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NEUER BEITRAG17.02.2024, 14:00 Uhr
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17.02.2024, 14:07 Uhr
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False-Flag-Aktion ukrainischer Faschisten

Schüsse in den Rücken: Indizien sprechen gegen Regierungsmassaker auf Kiewer Maidan 2014

Von Reinhard Lauterbach

Ende Januar 2014 schien sich der »Euromaidan« auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz totzulaufen. Der Platz und die auf ihn zulaufenden Straßen waren mit Militärzelten zugestellt, in denen finstere Gestalten mit Macheten im Gürtel schliefen. »Bitte um Spenden für Zigaretten und Munition«, schrieb die »Wolhynische Abteilung der Ukrainischen Aufstandsarmee« auf ein Pappschild vor ihrem Zelt. Die Waffen müssen sie damals also schon gehabt haben. Welche politischen Ziele sie hatten, wusste keiner der Befragten.

Wen man auf dem Boulevard Chreschtschatik traf, gehörte zum Fußvolk, rekrutiert für 20 US-Dollar am Tag unter westukrainischen Arbeitslosen. Die Fäden dahinter zogen mit Präsident Wiktor Janukowitsch um den Zugriff auf die Volkswirtschaft konkurrierende Oligarchen, die auch die Versorgung des Zeltlagers mit Essen und Brennholz sicherstellten. Gutbürgerliche Frauen aus der »Zivilgesellschaft« schmierten Brote und verteilten Suppe. Abends gingen sie wieder nach Hause. Die Polizei blieb merkwürdig passiv – es gab offensichtlich selbst in Janukowitschs Umgebung Sympathisanten der anderen Option. Im Januar hatte es heuchlerische Aufregung gegeben, als die Regierung ein Bewaffnungs- und Vermummungsverbot für Demonstrationen erließ, wie es in der BRD seit den 70er Jahren Standard ist und sowieso nie durchgesetzt wurde.

Mitte Februar begannen nahkampfgeschulte Aktivisten, Polizeisperren zwischen dem Maidan und dem Regierungsviertel mit Brandsätzen zu attackieren. Dabei wurden auch Mischungen mit Phosphor eingesetzt. Am Morgen des 20. Februar fielen dann gegen acht Uhr die ersten Schüsse. Sie trafen zuerst Polizisten, die rund um den Unabhängigkeitsplatz stationiert waren; es gab unter ihnen Tote und Verletzte. Die Schüsse kamen, wie sich inzwischen herausgestellt hat, aus mehreren Gebäuden, die von Maidan-Aktivisten kontrolliert wurden. Insbesondere dem Hotel »Ukraina«, wo sich die faschistische Swoboda-Partei einquartiert hatte, und dem daneben liegenden Konservatorium, das von Julija Timoschenkos »Vaterlandspartei« kontrolliert wurde.

In dem Durcheinander und der beginnenden Panik forderte die Regie auf der Bühne die Demonstranten auf, sich zum Regierungsviertel über die Institutska-Straße in Bewegung zu setzen. Hier wurden Dutzende von Demonstranten durch Schüsse getötet oder verletzt. Aber die Schusskanäle und die Art der Wunden deuteten schnell darauf hin, dass sie nicht von vorn – durch die hinter einer Kette von Lkw verschanzte – Polizei abgefeuert worden sein konnten, denn das ganze spielte sich im toten Winkel ab.

Vielmehr kam das Feuer wieder von hinten, wieder aus dem Hotel »Ukraina« und dem Konservatorium sowie dem Gewerkschaftshaus, wo der »Rechte Sektor« sein Hauptquartier hatte. Der ukrainisch-kanadische Politikwissenschaftler Ivan Katchanovski hat das über Jahre aus Hunderten von mit Timecodes versehenen Videoberichten und anderen Quellen minutiös recherchiert. Er führt starke Indizien dafür an, dass auch westliche Politiker vorher von dem geplanten Sturm und dem Schusswaffengebrauch informiert waren. Die Täter wurden gedeckt und verschwanden spurlos, kein einziger Polizist ist bis heute verurteilt worden. Die offizielle Legende vom Janukowitsch-Massaker war offenbar sogar für die ukrainische Justiz nicht zu beweisen.

