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NEUÜber Die Ukraine hinaus
  [8 pics,15 files] begonnen von Dima am 20.02.2022  | 224 Antworten
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NEUER BEITRAG17.02.2024, 14:34 Uhr
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FPeregrin

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Überraschung für westliche Beobachter

Dagegen reibt sich gerade der britische Guardian die Augen, dass Russland überraschend viele Rüstungsgüter herstellen kann. Da könnte man zynisch anmerken, dass der Guardian anscheinend in der Vergangenheit den eigenen Maßnahmen im Informationsumfeld Glauben geschenkt hat.

Die teuren "Boutique-Waffen" nutzen der Ukraine nichts, wenn es niemanden gibt, der diese auch bemannen kann. Und hier wird das Delta zwischen den in der Ukraine kämpfenden russischen Truppen und der ukrainischen Armee immer größer. Der Militäranalyst Konrad Muzyka sieht das Kräfteverhältnis zurzeit bei etwa "1 zu 2" zugunsten Russlands.

Kombiniert mit einer immer drückender werdenden russischen Waffenübermacht ergibt sich eine Todesspirale für die Ukrainer: die Berichte, nach denen Russland ein Vielfaches an Verlusten im Vergleich zur Ukraine zu beklagen hat, dürften Maßnahmen im Informationsumfeld sein.

Bei einer sachlichen Einschätzung wäre zu berücksichtigen, dass eine fünffache Menge an verschossenen Granaten grob eine fünffache Verlustzahl beim Gegner hervorruft und dass Hunderte eingesetzte Gleitbomben vonseiten der russischen Armee gegenüber keiner Gleitbombe aufseiten der ukrainischen Verteidiger täglich eben auch ein Verlustverhältnis ausdrücken.

Nur bei den Drohnen sieht dieses Missverhältnis nicht ganz so schlimm aus, doch auch hier kann die russische Militärführung zahlenmäßig mehr Einheiten zum Einsatz bringen – mit der Folge von an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr Opfern auf ukrainischer Seite.

Die hier zusammengestellten Informationen speisen sich aus folgenden OSINT-Quellen: Weeb Union, Military Summary Channel, Suriyakmap, Deepstatemap, Remilind23, Noel Reports, simplicius76, Militaryland, Red Fish Bubble 2.1 (geschlossene Gruppe).


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NEUER BEITRAG18.03.2024, 23:00 Uhr
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Lars

Über Die Ukraine hinaus Im Göttinger Käseblatt gab es ein Interview mit dem General (aD) Vad. Dieser war in Göttingen und hat sich deshalb geäußert. Er ist ein Vertreter der Nachkriegs-Bundeswehr im Fahrwasser der Honoratiorenpartei CDU, ehemals Berater von Kanzlerin Merkel. Er ist garnicht unser Freund, für Bundeswehr und Rüstung undsoweiter. Dennoch ergaben sich hier einige interssante Aussagen, weshalb das lesenswert ist:
• PDF-Datei GT 20240318 Interview mit Geral Vad.pdf
1,4 MB | application/pdf
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NEUER BEITRAG28.04.2024, 12:39 Uhr
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arktika

Großer Angriff auf Krim-Brücke Anfang Mai? Ist von Seiten des Westens Anfang Mai ein erneuter, diesmal "massiver" Angriff auf die Krim-Brücke geplant? Nach einer - allerdings nicht überprüften - Meldung auf einem ukrain. Telegram-Kanal "JA".
RTdeutsch schreibt dazu am 27.04.:

Bericht: US-Regierung stimmt massivem Angriff auf Krim-Brücke zu

Laut einem Bericht des ukrainischen TG-Kanals "Resident" hat die Biden-Administration einem massiven ukrainischen Angriff auf die Krim-Brücke unter Verwendung von ATACMS-Raketen zugestimmt. Mit der Planung des Angriffs seien der MI-6 und die NATO befasst, heißt es weiter.


Wie der ukrainische Telegram-Kanal "Resident" am Sonnabend unter Berufung auf einen Insider der ukrainischen Präsidialverwaltung meldet, soll die US-Regierung einem massiven ukrainischen Angriff auf die Krim-Brücke zugestimmt haben.

Der Angriff soll laut diesem Bericht Anfang Mai stattfinden und werde derzeit vom britischen Geheimdienst MI-6 in Zusammenarbeit mit dem Stab der NATO-Kräfte in Europa detailliert geplant, heißt es in dem Bericht weiter. Die Einzelheiten unterliegen strengster Geheimhaltung, selbst der ukrainische Generalstab sei vorerst nicht eingeweiht.

Überprüfbar ist dieser Bericht aktuell nicht, die auf dem TG-Kanal "Resident" als Insiderinformationen aus den engen Zirkeln des Kiewer Regimes veröffentlichten Informationen und Vorhersagen hatten in der Vergangenheit jedoch ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und erhielten später häufig Bestätigung aus offiziellen Quellen oder in der Lebenswirklichkeit.

Die Krim-Brücke (auch Kertsch-Brücke genannt), die das russische Festland mit der Halbinsel verbindet, ist von Anfang an aufgrund ihrer hohen Symbolkraft bevorzugtes Ziel ukrainischer Angriffe. Im Oktober 2022 explodierte ein mit Sprengstoff beladener Lkw auf ihr, vier Zivilisten sowie der Fahrer kamen dabei ums Leben. Die Brücke war danach kurzzeitig gesperrt und war während der langwierigen Reparaturarbeiten monatelang nur eingeschränkt nutzbar. Zum zweiten Mal wurde die Brücke im Juli 2023 bei einem Drohnenangriff beschädigt. Ein Elternpaar kam dabei ums Leben, die minderjährige Tochter des Paares wurde schwer verletzt. In einem TV-Interview Anfang April des laufenden Jahres hat sich der Chef des ukrainischen Geheimdienstes SBU Wassili Maljuk zu beiden Anschlägen bekannt.

Daneben gab es weitere, erfolglose Angriffe auf die Brücke mit Drohnen und Raketen. Russland vermutet seit Langem, dass diese Angriffe vom westlichen Militär und/oder westlichen Geheimdiensten gesteuert und koordiniert werden. Bei jedem Angriff ist verstärkte Aktivität US-amerikanischer Luftüberwachungsdrohnen über dem Schwarzen Meer feststellbar.

In dem vorstehend erwähnten Interview hat der SBU-Chef Maljuk zugleich erklärt, dass Russland die Krim-Brücke aktuell nicht für militärische Transporte nutze. Experten sind sich einig, dass sie ihre ursprüngliche militärstrategische Bedeutung verloren hat, nachdem Russland seit 2022 über einen sicheren Landweg auf die Halbinsel durch die neuen Regionen Saporoschje und Cherson verfügt.

In einer abgehörten und Anfang März von RT-Chefin Margarita Simonjan veröffentlichten Telefonkonferenz diskutierten deutsche Luftwaffenoffiziere die Möglichkeit der Zerstörung der Krim-Brücke mithilfe von Taurus-Marschflugkörpern. Auch sie waren sich einig, dass die Brücke in erster Linie zivil genutzt wird.

Anfang der Woche bestätigte das Pentagon die Lieferung von ATACMS-Raketen an die Ukraine. Diese verfügen über ähnliche Eigenschaften wie deutsche Taurus-Marschflugkörper und sind daher ebenso in der Lage, die Krim-Brücke im Rahmen eines massiven kombinierten Angriffs zu zerstören, so wie es die deutschen Luftwaffenoffiziere modelliert hatten. Laut eines Berichts der New York Times vom Donnerstag der laufenden Woche ist das erklärte Ziel der Lieferung von Raketen mit größerer Reichweite wie ATACMS an die Ukraine, "mehr Druck auf die Krim auszuüben, wo Russland im Moment einen relativ sicheren Zufluchtsort hat". Die NYT beruft sich dabei auf einen namentlich nicht genannten Pentagon-Beamten.

Die ATACMS-Raketen, die eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern haben sollen, wurden im Rahmen eines von US-Präsident Joe Biden Mitte März genehmigten Waffenpakets im Wert von 300 Millionen US-Dollar an die Ukraine geliefert. Am Mittwoch bestätigte auch der Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus Jake Sullivan diese Lieferung. US-Vertreter weigern sich jedoch, die genaue Modifikation und Reichweite der gelieferten Waffen offiziell zu kommentieren.

Auch der britische Guardian meldete Anfang April, die Ukraine werde "in der ersten Jahreshälfte 2024" die Krim-Brücke angreifen und zerstören. Der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR, Kirill Budanow, hatte zuvor mit einer "ernsthaften Operation" gegen die Krim gedroht. In einem ARD-Interview, in dem sich der Tagesschau-Reporter Wassili Golod geradezu empört darüber zeigte, dass die Krim-Brücke noch steht, bestätigte Budanow Anfang April, dass man an ihrer Zerstörung "arbeite".


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#KrimBruecke

Ähnliches soll zuvor auch schon der Guardian berichtet haben
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NEUER BEITRAG28.04.2024, 23:28 Uhr
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arktika

Über Die Ukraine hinaus Wie läßt sich die Niederlage der Ukraine (und damit des "Westens") im aktuellen Krieg noch abwenden? Geht das überhaupt noch? Die Antwort dürfte ein klares NEIN sein. Warum? Darüber gibt ein Artikel auf german-foreign-policy vom 17. April Antwort:

„Die Ukrainer im Kampf halten“
G7-Außenminister suchen nach Optionen, eine Kriegsniederlage der Ukraine abzuwenden. Experten urteilen, Russland könne schon in Kürze ein Durchbruch durch die Front gelingen.


