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NEUES THEMA15.05.2018, 22:14 Uhr
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smersch

• Antizionismus gegen den deutschen Imperialismus Ist ein Text von Wieweiter, aber da sie hier versuchen den Kampf gegen den Zionismus mit einer konsequenten Hauptfeindorientierung zu verknĂŒpfen, vielleicht auch fĂŒr andere interessant.

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NEUER BEITRAG16.05.2018, 02:21 Uhr
EDIT: FPeregrin
17.05.2018, 03:40 Uhr
Nutzer / in
FPeregrin

Antizionismus gegen den deutschen Imperialismus In der Tat ein sehr interessanter Text. Allerdings werde ich den Eindruck nicht los, daß das der prozionistischen Raserei komplementĂ€re und in seiner Geschichtslosigkeit analoge Verhalten zum Nahostkonflikt - "Mein Verein hui, dein Verein pfui!" - aus einer Ă€hnlichen Quelle der Dienstbarmachung fĂŒr den deutschen Imperialismus gespeist wird. So sind erheblich Teile der politischen Linken paralysierbar; der deutsch Imperialismus hĂ€lt sich zudem Claqueur-Reserven fĂŒr jede Schaukel-Option warm. Das macht die Konstatierung der Funktion einer automatisierten Israel-SolidaritĂ€t fĂŒr den deutschen Imperialismus nicht falsch, aber unvollstĂ€ndig. "[...] wenn es um Antisemitismus geht oder um Israelkritik (analog PalĂ€stinasolidaritĂ€t), dann ist in der BRD besondere Aufmerksamkeit erforderlich. FĂŒr alle, die den deutschen Imperialismus als ihren Hauptfeind erkennen, weil sie hier leben und fĂŒr den Sozialismus kĂ€mpfen, sollte mittlerweile klar geworden sein, dass diese Themen zu einer gefĂ€hrlichen Waffe in den HĂ€nden der Bourgeoisie geworden sind." Das gilt leider in beide Richtungen: ... ganz unabhĂ€ngig davon, ob man dem Zionismus nun ein erhebliches Apartheid-Potental zuzusprechen will - m.E. ist das so - oder eben nicht. Die einfache "Schalke-v.s.-96-Positionierung" in der Nahostfrage ist nicht geeignet, Antisemiten auf eine Seite zu bringen; es gibt sie vielmehr bei beiden Vereinen.

P.S.: Es gab mal eine sehr ergiebige KAZ-BroschĂŒre zum Thema des Verhaltens des deutschen Imperialismus im Nahost-Konflikt:
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NEUER BEITRAG16.05.2018, 23:39 Uhr
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leftfighta

Das scheint die SDAJ aber genau so wie Wieweiter? zu sehen:

Die Position der Bundesregierung ist dabei heuchlerisch. Man redet viel vom Völkerrecht und tut aber, aus RĂŒcksichtnahme auf die NATO-Partner und die eigenen guten Beziehungen zu Israel, ĂŒberhaupt nichts, obwohl das Völkerrecht hier so mit FĂŒĂŸen getreten wird. Dabei sind es auch deutsche Gewehre und deutsche Munition, mit denen die PalĂ€stinenser getötet wurden, denn Deutschland ist einer der wichtigsten Waffenlieferanten fĂŒr Israel – und oftmals werden die RĂŒstungsdeals mit Steuergeldern in Millionenhöhe subventioniert.

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NEUER BEITRAG17.05.2018, 00:55 Uhr
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smersch

Also ich kann hier nicht fĂŒr die SDAJ sprechen,

aber wenn ich die beiden Artikel vergleiche, fallen mir schon fĂŒr mich wesentliche unterschiede auf.

Die SDAJ erwÀhnt die Hauptfeinfrage nicht.

Wieweit hingegen schreibt sehr viel dazu, da sie offensichtlich merken, dass beides nicht ganz so einfach unter einen Hut zu kriegen is.

Die SDAJ wiederholt alt Bekanntes zu ihrer Haltung, was ebenfalls erstmal keine GrĂŒnde sind, die sich unmittelbar aus der Haupfeindorientierung ergeben. (Imperialismus und Kolonialismus als solcher, Völkerrecht, Grenzen von 1967 etc.)

Wieweiter versucht hingegen eine zwingende Konsequenz herzustellen.

Die SDAJ nennt als konkrete politische Aktionfelder: Waffenlieferungen und das Deutschland sich nicht dazu durchringt Israel vollumfÀnglich zu kritisieren.

Wieweiter unterstellt dem deutschene Imperialismus, dass sein "prozionismus" inzwischen wesentlich fĂŒr seine Strategie ist und dazu benutzt wird neben der Expansion im Ausland, insbesondere auch die Repression im Inland zu fördern und legitimieren.

Weiß nicht, ob die SDAJ da so weit gehen wĂŒrde...

Spannend finde ich ja nicht die Haltung zum Nahostkonflikt, sondern wie Wieweiter versuchen Hauptfeindorientierung und Antizionistische Haltung zu Israel vollkommen mit einander zu verschweißen, so dass das andere das jeweils andere bedingt.

FPeregin hat schon geschrieben, dass das aber historisch wie aktuell nicht viel mit der RealitÀt zu tun hat.
NEUER BEITRAG17.05.2018, 03:39 Uhr
EDIT: FPeregrin
17.05.2018, 03:42 Uhr
Nutzer / in
FPeregrin

"FPeregin hat schon geschrieben, dass das aber historisch wie aktuell nicht viel mit der RealitÀt zu tun hat."

Neenee, good old fellow, ganz so hat FPeregrin das nicht geschrieben. Mit der RealitĂ€t hat das immer was zu tun, historisch wie aktuell. Problematisch ist, daß sowohl ein pro-israelischer wie ein pro-palĂ€stinensischer Hype fĂŒr den deutschen Imperialismus propagandistisch nutzbar ist. Der Zionismus selbst liefert natĂŒrlich auch das Vehikel dazu, da er selbstgewĂ€hlt gleichzeitig auflösbar als 'die Juden (bzw. ihr Staat)' und als 'Bollwerk der Zivilisation gegen die Barbarei (stammt m.W. von Herzl himself)' auftritt. Daß das alles seinen Anstoß im europĂ€ischen Antisemitismus hat - d'accord & geschenkt!

P.S.I: Der Zionismus hat diesen Anstoß aber nicht aus der vorzionistischen Dynamik des Nahen Ostens. Das sollten wir nicht vergessen, bei allem Dreck, den Hamas & Co. hier rezipieren mögen!

P.S.II: Entscheidend bleibt die "schaukelnde" Verwendungsmöglichkeit des aktuellen Konflikts durch den deutschen Imperialismus. Und da hat Wie Weiter? -besser als die SDAJ - éine konsistente Linie aufgezeigt - aber eben nur éine von zweien!

P.S.III: @ smersch - bitte male hier einen originĂ€r "schwarz-weiß-grĂŒnen Fan roter Trikots" nicht mit "Schalke-Farben" an - das schadet der Diskussion!

P.S.IV & NB: Über tatsĂ€chlich fußbllerische LoyalitĂ€ten sollten wir uns hier
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unterhalten. Im wirklichen Leben bin ich jedenfalls kein 96-Fan!
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