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  [7 pics,17 files] begonnen von FPeregrin am 04.03.2022  | 125 Antworten
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NEUER BEITRAG17.02.2024, 14:00 Uhr
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17.02.2024, 14:07 Uhr
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False-Flag-Aktion ukrainischer Faschisten

Schüsse in den Rücken: Indizien sprechen gegen Regierungsmassaker auf Kiewer Maidan 2014

Von Reinhard Lauterbach

Ende Januar 2014 schien sich der »Euromaidan« auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz totzulaufen. Der Platz und die auf ihn zulaufenden Straßen waren mit Militärzelten zugestellt, in denen finstere Gestalten mit Macheten im Gürtel schliefen. »Bitte um Spenden für Zigaretten und Munition«, schrieb die »Wolhynische Abteilung der Ukrainischen Aufstandsarmee« auf ein Pappschild vor ihrem Zelt. Die Waffen müssen sie damals also schon gehabt haben. Welche politischen Ziele sie hatten, wusste keiner der Befragten.

Wen man auf dem Boulevard Chreschtschatik traf, gehörte zum Fußvolk, rekrutiert für 20 US-Dollar am Tag unter westukrainischen Arbeitslosen. Die Fäden dahinter zogen mit Präsident Wiktor Janukowitsch um den Zugriff auf die Volkswirtschaft konkurrierende Oligarchen, die auch die Versorgung des Zeltlagers mit Essen und Brennholz sicherstellten. Gutbürgerliche Frauen aus der »Zivilgesellschaft« schmierten Brote und verteilten Suppe. Abends gingen sie wieder nach Hause. Die Polizei blieb merkwürdig passiv – es gab offensichtlich selbst in Janukowitschs Umgebung Sympathisanten der anderen Option. Im Januar hatte es heuchlerische Aufregung gegeben, als die Regierung ein Bewaffnungs- und Vermummungsverbot für Demonstrationen erließ, wie es in der BRD seit den 70er Jahren Standard ist und sowieso nie durchgesetzt wurde.

Mitte Februar begannen nahkampfgeschulte Aktivisten, Polizeisperren zwischen dem Maidan und dem Regierungsviertel mit Brandsätzen zu attackieren. Dabei wurden auch Mischungen mit Phosphor eingesetzt. Am Morgen des 20. Februar fielen dann gegen acht Uhr die ersten Schüsse. Sie trafen zuerst Polizisten, die rund um den Unabhängigkeitsplatz stationiert waren; es gab unter ihnen Tote und Verletzte. Die Schüsse kamen, wie sich inzwischen herausgestellt hat, aus mehreren Gebäuden, die von Maidan-Aktivisten kontrolliert wurden. Insbesondere dem Hotel »Ukraina«, wo sich die faschistische Swoboda-Partei einquartiert hatte, und dem daneben liegenden Konservatorium, das von Julija Timoschenkos »Vaterlandspartei« kontrolliert wurde.

In dem Durcheinander und der beginnenden Panik forderte die Regie auf der Bühne die Demonstranten auf, sich zum Regierungsviertel über die Institutska-Straße in Bewegung zu setzen. Hier wurden Dutzende von Demonstranten durch Schüsse getötet oder verletzt. Aber die Schusskanäle und die Art der Wunden deuteten schnell darauf hin, dass sie nicht von vorn – durch die hinter einer Kette von Lkw verschanzte – Polizei abgefeuert worden sein konnten, denn das ganze spielte sich im toten Winkel ab.

Vielmehr kam das Feuer wieder von hinten, wieder aus dem Hotel »Ukraina« und dem Konservatorium sowie dem Gewerkschaftshaus, wo der »Rechte Sektor« sein Hauptquartier hatte. Der ukrainisch-kanadische Politikwissenschaftler Ivan Katchanovski hat das über Jahre aus Hunderten von mit Timecodes versehenen Videoberichten und anderen Quellen minutiös recherchiert. Er führt starke Indizien dafür an, dass auch westliche Politiker vorher von dem geplanten Sturm und dem Schusswaffengebrauch informiert waren. Die Täter wurden gedeckt und verschwanden spurlos, kein einziger Polizist ist bis heute verurteilt worden. Die offizielle Legende vom Janukowitsch-Massaker war offenbar sogar für die ukrainische Justiz nicht zu beweisen.