BERLIN/KIEW (Eigener Bericht) – Vor dem heute auf Capri beginnenden Treffen der G7-Außenminister werden in der Ukraine wie auch in westlichen Staaten offene Warnungen vor einer ukrainischen Kriegsniederlage laut. Kiew sei „in ernster Gefahr“, den Krieg im Lauf des Jahres zu verlieren, erklärte am Wochenende ein hochrangiger britischer Militär. Bereits zuvor hatten ukrainische Offiziere gewarnt, die russischen Streitkräfte könnten schon bald fähig sein, die Front „an einigen Stellen zu zerschlagen“. Ein russischer Durchmarsch in weite Teile der Ost- und sogar der Zentralukraine wird nicht mehr ausgeschlossen. Experten kritisieren, im Westen habe man sich „die Lage der Ukraine von Anfang an schöngeredet“. Ukrainische Offiziere monieren, die Wirkung westlicher Waffen werde– in traditioneller Selbstgewissheit – oft überschätzt; so hätten russische Militärs beispielsweise gelernt, wie sich Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow oder SCALP mit einer starken Trefferquote ausschalten ließen. Die G7-Außenminister suchen nun nach Optionen, einen Kollaps der ukrainischen Front zu verhindern. Außenministerin Baerbock schlägt ein womöglich weltweites „Mapping aller Patriot-Systeme“ vor.

Russland vor der Offensive


Einschätzungen, laut denen die ukrainischen Truppen ihre Stellung an der Front nicht mehr lange halten könnten und ein russischer Durchbruch mit vielleicht weitreichenden Folgen in den kommenden Wochen und Monaten gut möglich sei, werden schon seit einigen Wochen geäußert. So zitierte etwa das Springer-Onlineportal Politico Anfang April hochrangige ukrainische Offiziere mit der Äußerung, die russischen Streitkräfte würden bald in der Lage sein, „die Frontlinie zu durchdringen und sie an einigen Stellen zu zerschlagen“.[1] Am Wochenende bestätigte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Generaloberst Olexander Syrskyj, die Situation an der Front im Osten des Landes sei „in den vergangenen Tagen beträchtlich angespannter“ als zuvor; dies liege daran, dass die russischen Streitkräfte nach der Präsidentenwahl in Russland ihre Offensivhandlungen „signifikant“ ausgeweitet hätten.[2] Auch westliche Militärs beginnen sich offener zu äußern. So zitierte die BBC den ehemaligen Befehlshaber des Joint Forces Command, Richard Barrons, mit der Aussage, die Ukraine sei „in ernster Gefahr“, den Krieg im Laufe des Jahres zu verlieren.[3] Barrons schloss einen Durchbruch der russischen Streitkräfte durch die Front und anschließend ihren kaum zu stoppenden Vormarsch ins Zentrum der Ukraine nicht aus.

Angriffe auf Kraftwerke

Während seiner Vorbereitung auf die Offensive hat Russland in den vergangenen Wochen umfassende Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung durchgeführt. Dabei griffen die russischen Streitkräfte nicht mehr – wie noch im vergangenen Winter – Umspannwerke und Transformatoren an, sondern konventionelle Kraftwerke. Zuletzt wurde in der Nacht vom 10. auf den 11. April das Wärmekraftwerk Trypillja komplett zerstört, das unter anderem die Region Kiew versorgte; kurz zuvor war das Wärmekraftwerk Smijiw zerstört worden, das die Region Charkiw mit Energie bediente. Mittlerweile sind laut offiziellen Angaben 80 Prozent der ukrainischen Wärmekraftwerke nicht mehr funktionsfähig; die Reparatur dürfte – anders als im Fall der beschädigten Umspannwerke und Transformatoren – Jahre dauern.[4] Über die hinter den Angriffen steckende Strategie urteilen Experten der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), zum einen handle es sich wohl um Vergeltung für die ukrainischen Angriffe auf russische Erdölraffinerien. Zum anderen gehe es darum, die Regierung in Kiew vor die Wahl zu stellen, „entweder die Rüstungsindustrie oder die Bevölkerung zu versorgen“; beides zugleich sei wohl nicht mehr möglich.[5] Ausfälle in der Rüstungsindustrie schwächten die Fähigkeit der Ukraine, sich gegen die wohl bald bevorstehende russische Offensive zu verteidigen.

„Von Anfang an schöngeredet“

Mit Blick auf die sich abzeichnende russische Offensive üben Militärs scharfe Kritik an der bisherigen westlichen Einschätzung des Ukraine-Kriegs. So urteilt zum Beispiel Markus Reisner, ein Offizier des österreichischen Bundesheeres, der an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt lehrt und mit seinen Analysen des Kriegsgeschehens in der Ukraine bekannt geworden ist: „Wir haben uns die Lage der Ukraine von Anfang an schöngeredet“.[6] So seien „die Ressourcen, die von außen in das Land geflossen sind“, von Beginn an „unzureichend für einen Abnutzungskrieg“ gewesen, „und dieser läuft etwa seit April 2022“. Auch über den Zustand der russischen Streitkräfte seien Illusionen geschürt worden. So sei viel über einen Angriff auf eine russische Kaserne berichtet worden, bei dem viele russische Soldaten zu Tode kamen; er wurde durch leichtsinnigen Umgang russischer Militärs mit Privathandys ermöglicht. Im Westen sei anschließend der Eindruck erweckt worden, Leichtsinn sei in den russischen Streitkräften „ein Trend“ – dabei sei der Fall „ein Einzelfall“ gewesen. „Wir haben ein Ereignis herausgenommen und daraus den Zustand der russischen Armee abgeleitet“, konstatiert Reisner; „so naiv“ dürfe man aber niemals sein. Fehleinschätzungen der Kampfkraft der russischen Streitkräfte waren die Folge.

Westliche Waffen überschätzt

Dies gilt laut den ukrainischen Offizieren, die das Springer-Portal Politico befragte, für die Lieferung westlicher Waffen, die auch in deutschen Medien als besonders effizient bezeichnet und auf die große Hoffnungen gesetzt wurden – etwa für Marschflugkörper der Modelle Storm Shadow und SCALP, die von Großbritannien und Frankreich exportiert wurden. Man habe sie sehr „erfolgreich“ eingesetzt, berichtet ein ukrainischer Offizier – allerdings „nur für eine kurze Zeit“.[7] Dann hätten russische Militärs ihre Wirkweise sowie Möglichkeiten für ihre Abwehr untersucht – und sie hätten Wege gefunden, sie zum größten Teil unschädlich zu machen. Reisner berichtet, mittlerweile gelinge es den russischen Streitkräften, „gut 50 Prozent der ukrainischen Flugkörper mit elektronischen Störsystemen herunter[zu]holen“; der Rest werde „dann noch einmal zur Hälfte von der Flugabwehr abgeschossen“.[8] Zwar gelinge den ukrainischen Streitkräften „hier und da ... ein spektakulärer Treffer“; doch genüge das nicht, „um den Gegner zum Einknicken zu bringen“. „Die Russen“, so zitiert Politico ukrainische Offiziere, „lernen immer. Sie geben uns keine zweite Chance.“[9] Man solle „den Hype“, dass sie gleichsam „nur Truppen in den Fleischwolf“ schickten, nicht glauben: „Das tun sie zwar auch ..., doch sie lernen und verfeinern“ ihre Kriegführung.

Ein globales Patriot-Mapping

Der Ukraine-Krieg steht auf der Tagesordnung des Treffens der G7-Außenminister, das am heutigen Mittwoch auf der italienischen Insel Capri beginnt. Um eine ukrainische Niederlage zu verhindern, soll unter anderem nach Möglichkeiten gesucht werden, der Ukraine weitere Flugabwehrsysteme zu liefern. Das deutsche Verteidigungsministerium teilte bereits am vergangenen Samstag mit, es werde eins aus den Beständen der Bundeswehr zur Verfügung stellen. Außenministerin Annalena Baerbock hat sich dafür ausgesprochen, auf dem G7-Treffen über ein europaweites oder gar globales „Mapping aller Patriot-Systeme“ zu diskutieren und die Staaten, die solche besitzen, dazu zu veranlassen, sie Kiew „schnell“ zu überlassen.[10] Zu dem Treffen werden auch der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sowie NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erwartet. Gelinge es nicht, die ukrainische Niederlage zu verhindern, dann könne man keine vorteilhafte Friedensvereinbarung erzielen, wurde der italienische Außenminister Antonio Tajani zitiert: Es gelte, Russland „aus der Ukraine“ herauszubekommen.[11] Wie das gelingen soll, blieb unklar. Schon zuvor hatte der britische Außenminister David Cameron erklärt: „Das Beste, das wir dieses Jahr tun können, besteht darin, die Ukrainer in diesem Kampf zu halten.“[12] Der Westen spielt Va banque.


