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NEUES THEMA27.03.2012, 12:19 Uhr
 Kollektiv 
secarts.org Redaktion
• Newsletter vom 27.03.2012 Newsletter vom 27.03.2012Liebe Leser, Freunde und Genossen,

die Kolleginnen und Kollegen im Stahlwerk des Industriellen Nikolaos Manesis in Aspropyrgos (nahe Athen) stehen seit Oktober im Streik. Der Unternehmer versucht, den Lohn der BeschĂ€ftigten auf 500 Euro bei einer ArbeitszeitverkĂŒrzung auf 5 Stunden pro Tag zu drĂŒcken. 93 der 400 BeschĂ€ftigten wurden bereits entlassen, und das alles in einer Phase, in der das Unternehmen schwarze Zahlen schreibt. Die Arbeiterinnen und Arbeiter des Betriebes sind nicht bereit, diesen Verarmungsprozess widerstandslos hinzunehmen. Sie streiken seit Monaten, obgleich sie kein Streikgeld erhalten.

StÀrkt die Streikkasse!
Spendenaufruf: SolidaritÀt mit den streikenden griechischen Stahlarbeitern!


Sie sind in ihrem Kampf deshalb auf solidarische UnterstĂŒtzung wie z. B. die Verteilung von Lebensmitteln in ihrer Gemeinde angewiesen. Die kommunistisch orientierte Gewerkschaftsfront PAME organisiert die landesweite SolidaritĂ€t politisch, aber auch materiell, was fĂŒr die betroffenen Kolleginnen und Kollegen und ihre Familien lebenswichtig ist.
Das Ziel der herrschenden Klasse ist es, solche LohnkĂŒrzungen in allen Sektoren der BeschĂ€ftigung durchzusetzen. Der Wert der Ware Arbeitskraft soll dauerhaft gesenkt werden. Die Maßnahmen der griechischen Regierung fĂŒhrten bereits zur Streichung wesentlicher Teile der Daseinsvorsorge, zur Intensivierung der Ausbeutung, zur Verarmung der Mittelschichten und zur Steigerung der Arbeitslosigkeit und des Elends. Besonders ist die Jugend betroffen, die Arbeitslosigkeit liegt bei ihr aktuell bei etwa 50 Prozent. Der Widerstand der Stahlarbeiter trĂ€gt unter diesen UmstĂ€nden exemplarischen Charakter.

Das alles geschieht allein zur Profitsicherung des Kapitals. Das griechische Volk trĂ€gt keine Verantwortung fĂŒr die Krise – es ist das internationale Großkapital, es sind insbesondere deutsche Banken sowie die griechische herrschende Klasse, die die Krise herbeigefĂŒhrt haben. Und es ist das deutsche Großkapital, das die Krise nutzt, um seine Vorherrschaft in der EU auszubauen auf dem RĂŒcken der LohnabhĂ€ngigen.

Auch in Deutschland werden die Lasten der Krise auf die Bevölkerung, insbesondere die Arbeiterklasse abgewÀlzt. Wir bezahlen die Krise mit Erwerbslosigkeit, sozialem Kahlschlag, Senkung der Reallöhne, Flexibilisierung und Erhöhung des Leistungsdrucks, Steigerung der Altersarmut und einer Staatsverschuldung, an der wir noch Generationen lang zu tragen haben.
Wir wenden uns gegen den jĂŒngst im Bundeskabinett verabschiedeten Gesetzentwurf fĂŒr den EU-Rettungsschirm ESM, der weitere Kredite von max. 500 Mrd. Euro vorsieht – Kredite, von denen einzig und allein die Kapitalseite profitiert.

Stattdessen rufen wir dazu auf, fĂŒr die Streikkasse der Stahlarbeiter in Aspropyrgos zu sammeln, denn ihr Kampf ist auch unser Kampf gegen UnternehmerwillkĂŒr, LohnkĂŒrzung, Tarifflucht und Sozialabbau. Er erfordert die konkrete SolidaritĂ€t und den gemeinsamen Widerstand der Arbeiterinnen und Arbeiter aller LĂ€nder.

www.secarts.org unterstĂŒtzt die Spendenaktion der Zeitschrift Theorie & Praxis (http://theoriepraxis.wordpress.com/ Link ...jetzt anmelden!' target='blank).


Spendenkonto:
Michael Beltz, Spendenkonto Theorie und Praxis,
Konto-Nr. 419 702,
Sparkasse Gießen,
BLZ: 513 500 25
IBAN: DE62 5135 0025 0000 4197 02
SWIFT-BIC: SKGIDE5F
Stichwort „Griechenland“


V.i.S.d.P.:
Renate MĂŒnder, St.-Cajetan-Str. 20, 81669 MĂŒnchen, E.i.S. -> dieser Newsletter lĂ€sst sich auch per Mail abonnieren: hier!-> versandt an:
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