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NEUES THEMA28.02.2007, 17:30 Uhr
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SDAJ

• Protest gegen geplanten Tornadoeinsatz: Pressemitteilung des Bundesvorstandes der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) - Leverkusen, 26. Februar 2007

Die SDAJ wendet sich entschieden gegen die Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr und fordert stattdessen den sofortigen Abzug der Bundeswehrsoldaten vom Hindukusch.

Anfang MĂ€rz wird der Bundestag mit den Stimmen der „Ganz Großen Koalition“ die Ausweitung des Kriegs-Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan beschließen. Mit der Entsendung von sechs bis acht Tornados zur AufklĂ€rung im Rahmen des NATO-Einsatzes ISAF verwickelt sich die Bundeswehr so immer mehr in den schmutzigen Krieg gegen die afghanische Bevölkerung. Der Einsatz in Ost- und SĂŒd-Afghanistan dient einzig und allein dem Ziel der direkten UnterstĂŒtzung der anglo-amerikanischen Luftwaffe.
Der geplante Tornado-Einsatz stellt eine neue Stufe der Kriegsbeteiligung dar. Schon jetzt operieren Einheiten des deutschen Kommando SpezialkrĂ€fte (KSK) vom Bundestag unkontrolliert in Afghanistan und unterstĂŒtzen die Soldaten der US-gefĂŒhrten „Operation Enduring Freedom“ (OEF) bei der „TerrorismusbekĂ€mpfung“.

Seit der Ausweitung des Einsatzgebietes auf den SĂŒden des Landes befinden sich die ISAF-Truppen der NATO mehr und mehr in einem Guerillakrieg, in dem es um offensive AufstandsbekĂ€mpfung geht. Die Grenzen zwischen ISAF- und OEF-Truppen verfließen dabei völlig. Zu Recht sehen somit große Teile der afghanischen Bevölkerung keinen Unterschied zwischen OEF- und ISAF-Truppen – beide werden als das wahrgenommen, was sie sind: Besatzer.

[neueartikel]
Der „Krieg gegen den Terror“ hat in Afghanistan in erster Linie die Bevölkerung getroffen. Allein 2006 sind 4.400 Afghanen bei Kriegshandlungen der Besatzer ums Leben gekommen. 70% der Afghanen leiden unter chronischem Nahrungsmangel, ein Viertel der Bevölkerung hat keinen Zugang zu Trinkwasser und nur 10% verfĂŒgen ĂŒber elektrischen Strom. Der angekĂŒndigte „Wiederaufbau Afghanistans“ ist leeres GeschwĂ€tz, wenn man sich die Zahlen vor Augen fĂŒhrt: Zwischen 2002 und 2006 wurden insgesamt 7,3 Mrd. Dollar Aufbauhilfe zur VerfĂŒgung gestellt. Im gleichen Zeitraum beliefen sich jedoch die MilitĂ€rausgaben auf 82,5 Mrd. Dollar.
Die elende Lage der Afghanen und der stĂ€ndige Terror der Besatzer sind es, die den NĂ€hrboden fĂŒr den Widerstand in der Bevölkerung bildet. So steigt auch in den Reihen der ISAF- und OEF-Truppen die Zahl der Todesopfer: allein zwischen Januar und September 2006 158 Soldaten, Tendenz steigend.

Der Krieg in Afghanistan ist eingebunden in eine Gesamtstrategie des US-Imperialismus, die auf die Kontrolle ĂŒber die Rohstoffreserven und Pipelines in der gesamten Region ausgerichtet ist. Bei der Eroberung und Absicherung von Rohstoffquellen will jedoch auch der deutsche Imperialismus nicht abseits stehen. Offen ausgesprochen werden diese Interessen z.B. im Weißbuch der Bundeswehr. Hier heißt es: Deutschland sei „im hohen Maße von einer gesicherten Rohstoffzufuhr und sicheren Transportwegen in globalem Maßstab abhĂ€ngig.“ Aus diesem Grund mĂŒsse „die Sicherheit der Energieinfrastruktur gewĂ€hrleistet werden.“ Klartext: Um die „Energieinfrastruktur“ fĂŒr deutsche Konzerne zu sichern, fĂŒhrt die Bundeswehr Kriege wie in Afghanistan.

Die SDAJ kĂ€mpft dagegen, dass Jugendliche fĂŒr die Interessen deutscher Konzerne, die uns durch massive Ausbildungsplatzvernichtung jegliche Zukunftsperspektive verbauen, auf Schlachtfeldern wie in Afghanistan verrecken sollen.
Wir sehen nicht ein, dass unsere Schulen geschlossen werden und unsere Klassen ĂŒberfĂŒllt sind, weil die Bundeswehr aufgerĂŒstet wird und allein fĂŒr den Afghanistan-Einsatz 460 Mio. Euro im Jahr verschlingt.

Wir fordern:
Deutsche Soldaten raus aus Afghanistan!
KriegseinsĂ€tze der Bundeswehr stoppen – ĂŒberall!



#afghanistan #bundeswehr #isaf #nato #sdaj
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