DE
       
 
0
unofficial world wide web avantgarde
ENTER WWW.SECARTS.ORG
your revolutionary tool since 2002
• Melde Dich mit Deinen Daten an:
 
?
   
0 ...nicht in der Commune? Dann gleich registrieren! ...'ne Frage? Sieh' im Hilfebereich nach.
Du bist nicht allein:
Zur Zeit 6 Communarden online.
NEUES THEMA17.08.2020, 00:58 Uhr
Nutzer / in
Jaimee
Jaimee
• Ulbricht, Honecker und das Ende der SED Der falsche Mann: Ulbricht, Honecker und das Ende der SED: Über Heinz Niemanns »kleine Geschichte« der ostdeutschen Staatspartei. Von Leo Schwarz.

Neben den Varianten der antikommunistischen Deutung der DDR und der SED ist in der einschlägigen Literatur seit drei Jahrzehnten auch eine Lesart anzutreffen, die beide nicht verdammt, sondern sie, wenn auch mit unterschiedlich akzentuierten Einschränkungen, verteidigt. Sie wurde und wird fast durchweg von Autoren vertreten, die den größeren Teil ihres Berufslebens in der DDR verbracht haben – darunter Historiker, Ökonomen, Betriebsdirektoren und Parteifunktionäre –, und dürfte inzwischen die in dieser Generation hegemoniale Perspektive sein.

Sie geht, kurz gefasst, so: Bis zur Entmachtung Walter Ulbrichts im Jahr 1971 war die DDR alles in allem eine Erfolgsgeschichte. Mit Erich Honecker trat ein Mann an die Spitze von Partei und Staat, der den damit verbundenen Aufgaben in keiner Weise gewachsen war, nichts von Ökonomie verstand und das Land in nicht ganz zwei Jahrzehnten in den Abgrund führte. Der Sündenfall war die Abkehr vom sogenannten Neuen Ökonomischen System (NÖS) bzw. von der Wirtschafts- und Gesellschaftsstrategie des VII. Parteitages der SED 1967. Mitunter läuft diese Argumentation – besonders plump etwa in manchen Wortmeldungen ehemaliger Kombinatsdirektoren – auf den Schluss hinaus, die DDR sei an ihrem erklärten Staatszweck, nämlich an einer »dogmatisch« gehandhabten Planwirtschaft, an »Subventionen«, am »Anspruchsdenken« der Arbeiter, an einer »zu großzügigen« Sozialpolitik, an ihrer Verschuldung oder überhaupt an zu viel Sozialismus und zu wenig Markt zugrunde gegangen.

Ein »Lesebuch«
Nun hat der Historiker Heinz Niemann eine »Kleine Geschichte der SED« vorgelegt, die allerdings mit ihren fast 800 Seiten weder »klein« noch eigentlich eine Geschichte der SED ist – eher handelt es sich um eine kommentierende Manöverkritik der Handlungen der Partei- und Staatsführung der DDR, die in der Hauptsache das »Honecker hat es verbockt«-Narrativ bedient: »Mit der Entmachtung der Ulbricht-Gruppe wurde eine reale zukunftsträchtige Strategie abgebrochen und eine voluntaristische Wendung hin zu einer extensiven Sozialpolitik vollzogen«, lautet ein Schlüsselsatz. Niemann nennt das Buch ein »Lesebuch« und schränkt gleich am Anfang ein, dass keine auf Vollständigkeit angelegte Darstellung beabsichtigt war.

Link ...jetzt anmelden!

#SED
#Honecker
#Ulbricht
#DDR
• Hier gibt's was extra: mehr Debatten aus den www.secarts.org-Foren
Belgien: Arbeitszeitregelungen verbessert
Staun, in Belgien gibt es seit dem 1. Februar diesen Jahres ein neues Gesetz, welches reale Verbesserungen für die arbeitend...mehr arktika 14.02.2022
jW-Beilage: China
NEU
Die Beilage "China" in der jW von morgen hier: FPeregrin 03.05.2022
20 J. Schlacht um Miraflores
NEU
... als wäre es erst gestern gewesen, der gscheiterte konterrevolutionäre Putsch gegen Hugo Chávez in #Venezuela. jW heute...mehr FPeregrin 09.04.2022
Über Die Ukraine hinaus
30
(gilt auch für den 2. Beitrag dieser Schwerpunktseite der jW) Hätten die (mehrheitlich) saturierten Metropolen"linken",...mehr arktika NEU 21.04.2022
FPeregrin NEU 20.04.2022
FPeregrin NEU 20.04.2022
Der 'Westen' im Ukraine-Konflikt
NEU
Der #Westen im #Ukraine-Konflikt: "Die NATO, unser Schutz & Trutz!" - wir hören es aus allen Propaganda-Rohren. Unterdess...mehr FPeregrin 12.05.2022
Vergessene Orte: "Zigeunerlager" Niederzwehren
NEU
Gebaut als "Zigeunerlager", später dann Zwangsarbeiter (Innen?) + Kriegsgefangene, dann Jüdinnen u. Juden u. "Judenmischlin...mehr arktika 20.04.2022