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NEUER BEITRAG30.04.2024, 13:47 Uhr
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FPeregrin

Über Die Ukraine hinaus tp heute:

Ukraine-Krieg: Planen die USA und die Nato den Einstieg in den Krieg?

30. April 2024 Harald Neuber

US-Verteidigungsexperte: Nato-Kampftruppen bereits in der Ukraine. Parallele zum Vietnam-Krieg. Für die Konfliktparteien ist die Zeit bis zur US-Wahl wichtig.

Je stärker die ukrainischen Truppen im Kampf gegen die russischen Invasoren in die Defensive geraten, desto entschiedener und offener engagiert sich die Nato. Immer wieder wurde in diesem Zusammenhang berichtet, dass auch Soldaten westlicher Armeen an Kampfhandlungen beteiligt sind. Dafür gibt es immer neue Indizien.

Als Anfang März ein Telefonat teils hochrangiger deutscher Militärs von russischer Seite abgehört und der Mitschnitt publiziert wurde, spielte die Anwesenheit westlicher Militärs im ukrainischen Kampfgebiet auch eine Rolle. Die Authentizität der Aufnahmen steht außer Frage, der Inhalt kann also als verlässlich gelten. Im O-Ton hieß es: "Wir wissen ja auch, dass da viele Leute mit amerikanischem Akzent in Zivilklamotten herumlaufen." Und: "Wenn es zum Beispiel darum geht, die Missionsplanung zu machen: Ich weiß, wie es die Engländer machen. Die machen es ja komplett im Reachback. Die wir haben auch paar Leute vor Ort, das machen sie, die Franzosen nicht. Also, sie (supporten) auch die Ukrainer beim Beladen des Skalp, weil sie sagen, Storm Shadow und Skalp ist aus der reinen technischen Perspektive relativ ähnlich. Da haben sie mir schon gesagt: Ja, Herrgott, sie würden auch den Ukrainer beim Taurus-Loading über die Schulter gucken."

Nun sollen Nato-Mitgliedsstaaten begonnen haben, Kampftruppen in die Ukraine zu entsenden. Soldaten aus Polen, Frankreich, Großbritannien, Finnland und anderen Nato-Mitgliedstaaten würden in größerer Zahl im Kriegsland eintreffen. Dies berichtet der ehemalige US-Verteidigungspolitiker Stephen Bryen auf der Plattform Substack und in der Asian Times.

Keine Söldner, sondern reguläre Truppen

Entgegen russischen Behauptungen, es handle sich um über 3.100 Söldner, seien die neu ankommenden Truppen reguläre Soldaten, behauptet Bryen. Sie würden Uniformen und Insignien ihrer Heimatländer tragen. Und: Sie seien hauptsächlich im westlichen Teil des Landes stationiert, obwohl einige von ihnen sich nahe den Kämpfen im Osten befänden.

Die Nato betone, dass diese Soldaten nicht zum Kampfeinsatz in der Ukraine seien, sondern zur Bedienung westlichen militärischen Geräts. Bryen argumentiert jedoch, dass, wenn sie auf die Russen schießen, ihre Anwesenheit als aktive Beteiligung am Krieg interpretiert werden muss.

In diesem Zusammenhang zieht er Parallelen zum Vorgehen der USA während des Vietnam-Krieges (1955-1975). Auch damals seien Militärs offiziell als "Berater" entsandt wurden. Tatsächlich hab es sich um Spezialeinheiten gehandelt, die gezielt an Kämpfen teilgenommen hätten.

Die Biden-Regierung, der Krieg und die US-Wahl

Die US-Regierung unter Präsident Joe Biden hat mehrfach betont, sie sei gegen die Entsendung von Nato-Soldaten in die Ukraine. In seinem Beitrag spekuliert Bryen jedoch, dass Biden auf seine Wiederwahl warten könnte, bevor er den Befehl gibt, US-Soldaten in die Ukraine zu entsenden.

Nach einer Wiederwahl hätte er dafür freie Hand, so Bryen. Die kürzliche Verabschiedung eines 60-Milliarden-US-Dollar-Paketes für die Ukraine deutet darauf hin, dass der US-Kongress wahrscheinlich jede Maßnahme der Biden-Regierung zur "Bekämpfung der Russen" unterstützen würde.

Russland stärker, Nato schwächer?

Laut Bryen fürchten Sicherheitsexperten in den USA einen russischen Sieg in der Ukraine. Dies wäre ein schwerer Rückschlag für die US-Sicherheitsstrategie und könnte sogar das Ende der Nato in ihrer jetzigen Form bedeuten.

Berichten zufolge ist die russische Armee seit Beginn des Ukraine-Krieges um 15 Prozent gewachsen und hat Erfahrungen im Umgang mit hochmodernen US-Systemen gesammelt. Die Nato hingegen hinkt Russland in Bezug auf Waffen, Personal und militärischen Produktionskapazitäten hinterher. Zudem sind die Waffenlager aufgrund von Lieferungen an die Ukraine leer.

Ukraine verliert den Krieg

Im US-Sicherheitsapparat herrscht die Meinung vor, dass die Ukraine ihren Krieg gegen Russland verliert und möglicherweise vor dem Zusammenbruch ihrer Armee steht. Es gibt bereits Berichte, dass einige Brigaden der ukrainischen Streitkräfte Befehle ihrer Kommandanten verweigert haben. Die Russen seien sich dieser Situation bewusst und nähmen zunehmend ausländische Truppen ins Visier, während sie gleichzeitig ukrainische Kampfeinheiten dezimierten.

Ukraine sucht verzweifelt nach neuen Rekruten

Die Ukraine ist verzweifelt auf der Suche nach neuen Rekruten und erhält dabei Unterstützung von Ländern, in denen ukrainische wehrpflichtige Flüchtlinge Unterschlupf gefunden haben. Sowohl Litauen als auch Polen planen, diese Männer in die Ukraine zurückzuschicken. In Deutschland hatte Justizminister Marco Buschmann (FDP) im Dezember versichert, die Bundesregierung werde keine hier lebenden Ukrainer zwingen, in die Ukraine zurückzukehren, um an den Kämpfen teilzunehmen.

Ein Bericht über die Ausbildung ukrainischer F-16-Piloten wirft weitere Fragen auf. Westliche Offiziere, die mit den Ukrainern arbeiten, berichten, dass der Lernprozess aufgrund von Sprachbarrieren und Unkenntnis westlicher Systeme und Kampftaktiken nur langsam voranschreitet. Gerüchten zufolge könnten die F-16s, die im Sommer in der Ukraine eintreffen sollen, von "pensionierten" Piloten europäischer Luftstreitkräfte geflogen werden, so Bryen.

Droht ein größerer Krieg in Europa?

Dem US-Experten zufolge scheint der Nato-Plan zur Abwendung einer Niedelage darin zu bestehen, Lücken in den ukrainischen Streitkräften durch "Berater" zu schließen und auf ein Eingreifen der US-Armee nach den Wahlen im November zu warten.

Die Russen seien sich dessen bewusst. Sie versuchten daher, die ukrainische Armee zum Zusammenbruch zu bringen, bevor Biden womöglich in eine weitere Amtszeit geht.

"Wenn die Russen erfolgreich sind, wird ein größerer Krieg in Europa vermieden", schreibt Bryen: "Wenn nicht, wird Europa mit dem Einmarsch der US-Streitkräfte in den Dritten Weltkrieg gezogen werden."

Harsche Wortwahl von deutschem General

Bei dem Beitrag des ehemaligen US-Verteidigungspolitikers handelt es sich um ein Meinungsstück. Gleichwohl ist es die Einschätzung eines Experten, der die Dynamik solcher Konflikte einzuschätzen weiß.

Auch deckt sich seine Argumentation mit Indizien, die auf eine bestehende und womöglich wachsende Präsenz westlicher Militärs in der Ukraine hinweisen. Der erwähnte Mitschnitt des Telefonats deutscher Militärs ist einer dieser Hinweise.

Unlängst hatte diesem Zusammenhang der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer in der Bundespressekonferenz über das größte Nato-Manöver an der Ostflanke des Militärpaktes seit 1989 referiert. Breuer sagte:

"Wir müssen üben wie im Ernstfall, wir müssen üben wie im Krieg, wir müssen üben, schnell und wirksam zu reagieren. Alarmierung, Verlegung von Kräften und auch der Einsatz von Kräften. / Konkret, wir verlegen aus dem gesamten Nato-Gebiet, auch aus Nordamerika, an die Ostflanke. Wir verlegen Personal und Material und wir führen sie zusammen als schlagkräftige militärische Verbände. / Es hat mir noch mal gezeigt, dass Kriegstüchtigkeit deutlich angekommen ist, dass man deutliche Schritte in Richtung Kriegstüchtigkeit gemacht hat." (General Carsten Breuer, Generalinspekteur der Bundeswehr)


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Btw.: Der Artikel hat es auf das Microsoft-Internetportal geschafft:
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NEUER BEITRAG24.05.2024, 16:09 Uhr
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arktika

Über Die Ukraine hinaus "Die Ukraine ist verzweifelt auf der Suche nach neuen Rekruten und erhält dabei Unterstützung von Ländern, in denen ukrainische wehrpflichtige Flüchtlinge Unterschlupf gefunden haben. Sowohl Litauen als auch Polen planen, diese Männer in die Ukraine zurückzuschicken."

