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unofficial world wide web avantgarde
NEUES THEMA11.05.2022, 22:04 Uhr
EDIT: Dima
12.05.2022, 08:42 Uhr
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Dima

• Shirin Abu Akleh wurde von Israeli Verbrecher ermordert Hier ist das ganze Video...

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Zeigt das Video an ihre Freunde, vielleicht hilft das gegen die deutsche-israeli Gehirnwäsche ...

Itamar Ben Gvir, einer Mitglied der Knesset twitterte heute Morgen: „Wenn Terroristen auf unsere Soldaten in Jenin schießen, müssen sie das Feuer mit voller Wucht erwidern, selbst wenn es in der Gegend „Journalisten“ von Al Jazeera gibt die sich oft absichtlich mitten ins Gefecht stellen und die Soldaten stören..."

Der andere Journalist, der im Rücken erschossen wurde, sagte: als wir da angekommen sind, gab es kein Gefecht in diesem Ort...

Shirin wurde erschossen im Kopf unter dem Ohr...Klar von Scharfschützer! und wie das Video ziegt: es wurde weiter erschossen, als ihre Kollegen versuchten, sie zu retten...

Jedenfalls, die Welt ändert sich...und Palästina hat ihre Position und Israel hat auch ihre Position in der werdenden neugeborenen Welt..


Viva der Widerstand! Viva Palestine!

NEUER BEITRAG13.05.2022, 23:35 Uhr
EDIT: Dima
14.05.2022, 08:31 Uhr
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Dima

Angriff an Trauernde bis der Sarg Shirins fiel! Das ist die israelische Besatzung!! die Trauernde Familie und Freunde Shirins Abu Akleh wurden vor dem Krankenhaus nach dem Empfang der Leiche in der Beerdigung geschlagen bis der Sarg fiel..

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NEUER BEITRAG14.05.2022, 11:21 Uhr
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FPeregrin

"... die einzige Demokratie im Nahen Osten!" - Danke für diese Illustration!

Allerdings sehen mir die Bilder so aus, als sei die 3. Intifada nicht mehr sehr weit entfernt.
NEUER BEITRAG14.05.2022, 11:48 Uhr
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FPeregrin

... und so positioniert sich der Hauptfeind im eigenen Land - ganz konkret - (jW):

Jüdische Mahnwache unerwünscht

Berlin: Polizei untersagt Versammlung für getötete Journalistin mit »Nakba«-Demoverbot

Von Marc Bebenroth

Dieser Freitag der 13. war ein neuer Tiefpunkt. Die Berliner Versammlungsbehörde hat für dieses Wochenende auch die israelkritische Demonstration einer jüdischen Friedensorganisation untersagt. Die »Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost e. V.« durfte am Freitag keine Mahnwache für die wohl von israelischen Soldaten getötete palästinensische Journalistin Schirin Abu Aqla abhalten, deren Trauerzug am selben Tag in Jerusalem von Polizisten gewaltsam aufgelöst wurde.

Die von der Organisation angemeldete Versammlung mit 300 erwarteten Teilnehmenden sei eine Ersatzveranstaltung, weil vom Freitag bis diesen Sonntag ein Verbot für »›Al Nakba‹-Versammlungen« bestehe, heißt es in einer von der »Jüdischen Stimme« per Twitter veröffentlichten E-Mail der Versammlungsbehörde. Auf Anfrage von junge Welt erklärte ein Sprecher der Berliner Polizei, dass die von der »Jüdischen Stimme« angemeldete Versammlung verboten wurde, »da in der Gesamtschau aus hiesiger Sicht eindeutige Verbindungen« zu verbotenen palästinensischen Veranstaltungen bestünden. Auch seien Ort und Zeitpunkt – Oranienplatz, 17 bis 22 Uhr – die gleichen wie bei einer der zuvor verbotenen Demonstrationen palästinensischer Gruppen.

Die Entscheidung sei das Ergebnis einer »in Deutschland bewährten Strategie«, erklärte das propalästinensische European Legal Support Center (ELSC) am Freitag zum Vorfall. Die Berliner Polizei bringe zum Schweigen, was internationale Gerichte, prominente Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler und Politiker wiederholt zum Ausdruck gebracht hätten: »Das palästinensische Volk lebt unter einem Apartheidregime.« Das Zentrum rief die UN-Sonderberichterstatterin für Meinungsfreiheit, Irene Khan, zur Intervention auf.