Aber die Fakten waren geschaffen. Janukowitsch floh, und der gesamte Westen erkannte das aus dem Maidan hervorgegangene Regime sofort an, obwohl drei EU-Außenminister – Frank-Walter Steinmeier, Radosław Sikorski und Laurent Fabius – noch einen Tag vor dem Massaker mit Janukowitsch einen vorzeitigen Amtsverzicht ausgehandelt hatten. Aber ein Kompromiss war von seiten der USA (»Fuck the EU«) und den ukrainischen Faschisten nicht mehr gewünscht.


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NEUER BEITRAG17.02.2024, 14:04 Uhr
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FPeregrin

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»Sieg der Ideen«

Zur Rolle des Bandera-Flügels der Organisation Ukrainischer Nationalisten bei der »Revolution der Würde«

Von Moss Robeson

Die Bandera-Fraktion der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN-B) spielte bei der auch als »Euromaidan« bekannten »Revolution der Würde« eine zentrale Rolle. Ihr Hauptquartier liegt keine 20 Minuten Fußweg vom Maidan Nesaleschnosti in Kiew entfernt. Miteigentümer des Gebäudes ist eine in München angesiedelte Fassadenstruktur der OUN-B. Der Unabhängigkeitsplatz war ab Winter 2013 ­Zentrum der »Euromaidan«-Proteste, die im Februar 2014 in einem Putsch von welthistorischer Bedeutung gipfelten.

Speerspitze der Rechten

Trisub, der ehemalige paramilitärische Arm der OUN-B, der seit seiner Gründung 1993 eng mit einer nationalistischen Fraktion des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) kooperierte, bildete die Speerspitze des Rechten Sektors. Diese Sammelbewegung faschistischer und anderer ultrarechter Organisationen führte die gewalttätigen Straßenschlachten auf dem Maidan an. Eine direktere Rolle spielte die OUN-B im weniger bekannten, aber wichtigen »Zivilen Sektor des Maidan«, der laut der vorwiegend von der US-Regierung finanzierten NGO Freedom House das Protestcamp »für viele Wochen zu einem sozial nachhaltigen Organismus geformt hat«. So gehörte etwa der banderistische »Erinnerungszar« der Ukraine, Wolodimir Wiatrowitsch, dem »zivilen Sektor« an und soll einen der Maidan-Bataillone befehligt haben. Die OUN-B hatte auch einige hochrangige Mitglieder in der faschistischen Swoboda-Partei, darunter deren Ideologe Olexander Sitsch, der 2014 erster stellvertretender Ministerpräsident der Ukraine wurde. Ebenso Jurij Sirotiuk, Leiter der Abteilung für politische Bildung von Swoboda, von dem der Begriff »Revolution der Würde« stammen soll.

Andrij Lewus, der 2022 öffentlich bekanntgab, dass er Vizevorsitzender der internationalen OUN-B ist, war über lange Jahre Assistent des Kommandeurs der »Maidan-Selbstverteidigungskräfte«, Andrij Parubij, der auch zu den Mitbegründern der Sozial-nationalen-Partei, Vorläufer von Swoboda, gehörte. 2013 arbeitete Lewus eng mit dem Politiker und Ex-SBU-Beamten Sergij Bondartschuk zusammen, der Anfang November den »Beginn des ›Euromaidan‹« angekündigt hatte. Noch im selben Monat richteten die beiden im Rahmen ihrer Kampagne »Eurooffensive« ein Informationszentrum auf dem Unabhängigkeitsplatz ein. Dieses wurde vor allem als Rekrutierungsbüro für die »Maidan-Selbstverteidigung« genutzt. Während des mysteriösen Scharfschützenmassakers am 20. Februar 2014, das den Staatsstreich ermöglichte, verhandelte Andrij Lewus mit einem Regierungsbeamten über einen Waffenstillstand. Gegenüber der New York Times erklärte er, dass er auf eine weitaus blutigere Konfrontation vorbereitet gewesen sei. Nach der »Revolution« wurde er zum stellvertretenden Direktor des SBU ernannt.