Zu dumm aber auch, daß viele ukrainische Männer nicht gerade versessen darauf sind, für Führer + Vaterland zu sterben oder sich wenigstens verkrüppeln zu lassen. Da muß dann eben etwas nachgeholfen werden ... Zumal in einigen Ländern mittlerweile wohl so etwas wie eine allgemein verbreitete "Ukraine-Müdigkeit" bestehen soll.

Am 30. April von Christian Kliver, ebenfalls auf telepolis:

Tod statt Restaurant? Polen und Litauen wollen mehr Ukrainer in Krieg schicken

Beide Staaten kündigen neue Regelungen an. Länder sollen keine Zuflucht mehr für Wehrfähige aus der Ukraine sein. Doch wie viel ist Druck möglich und nötig?

Polen und Litauen haben angeboten, den Behörden der Ukraine zu helfen, ukrainischen Männern, die in ihrem Einflussbereich leben, habhaft zu werden. Das Ziel sei, diese Männer der Armee zuzuführen. Viele Ukrainer im wehrfähigen Alter sind aus dem Land geflohen, um nicht an die Front zu müssen.

Die Ankündigung in Polen und Litauen erfolgte, nachdem die Ukraine kürzlich ihre konsularischen Dienste für solche Männer im Ausland ausgesetzt hat. Dies berichtet der polnische Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz gegenüber dem Fernsehsender Polsat.

Ukraine kämpft mit Ausrüstungs- und Personalmangel

Die Ukraine kämpft derzeit mit einem erheblichen Ausrüstungs- und Personalmangel im Vergleich zu den russischen Truppen an der Frontlinie. Das Parlament hat kürzlich ein neues Mobilisierungsgesetz verabschiedet, das das Mindestalter für die Einberufung von Männern von 27 auf 25 Jahre senkt.

Am Mittwoch kündigte das Außenministerium an, dass es die konsularischen Dienste für wehrpflichtige Männer, die im Ausland leben, aussetzen werde. Daraufhin gab es wütende Szenen in den Konsularbüros und Agenturen, etwa in Polen, wo Männer, die Termine zur Abholung von Dokumenten vereinbart hatten, informiert wurden, dass Ihnen diese Unterlagen verweigert werden.

Ukrainischer Außenminister fordert Fairness

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sagte der britischen Tageszeitung Guardian am Mittwoch, es sei inakzeptabel, dass ukrainische Männer außerhalb des Landes "in Restaurants sitzen", während andere sterben.

Kuleba betonte, dass es auch darum gehe, Fairness gegenüber denen zu demonstrieren, die an der Front sind. Aber offenbar haben viele ukrainische Männer mehr Lust im Restaurant zu sitzen, als zu sterben – wobei die Formulierung, andere würden sterben, womöglich vom Guardian stammt und nicht gesichert Teil des wörtlichen Zitats ist.

Abschiebung in den Krieg? Das wird Gerichte befassen

Dennoch mach die Formulierung der britischen Tageszeitung deutlich: Es ist juristisch schwierig, Männer mit der Perspektive abzuschieben, dass sie ihr Leben verlieren oder verkrüppelt von der Front wiederkommen.

Viele solcher Fälle werden die Gerichte in den jeweiligen Ländern fortan vermutlich befassen. In Deutschland jedenfalls hatte Justizminister Marco Buschmann (FDP) im Dezember bereits Aufforderung der Ukraine eine Absage erteilt, wehrfähige Männer aus der Ukraine abzuschieben.

Viele Ukrainer leben schon lange im Ausland

Tausende von Männern sollen seit Beginn des Krieges illegal die westlichen Grenzen der Ukraine überschritten haben, manchmal sogar Bestechungsgelder zahlend, um dies zu erreichen.

Viele andere ukrainische Männer leben jedoch bereits seit Jahren außerhalb des Landes. Einige kehrten nach Kriegsbeginn zurück, doch viele haben Familien und ein Leben außerhalb des Landes und möchten nicht zurückkehren.

Polen erwägt neue Regulierungen

Der polnische Anwalt Tadeusz Kołodziej von der Ocalenie Foundation, einer polnischen NGO, erklärte, dass es derzeit keinen Mechanismus gebe, mit dem die polnischen Behörden ukrainische Männer in die Ukraine abschieben könnten.

Allerdings wird das polnische Parlament in der kommenden Woche neue Regulierungen in Betracht ziehen, die von allen Ukrainern verlangen, einen gültigen Pass vorzuweisen, um Leistungen in Polen in Anspruch nehmen zu können. Eine solche Forderung hatte für Deutschland auch der CDU-Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter gestellt.

NGO-Vertreter: Unklarheit führt zu Angst

Igor Lisin, Vizepräsident der Stiftung Ukraine, die mit Ukrainern in Polen arbeitet, sagte, dass die jüngsten Ankündigungen bei vielen Ukrainern in Polen Stress und Ängste provoziert. Vielen von ihnen setze die Unsicherheit darüber zu, was die neue Praxis für sie bedeute. "Je weniger die Leute wissen, desto mehr fürchten sie", sagte er.

Polen wurde für die Art und Weise gelobt, wie es seine Grenzen für ukrainische Flüchtlinge in den ersten Kriegsmonaten geöffnet hat, und die polnische Regierung bleibt einer der lautstärksten Unterstützer der Ukraine in der EU. Allerdings gibt es Anzeichen für eine zunehmende "Ukraine-Müdigkeit" in der polnischen Gesellschaft.


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NEUER BEITRAG26.05.2024, 14:22 Uhr
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FPeregrin

Über Die Ukraine hinaus Wenn man - wie ich - eine nukleare Eskalation des Kriegs bis spätestens Herbst 24 für nicht ganz unwahrscheinlich hält, nicht zuletzt, weil die ukrainischen Faschisten den Krieg ausweiten müssen, da sie ihn so nicht gewinnen können, kommt dies hier nicht ganz unerwartet: tp heute:

Eskalation im Ukraine-Krieg: Russisches Atomraketen-Frühwarnsystem getroffen

26. Mai 2024 Lars Lange

Mutmaßlicher Angriff der Ukraine beschädigt russisches Frühwarnsystem für Atomraketen. Wird nun ein atomarer Gegenschlag folgen? Ein Interview mit Markus Reisner.

Satellitenbilder bestätigen, dass ein russisches strategisches Frühwarnradar im Südwesten des Landes vermutlich durch einen ukrainischen Drohnenangriff Anfang der Woche schwer beschädigt wurde. Die ukrainische Seite hat sich bisher nicht offiziell zu dem Angriff bekannt, aber in der englisch-sprachigen Presse wird es als wahrscheinlich angesehen.

Telepolis hat Markus Reisner, dem bekannten österreichischen Historiker, Offizier des Bundesheeres und Militärexperten über die Bedeutung der Anlage gesprochen – und über das mögliche Konfliktpotenzial, das damit verbunden ist.

Warum ist der mutmaßliche ukrainische Drohnenangriff auf die russische Radarstation Armawir im Südwesten der Region Krasnodar überaus bemerkenswert?

Markus Reisner: Auf am 24. Mai 2024 aufgetauchten Bildern ist zu erkennen, dass zumindest eines der beiden in Armawir stationierten russischen Voronezh-DM-Frühwarnradarsysteme bei einem gezielten Angriff schwer beschädigt wurde. Russland verfügt derzeit über bis zu zehn derartige Frühwarnradarsysteme.

Sie sind über ganz Russland verteilt, auf Standorten in Murmansk, bei St. Petersburg, in Kaliningrad, in Barnaul, in Omsk, bei Irkutsk, bei Workuta, in Krasnogorsk und im genannten Armawir. Letztere aus zwei Radaren bestehende Anlage wurde gebaut, um ähnliche, ursprünglich in der Westukraine und auf der Krim installierte sowjetische Systeme zu kompensieren.

Bei diesen Voronezh-DM-Radaren handelt es sich um "Over-the-Horizon" (OTH) – "Ultra High Frequency" (UHF)-Radare, welche Teil des russischen Frühwarnradarsystems zur Erkennung ballistische Raketen sind. Die Radare haben eine Reichweite von horizontal 6.000 und vertikal 8.000 Kilometer. Ihr Ziel ist es, vor allem anfliegenden US-amerikanische Atomraketen früh erkennen zu können, um rasch eigene Maßnahmen, darunter im äußersten Fall einen russischen nuklearen Gegenschlag, einleiten zu können. Denkbar ist auch die Weitergabe von Frühwarndaten an Verbündete, wie z. B. dem Iran, Nordkorea oder China.

Welchen Nutzen hätte die Ukraine von solch einem Angriff auf russische Frühwarnradarsysteme?

Markus Reisner: Die Ukraine verfügt nur mehr über Raketenwaffen mit begrenzter Reichweite. Eigene Systeme wie Tochka-U sind verbraucht und an vom Westen gelieferten Systemen sticht das von den USA stammende System Army Tactical Missile System (ATACMS) heraus. Dieses hat eine Reichweite von 300 Kilometern bei einer Flugbahnhöhe von bis zu 60 Kilometern.