Die Berliner Polizei hatte am Donnerstag fünf für dieses Wochenende geplante Demonstrationen gegen die völkerrechtswidrige Besatzungspolitik Israels verboten, das Verbot wurde am Freitag vom Verwaltungsgericht bestätigt. Die verbotenen Demonstrationen waren wegen des Nakba-Gedenktages (arabisch für »Katastrophe«) geplant. Jedes Jahr am 15. Mai wird an die gewaltsame Vertreibung von circa 750.000 indigenen Bewohnern Palästinas bei Gründung des Staates Israel erinnert.

Die Polizei behauptete, es bestehe die Gefahr, dass es bei den Aufzügen zu Gewaltverherrlichung und Gewalttätigkeiten komme. Auch mit volksverhetzenden, antisemitischen Rufen sei zu rechnen gewesen. »Palästina spricht«, erklärte am Freitag, das Verbot reihe sich nahtlos ein in »die kontinuierliche Entrechtung von Palästinenser:innen, den systemischen Ausschluss palästinensischer Menschen aus dem öffentlichen Raum und die Zensur«, die Betroffene seit Jahren in Deutschland erleben würden. Die Initiative hatte eine der Demonstrationen angemeldet und gegen das Verbot vor Gericht geklagt. Es sei ein »alarmierender Türöffner« für unbegrenzte staatliche Repression gegen »jegliche Opposition in Deutschland, sei es für palästinensische Menschenrechte, Antirassismus oder Geflüchtetenrechte«, so »Palästina spricht«. Das sieht auch Ferat Kocak so, der stellvertretende Sprecher von Die Linke Neukölln. »Mit einer Art Vorratsbeschluss schränken die Polizeibehörden in Berlin die Meinungs- und Versammlungsfreiheit massiv ein«, erklärte der Berliner Abgeordnete am Freitag per Mitteilung. »Das nehmen wir nicht widerspruchslos hin.«


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... und den eigenen traditionellen Antisemitismus kann die deutsche Bourgeoisie so schön im eigenen repressiven kolonialen Interesse externalisieren!
NEUER BEITRAG18.05.2022, 01:49 Uhr
EDIT: FPeregrin
18.05.2022, 02:00 Uhr
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FPeregrin

"als sei die 3. Intifada nicht mehr sehr weit entfernt. "

... zumal es so weitergeht mit dem repressiven Vorgehen gegen Trauerfeiern - jW heute:

Gewalt gegen Palästinenser
Erneut unter Beschuss

Hunderte Menschen haben am Montag abend an der Trauerfeier für einen 23jährigen Palästinenser im von Israel besetzten Ostjerusalem teilgenommen. Die israelische Polizei setzte Gummigeschosse und Blendgranaten gegen die Trauernden ein, wie der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond berichtete. Dabei seien 71 Menschen verletzt worden. Der Mann erlag einer Kopfverletzung, nachdem die israelische Polizei vor einem Monat mit Gummigeschossen auf palästinensische Demonstranten auf dem Al-Aksa-Gelände geschossen hatte. (AFP/jW)


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NEUER BEITRAG18.05.2022, 02:32 Uhr
EDIT: FPeregrin
18.05.2022, 10:37 Uhr
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FPeregrin

P.S.: Daß das Reinballern in politische Trauerveranstaltungen ein sicherer Weg in die Eskalation ist, weiß man (nicht nur) aus der Geschichte des nordirischen Bürgerkriegs. Und man kann das ganz sicher auch bei den hier Verantwortlichen wissen. Die Frage, die mich umtreibt: WILL man es dort NICHT wissen? Oder kalkuliert man es ein mit der strategischen Stoßrichtung der Niederschlagung einer provozierten 3. Intifada und dem Ziel der endgültigen militärisch-politischen Erledigung der Palästina-Frage? Ob letzteres gelingen kann, wird auch von der internationalen Lage abhängen. Wenn ich da - schon nach der Konsolidierung Syriens und jetzt insbesondere nach dem Beginn des Ukraine-Krieges - tippen würde: Diese Rechnung wird für das zionistische Projekt mit einem Minus-Geschäft ausgehen, ... und zwar einem wirklich großen! ... ist aber natürlich auch nur eine Über-den-Daumen-Kalkulation.
NEUER BEITRAG18.05.2022, 16:55 Uhr
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FPeregrin