Koordination des Maidan

Am 22. November 2013, dem Tag nach dem ersten »Euromaidan«-Protest, fand in der OUN-B-Zentrale in Kiew ein Treffen des World Council of Ukrainian Statehood Organizations statt, der früher unter dem Namen World Ukrainian Liberation Front bekannt war. Dabei handelt es sich um das internationale Koordinierungsgremium der Fassadenstrukturen der OUN-B, die während des Kalten Krieges Befehle aus München erhalten hatten. Die Diasporaführer der OUN-B kamen zu diesem Banderistenkonklave und bildeten auch – an der Seite des künftigen Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk und Witali Klitschkos, der im Mai 2014 Bürgermeister von Kiew wurde – die Spitze des »Holodomor«-Gedenkmarschs. Im Dezember gründeten ein Politiker der Swoboda-Partei und zwei OUN-B-Mitglieder, darunter Stefan Romaniw, Banderisten-Führer aus Australien und langjähriger Vorsitzender des Ukrainischen Weltkongresses, ein Koordinationszentrum für den »Euromaidan«, um die ukrainische Diaspora vor allem in nordamerikanischen Metropolen wie New York, Chicago und Toronto zu mobilisieren. Anfang 2014 unternahm mit Oleg Medunizja – mittlerweile ist er Vorsitzender der OUN-B international – ein weiterer stellvertretender Kommandeur der »Maidan-Selbstverteidigung« eine Reise zwecks Spendenakquise durch Nordamerika.

Drohung an Selenskij

Nach dem Machtwechsel übernahmen die Banderisten das Ukrainische Institut für Nationale Erinnerung in Kiew, ebenso das Bildungs- und Gesundheitsministerium. Der von den Banderisten durchsetzte »Zivile Sektor des Maidan« schuf das vom Westen finanzierte »Reanimationspaket der Reformen«, mit dem die Banderisierung der staatsoffiziellen ukrainischen Gedächtnispolitik vorangetrieben wurde. Bei den Wahlen 2014 wurden die OUN-B-Führer Oleg Medunizja und Andrij Lewus, die auf der Liste der nationalistischen »Volksfront« von Arsenij Jazenjuk kandidierten, in die Werchowna Rada gewählt. Fünf Jahre nach dem Putsch drohte die OUN-B mit einer weiteren »Revolution«. Diesmal gegen den neugewählten Präsidenten Wolodimir Selenskij – für den Fall, dass er sein Versprechen halten und den im Osten tobenden Bürgerkrieg mit einer Verhandlungslösung beenden würde. Die »Kapitulationswiderstandsbewegung« wurde von Andrij Lewus angeführt. Um den Friedensprozess im Bündnis mit anderen Faschisten zu blockieren, nutzten sie die Adresse des OUN-B-Hauptquartiers und agierten Hand in Hand mit einem weiteren von Parubijs Assistenten, der zuvor als internationaler Sekretär der »Maidan-Selbstverteidigung« fungiert hatte. Als russische Truppen 2022 in die Ukraine einmarschierten, rechneten es sich die Banderisten als Verdienst an, die Regierung in Moskau provoziert zu haben, und erklärten: »Unser Sieg ist der Sieg unserer Ideen.«


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NEUER BEITRAG20.02.2024, 19:02 Uhr
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FPeregrin

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (3) jW heute:

Faschisten auf dem Rückzug

Ukraine: Entsendung von Neonazitruppe hat russische Einnahme Awdijiwkas nicht verhindert

Von Susann Witt-Stahl

Die ganz große Schlacht in der nördlich von Donezk gelegenen Kleinstadt ist ausgeblieben. »Angesichts der operativen Lage um Awdijiwka« hat der neue Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Alexander Sirskij, am Sonnabend den Rückzug beschlossen. Vorher hatte die deutsche Presse sich schon in schwülstiger Untergangsästhetik gesuhlt, die »Awdijiwka-Hölle« (Tagesspiegel) und den »Russenkessel« (Welt) als nächstes Stalingrad ausgemacht und der dorthin entsandten 3. Sturmbrigade als Retter in der Not gehuldigt. Was in den Namen einiger ihrer Züge, »Wolfsrudel« und »Galizien«, anklingt, aber fast einhellig verschwiegen wurde: Diese »Eliteeinheit« ist eine Neonazitruppe.