Man könnte nun mutmaßen, dass die ukrainischen Streitkräfte Armawir ins Visier genommen haben könnten, weil sie befürchteten, dass der Standort dazu beitragen könnte, eine Vorwarnung für ihre Angriffe mit von den USA gelieferten ballistischen ATACMS zu geben. Armawir befindet sich jedoch knapp 700 Kilometer von möglichen ATACMS Abschussräumen bei Cherson entfernt.

D. h. aufgrund des Voronezh-DM-Radarhorizonts ist es bei dieser Reichweite schwierig, mit niedriger Scheitelbahnhöhe fliegende ATACMS-Raketen zu detektieren. Die anvisierte einfliegende Rakete sollte sich zur exakten Messung zumindest in einer Höhe von über eintausend Kilometern befinden. Interkontinentalraketen fliegen in der Regel in Höhen von bis zu 2.000 Kilometern. Also im optimalen Detektionsbereich des Voronezh-DM-Radars. Für taktische Kurzstreckenraketen, wie ATACMS sind andere Radarsysteme vorgesehen.

Gibt es noch anderes Erklärungsmodell für einen Angriff und warum ist dieses bedeutungsvoll?

Markus Reisner: Die beiden russischen Voronezh-DMs in der Anlage bei Armawir sind ein integraler Bestandteil des strategischen Frühwarnerkennungssystems Russlands, und ihr Ausfall könnte die Fähigkeit des Landes, ankommende nukleare Bedrohungen zu erkennen, beeinträchtigen.

Im Moment befinden sich die russischen Streitkräfte in der Ukraine in der Initiative. Dies wird zudem hinterlegt bzw. abgesichert mit fortlaufenden russischen Drohungen betreffend einen Einsatz von Mitteln des eigenen Nuklearpotentials. Im Herbst 2022, kurz vor dem überraschenden Abzug der vor dem Einschluss stehenden russischen Truppen aus dem Brückenkopf bei Cherson, berichteten die US-Geheimdienste von möglichen Vorbereitungen eines russischen taktischen Nukleareinsatzes.

Nicht zuletzt derartige Ereignisse erklären das überlegte, aber nicht überschießende Vorgehen der USA (Strategie "Boiling the Frog") gegenüber Russland. Es ist daher durchaus schlüssig, dass die USA mit dem durch die Ukraine ausgeführten Angriff auf die Voronezh-DMs in Armawir Russland zeigen möchte, dass man die unerträgliche Situation der russischen Drohungen mit Atomwaffen nicht länger akzeptieren möchte.

Ist dies tatsächlich der Fall, lassen sich zwei weitere Feststellungen treffen. Erstens ist die Lage in der Ukraine überaus ernst und zweitens der Krieg um die Ukraine ist neuerlich eskaliert.

Es bleibt nun abzuwarten, wie oder ob Russland auf diesen Angriff auf seine nukleare Abschreckungskapazität reagiert. Das russische Frühwarnerkennungssystem ist Teil der nuklearen Abschreckungsstrategie des Landes.

Der Angriff auf Armavir könnte die Bedingungen erfüllen, die Russland im Jahr 2020 öffentlich für gegnerische Angriffe festgelegt hat, die einen nuklearen Vergeltungsschlag auslösen könnten. Hinzu kommt der Umstand, dass eine mögliche Zusammenarbeit Russlands mit seinen engen Verbündeten im Raum eingeschränkt wurde, zum Vorteil von engen Partnern der USA.

Vielen Dank für das Gespräch.


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NEUER BEITRAG27.05.2024, 19:11 Uhr
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FPeregrin

Es war kein "Ausrutscher" - tp heute:

Ukrainische Streitkräfte greifen wohl erneut russisches Atomraketen-Frühwarnsystem an

27. Mai 2024 Lars Lange

Erneut wurde ein russisches Radarsystem Ziel eines Angriffs. Im Verdacht steht erneut die ukrainische Armee. Warum tut sie das? Ein Kommentar.

Die ukrainischen Streitkräfte haben vermutlich ein weiteres Atomraketen-Frühwarnsystem im Raum Orenburg angegriffen. Bereits am 23. Mai war ein Woronesch-System bei Armawir getroffen worden.

Bei den Angriffen auf das Woronesch-System handelt es sich um die militärisch wertvollsten Ziele, die jemals von ukrainischen Streitkräften angegriffen wurden. Die Angriffe bergen die Gefahr einer unkontrollierbaren Eskalation des Krieges in Osteuropa, weil sie die nukleare Zweitschlagfähigkeit Russlands massiv infrage stellen – mit unabsehbaren Folgen.

Was steckt hinter den Angriffen der Ukraine?

Mit dem Woronesch-Radar werden keine Angriffspotentiale der russischen Streitkräfte getroffen, sondern die Radare dienen ausschließlich dazu, einen möglichen nuklearen Erstschlag der Nato zu detektieren.

Zur Erinnerung: Der führende Nato-Staat hat bisher als einziges Land der Welt einen militärisch kaum zu rechtfertigenden atomaren Erstschlag geführt. Zudem ist ein zentraler Grund für die Intervention in der Ukraine darin zu sehen, dass Russland eine nukleare Pufferzone zwischen sich und der Nato als unverzichtbaren Teil seiner Sicherheitspolitik ansieht und gerade deshalb bereit ist, einen bewaffneten Konflikt zu führen.

Die strategische Bedeutung der Ukraine für die Nato

Die Grenze zur Ukraine ist nur 450 Kilometer von Moskau entfernt. Eine mögliche Nato-Mitgliedschaft der Ukraine würde bedeuten, dass mobile US-Atomraketen das Nervenzentrum Russlands in einer Zeit erreichen könnten, die einen nuklearen Zweitschlag Russlands sehr schwierig machen würde.

Gerade vor dem Hintergrund der in den USA in der Entwicklung befindlichen Hyperschallraketen sind die Befürchtungen der russischen Führung sehr ernst zu nehmen – umgekehrt wäre es schwer vorstellbar, dass die USA mobile Abschussrampen für russische Atomraketen an der mexikanischen Grenze dulden würden. Oder auf Kuba.

Das Gleichgewicht des Schreckens und die Gefahr seiner Störung

Die nukleare Abschreckung, auch "Gleichgewicht des Schreckens" genannt, beruht auf einem sehr einfachen Mechanismus: Wenn eine Partei Atomraketen gegen eine zweite Partei einsetzt, würde die zweite Partei ebenfalls Atomraketen gegen die erste Partei einsetzen.

Der Einsatz von Atomraketen würde somit unweigerlich zur Selbstvernichtung führen, da der Gegner genügend Zeit hätte, sein eigenes nukleares Potenzial zu entfalten. Auf diese Weise wird der Gebrauch von Atomraketen in der Logik der Abschreckung zu einem Akt des Selbstmords und zu einem unwahrscheinlichen Ereignis.

Wenn aber ein Erstschlag geführt werden kann, ohne dass der Gegner eigene Nuklearraketen einsetzen kann, wird das Gleichgewicht des Schreckens empfindlich gestört: Der nukleare Erstschlag wird zu einer militärischen Option, die nicht zwangsläufig zur Selbstvernichtung führen muss, auch wenn ein nukleares Restrisiko immer bestehen bleibt.

Auch die Grenze des Nato-Mitglieds Lettland ist nur rund 580 Kilometer von der russischen Hauptstadt entfernt. Und stellt damit ein Sicherheitsrisiko für Russland dar. Es ist entstanden, weil sich die Nato nach der deutschen Wiedervereinigung entgegen mündlicher Absprachen weiter nach Osten ausgedehnt hat.

Im Falle Lettlands muss man allerdings sagen, dass Russland mehr Möglichkeiten hat, potenzielle Gefahren zu erkennen: Das Land ist kleiner und hat einen enorm hohen Anteil russischsprachiger Bevölkerung.

Hatte schon der Beitritt der baltischen Staaten bei der russischen Führung große Sicherheitsbedenken ausgelöst, so war mit einem möglichen Nato-Beitritt der Ukraine die rote Linie Moskaus überschritten. Russland hatte zuvor jahrzehntelang versucht, seine Sicherheitsbedenken auf diplomatischem Wege vorzubringen.

Die Rolle des Woronesch-Radars in der nuklearen Abschreckung

Wenn die Ukraine nun das Woronsch-Radarnetz angreift, bedeutet das für die russische Führung, dass die Wahrscheinlichkeit, einen atomaren Erstschlag der USA zu entdecken, dramatisch sinkt. Noch einmal: Die Ukraine hat weder konventionell noch nuklear bestückte Raketen, die das Woronesch-System erfassen könnte – militärisch sind die Schläge für die Ukraine vollkommen nutzlos, militärisch sinnlos.

In den westlichen Medien wird jetzt eine gefährliche und perfide Kommunikation betrieben, die den schwerwiegenden Vorfall herunterspielen soll: In den wenigen Berichten über den Angriff auf das Frühwarnsystem wird kolportiert, dass das Radar in der Lage sei, auch die Krim zu erfassen.

Das ist technisch richtig, aber irreführend. Das Radar deckt zwar die Krim mit ab, zielt aber keinesfalls auf die Krim. Das Radar ist ein Überhorizont-Radar und ist überhaupt nicht darauf ausgerichtet, den Luft- und Weltraum über der Ukraine oder über russischem Territorium abzudecken.

