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NEUES THEMA14.10.2019, 22:34 Uhr
Nutzer / in
Valparaiso

• USA sanktionieren Reedereien, China hilft mit Millionen Cuba heute:

Wie das US-Finanzministerium bekannt gab, sind gestern vier weitere Reedereien, die venezolanisches Öl nach Kuba liefern, auf einer „schwarzen Liste“ gelandet. Mit den Sanktionen will die US-Regierung Kubas Ölversorgung unterbrechen und damit „die UnterstĂŒtzung fĂŒr das illegale Maduro-Regime in Venezuela“ beenden. Fast gleichzeitig kam eine gute Neuigkeit aus Fernost: China kĂŒndigte an, die schwĂ€chelnde Konjunktur der Insel mit einer Spende in Höhe von 112 Millionen US-Dollar stĂŒtzen zu wollen.


Sanktionen sollen aktuelle Energiekrise verschÀrfen

Bei den gestern sanktionierten Unternehmen handelt es sich um die zypriotische Firma Transport Marine Ltd. sowie die drei in Panama registrierten Unternehmen Trocana World Inc., Bluelane Overseas SA und Tovase Development Corp. Alle betroffenen Firmen unterhalten Schiffe, die venezolanisches Öl nach Kuba geliefert hĂ€tten, welches von der staatlichen kubanischen Cubametales eingekauft worden sei, heißt es in dem Pressestatement. Kubas PrĂ€sident Miguel DĂ­az-Canel verurteilte den Schritt auf Twitter als „bösartig, grausam und ungerechtfertigt“.

Die neue Hiobsbotschaft kommt fĂŒr Kuba nur zwei Wochen nachdem DĂ­az-Canel bereits mehrwöchige Energieeinsparungen angekĂŒndigt hatte, die aufgrund nicht zustande gekommener VertrĂ€ge mit Frachterfirmen notwendig wurden. Das Sparprogramm macht sich derzeit vor allem im Transportsektor bemerkbar. So muss Havannas Busflotte aktuell mit der HĂ€lfte des ĂŒblichen Treibstoffs auskommen, weshalb nach jĂŒngsten Zahlen aus der Lokalpresse in Kubas Hauptstadt tĂ€glich nur noch 630.000 Passagiere transportiert werden können – im Vergleich zu 1,4 Millionen im Dezember 2018. Weitere EinschrĂ€nkungen gibt es vor allem an Tankstellen sowie im Fernverkehr, wĂ€hrend Stromabschaltungen in den Wohngebieten bislang offenbar weitgehend vermieden werden konnten. Auch der Einzelhandel ist betroffen: in Folge des Treibstoffmangels werden LĂ€den seltener mit neuen Waren bestĂŒckt, weshalb es bei einigen Produkten zu EngpĂ€ssen kommen kann. Die Lebensmittelimporte selbst sind jedoch von den neuen Sanktionen nicht betroffen.

Obwohl Kuba inzwischen sogar teilweise den dreifachen Weltmarktpreis fĂŒr Öl- und Treibstofflieferungen zu zahlen bereit ist, konnte die Versorgung fĂŒr den September aufgrund des Drucks aus Washington nicht garantiert werden. Wie das US-Amt zur Kontrolle von Auslandsvermögen (OFAC) in seinem Statement betonte, seien die Sanktionen gegen die einzelnen Reedereien „nicht permanent“, sondern zielten auf eine „Besserung des Verhaltens“ der Firmen. Washington arbeitet bei der heutigen Umsetzung der 1961 erstmals verhĂ€ngten Wirtschaftsblockade gegen Kuba offenbar mit einer Strategie aus Zuckerbrot und Peitsche: wer sich bereitwillig aus dem ÖlgeschĂ€ft mit der Insel zurĂŒckzieht, kann mit einer Streichung von der Liste rechnen, allen anderen drohen harsche Sanktionen.

UnterstĂŒtzung aus China und Russland

Gute Neuigkeiten gibt es hingegen aus der Volksrepublik China, derzeit Kubas zweitwichtigster Handelspartner. So spendete die chinesische Regierung im Rahmen ihrer technischen Zusammenarbeit mit Kuba eine Summe von 800 Millionen Renminbi („), was etwa 112 Millionen US-Dollar entspricht. Das Geld soll vor allem fĂŒr die Wasserinfrastruktur, bei der Digitalisierung sowie zur Entwicklung von Kubas Pharmaindustrie eingesetzt werden, wie das Parteiorgan „Granma“ berichtet. „Wir sind nicht allein“, kommentierte Außenhandelsminister Rodrigo Malmierca die „brĂŒderliche und freundschaftliche Geste“.