Die »3. separate Sturmbrigade« wurde im März 2022 – zunächst als Regiment der Territorialverteidigungskräfte – aufgestellt, nachdem Angehörige der »Asow«-Bewegung und Veteranen von deren Kampfeinheit in der Nationalgarde, die damals in Mariupol vor der Einkreisung stand, sich neu formiert hatten. Die frischen Kräfte, die sich in Kiew, Sumi und Charkiw sammelten, wurden in die Spezialeinsatzkommandos der Armee integriert, schließlich zur Brigade aufgebaut, als mobile Truppe ausgebildet und ausgerüstet, um eigenständig Operationen durchführen zu können.

Die 3. Sturmbrigade war an den meisten Brennpunkten des Krieges, etwa in Butscha, Irpin, Saporischschja, Cherson und Bachmut im Einsatz. Mittlerweile verfügt sie über US-amerikanische M2-»Bradley«-Kampffahrzeuge, Browning-M2-Maschinengewehre und andere Waffen aus dem Westen. Im Dezember hatte sie sich nach Kramatorsk zu Übungen zurückgezogen. Als sich die Lage in Awdijiwka dramatisch verschärfte, ging es wieder an die Front.

Die vielfach verbreitete Behauptung des Establishments von Medien und Denkfabriken in den NATO-Ländern, die »Asow«-Kampfverbände seien mit der Eingliederung in die regulären ukrainischen Streitkräfte »entnazifiziert« worden, wird durch Fakten widerlegt: Gründer der 3. Sturmbrigade und Kommandeur ihrer »Taktischen Einheit A« ist Andrij Bilezkij, einer der mächtigsten Faschisten des Landes und Architekt des im März 2022 verabschiedeten »Antikollaborationsgesetzes«, mit dem praktisch jeder Kontakt nach Russland kriminalisiert werden kann. Er ist auch Verfasser des Grundsatzprogramms der nazistischen Organisation »Patriot der Ukraine« von 2008, in dem er, wie schon die Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) in den 1940er Jahren, für eine »rassisch gesäuberte« Nation auf dem »Fundament des Blutes« warb.

»Die Führer der OUN Stepan Bandera, Roman Schuchewitsch, Jewgen Konowalez, Andrij Melnik und andere haben klar verstanden, dass wir für den Willen der Ukraine kämpfen müssen«, verkündete Bilezkij 2023 zum offiziellen 81. Jahrestag der Gründung der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA), die als bewaffneter Arm der OUN am Holocaust beteiligt war. Ähnlich äußerte sich der in diesen Tagen von der westlichen Presse häufig zitierte Vizekommandeur der 3. Sturmbrigade, Maxim Schorin, ehemaliger Leiter der Zentrale der »Asow«-Partei »Nationales Korps«, die 2019 den Widerstand gegen die Umsetzung des Minsk-II-Abkommens mitorganisierte: »Die Streitkräfte der Ukraine haben ihr ideologisches Erbe von der OUN«, erklärte er am 3. Februar 2024 zu deren 95. Geburtstag und forderte, den »Tod der großen Ritter zu rächen und das von früheren Generationen begonnene Werk zu vollenden«.

Auch auf ihrer Homepage und ihren Social-Media-Kanälen betont die 3. Sturmbrigade nicht nur, dass sie nach wie vor »dieselben Prinzipien« wie die »ganze ›Asow‹-Bewegung« habe, sondern ihr Vorbild Stepan Bandera sei: »In seinem Namen ließen sich moderne Generationen von Nationalisten inspirieren, und sein Bild versetzt heute 146 Millionen Menschen (in Russland, jW) in Angst und Schrecken«, heißt es auf dem Telegram-Kanal der Einheit über den Hitler-Kollaborateur und Vernichtungsantisemiten.