Die Darstellung, das Woronesch-Radar überwache auch die Krim, ist missverständlich und soll wohl den Eindruck erwecken, das Radar sei ein nützliches militärisches Ziel für die ukrainischen Streitkräfte, um Russland am Schutz der Krim zu hindern. Dies ist jedoch nicht der Fall.

Die militärische Nutzlosigkeit der Angriffe für die Ukraine

Die ukrainischen Streitkräfte haben keinen militärischen Vorteil davon, das Woronesch-System auszuschalten – die Ukraine hat schlicht keine einzige Waffe in ihrem Arsenal, auf die das Woronesch-System abzielt. Das System soll anfliegende Atomraketen oder Atombomber aufspüren – die Ukraine verfügt aber nicht einmal über konventionelle ballistische Mittelstreckenraketen.

Hier stellt sich die Frage: Warum greift die ukrainische Armee ein Radarsystem an, das ihr im andauernden Krieg mit Russland keinen militärischen Nutzen bringt? In diesem Zusammenhang ist auch das vergleichsweise geringe ukrainische Potenzial an Abstandswaffen zu berücksichtigen: Jedes Ziel einer abgeschossenen Langstreckendrohne muss sehr genau bedacht werden, wenn es nur relativ wenige Langstreckendrohnen im eigenen Arsenal gibt.

Was ist also die Motivation hinter den Angriffen? Und wer steckt dahinter?

Wir halten daher fest, dass es nicht im unmittelbaren militärischen Interesse der ukrainischen Streitkräfte liegen kann, mengenmäßig sehr begrenzte Abstandswaffen auf Ziele zu verschwenden, die auf dem Schlachtfeld keine Wirkung entfalten können.

Ferner ist davon auszugehen, dass die ukrainischen Streitkräfte nichts ohne die Zustimmung der USA, der dominierenden Macht im Nato-Militärbündnis, unternehmen können und werden. Die Ukraine verfügt über keinerlei Ressourcen, um den Krieg gegen Russland aus eigener Kraft weiterzuführen oder auch nur die grundlegenden Staatsausgaben ohne Hilfe der Nato-Staaten zu bestreiten.

Ein Stopp der Waffenlieferungen und der Finanzhilfen würde unweigerlich zum Zusammenbruch des ukrainischen Staates insgesamt führen, was sicherlich die eine oder andere Frage nach der Souveränität des Landes aufwerfen würde. Letztlich ist es wahrscheinlich, dass die ukrainische Führung keine Entscheidung treffen wird, ohne die USA als dominierenden Nato-Staat zu konsultieren.

Daher ist der Verdacht nicht von der Hand zu weisen, dass die Angriffe auf die Überhorizontradars nicht von der ukrainischen Führung ausgehen. Aber auch, dass der Befehl dazu aus Washington kam, bleibt eine vage Spekulation.

Mögliche Motivationen hinter den Angriffen

Als Gründe für einen möglichen ukrainischen Angriff auf die nukleare Verteidigungsfähigkeit Russlands, der das "Gleichgewicht des Schreckens" existenziell bedroht, können zwei Punkte genannt werden:

Zum einen die Vorbereitung eines nuklearen Erstschlags auf dem Territorium der Russischen Föderation durch einen Nato-Staat. Zum anderen könnten die Angriffe darauf abzielen, Russland zu einer irrationalen Entscheidung zu provozieren, die die militärische Lage Russlands negativ beeinflussen könnte, z. B. ein offizieller Kriegseintritt der Nato.

In jedem Fall müssen die Angriffe auf das Radarsystem vom Typ Woronesch als eine militärische Verzweiflungstat der Ukraine gewertet werden. Das ukrainische Militär steht vor einem katastrophalen Wendepunkt.


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NEUER BEITRAG27.05.2024, 21:00 Uhr
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arktika

"Der Angriff auf Armavir könnte die Bedingungen erfüllen, die Russland im Jahr 2020 öffentlich für gegnerische Angriffe festgelegt hat, die einen nuklearen Vergeltungsschlag auslösen könnten."

Dieser Satz sollte vielleicht auch einmal die hiesigen - etwas voyeuristischen - Sofa-Analyst(Innen) ein wenig aufmerken lassen. Sonst könnte irgendwann die Realität ihre Saturiertheit ad absurdum führen ... Die lokale "Begrenzheit" des NATO-Krieges gegen Rußland könnte sehr plötzlich beendet sein. Nicht umsonst ein großer Teil der Bourgeoisie so begierig darauf, (nicht nur) Deutschland kriegsbegeistert zu machen. Bisher zwar nur mit mäßigem Erfolg, aber auch dies könnte umschlagen. Praktischerweise dann gleich verbunden mit der Entsorgung unliebsamer u. unzuverlässiger Elemente.
NEUER BEITRAG27.05.2024, 21:27 Uhr
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arktika

"[...] keine Angriffspotentiale der russischen Streitkräfte getroffen, sondern die Radare dienen ausschließlich dazu, einen möglichen nuklearen Erstschlag der Nato zu detektieren."

"Die Angriffe bergen die Gefahr einer unkontrollierbaren Eskalation des Krieges in Osteuropa, weil sie die nukleare Zweitschlagfähigkeit Russlands massiv infrage stellen [...]"

Diese beiden Passagen des Textes sagen eigentlich schon alles! Der nachfolgende Textteil erläutert sie genauer ... und zieht seine Schlüsse daraus:
"Mögliche Motivationen hinter den Angriffen
[...]
Zum einen die Vorbereitung eines nuklearen Erstschlags auf dem Territorium der Russischen Föderation durch einen Nato-Staat. Zum anderen könnten die Angriffe darauf abzielen, Russland zu einer irrationalen Entscheidung zu provozieren, die die militärische Lage Russlands negativ beeinflussen könnte, z. B. ein offizieller Kriegseintritt der Nato.

In jedem Fall müssen die Angriffe auf das Radarsystem vom Typ Woronesch als eine militärische Verzweiflungstat der Ukraine gewertet werden. Das ukrainische Militär steht vor einem katastrophalen Wendepunkt."
[s. derzeitigen Kriegsverlauf u. Material- sowie (qualifiziertes)Personalmangel; arkt.]
NEUER BEITRAG27.05.2024, 21:47 Uhr
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arktika

Über Die Ukraine hinaus Auch eine kurze dpa-Meldung, die auf gmx news veröffentlicht wurde, zeigt in diese Richtung:

Berichte: Treffer auf russisches Atomraketen-Frühwarnsystem

Aktualisiert am 25.05.2024, 12:52 Uhr / gmx news dpa
Das Frühwarnsystem außerhalb von Armawir soll getroffen worden sein.

Im Gleichgewicht des Schreckens wachen Atommächte über jede Bewegung der anderen Seite. Hat die Ukraine Russlands Raketenabwehr gegen die USA teilweise geblendet?

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff soll nach inoffiziellen Berichten ein Radar des russischen Frühwarnsystems gegen anfliegende Atomraketen beschädigt worden sein. Fotos von Schäden an der Anlage nahe der Stadt Armawir in Südrussland seien in russischen und ukrainischen Kanälen aufgetaucht, schrieb das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) in seinem Lagebericht am Freitagabend.

Von Moskauer Seite äußerte sich am Samstag der ehemalige russische Botschafter bei der Nato, Dmitri Rogosin. Im sozialen Netzwerk X schrieb er von einem Schaden am Frühwarnsystem - "einem Schlüsselelement der militärischen Steuerung der strategischen Nuklearstreitkräfte".

Rogosin, mittlerweile Senator im russischen Föderationsrat, warf den USA vor, diesen Angriff geplant oder zumindest davon gewusst zu haben. Mit solchen Aktionen rücke die Welt näher an den Abgrund eines Atomkriegs, warnte er. Der Kreml oder das russische Verteidigungsministerium äußerten sich nicht.

Angriff erfolgte mit ukrainischen Drohne
Den Angaben nach geschah der Angriff in der Nacht auf Donnerstag, als die Ukraine auch einen Kommunikationsknoten der russischen Armee auf der Halbinsel Krim nahe Aluschta mit Raketen beschoss. Das russische Frühwarnradar vom Typ Woronesch-DM bei Armawir kann den Berichten zufolge angreifende Atomraketen auf 6.000 Kilometer Entfernung erkennen. In der Kette solcher Radarstationen überwacht es den Luftraum über der Krim und Südwesteuropa hinaus bis weit auf den Atlantik.

Der Angriff erfolgte allen Darstellungen nach mit einer ukrainischen Drohne. Er fällt in eine Zeit, in der Ukraine mit ihren westlichen Partnern darüber verhandelt, deren Waffen auch gegen Ziele in Russland einsetzen zu dürfen. Es sei in Zeiten internationaler Spannungen keine gute Idee, solche Objekte anzugreifen, schrieb der unabhängige norwegische Militärexperte Thord Are Iversen auf X.
"Es gibt haufenweise Ziele in Russland, die man mit Drohnen angreifen kann. Und es gibt eine Handvoll Ziele, die man vermeidet, und dies gehört dazu."
(dpa/pak)
NEUER BEITRAG27.05.2024, 22:07 Uhr
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arktika

Nach dem ersten Angriff auf Armawir (Nacht von 22. auf 23. Mai) schrieb Rainer Rupp (wohl allen bekannt, so daß ich zu seiner Person nichts weiter kommentieren muß?!) einen Artikel für RTdeutsch, in dem eine Reihe von Militärs, Professoren u. anderen "Fachleuten" zu Wort kommen. Veröffentlicht am 27. Mai:

Rainer Rupp: Angriffe auf Russlands Frühwarnradarsysten – Eskalation in Richtung Atomkrieg

Die USA benutzen die Ukraine für Angriffe auf das strategische Frühwarnradarsystem in Russland. Damit nähert sich der Westen nicht nur dem atomaren Abgrund. Schlimmer noch, wir stehen bereits direkt an der Kante.