Aber die Fakten waren geschaffen. Janukowitsch floh, und der gesamte Westen erkannte das aus dem Maidan hervorgegangene Regime sofort an, obwohl drei EU-Außenminister – Frank-Walter Steinmeier, Radosław Sikorski und Laurent Fabius – noch einen Tag vor dem Massaker mit Janukowitsch einen vorzeitigen Amtsverzicht ausgehandelt hatten. Aber ein Kompromiss war von seiten der USA (»Fuck the EU«) und den ukrainischen Faschisten nicht mehr gewünscht.


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NEUER BEITRAG17.02.2024, 14:04 Uhr
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FPeregrin

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»Sieg der Ideen«

Zur Rolle des Bandera-Flügels der Organisation Ukrainischer Nationalisten bei der »Revolution der Würde«

Von Moss Robeson

Die Bandera-Fraktion der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN-B) spielte bei der auch als »Euromaidan« bekannten »Revolution der Würde« eine zentrale Rolle. Ihr Hauptquartier liegt keine 20 Minuten Fußweg vom Maidan Nesaleschnosti in Kiew entfernt. Miteigentümer des Gebäudes ist eine in München angesiedelte Fassadenstruktur der OUN-B. Der Unabhängigkeitsplatz war ab Winter 2013 ­Zentrum der »Euromaidan«-Proteste, die im Februar 2014 in einem Putsch von welthistorischer Bedeutung gipfelten.

Speerspitze der Rechten

Trisub, der ehemalige paramilitärische Arm der OUN-B, der seit seiner Gründung 1993 eng mit einer nationalistischen Fraktion des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) kooperierte, bildete die Speerspitze des Rechten Sektors. Diese Sammelbewegung faschistischer und anderer ultrarechter Organisationen führte die gewalttätigen Straßenschlachten auf dem Maidan an. Eine direktere Rolle spielte die OUN-B im weniger bekannten, aber wichtigen »Zivilen Sektor des Maidan«, der laut der vorwiegend von der US-Regierung finanzierten NGO Freedom House das Protestcamp »für viele Wochen zu einem sozial nachhaltigen Organismus geformt hat«. So gehörte etwa der banderistische »Erinnerungszar« der Ukraine, Wolodimir Wiatrowitsch, dem »zivilen Sektor« an und soll einen der Maidan-Bataillone befehligt haben. Die OUN-B hatte auch einige hochrangige Mitglieder in der faschistischen Swoboda-Partei, darunter deren Ideologe Olexander Sitsch, der 2014 erster stellvertretender Ministerpräsident der Ukraine wurde. Ebenso Jurij Sirotiuk, Leiter der Abteilung für politische Bildung von Swoboda, von dem der Begriff »Revolution der Würde« stammen soll.

Andrij Lewus, der 2022 öffentlich bekanntgab, dass er Vizevorsitzender der internationalen OUN-B ist, war über lange Jahre Assistent des Kommandeurs der »Maidan-Selbstverteidigungskräfte«, Andrij Parubij, der auch zu den Mitbegründern der Sozial-nationalen-Partei, Vorläufer von Swoboda, gehörte. 2013 arbeitete Lewus eng mit dem Politiker und Ex-SBU-Beamten Sergij Bondartschuk zusammen, der Anfang November den »Beginn des ›Euromaidan‹« angekündigt hatte. Noch im selben Monat richteten die beiden im Rahmen ihrer Kampagne »Eurooffensive« ein Informationszentrum auf dem Unabhängigkeitsplatz ein. Dieses wurde vor allem als Rekrutierungsbüro für die »Maidan-Selbstverteidigung« genutzt. Während des mysteriösen Scharfschützenmassakers am 20. Februar 2014, das den Staatsstreich ermöglichte, verhandelte Andrij Lewus mit einem Regierungsbeamten über einen Waffenstillstand. Gegenüber der New York Times erklärte er, dass er auf eine weitaus blutigere Konfrontation vorbereitet gewesen sei. Nach der »Revolution« wurde er zum stellvertretenden Direktor des SBU ernannt.