Und so feiern Krieger der 3. Sturmbrigade – in einem pathetischen Video, das bereits einen Tag nach seiner Veröffentlichung 1,5 Millionen Zuschauer hatte – die hohen Verluste des Feindes, beschwören »den süßen Tod« auf dem Schlachtfeld und skandieren: »Ukraine über alles!«


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NEUER BEITRAG20.02.2024, 19:11 Uhr
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FPeregrin

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Wenn ich mir die Werbung für diesen famosen Verein (s.u.) angucke und ich davon ausgehen muß, daß die so erfolgreich Angeworbenen nicht nur töten, sondern in nicht so geringem Umfang selbst ins Gras beißen, dann beruhigt mich der Gedanke, daß dieser Krieg zumindest in diesem Sinne einen antifaschistischen Charakter trägt, daß er zu einem gewissen größeren Aderlaß im Bestand der regionalen Soziopathen und antisozialen Elementen beiträgt. Das ist nicht nichts!
JPG-Datei • Bild öffnen ...ohne Wasserzeichen: anmelden! 3. Sturmbrigade.jpg
NEUER BEITRAG28.04.2024, 12:24 Uhr
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arktika

Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (3) Leider nicht auf dem Rückzug ist der Terror der ukrainischen FaschistInnen gegen Andersdenkende und vor allem -handelnde.
Und er hat tiefe Wurzeln, die weit in die Vergangenheit zurück reichen und nie ausgemerzt wurden. Oder anders formuliert: Sie machen das, was schon ihre Vorfahren gemacht haben. Also nichts Neues!

Bandera-Terror gegen Verwaltungskräfte in russischen Gebieten: Mehr als drei Dutzend "liquidiert"

Kiew verfolgt eine Politik des Terrors gegen Politiker und Verwaltungskräfte in den russisch kontrollierten Gebieten. Ein Nachrichtenportal mit Verbindungen zum ukrainischen Militär hat eine Liste von 36 "Liquidierten" erstellt. Auf der Liste stehen auch diejenigen, die das Ziel der nächsten Angriffe werden sollen.


Politischer Terror gehört seit ihren Anfängen zu den wichtigsten Merkmalen der Bandera-Bewegung, die als OUN-B bekannt ist. Praktiziert wurde er nicht nur gegen polnische oder sowjetische Funktionäre in den 1930er Jahren, sondern auch gegen die Abtrünnigen in den eigenen Reihen oder politische Rivalen bei den Flügelkämpfen. Nach den von der OUN-M (Melnyk-Flügel der OUN – Anm. der Red.) zusammengestellten Listen töteten Banderas Schergen allein am Vorabend und zu Beginn des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion mehr als 400 ihrer Mitglieder.

Besonders grausam waren die Mörder gegenüber den sogenannten Kollaborateuren, also denjenigen Ukrainern, die die sowjetische Macht akzeptiert hatten. Ihre Methoden reichten von Sabotageakten bis zum individuellen Terror gegen die Vertreter der Sowjetverwaltung sowie gegen sowjetische "Kollaborateure" in der Bevölkerung.

Laut der offiziellen, lange geheim gehaltenen Statistik forderte dieser Kampf von 1944 bis 1953 insgesamt 30.676 Tote auf sowjetischer Seite. Davon 8.350 Militärangehörige, 3.350 leitende Funktionäre der Kommunistischen Partei und der zivilen Verwaltung, 15.355 Bauern, 676 Arbeiter, 1.931 Angestellte (vor allem Ärzte und Lehrer), 860 Kinder, Alte und Hausfrauen. Viele Historiker gehen aber von noch höheren Zahlen aus. OUN-B wurde in dieser Zeit von den westlichen Geheimdiensten CIA und BND zu einer "Widerstandsbewegung" verklärt und finanziell und organisatorisch unterstützt (Operationen Belladonna und Aerodynamic).