In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag haben ukrainische Drohnen die Radarstation Armawir in der südwestlichen russischen Region Krasnodar angegriffen. Armawir ist nicht irgendein Radarsystem, sondern ein wichtiger Teil des russischen Frühwarnsystems zur Erkennung von Angriffen mit Interkontinentalen Ballistischen Raketen (ICBMs).

Damit ist dieses Radar zusammen mit anderen derartigen Einrichtungen eine Säule, auf der die strategische Sicherheit der Russischen Föderation ruht. Weit über die konventionellen eskalatorischen Spannungen in der Ukraine hinaus hat dieser Angriff alle bisherigen US/NATO/EU-Eskalationen in der Ukraine in den Schatten gestellt und vor allem uns Europäer einen Schritt näher an den Rand eines thermonuklearen Krieges gebracht.

Der russische Senator und ehemalige Chef von Roskosmos, Dmitri Rogosin, reagierte auf diese Entwicklung mit der Feststellung, dass die Tat zwar von ukrainischer Hand begangen, aber diese Hand von Washington geführt worden sei. Tatsächlich habe Washington "einen unverantwortlichen Banditen" angeheuert, um die schmutzige Arbeit zu erledigen. Rogosin schrieb auf seinem Telegram-Kanal:

"Wir nähern uns also nicht nur dem Abgrund, sondern stehen bereits direkt an der Kante, jenseits derer, wenn der Feind bei solchen Aktionen nicht gestoppt wird, ein unumkehrbarer Zusammenbruch der strategischen Sicherheit der Atommächte beginnen wird. Der Angriff auf Armawir erfolgte nur wenige Tage nach Beginn der taktische Nuklearübungen Russlands. Die Gründerin des [deutschen] Schiller-Instituts warnte, dass Russland und China 'nicht unsere Feinde sind' und dass ohne eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, in der die Interessen aller Nationen respektiert werden, die Wahrscheinlichkeit eines Dritten Weltkriegs nahezu 100 Prozent beträgt."

Mit Datum vom 26. Mai 2024 benachrichtigte E.I.R. – Daily Alert seine Abonnenten, dass zahlreiche vom Schiller-Institut befragte internationale Militär- und Nachrichtendienstspezialisten ihre große Besorgnis über den Angriff auf Armawir und seine Folgen zum Ausdruck gebracht hätten. Nachfolgend einige Auszüge aus den Kommentaren.

Der große Raketenexperte Dr. Theodore Postol, emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und nationale Sicherheit am Massachusetts Institute of Technology, Atomwaffenexperte:

"Das satellitengestützte russische Frühwarnsystem ist sehr begrenzt und kann die blinden Flecken, die durch die Beschädigung des Radars entstanden sind, nicht ausgleichen. Die atlantischen, pazifischen und nördlichen Radarwarnkorridore sind wichtiger, und die Russen haben auch Radaranlagen in Moskau. Die Radaranlagen in Moskau erkennen eine Bedrohung jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt, was zu noch kürzeren Warn- und Entscheidungszeiten führt und damit die Wahrscheinlichkeit eines katastrophalen Unfalls erhöht. Die Kommandeure der strategischen Raketentruppen, die im Dienste der politischen Führung stehen, dürften äußerst besorgt sein und keine andere Wahl haben, als diese Situation als sehr ernst zu betrachten. Sie werden mit ziemlicher Sicherheit ihre Nuklearstreitkräfte auf einer höheren Alarmstufe betreiben, was die Wahrscheinlichkeit von Unfällen, die zu einem ungewollten globalen Atomkrieg führen könnten, weiter erhöhen wird."

Steven Starr, Professor, Universität von Missouri, Experte für Atomkrieg:

"Die USA haben damit begonnen, Raketenangriffe auf das russische nukleare Frühwarnsystem (FWS) zu richten, das aus einer Reihe von bodengestützten Radaranlagen und Satelliten besteht… JEDER derartige Angriff auf diese FWS-Systeme könnte das russische nukleare Reaktionssystem auslösen. Dieser gezielte Angriff der USA ist also wahnsinnig gefährlich. Washington spielt ein extrem leichtsinniges nukleares Spiel mit Russland. Ich weiß nicht, ob andere ähnliche russische Einrichtungen in Reichweite der ATACMS oder vielleicht sogar der deutschen Taurus-Raketen liegen, die eine größere Reichweite haben als die ATACMS und die britischen Storm Shadow-Raketen. Leider könnten wir das bald herausfinden, denn die Verrückten in Washington, Kiew und Brüssel scheinen entschlossen zu sein, den Dritten Weltkrieg zu beginnen."

Oberst a.D. Prof. Dr. Wilfried Schreiber, Senior Research Fellow am WeltTrends-Institut für Internationale Politik, Potsdam:

"Es gibt offensichtlich Kräfte in der Ukraine und auch in der NATO, die bereit sind, das Risiko einer direkten militärischen Konfrontation zwischen der NATO und Russland einzugehen. Die deutsche Politik ist gut beraten, die russischen Warnungen vor einem neuen Weltkrieg ernst zu nehmen und dafür zu sorgen, dass die letzten roten Linien nicht überschritten werden. Als moderner Industriestaat im Herzen Europas ist Deutschland in einem europäischen Großkonflikt nicht kriegsfähig – selbst wenn keine Atomwaffen eingesetzt werden. Die deutsche Politik muss alles tun, um die zunehmende militärische Konfrontation zu deeskalieren und sich für eine diplomatische Lösung des Konflikts einzusetzen."


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NEUER BEITRAG27.05.2024, 22:14 Uhr
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arktika

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Oberst a.D. Richard Black, ehemaliger Senator aus Virginia:

"Dies ist eine Fortsetzung des Musters, wobei die NATO-Streitkräfte erkennen, dass sie den Krieg in der Ukraine verlieren und die schwachen Verteidigungslinien brechen, doch die Antwort der NATO ist Eskalation. Dies geschieht nicht zufällig, sondern bewusst. Das ist nicht der erste Angriff auf die russische nukleare Triade. Die Ideologen sehen ihre Welt zusammenbrechen, nachdem sie die Regenbogenfahne über konservativen Ländern gehisst und ewige Kriege geführt haben. Sie sind verzweifelt und bereit, bis zum Atomkrieg zu eskalieren, um sich aus der Klemme zu befreien. Sie machen eine Reihe kleiner Schritte und meinen, darauf werden 'sie nicht reagieren'; so folgt ein kleiner Schritt dem anderen, bis einer von ihnen auf eine Landmine trifft und wir uns im Dritten Weltkrieg befinden. …. Putin ist sich der Realitätsverweigerung des Westens sehr wohl bewusst. Der Westen behauptet, Putin rassele nur mit dem Säbel, aber das tut er nicht – er informiert den Westen über die gefährliche Realität."

General a.D. Dominique Delawarde, französischer Geheimdienstexperte:

"Ich erwarte, dass sich das US-Militär in einer lebenswichtigen Situation vernünftiger und bewusster verhält als die zivilen Führer."

Graham Fuller, ehemaliger Diplomat, CIA-Beamter und stellvertretender Vorsitzender des National Intelligence Council:

"Ohne die volle Unterstützung der USA wäre dies eindeutig nicht möglich gewesen. Ich kann mich nicht angemessen dazu äußern, bis ich mehr weiß, aber es ist offensichtlich eskalierend und ich werde es untersuchen."

Prof. Richard Sakwa, emeritierter Professor für russische und europäische Politik an der Universität Kent (GB); international anerkannter Autor über Russland und die Ukraine:

"Die Tretmühle dreht sich immer schneller, vor allem nach dem, was Blinken der Ukraine sagte: Ihr könnt 'mit unseren Raketen machen, was ihr wollt.' Das zeigt, wie unverantwortlich die amerikanische Führung ist. Wir sind auf dem Weg zur nuklearen Eskalation. Der Westen steht vor einer Niederlage in der Ukraine und deshalb wird weiter eskaliert, um eine Niederlage abzuwenden."

In einer anschließenden Analyse unter dem Titel "STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR" zitiert der E.I.R. - Informationsdienst unter anderem die russische Militärnachrichtenseite Avia.pro:

"Die ukrainischen Truppen setzen ihre aggressive Kampagne gegen strategisch wichtige Ziele auf russischem Territorium fort. Diesmal war ihr Ziel die strategische Fernerkennungsradarstation Voronezh-DM des Raketenangriffswarnsystems (SPRN) in Armawir."