Auch die Russische Föderation kĂŒndigte angesichts der aktuellen Krise an, dass Kuba „auf UnterstĂŒtzung zĂ€hlen“ könne. So sollen bereits vereinbarte Projekte im Energiesektor, wozu beispielsweise die Modernisierung der kubanischen Schwerölkraftwerke zĂ€hlt, schneller vorangetrieben werden. Auch auf den Gebieten Landwirtschaft und Transport will Russland aushelfen. Tatiana Mashkova, VizeprĂ€sidenten des russisch-kubanischen Unternehmerrats, schlug vor, kĂŒnftig mehr Transaktionen in Rubel statt in US-Dollar zu verrechnen.

„ 
bis hin zur Luft, die wir atmen“

Kubas Wirtschaft steht derzeit vor der wohl kompliziertesten Situation seit den frĂŒhen 1990er Jahren. Anders als damals kann das Land heute allerdings auf einflussreiche und zahlungskrĂ€ftige VerbĂŒndete zĂ€hlen. Die gezielte Verfolgung von Reedereien sowie der jĂŒngste Rauswurf zweier kubanischer UN-Diplomaten erinnern jedoch immer mehr an die Hochphase des Kalten Kriegs und verschlechtern spĂŒrbar die LebensqualitĂ€t auf der Insel. Europa scheint den USA in dem Konflikt um Kuba dabei nicht die Stirn bieten zu wollen. Trotz einer Verurteilung der jĂŒngsten Sanktionen hat die EU bisher keine konkreten UnterstĂŒtzungsmaßnahmen zugesagt.

Ob sich die wirtschaftliche Situation Kubas auch im Kontext der neuen US-Sanktionsrunde ab Oktober tatsĂ€chlich wieder entspannen wird, wie Kubas PrĂ€sident Miguel DĂ­az-Canel Mitte des Monats ankĂŒndigte, muss sich erst zeigen. Die Hilfen aus China und Russland kommen ohne Zweifel zur rechten Zeit, haben jedoch keinen unmittelbaren Einfluss auf die EngpĂ€sse bei den Öllieferungen. „Sie wollen uns das Wasser, den Strom, bis hin zur Luft die wir atmen abschnĂŒren“, sagte der 59-jĂ€hrige vor zwei Wochen mit Blick auf die USA, als die aktuelle Energiekrise im Rahmen einer Sondersendung im kubanischen Fernsehen angekĂŒndigt wurde.


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#Cuba
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#VRChina
NEUER BEITRAG24.10.2019, 16:22 Uhr
Nutzer / in
Valparaiso

USA sanktionieren Reedereien, China hilft mit Millionen Infolge der neuen einseitigen Zwangsmaßnahmen gegen Kuba, die die US-Regierung am 18. Oktober angekĂŒndigt hat, ist die Luftfahrt der Insel schwer getroffen worden. Insbesondere die Fluggesellschaft Cubana de AviaciĂłn musste bereist Verbindungen einstellen, wie gestern in Havanna bekannt wurde. Der stellvertretende Cubana-Direktor Arsenio Arocha Elias-MoisĂ©s wies darauf hin, dass diese Maßnahmen ein Beweis fĂŒr die VerschĂ€rfung und die AggressivitĂ€t der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade seien, die seit fast 60 Jahren gegen Kuba aufrechterhalten wird. Die VerschĂ€rfung habe wirtschaftliche SchĂ€den zur Folge, weil Vertragspartner ihre ĂŒbernommenen Verpflichtungen nicht mehr erfĂŒllten, sagte er.

Cubana de Aviacion sei von Leasinggesellschaften aus DrittlĂ€ndern ĂŒber die Einstellung bereits unterzeichneter LeasingvertrĂ€ge unterrichtet worden, was zur Annullierung internationaler FlĂŒge zu den Destinationen Santo Domingo, Mexiko, CancĂșn, Caracas, Port-au-Prince, Fort de France und Point de Pitre gefĂŒhrt habe.

Die Auswirkungen spiegeln sich auch im nationalen Flugverkehr wider, wo die Inlandrouten neu eingestellt werden mĂŒssen, die derzeit nach HolguĂ­n und Santiago de Cuba fĂŒhren. Es werde jedoch geprĂŒft, wie die Routen so angepasst werden können, dass die Auswirkungen gering blieben.

Das Unternehmen entschuldige sich fĂŒr die Unannehmlichkeiten, die die neuen Maßnahmen der Regierung der USA gegen die Insel mit sich gebracht hĂ€tten, und bekrĂ€ftigte, dass man trotz dieser aggressiven Eskalation nach den entsprechenden Lösungen suchen werde, um seine Dienstleistungen weiterhin erbringen zu können. Den FluggĂ€sten, die von der Annullierung der FlĂŒge betroffen sind, werde der Gesamtwert des Tickets in den GeschĂ€ftsstellen zurĂŒckerstattet. Bis zum 31. Dezember könnten schĂ€tzungsweise 40.000 Passagiere nicht befördert werden, was fĂŒr Cubana Einbußen von zehn Millionen konvertibler Pesos bedeute.

Granma Internacional
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