So weit zur Vorgeschichte. Heute greifen die ukrainischen Nationalisten des Kiewer Regimes zu den gleichen Methoden des individuellen Terrors gegen prorussische Verwaltungskräfte und andere Abtrünnige, wenn auch in viel kleinerem Ausmaß. Damit beweisen sie ihre treue Verbundenheit zu ihren faschistischen Vorläufern. Verstärkt wird der Déjà-vu-Effekt mittels der Unterstützung der ukrainischen Spezialdienste durch CIA, MI6 und andere westliche Agenten.

Am Montag hat das ukrainische Nachrichtenportal Slovo i delo ("Wort und Tat") vorläufige "Resultate" des Terrors in den befreiten Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie in den Gebieten Saporoschje und Cherson in einer grafischen Darstellung zusammengefasst. Das Portal gibt an, dass die Morde von den ukrainischen Geheimdiensten SBU oder GUR organisiert und "mithilfe von örtlichen Partisanen" durchgeführt wurden.

Oft werden diese angeblichen "Partisanen" bei der Vorbereitung ihrer Taten von den russischen Sicherheitskräften gefasst. In der Regel sind es einfache Auftragstäter, die sich entweder aus finanzieller Not oder aus Erpressbarkeit für eine Zusammenarbeit mit den Strippenziehern aus den Reihen der Spezialdienste entscheiden. Drohungen mit Repressionen gegen Verwandte in den von Kiew kontrollierten Gebieten sind dabei eines der am besten bewährten Druckmittel.

Das Portal führt jeweils das Datum des Mordes, das Foto des Opfers und seine Tätigkeit oder Funktion in der Verwaltung auf. Es handelt sich durchweg um Ortsansässige, die sich für die Mitarbeit in den neuen russischen Strukturen entschieden – in Lokalverwaltungen, Ministerien, Wahlkommissionen. Darunter sind auch Lehrer oder Fachkräfte für Kinder- und Jugendarbeit.

Gesprengt, erschossen, erhängt. Ukraine betreibt offiziell Terror gegen prorussische Verwaltungskräfte. Ein ukrainischer Portal hat die Verbrechen in einer grafischen Darstellung systematisiert. Getötet sind allerdings weit mehr als 24 Personen. Link im 1. Kommentar. pic.twitter.com/UbC0doPaO7

— Wlad Sankin (@wladsan) April 10, 2024

So wurde am 6. März bei einem Bombenanschlag Elena Iljina (im Verzeichnis fälschlicherweise als Vize-Bürgermeisterin Swetlana Samojlenko angegeben), eine 54-jährige freiwillige Mitarbeiterin der Wahlkommission für die russischen Präsidentschaftswahlen, getötet. Sie arbeitete als Lehrerin in einem Kunstzentrum für Kinder. Es geschah in Melitopol im Gebiet Saporoschje. Zum Zeitpunkt des Mordes weilte in der Stadt eine Besuchergruppe europäischer Antifaschisten, darunter der Chef der Berliner DKP, Stefan Natke – RT DE berichtete.

Der letzte Eintrag galt dem am 1. April bei einem Autobombenanschlag in Starobelsk (Lugansker Volksrepublik) getöteten Waleri Tschajka. Er war 75 Jahre alt und koordinierte die Bildungsarbeit in der Region. Zur "Ukraine-Zeit" war er örtlicher Abgeordneter und Leiter eines Kosaken-Verbandes.

Die Autoren des Artikels und der dazugehörigen Grafik präsentieren ihre Informationen mit sichtbarer Genugtuung. Es ist kein Schatten des Zweifels zu erkennen darüber, dass diese außergerichtlichen Hinrichtungen nichts anderes als Terror und zynische Verbrechen sind. Sie sehen die Ukraine im Recht, die Menschen für ihre Lebensentscheidungen und politischen Überzeugungen heimtückisch zu töten. Oder, wie es in deren Bandera-Sprech heißt, zu "liquidieren". Das ist die typische Haltung des ukrainischen "Übermenschentums", das seit dem Maidan immer mehr um sich greift.

