Antideutschen (ich kann über Bahamas nicht reden).
NEUER BEITRAG02.06.2014, 13:50 Uhr
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joe123

Textsammlung zur faschistischen Bewegung in der Ukraine Ich empfehle statt Erbostheit feinfühlig-einfühlendes Selbstanwendungsargument:

1. Identisch-Setzung des aus der Pfadfinderei kommenden Zeitungstitels "junge Welt" mit der gleichnamigen HJ-Zeitung
2. durch oberflächen-erscheinungs-fetischisierendes Angaffen der Namen (Zirkulationsmittel), die für schon Begriffe (Produktionsverhältnisse) genommen werden
3. drückt die allzu eilfertige Sehnsucht nach einer widerspruchsfreien (z.B. 100%ig antisemitischen), voll verfügbaren, sich der Willkür des als allmächtig halluzinierten Vorurteils unterwerfenden Welt aus,
4. liquidiert ergo kraft des tätlichen Wortes die wirkliche "Differenz" (Adorno) zwischen Begriff und Objekt
5. und reproduziert daher genau jene Denkform, die neben manch anderer ideologischen Flause auch den Antisemitismus erst gebar, gegen den doch so wacker und sensationistisch angetreten werden sollte.

Gelegentlich dessen gut die entscheidende Differenz zwischen Kollaborateuren mit und Kämpfern gegen den deutschen Imperialismus innerhalb des bunten Haufens "der Antideutschen" festzuhalten = zu begreifen.
NEUER BEITRAG03.06.2014, 07:25 Uhr
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retmarut

Textsammlung zur faschistischen Bewegung in der Ukraine Zu dem Kasseler Blog: "Die Inhalte des Blogs wurden mit größter Sorgfalt erstellt." - Steht zumindest im Impressum. Wie schon dargelegt, hat der Blogbetreiber offenbar einen sehr oberflächlichen Begriff von Sorgfalt. Mir scheint, dass es eher heißen müsste: "Die Inhalte des Blogs wurden mit größtem antikommunistischem Furor erstellt." Denn schon lange nicht mehr haben ich derart offen betriebenen Antikommunismus in "linkem Gewand" gesehen.

Es lohnt nicht, sich mit solchen "Invektiven über Zumutungen" (so der Untertitel des Blogs) zu beschäftigen. Also zurück zum Thema!
NEUER BEITRAG15.06.2014, 16:11 Uhr
EDIT: arktika
15.06.2014, 16:25 Uhr
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arktika

Textsammlung zur faschistischen Bewegung in der Ukraine Habe noch ein paar ganz interessante Artikel gefunden, wobei die letzten beiden auch unter das Imperialismus-Forum passen würden:


Erklärung der Kommunistischen Partei d. Russ. Föderation zur Lage in der Ukraine und in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk vom 09.06. auf RedGlobe:

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Am 05.06. erschien bei german-foreign-policy ein Artikel zu einem Bericht der Stiftung Wissenschaft und Politik aus Berlin, der die Hintergründe einer möglichen Aufnahme/Nichtaufnahme der Ukraine in die Nato und deren Risiken beleuchtet. Als mögliche "Lösung" wird in dem Bericht der SWP das sogenannte "finnische Modell" vorgeschlagen.

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Und am 13.06. ebendort unter der Überschrift Eine neue Grand Strategy ein Artikel zu den Interessengegensätzen EU versus USA und die Auseinandersetzungen um die deutsche Ukraine-Politik und deren mediale Veröffentlichungen:

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NEUER BEITRAG17.06.2014, 11:53 Uhr
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IvanDrago

Textsammlung zur faschistischen Bewegung in der Ukraine Für diejenigen die Facebook besitzen gibt es recht gute aktuelle News und Videos auf folgenden Seiten:
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NEUER BEITRAG18.06.2014, 13:37 Uhr
EDIT: FPeregrin
18.06.2014, 21:58 Uhr
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FPeregrin

Textsammlung zur faschistischen Bewegung in der Ukraine Auch auf die Gefahr hin, daß dieser Thread denn allmählich "aktuelle Oststrategien des dt. Imperialismus" heißen müßte: Bei german-foreign-policy kam heute ein Artikel "Erdgas für alle Fälle" über ein Gutachten des DIW bezüglich der Vorkehrungen gegenüber einem Ausfall der russischen Erdgaslieferungen an die EU:

Zum Hintergrund gehört natürlich das Scheitern der russisch-ukrainischen Gas-Verhandlungen:
NEUER BEITRAG18.06.2014, 15:44 Uhr
EDIT: IvanDrago
18.06.2014, 15:46 Uhr
Nutzer / in
IvanDrago

Textsammlung zur faschistischen Bewegung in der Ukraine Video über den Angriff der Faschisten auf die Busse aus der Krim am 20.02. (Porgom von Korsun). Achtung, das Video ist heftig!
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NEUER BEITRAG20.06.2014, 15:06 Uhr
EDIT: arktika
20.06.2014, 15:12 Uhr
Nutzer / in
arktika

Textsammlung zur faschistischen Bewegung in der Ukraine Hier eine (leicht gekürzte) Erklärung der KP der Ukraine zur Lage:
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