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NEUES THEMA05.02.2016, 21:47 Uhr
EDIT: DanielLeon
05.02.2016, 22:30 Uhr
Nutzer / in
DanielLeon

• Stichwortgeber imperialistischer 'Friedenspolitik' Seit einigen Wochen tritt eine der repräsentativen Instanzen der sogenannten "alten" Friedensbewegung, die DFG-VK, als Propagandasprachrohr der imperialistischen Option einer offiziellen Auslieferung großer Teile Syriens und Iraks an die Schlächter des "IS" auf (nota bene: der Option, deren Fürsprechern sich jüngst der Vorsitzende der sog. Münchener Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, zugesellte):

"Er ist die erste Terrorbewegung, die mit brutaler Gewalt einen Staat gegründet hat. Zudem schließen seine Taten Völkermord ein, an Jesiden und Schiiten. Allerdings ist auch für die militanten Dschihadisten – wie seinerzeit für die IRA – Terrorismus nicht das Ziel, sondern lediglich Mittel zum Zweck der Nationsbildung. Wahrscheinlich besteht die Priorität des IS darin, einen regulären Staat zu gründen und zu konsolidieren. Der IS will im Gefolge der territorialen Eroberung den sunnitischen Teil der Bevölkerung hinter sich bringen, etwa durch die Ausbesserung von Straßen, die Organisation von Suppenküchen und die Herstellung von Blutsverwandtschaften mittels erzwungener Eheschließungen zwischen den Kämpfern des IS und sunnitischen Frauen." (https://www.dfg-vk.de/pazifismus/verhandelt-mit-dem-is Link ...jetzt anmelden!)

Man reibt sich die Augen: Deutsche Friedensfreunde halten einer Terrorbewegung, von der sie wissen, dass ihre Taten Völkermord einschließen, tatsächlich zugute, dass diese Taten lediglich Mittel zum Zweck der Nationsbildung seien, einem Zweck, dem immerhin auch die Ausbesserung von Straßen und die Organisation von Suppenküchen dienten ... Kurz, der Text lässt keinen Zweifel daran, dass "Pazifisten" dieser Art auch Auschwitz oder dem (unter aktiver deutscher Beteiligung verübten) Genozid an den Armeniern etwas doch irgendwie Friedensschaffendes hätten abgewinnen können.

Hierbei scheint es nicht um einen Ausfluss an Schwachsinnigkeit grenzender Naivität zu gehen, sondern darum, die Diplomatie Steinmeiers zu übersteinmeiern: Die Banditen, deren "Staat" die DFG-VK gern offiziell anerkannt sähe, werden ja von den imperialistischen Staaten und deren Verbündeten (Türkei, Saudi-Arabien, Katar) überhaupt erst in die Lage versetzt, Teile Syriens und Iraks ihrer Terrorherrschaft zu unterwerfen! Ginge es der DFG-VK tatsächlich um das originär antimilitaristische Anliegen, auf ein Ende deutscher Rüstungsexporte und anderer deutsch-imperialistischer Einwirkungen auf die Region hinzuwirken, so käme sie gar nicht auf die Idee, eine Anerkennung eines "Islamischen Staates" zu propagieren, den es nur "dank" solcher imperialistischen Segnungen überhaupt gibt!
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