Das Portal listet auch die Art und Weise der Liquidierung auf: Erschießung mit Feuerwaffen, Bombenanschlag, Raketenbeschuss, Autounfall, Erhängen und Erstechen. All diese Arten der Tötung kamen zum Einsatz, wobei die Sprengstoffattentate am beliebtesten waren. Gezählt wurden insgesamt 36 Morde.

Laut dem ehemaligen ukrainischen Politiker Oleg Tsarjow ist die Liste nicht vollständig. Auch er wird als ein mögliches nächstes Ziel auf dem Pranger-Portal erwähnt. Im Oktober wurde auf ihn bereits geschossen. Tsarjow, der als einer der wichtigsten Kronzeugen für die Verbrechen auf dem Kiewer Maidan gilt, hatte Glück und überlebte den Mordversuch – RT DE berichtete. Auf Telegram schrieb er:

"Ich sah mir die Liste an. Die Liste war umfangreich, aber sie enthielt eindeutig nicht alle. Dennoch kannte ich die meisten auf der Liste persönlich. Einige waren enge Freunde von mir. Wie viele haben wir verloren."

Am Ende fügte der Politiker hinzu: "Und warum werden nur unsere beseitigt? Warum antworten wir nicht (mit der gleichen Münze)?". Es war eine rhetorische Frage, denn Tsarjow kennt natürlich die Antwort. Weil Russland kein nazistischer Staat ist, der Zivilisten mit nicht genehmen Ansichten "liquidiert". Das sollte Russland auch aus pragmatischen Gründen nicht tun, denn nur mit Friedensangeboten kann man die Herzen der Menschen gewinnen, aber nicht mit Terror und Angst. In diesem tragischen Bürgerkrieg auf den Territorien, die vor noch nicht allzu langer Zeit Teil Russlands waren, hat Russland Wichtigeres zu tun, als sich an vermeintlichen Überläufern mit Banditen-Methoden zu rächen.


Von Wladislaw Sankin am 12.April unter Link ...jetzt anmelden!
NEUER BEITRAG30.04.2024, 21:59 Uhr
EDIT: arktika
30.04.2024, 22:05 Uhr
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arktika

Ukrainische FaschistInnen auch anderswo sehr aktiv! Ist zwar an sich nichts Neues, aber dieser weit außerhalb des Staatsgebiets der Ukraine stattgefunden habende Angriff auf einen antifaschistischen US-amerikanischen Journalisten, ist schon eine dreiste Nummer: Ein ordnungsgemäß akkreditierter Journalist wird auf einer pronaziukrainischen internationalen Konferenz in den USA von einem der dort anwesenden ukrain. FaschistInnen körperlich angegriffen u. zusammengetreten. Pikant am Rande: Dieser Fascho ist Chef einer ukrain. Propagandafirma "Stop Fake", deren Tätigkeit u. a. darin besteht, historische und andere Dokumente, die die Verbrechen von Nazis belegen, als 'Fake' zu "beweisen". Ob ihm das in diesem Falle auch gelingen wird, ist wohl eher fraglich ... An einer entsprechenden Verfälschung des Ablaufs arbeiten die KongreßveranstalterInnen jedoch schon: »Er hat einen unserer Teilnehmer provoziert, und es ist ihm gelungen, ihn in Schwierigkeiten zu bringen«.

Susann Witt-Stahl schreibt zu diesem Angriff (und der Konferenz) in der heutigen junge Welt:

Bandera-Lobby greift an
USA: Experte für ukrainischen Faschismus, Moss Robeson, von Nationalisten attackiert und verletzt


Namhafte Vertreter der internationalen Ukraine-Kriegs- und Bandera-Lobby kamen am 16. April in Washington D. C. zur Konferenz »Russlands Bruchstelle und die Politik des Westens« zusammen. Auf der Rednerliste fanden sich Ilja Ponomarjow, Initiator der von Neonazis durchsetzten »Legion Freiheit Russlands«, sowie Walter Zaryckij, Vorstand diverser Fassadenstrukturen des Bandera-Flügels der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN-B). Ebenso der ehemalige Direktor der Heinrich-Böll-Stiftung in Kiew, Sergej Sumlenny, der den Vernichtungsantisemiten Stepan Bandera als »Freiheitschampion« verehrt. Veranstalter war die Jamestown Foundation, eine 1984 mit Unterstützung der CIA gegründete neokonservative Denkfabrik, in Kooperation mit dem »Forum der Freien Völker Postrusslands«, das für den Wiederaufbau der 1946 von der OUN-B ins Leben gerufenen antikommunistischen Internationale »Antibolschewistischer Block der Nationen« wirbt.