Hmm., ... wird auf zionistischer Seite darauf spekuliert, einen vorzeitigen Aufstand auszulösen, bei dem die Massen der Avantgarde vorauslaufen? Das wäre sehr gefährlich - sowohl für die Massen wie für die Avantgarde! (Auch wenn wir etwas aus der nicaraguanischen Revolution wissen, das es auch mal gut gehen kann.) Also wäre höchste Wachsamkeit und Disziplin geboten. - Im Moment wäre das für mich die plausibelste Hypothese; leider habe ich nicht genug Daten. Es ist also bloße Spekulation vom hinteren Logenplatz!
NEUER BEITRAG23.05.2022, 15:38 Uhr
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arktika

Wie nicht unbedingt anders zu erwarten, will Israel die Ermordung der Journalistin NICHT juristisch verfolgen. Wie die israelische Militärbullerei mítteilt, weil sie keine kriminelle Tat erkennen könne. Eine "Begründung", die vor Menschenverachtung u. Herrenmenschenarroganz nur so strotzt. Und als kleines Leckerli zusätzlich wurde auch einer der angegriffenen Sargträger erst mal eingeknastet - "U-Haft".

Von Gerrit Hoekman in der jW vom 21. Mai:

Ansehen der Armee wichtiger
Verschleierung in Israel
Militärpolizei will Tod von palästinensischer Journalistin Abu Akleh nicht untersuchen


Wer hat die Reporterin Schirin Abu Akleh während einer Razzia der israelischen Armee auf der besetzten Westbank am 11. Mai erschossen? Am Donnerstag berichtete die Times of Israel unter Berufung auf eine »anonyme Quelle« innerhalb der Streitkräfte, die Armee habe möglicherweise die Waffe gefunden, aus der die Kugel abgefeuert wurde. Für eine genaue Untersuchung benötige die Militärpolizei allerdings die Kugel. Diese wollen die Palästinenser indes nicht herausrücken. Sie befürchten, das Projektil nie wiederzusehen, wenn es sich erst einmal in Händen der Israelis befindet. »Israels Glaubwürdigkeit ist in Situationen wie dieser nicht besonders groß«, zitierte das Magazin Time vergangene Woche den israelischen Diaspora-Minister Nachman Schai.

Laut einem Bericht der israelischen Tageszeitung Haaretz ist diese Angst keineswegs unbegründet. Demnach werde die Militärpolizei den Tod der Reporterin nicht untersuchen, weil sie keine kriminelle Tat erkennen könne. Anna Ahronheim, Journalistin der Jerusalem Post, schrieb am Donnerstag auf Twitter, die Streitkräfte hätten ihr bestätigt, »dass sie keine strafrechtliche Untersuchung des Todes der Al-Dschasira-Journalistin Schirin Abu Akleh einleiten werden«.

Laut dem Onlineportal Middle East Eye vom Donnerstag wirft die israelische Menschenrechtsorganisation Jesch Din der Armee vor, sich wie üblich aus der Verantwortung zu stehlen. Das Ansehen der Einsatzkräfte sei ganz offensichtlich wichtiger, als der Gerechtigkeit Genüge zu tun. Die meisten Opfer israelischer Polizei- und Militärgewalt sind unbekannte Jugendliche, oft aus Flüchtlingslagern im Westjordanland. Außerhalb Palästinas interessiert sich kaum jemand für sie. Anders ist es bei Abu Akleh. Die erfahrene Journalistin, die seit vielen Jahren für Al-Dschasira arbeitete, war auch international hochangesehen und besaß neben der palästinensischen auch die US-amerikanische Staatsangehörigkeit.

Auch die verstörenden Bilder von Abu Aklehs Beerdigung am 13. Mai, als israelische Polizisten brutal auf die Trauergäste einschlugen und selbst die Sargträger attackierten, haben Kritik nach sich gezogen. Die Liveübertragung machte es für ein großes Publikum sichtbar, wie die Besatzungsmacht mit Palästinenserinnen und Palästinensern umgeht. Der Anlass für den Gewaltexzess: Die Trauernden trugen palästinensische Fahnen mit sich. Am Mittwoch berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass bereits am Montag einer der verprügelten Sargträger von der israelischen Polizei in Untersuchungshaft genommen wurde. Die Polizei streite einen Zusammenhang mit den Vorkommnissen beim Trauerzug ab, habe jedoch gegenüber dem Anwalt des Verhafteten keinen anderen Grund für die Festnahme genannt.