Der Bericht enthält auch Bilder, die zwei beschädigte Strukturen auf dem Gelände von Armawir zeigen. Die Begrenztheit der Schäden lässt darauf schließen, dass die Strukturen, in denen die Radarantennen untergebracht sind, tatsächlich von Drohnen getroffen wurden. Weiter führt der Bericht aus, dass die Entfernung der Station von der ukrainischen Grenze mehr als 450 Kilometer beträgt, was auf eine beträchtliche Reichweite der von ukrainischem Territorium abgeschossenen Drohnen hindeute.

Am selben Tag fand auch ein ukrainischer Angriffsversuch auf eine Ölraffinerie im noch weiter entfernten Tatarstan statt. Diese Vorfälle bestätigen laut Avia.pro, "dass die Ukraine weiterhin moderne Technologien und Taktiken zur Durchführung militärischer Operationen einsetzt. Angriffe auf Objekte von strategischer Bedeutung verursachen nicht nur materielle Schäden, sondern stellen auch eine ernsthafte Bedrohung für die nationale Sicherheit Russlands dar."

"Es ist offensichtlich, dass die Ukraine nicht unabhängig handelt, sondern mit der Unterstützung westlicher Partner, die nachrichtendienstliche und technische Hilfe leisten."

Dann wird der Avia.pro-Autor genauer:

"Die westlichen Länder, die die Ukraine unterstützen, beteiligen sich tatsächlich an der Eskalation des Konflikts, indem sie Technologie und Geheimdienstinformationen für Angriffe auf russische Ziele bereitstellen. Eine solche Unterstützung trägt zur Fortsetzung der Feindseligkeiten und zur Verschärfung der Krise bei, was die Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts untergräbt."

Auch der bereits oben erwähnte Dmitri Rogosin erklärt, die USA steckten hinter dem Angriff auf die Frühwarnradarstation Armawir, denn es sei äußerst unwahrscheinlich, dass der Angriff, an dem laut ukrainischen Medien mehrere Drohnen beteiligt waren, auf alleinige Initiative Kiews und ohne Beteiligung der USA erfolgt sei. Rogosin schloss die Möglichkeit aus, dass der Angriff auf Initiative Kiews erfolgte:

"Angesichts der tiefen Verstrickung Washingtons in diesen bewaffneten Konflikt und der totalen Kontrolle der Amerikaner über die militärische Planung Kiews kann die Behauptung, die Vereinigten Staaten wüssten nichts von den ukrainischen Plänen, das russische Raketenabwehrsystem anzugreifen, verworfen werden. Washington wird in vollem Umfang für die vergangenen und zukünftigen Verbrechen der verzweifelten ukrainischen Führung geradestehen müssen. Wir nähern uns also nicht nur dem Abgrund, sondern stehen bereits direkt an der Kante, jenseits derer, wenn der Feind bei solchen Aktionen nicht gestoppt wird, ein unumkehrbarer Zusammenbruch der strategischen Sicherheit der Atommächte beginnen wird."


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NEUER BEITRAG27.05.2024, 22:25 Uhr
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Über Die Ukraine hinaus "Passend" dazu wurde am Wochenende von der Parlamentarischen Versammlung der NATO mehrheitlich eine Erklärung angenommen, die es Kiew erlaubt, die von Mitgliedern der Militärallianz gelieferten Waffen gegen Ziele in Russland einzusetzen. Zudem wurde die weitere Unterstützung der Ukraine bis zu ihrem "Sieg" bekundet:

27 Mai 2024, 14:02 Uhr

NATO macht Dampf im Kriegskessel: Parlamentarischer Rat für Angriffe auf Russland "bis zum Sieg"

Auf ihrer Frühjahrstagung hat die Parlamentarische Versammlung der NATO mehrheitlich eine Erklärung angenommen, die es Kiew erlaubt, die von Mitgliedern der Militärallianz gelieferten Waffen gegen Ziele in Russland einzusetzen. Zudem wurde die weitere Unterstützung der Ukraine bis zu ihrem "Sieg" bekundet.


Die Parlamentarischen Versammlung der NATO hat auf ihrer Frühjahrstagung in Bulgariens Hauptstadt Sofia mehrheitlich eine Änderung der Abschlusserklärung angenommen, die es der Ukraine erlaubt, Ziele auf russischem Gebiet mit NATO-Waffen anzugreifen.

Wie TASS berichtet, wurde in der Erklärung festgehalten, dass die Ukraine "legitime Ziele" auf russischem Territorium angreifen darf. Neun der 32 Mitgliedstaaten unterstützten diese Initiative nicht. Zudem unterstützte eine große Mehrheit – bei nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung – die Aussage, die Ukraine bis zu ihrem "Sieg" zu unterstützen.

Rund 400 Parlamentarier aus NATO-Staaten und 25 Partnerländern des Militärblocks nahmen an der Frühjahrstagung teil, die Samstag begann und heute endete. Auf der Agenda des Forums standen Verteidigungs- und Sicherheitsfragen mit Schwerpunkt auf der Unterstützung der Ukraine sowie den Prioritäten des bevorstehenden NATO-Gipfels in Washington im Juli. Auch die "Herausforderung" durch China stand im Fokus des Treffens.

Zuvor hatte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärt, es sei "an der Zeit", dass die NATO-Mitglieder ihre Politik überdenken und der Ukraine den Einsatz westlicher Waffen für Angriffe auf russisches Territorium gestatten.


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NEUER BEITRAG27.05.2024, 22:59 Uhr
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Dies entspricht im großen und ganzen der Haltung des norwegischen NATO-Generalsekretärs Stoltenberg, die dieser in einem Interview mit The Economist von sich gab. Die Idee, russische Raketen und unbemannte Luftfahrzeuge über der Ukraine mit in benachbarten NATO-Staaten stationierten Luftabwehrsystemen abzuschießen, lehnte dieser dabei jedoch ab - ebenso wie eine Entsendung von NATO-Bodentruppen zur Unterstützung des ukrain. Regimes:

NATO-Generalsekretär Stoltenberg: Ukraine sollte Russland mit westlichen Waffen angreifen dürfen

In der Debatte, ob die Ukraine Ziele in Russland mit westlichen Waffen angreifen darf, stellt sich der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg klar auf die Seite der Regierung in Kiew. Gleichzeitig spricht er sich gegen eine Entsendung von NATO-Truppen ins Land aus.


Im Gespräch mit dem Magazin The Economist hat der NATO-Generalsekretär die verbündeten Staaten aufgerufen, gewisse Einschränkungen für den Einsatz der aus dem Westen an die Ukraine gelieferten Waffen zu revidieren. Somit stellte er sich in der Debatte, ob die Ukraine Ziele in Russland mit solchen Waffen angreifen darf, eindeutig auf die Seite der Regierung in Kiew. Der Chefredakteurin Zanny Minton Beddoes sagte der Norweger, dies sei insbesondere jetzt wichtig, wenn es viele Kämpfe im Gebiet Charkow in der Nähe der russischen Grenze gebe.

"Der Ukraine die Möglichkeit zu verweigern, diese Waffen gegen legitime militärische Ziele auf russischem Territorium einzusetzen, erschwert der Ukraine die Selbstverteidigung sehr."

Stoltenberg sprach von einem Angriffskrieg Moskaus, in dem Kiew im Einklang mit der UN-Charta sein gutes Recht habe, sich zu verteidigen. Dies impliziere nun auch Angriffe auf Ziele in Russland.

Gleichzeitig lehnte der NATO-Generalsekretär die Idee ab, russische Raketen und unbemannte Luftfahrzeuge über der Ukraine mit in benachbarten NATO-Staaten stationierten Luftabwehrsystemen abzuschießen. Der Norweger sprach sich auch gegen eine Entsendung von NATO-Bodentruppen ins osteuropäische Land aus. Solche Maßnahmen könnten den bewaffneten Konflikt weiter eskalieren lassen. Stoltenberg betonte:

"Wir werden nicht Teil des Konfliktes werden."

Dass der Westen der Ukraine Waffen liefere und ukrainische Armeeangehörige schule, mache ihn nicht zu einer unmittelbaren Konfliktseite, erklärte Stoltenberg.

In Bezug auf eine Mitgliedschaft der Ukraine im westlichen Militärbündnis wollte der NATO-Generalsekretär keine Prognosen geben. Man helfe aber Kiew dabei, notwendige Bedingungen dafür zu schaffen. Das Land sollte den Standards der Allianz entsprechen und die Kompatibilität mit dem Militärbündnis erhöhen. Außerdem sollten alle NATO-Staaten dem Beitritt zustimmen, wofür man einen politischen Willen der Mitgliedsstaaten brauche.

Am 23. Mai hatte die New York Times berichtet, dass innerhalb der US-Regierung eine Diskussion darüber stattfinde, ob die Ukraine bei Angriffen auf Russland US-Waffen einsetzen dürfe. US-Außenminister Antony Blinken habe diese Initiative nach seinem jüngsten Besuch in Kiew und im Zusammenhang mit den Erfolgen der russischen Streitkräfte bei Charkow unterbreitet.

Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij pocht schon seit langem auf diese Erlaubnis. Bislang besteht US-Präsident Joe Biden aber auf der Bedingung, dass Kiew US-Waffen nur zur Verteidigung auf dem eigenen Territorium zum Einsatz bringt. Großbritannien hat diesbezügliche Restriktionen dagegen schon teilweise aufgehoben.


Am 25. Mai 2024 auf RTdeutsch unter Link ...jetzt anmelden!
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