Nach der Mittagspause trat plötzlich eine Sprecherin der Organisatoren auf die Bühne und warnte die Teilnehmer vor dem »russischen Troll« Moss Robe­son, der in Wirklichkeit US-Amerikaner, unabhängiger investigativer Publizist und jW-Autor ist und ordnungsgemäß für die Konferenz akkreditiert war. »Er hat einen unserer Teilnehmer provoziert, und es ist ihm gelungen, ihn in Schwierigkeiten zu bringen«, so die – wie etwa Videoaufzeichnungen belegen dürften – verkehrte Darstellung eines Vorfalls, der sich kurz zuvor ereignet hatte: Marko Suprun, Chef der in Kiew ansässigen und als »Faktenchecker« getarnten Kriegspropagandafabrik »Stop Fake«, hatte Robeson mit »Das ist der Kerl! Das ist der Kerl!«-Gebrüll vor die Saaltür gezerrt, wo er völlig durchdrehte: Er würgte Robeson mit beiden Händen, warf ihn zu Boden und trat auf ihn ein.

Dieser Übergriff markiert einen (vorläufigen) Höhepunkt von Anfeindungen gegen den in New York lebenden Experten für den ukrainischen Faschismus, der im Oktober 2023 auf der jW-Konferenz »Der Bandera-Komplex« in Berlin zwei Vorträge gehalten hatte. Robeson hat in den vergangenen Jahren eine Reihe kompromittierender Fakten vor allem über die wachsenden Verflechtungen zwischen der ­OUN-B, verbündeten Neonazinetzwerken und Politikern, Militärs, Denkfabriken von NATO-Ländern (darunter auch Deutschland) sowie deren Einflusssphären enthüllt. Entsprechend nervös und gereizt reagieren die weitgehend klandestin arbeitenden Bandera-Lobby-Seilschaften: Laut Robeson hatte ein führender Kopf der OUN-B in den USA ihm bereits 2021 gedroht: »In Washington gibt es jemanden, der dich in die Luft jagen wird.«

Auch über Marko Suprun und dessen Frau Ulana, die 2016 bis 2019 Gesundheitsministerin der Ukraine und ebenfalls auf der Konferenz anwesend war, hat Robeson unappetitliche Wahrheiten ans Tageslicht befördert: Das Paar unterhält ebenso enge Verbindungen zur OUN-B und zur militanten Neonaziszene der Ukraine, beispielsweise zu Führern des Rechten Sektors und zur für ihre Menschenjagden auf Roma berüchtigten Schlägergang »C14«, wie zur US-Rüstungsindustrie – Ulana Supruns Vater George Jurkiw war Generalmanager des Technologielieferanten für die »Abrams«-Panzer, North American Controls.

Besonders heikel: Supruns »Stop Fake«-Projekt, das mit Facebook kooperiert, wird unter anderem vom CIA-Thinktank National Endowment for Democracy, dem Außenministerium der Tschechischen Republik, der britischen Botschaft sowie George Soros’ International Renaissance Foundation gefördert – obwohl die Leugnung der Kollaboration der OUN-B mit Hitlerdeutschland in der Vergangenheit und antisemitischer Übergriffe von ukrainischen Neonazis in der Gegenwart zum Kerngeschäft der NGO gehört. Historische und andere Dokumente, die die Verbrechen von Nazis belegen, werden von Suprun regelmäßig als »Fake« deklariert. Nach seinem gewalttätigen Ausraster wurde er von am Veranstaltungsort anwesenden Polizeibeamten in Handschellen abgeführt, und Robeson musste im Hospital untersucht werden. Derzeit wird gegen Suprun wegen Körperverletzung ermittelt.


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