Koordination des Maidan

Am 22. November 2013, dem Tag nach dem ersten »Euromaidan«-Protest, fand in der OUN-B-Zentrale in Kiew ein Treffen des World Council of Ukrainian Statehood Organizations statt, der früher unter dem Namen World Ukrainian Liberation Front bekannt war. Dabei handelt es sich um das internationale Koordinierungsgremium der Fassadenstrukturen der OUN-B, die während des Kalten Krieges Befehle aus München erhalten hatten. Die Diasporaführer der OUN-B kamen zu diesem Banderistenkonklave und bildeten auch – an der Seite des künftigen Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk und Witali Klitschkos, der im Mai 2014 Bürgermeister von Kiew wurde – die Spitze des »Holodomor«-Gedenkmarschs. Im Dezember gründeten ein Politiker der Swoboda-Partei und zwei OUN-B-Mitglieder, darunter Stefan Romaniw, Banderisten-Führer aus Australien und langjähriger Vorsitzender des Ukrainischen Weltkongresses, ein Koordinationszentrum für den »Euromaidan«, um die ukrainische Diaspora vor allem in nordamerikanischen Metropolen wie New York, Chicago und Toronto zu mobilisieren. Anfang 2014 unternahm mit Oleg Medunizja – mittlerweile ist er Vorsitzender der OUN-B international – ein weiterer stellvertretender Kommandeur der »Maidan-Selbstverteidigung« eine Reise zwecks Spendenakquise durch Nordamerika.

Drohung an Selenskij

Nach dem Machtwechsel übernahmen die Banderisten das Ukrainische Institut für Nationale Erinnerung in Kiew, ebenso das Bildungs- und Gesundheitsministerium. Der von den Banderisten durchsetzte »Zivile Sektor des Maidan« schuf das vom Westen finanzierte »Reanimationspaket der Reformen«, mit dem die Banderisierung der staatsoffiziellen ukrainischen Gedächtnispolitik vorangetrieben wurde. Bei den Wahlen 2014 wurden die OUN-B-Führer Oleg Medunizja und Andrij Lewus, die auf der Liste der nationalistischen »Volksfront« von Arsenij Jazenjuk kandidierten, in die Werchowna Rada gewählt. Fünf Jahre nach dem Putsch drohte die OUN-B mit einer weiteren »Revolution«. Diesmal gegen den neugewählten Präsidenten Wolodimir Selenskij – für den Fall, dass er sein Versprechen halten und den im Osten tobenden Bürgerkrieg mit einer Verhandlungslösung beenden würde. Die »Kapitulationswiderstandsbewegung« wurde von Andrij Lewus angeführt. Um den Friedensprozess im Bündnis mit anderen Faschisten zu blockieren, nutzten sie die Adresse des OUN-B-Hauptquartiers und agierten Hand in Hand mit einem weiteren von Parubijs Assistenten, der zuvor als internationaler Sekretär der »Maidan-Selbstverteidigung« fungiert hatte. Als russische Truppen 2022 in die Ukraine einmarschierten, rechneten es sich die Banderisten als Verdienst an, die Regierung in Moskau provoziert zu haben, und erklärten: »Unser Sieg ist der Sieg unserer Ideen.«


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NEUER BEITRAG20.02.2024, 19:02 Uhr
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Textsammlung faschistische Bewegung Ukraine (3) jW heute:

Faschisten auf dem Rückzug

Ukraine: Entsendung von Neonazitruppe hat russische Einnahme Awdijiwkas nicht verhindert

Von Susann Witt-Stahl

Die ganz große Schlacht in der nördlich von Donezk gelegenen Kleinstadt ist ausgeblieben. »Angesichts der operativen Lage um Awdijiwka« hat der neue Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Alexander Sirskij, am Sonnabend den Rückzug beschlossen. Vorher hatte die deutsche Presse sich schon in schwülstiger Untergangsästhetik gesuhlt, die »Awdijiwka-Hölle« (Tagesspiegel) und den »Russenkessel« (Welt) als nächstes Stalingrad ausgemacht und der dorthin entsandten 3. Sturmbrigade als Retter in der Not gehuldigt. Was in den Namen einiger ihrer Züge, »Wolfsrudel« und »Galizien«, anklingt, aber fast einhellig verschwiegen wurde: Diese »Eliteeinheit« ist eine Neonazitruppe.

Die »3. separate Sturmbrigade« wurde im März 2022 – zunächst als Regiment der Territorialverteidigungskräfte – aufgestellt, nachdem Angehörige der »Asow«-Bewegung und Veteranen von deren Kampfeinheit in der Nationalgarde, die damals in Mariupol vor der Einkreisung stand, sich neu formiert hatten. Die frischen Kräfte, die sich in Kiew, Sumi und Charkiw sammelten, wurden in die Spezialeinsatzkommandos der Armee integriert, schließlich zur Brigade aufgebaut, als mobile Truppe ausgebildet und ausgerüstet, um eigenständig Operationen durchführen zu können.