Am Donnerstag forderten rund 130 internationale Persönlichkeiten, unter anderem Autoren, Musiker und Schauspieler, in einem offenen Brief Gerechtigkeit für Abu Akleh. Der Täter müsse zur Rechenschaft gezogen werden, heißt es darin. »Es darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden, wenn es um das grundlegende Menschenrecht auf Freiheit vor Verfolgung und Unterdrückung und das Recht auf Leben und Würde geht«, verlangen die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner angesichts der allgemeinen Empörung über den Krieg in der Ukraine. Zu den Unterzeichnern gehören auch die Oscarpreisträgerinnen Susan Sarandon und Tilda Swinton, der Schauspieler und frühere französische Fußballstar Éric Cantona, die Regisseure Jim Jarmusch und Aki Kaurismäki, die afroamerikanische Bürgerrechtlerin Angela Davis und der griechische Abgeordnete Yanis Varoufakis.


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Besonders freut mich bei diesem offenen Brief, daß Eric Cantona, Jim Jarmusch u. Aki Kaurismäki zu den Unterzeichnenden gehören.
NEUER BEITRAG03.06.2022, 14:25 Uhr
EDIT: arktika
03.06.2022, 14:28 Uhr
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arktika

Shirin Abu Akleh wurde von Israeli Verbrecher ermordert Wäre es nicht die freiheitlichste Demokratie (oder wie nennt sich das nochmal genau?) im ganzen nahen Osten, sondern z. B. Rußland oder China, so wäre sicherlich in den BRD-Medien anders reagiert worden. Aber ist es nunmal nicht ...
Aber in der jW vom 2. Juni wird deutlich gemacht, daß nach einer gründlichen Untersuchung und Videoaufnahmen das bestätigt wurde, was nach den bisherigen ZeugInnenaussagen eigentlich schon klar war:

Mord an Journalistin
Von hinten in den Kopf
Gerichtliche Untersuchung und neues Videomaterial bestätigen: Palästinensische Reporterin Abu Akleh von israelischen Scharfschützen getötet


Von Gerrit Hoekman

Die palästinensische Reporterin Schirin Abu Akleh wurde am 11. Mai während ihrer Arbeit in Dschenin von einem israelischen Scharfschützen aus einer Entfernung von 170 bis 200 Metern gezielt erschossen. Davon zeigte sich der palästinensische Generalstaatsanwalt Akram Al-Chatib am vergangenen Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Ramallah aufgrund der nun abgeschlossenen gerichtlichen Untersuchung überzeugt.

Im Kopf der Journalistin befand sich laut der ballistischen Analyse ein 5,56-Millimeter-Projektil. Die Kugel weise allgemeine und spezifische Merkmale auf, die zu einer halbautomatischen Ruger Mini-14 passen – eine Waffe, die von der israelischen Armee auf der Westbank zur »Aufstandsbekämpfung« eingesetzt wird. Die Autopsie habe ferner ergeben, dass die Kugel von hinten in den Kopf der Reporterin eingedrungen war, präzise an einer der wenigen Stellen, die weder von ihrer schusssicheren Weste mit der Aufschrift »Press« noch von ihrem Stahlhelm geschützt waren. Abu Akleh habe sich also von dem Ort entfernen wollen, kurz bevor sie tödlich getroffen wurde, schlussfolgerte Al-Chatib. Ihr Kollege Ali Samudi wurde ebenfalls in den Rücken getroffen. Er überlebte.

Zum Zeitpunkt des Verbrechens hätte es am Tatort keine bewaffneten Zusammenstöße zwischen der israelischen Armee und palästinensischen Kämpfern gegeben. »Die einzige Quelle des Feuers an diesem Ort kam von den Besatzungstruppen mit der Absicht zu töten«, sagte Al-Chatib laut Reuters am vergangenen Donnerstag. Als die Journalistin bereits tödlich getroffen am Boden lag, hätten die Soldaten weiter auf jeden gezielt, der ihr zur Hilfe eilen wollte. Es handele sich mithin um »vorsätzlichen Mord« und ein »Kriegsverbrechen«, so der Generalstaatsanwalt.

Der US-Sender CNN veröffentlichte vergangenen Dienstag auf seiner Homepage eine ausführliche Recherche der Ereignisse. Sie unterstützt die Schlussfolgerung der palästinensischen Staatsanwaltschaft. In einem Video sind am Stamm des Baumes, unter dem Abu Akleh erschossen wurde, drei weitere, eng beieinander liegende Einschüsse zu sehen. »Die Anzahl der Einschlagstellen an dem Baum, an dem Schirin stand, beweist, dass es sich nicht um einen zufälligen Schuss handelte, sondern dass sie gezielt beschossen wurde«, ist der von CNN hinzugezogene Forensiker Chris Cobb-Smith überzeugt. Ein Foto zeigt außerdem, wie zum Tatzeitpunkt am oberen Ende der Gasse gepanzerte, israelische Militärfahrzeuge stehen, die über Schießscharten für Scharfschützen verfügen. Von ihrer Position aus hatten sie freies Schussfeld auf die gesamte Gasse.

Das Mediennetzwerk Al-Dschasira, für das die Reporterin seit mehr als zwei Jahrzehnten arbeitete, will deshalb den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag einschalten. Man werde »alle rechtlichen Möglichkeiten« prüfen, sagte der Leiter des Büros von Al-Dschasira in Jerusalem, Walid Al-Omari. Die Palästinensische Autonomiebehörde hatte einige Tage vorher ebenfalls angekündigt, vor den Strafgerichtshof zu ziehen.

Die Familie der Reporterin hat unabhängig davon die International Federation of Journalists (IFJ), das Palestinian Journalists Syndicate (PJS) und das International Centre of Justice for Palestinians (ICJP) ebenfalls gebeten, den Strafgerichtshof einzuschalten. Die drei Organisationen beauftragen die Londoner Kanzleien Doughty Street Chambers und Bindmans LLP mit der Vertretung des Opfers und ihres Kollegen Ali Samudi. Der Fall soll einer anderen Beschwerde hinzugefügt werden, die bereits im April in Den Haag eingereicht wurde und bei der es um vier andere Fälle von israelischen Angriffen auf Journalisten geht, zwei davon mit tödlichen Folgen.

Auch wenn es kaum noch, um nicht zu sagen: keine berechtigten Zweifel gibt, weigert sich Israel weiterhin, die Verantwortung zu übernehmen. Der israelische Verteidigungsminister Benjamin Gantz sprach am vergangenen Donnerstag auf Twitter von einer »eklatanten Lüge«. Israel verletze nicht absichtlich Journalisten.

Bei dieser Haltung wundert es nicht, dass Verfahren gegen israelische Militärangehörige regelmäßig im Sande verlaufen. Und kommt es ausnahmsweise zu einer Verurteilung, ist die Strafe gering. Israel »hat es nicht geschafft, jemanden für die Dutzenden palästinensischen Journalisten, die bisher getötet oder invalide wurden, zur Rechenschaft zu ziehen«, stellte der Anwalt Tayab Ali, der die Angelegenheit vor dem Strafgerichtshof für Bindmans LLP bearbeitet, am vergangenen Freitag im Guardian fest.

Gantz beteuert zwar, Israel sei bereit, den Fall in Zusammenarbeit mit »internationalen Akteuren« zu untersuchen. Der Strafgerichtshof wird aber kaum dazugehören. Israel hält Den Haag auf der Westbank grundsätzlich für nicht zuständig. 123 Staaten haben den Strafgerichtshof im sogenannten Römer Statut anerkannt. Israel gehört wie auch die USA, der Sudan und Russland nicht dazu.


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#Palaestina
#Israel
#politischeMorde
#Zionismus
NEUER BEITRAG03.06.2022, 14:56 Uhr
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arktika

erneute Ermordung einer Journalistin durch israel. Armee Erneut wurde in Israel eine palästinensiche Journalistin durch die Armee ermordet. Von einer "Spezialisierung" auf solches Tun sollte man aber trotzdem nicht sprechen, da die "normalen" Ermordungen palästinensicher Menschen ebenfalls munter weitergehen.

Dazu ein Text von Gerrit Hoekman in der heutigen jW:

Palästina und Israel
Wieder eine Journalistin
Israels Armee erschießt binnen 24 Stunden eine Palästinenserin und zwei Palästinenser


Am Mittwoch morgen haben israelische Soldaten auf der besetzten Westbank unweit von Al-Chalil (hebräisch: Hebron) die 31jährige Journalistin Ghufran Warasna erschossen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Ramallah laut der amtlichen palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA mit. Warasna sei von einer Kugel knapp neben dem Herzen in die Brust getroffen worden.