Die 3. Sturmbrigade war an den meisten Brennpunkten des Krieges, etwa in Butscha, Irpin, Saporischschja, Cherson und Bachmut im Einsatz. Mittlerweile verfügt sie über US-amerikanische M2-»Bradley«-Kampffahrzeuge, Browning-M2-Maschinengewehre und andere Waffen aus dem Westen. Im Dezember hatte sie sich nach Kramatorsk zu Übungen zurückgezogen. Als sich die Lage in Awdijiwka dramatisch verschärfte, ging es wieder an die Front.

Die vielfach verbreitete Behauptung des Establishments von Medien und Denkfabriken in den NATO-Ländern, die »Asow«-Kampfverbände seien mit der Eingliederung in die regulären ukrainischen Streitkräfte »entnazifiziert« worden, wird durch Fakten widerlegt: Gründer der 3. Sturmbrigade und Kommandeur ihrer »Taktischen Einheit A« ist Andrij Bilezkij, einer der mächtigsten Faschisten des Landes und Architekt des im März 2022 verabschiedeten »Antikollaborationsgesetzes«, mit dem praktisch jeder Kontakt nach Russland kriminalisiert werden kann. Er ist auch Verfasser des Grundsatzprogramms der nazistischen Organisation »Patriot der Ukraine« von 2008, in dem er, wie schon die Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) in den 1940er Jahren, für eine »rassisch gesäuberte« Nation auf dem »Fundament des Blutes« warb.

»Die Führer der OUN Stepan Bandera, Roman Schuchewitsch, Jewgen Konowalez, Andrij Melnik und andere haben klar verstanden, dass wir für den Willen der Ukraine kämpfen müssen«, verkündete Bilezkij 2023 zum offiziellen 81. Jahrestag der Gründung der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA), die als bewaffneter Arm der OUN am Holocaust beteiligt war. Ähnlich äußerte sich der in diesen Tagen von der westlichen Presse häufig zitierte Vizekommandeur der 3. Sturmbrigade, Maxim Schorin, ehemaliger Leiter der Zentrale der »Asow«-Partei »Nationales Korps«, die 2019 den Widerstand gegen die Umsetzung des Minsk-II-Abkommens mitorganisierte: »Die Streitkräfte der Ukraine haben ihr ideologisches Erbe von der OUN«, erklärte er am 3. Februar 2024 zu deren 95. Geburtstag und forderte, den »Tod der großen Ritter zu rächen und das von früheren Generationen begonnene Werk zu vollenden«.

Auch auf ihrer Homepage und ihren Social-Media-Kanälen betont die 3. Sturmbrigade nicht nur, dass sie nach wie vor »dieselben Prinzipien« wie die »ganze ›Asow‹-Bewegung« habe, sondern ihr Vorbild Stepan Bandera sei: »In seinem Namen ließen sich moderne Generationen von Nationalisten inspirieren, und sein Bild versetzt heute 146 Millionen Menschen (in Russland, jW) in Angst und Schrecken«, heißt es auf dem Telegram-Kanal der Einheit über den Hitler-Kollaborateur und Vernichtungsantisemiten.

Und so feiern Krieger der 3. Sturmbrigade – in einem pathetischen Video, das bereits einen Tag nach seiner Veröffentlichung 1,5 Millionen Zuschauer hatte – die hohen Verluste des Feindes, beschwören »den süßen Tod« auf dem Schlachtfeld und skandieren: »Ukraine über alles!«


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NEUER BEITRAG20.02.2024, 19:11 Uhr
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Wenn ich mir die Werbung für diesen famosen Verein (s.u.) angucke und ich davon ausgehen muß, daß die so erfolgreich Angeworbenen nicht nur töten, sondern in nicht so geringem Umfang selbst ins Gras beißen, dann beruhigt mich der Gedanke, daß dieser Krieg zumindest in diesem Sinne einen antifaschistischen Charakter trägt, daß er zu einem gewissen größeren Aderlaß im Bestand der regionalen Soziopathen und antisozialen Elementen beiträgt. Das ist nicht nichts!
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