Der palästinensische Rote Halbmond, das islamische Pendant zum Roten Kreuz, berichtete auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, die Armee habe die Nothelfer fast 20 Minuten daran gehindert, die Schwerverletzte medizinisch zu versorgen. »Sie kam klinisch tot im Krankenhaus an. Sie hatte zuviel Blut verloren, und ihr Herz hatte aufgehört zu schlagen«, sagte ein Sprecher des Ahli-Hospitals in Al-Chalil laut der Onlinezeitung The New Arab.

»Ghufran ging um 7.40 Uhr zur Arbeit und erreichte den Eingang des Flüchtlingslagers, wo sich regelmäßig israelische Kräfte positionieren«, berichtete ein Cousin The New Arab. »Wenige Minuten später hörten wir die Nachricht, jemand sei erschossen worden.« Er sei zum Kontrollpunkt gelaufen und habe dort seine Cousine am Boden liegend vorgefunden.

Die Nachrichtenagentur Shehab lud am Mittwoch auf Twitter ein Video hoch, das Warasna bei der Arbeit für Shehab zeigte. Am Mittwoch sollte sie ihre neue Stelle beim Lokalsender Dream Radio antreten. »Ghufran hatte sich vor zwei Wochen bei unserem Radio um eine Stelle als Nachrichtenmoderatorin beworben. Wir haben sie eingestellt, und heute war ihr erster Arbeitstag«, sagte der Direktor von Dream Radio, Talal Dschabari, gegenüber The New Arab.

ream Radio gehört nicht unbedingt zu den Lieblingssendern der israelischen Besatzungsmacht. Ende November 2015 stürmten Soldaten die Redaktion und beschlagnahmten das gesamte Equipment. Sechs Monate durfte Dream Radio nicht senden, weil es angeblich zu Gewalt aufrufe. Auch zwei andere Sender aus Al-Chalil wurden damals vorübergehend geschlossen.

WAFA berichtete, dass die Journalistin bereits Anfang des Jahres einmal ohne Angabe von Gründen verhaftet und am 1. April wieder aus der sogenannten israelischen Sicherheitshaft entlassen worden war. Laut der Onlinezeitung Times of Israel behauptet die israelische Armee nun, Warasna habe am Mittwoch am Kontrollpunkt zum Flüchtlingslager Al-Arub vorgehabt, Soldaten mit einem Messer anzugreifen. Beweise für die Behauptung legte sie nicht vor. Die Familie und ihre Kollegen wiesen den Vorwurf zurück. Ein Augenzeuge berichtete gegenüber The New Arab, Warasna habe gut zwei Meter von einem Soldaten entfernt gestanden, als dieser schoss.

Das wäre keine Überraschung. Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte stellte bereits mehrfach fest, dass israelische Soldaten häufig zur Schusswaffe greifen, wenn nur ein vager Verdacht besteht. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums sind seit Anfang des Jahres 62 Palästinenserinnen und Palästinenser auf der Westbank durch israelische Kugeln umgekommen. Die Autonomiebehörde sprach in der Vergangenheit von »außergerichtlichen Hinrichtungen«.

Noch am selben Tag wie Warasna fand am späten Abend der 24jährige Bilal Kabaha den Tod, als die israelische Armee mit 30 Militärfahrzeugen und einem Bulldozer im Dorf Dschabad in der Nähe von Dschenin eindrang. Scharfschützen bezogen auf den Dächern Stellung. Die Soldaten waren gekommen, um das dreistöckige Haus der Familie von Dija Hamarscha abzureißen. Hamarscha hatte im März bei einem Anschlag in Tel Aviv fünf Menschen umgebracht. Er selbst starb ebenfalls. Das Niederreißen von Häusern ist Teil der israelischen Repression in den besetzten Gebieten. Damit soll die gesamte Familie bestraft werden, um Nachahmer abzuschrecken.

Das vorerst letzte Opfer kam am Donnerstag morgen bei Bethlehem im Flüchtlingslager Dheischa ums Leben. Während einer Razzia der israelischen Armee kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Bewohnern des Lagers und den Soldaten. Dabei wurde laut WAFA ein 29jähriger Palästinenser erschossen.

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Etwa 2000 ArbeiterInnen bei Google und bei Amazon haben in einem offenen Brief ihre Solidarität mit dem palästinensischen Volk erklärt und fordern die Konzerne auf, ihre Beziehungen zum israelischen Militär zu b...mehr arktika 22.11.2021