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NEUES THEMA14.04.2010, 19:50 Uhr
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Raul Castro Ruz
GAST
"Jahr 52 der Revolution" Rede des Armeegenerals Raul Castro Ruz, Vorsitzender des Staats- und des Ministerrats und Zweiter Sekret├Ąr des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas auf der Schlusssitzung des 9. Kongresses des Kommunistischen Jugendverbandes (UJC) Havanna, am 4. April 2010

ÔÇ×Jahr 52 der Revolution"

Sehr geehrte Delegierte und G├Ąste!

Es war ein guter Kongress, der eigentlich schon mit den offenen Versammlungen im Oktober vergangenen Jahres begonnen hat, an denen hunderttausende junge Menschen teilgenommen haben, und mit den Rechenschaftsversammlungen der Grundorganisationen, der Kreis- und Provinzkomitees fortgesetzt wurde, bei denen die in diesen abschlie├čenden Sitzungen gefassten Beschl├╝sse Form angenommen haben.

Wenn etwas reichlich vorhanden gewesen ist in den vergangenen knapp f├╝nf Jahren, die seit dem 5. Dezember 2004 vergangen sind, an dem Fidel die Schlussrede des 8. Kongresses des UJC gehalten hat, dann sind das die Arbeit und die Herausforderungen.

Dieser Kongress wird inmitten einer wildesten und abgestimmten Medienkampagnen gegen die kubanische Revolution seit ihrem 50j├Ąhrigen Bestehens abgehalten, ein Thema, auf das ich notwendigerweise im Weiteren noch zur├╝ckkommen werden muss.

Obwohl ich nicht an den dem Kongress vorangegangenen Versammlungen teilnehmen konnte, habe ich mich doch im ├ťberblick ├╝ber alle informieren lassen. Mir ist bekannt, dass kaum ├╝ber Erfolge gesprochen wurde, um sich auf die Probleme zu konzentrieren, sich selbst zu ergr├╝nden und nur die unbedingt notwendige Zeit dazu zu verwenden, um den Einfluss ├Ąu├čerer Faktoren einzusch├Ątzen. Das ist der Stil, welcher die Arbeit des UJC st├Ąndig auszeichnen sollte, und zwar gegen├╝ber denjenigen, die den Splitter in des N├Ąchsten Auges zu suchen bem├╝ht sind, anstelle alle Anstrengungen zu unternehmen, das Ihrige zu tun.

Es war sehr erfreulich, viele junge, in der Produktion t├Ątige Menschen zu h├Âren, wie sie stolz und mit einfachen Worten die von ihnen ausgef├╝hrte Arbeit erl├Ąutern, wobei sie kaum die sie beeintr├Ąchtigenden materiellen Schwierigkeiten und b├╝rokratischen Hemmnisse erw├Ąhnten.

Viele der analysierten M├Ąngel sind nicht neu, sie begleiten die Organisation seit sehr langer Zeit.

Die vorangegangenen Kongresse haben die entsprechenden Beschl├╝sse hierzu gefasst, aber trotzdem kommen jene in h├Âherem oder geringerem Ma├če erneut vor, was ein Beweis der ungen├╝genden Systematik und Strenge bei der Kontrolle der Beschlusserf├╝llung ist.

In diesem Sinne ist es gerecht und notwendig, etwas zu wiederholen, worauf die Genossen Machado und Lazo bestanden haben, die dem Pr├Ąsidium zahlreicher Versammlungen vorsa├čen: Die Partei f├╝hlt sich ebenso verantwortlich f├╝r jeden Mangel der Arbeit des UJC, besonders bez├╝glich der Probleme bei der Kaderpolitik.

Wir d├╝rfen nicht zulassen, dass die verabschiedeten Dokumente erneut zu einem nur auf dem Papier enthaltenen, leblosen Schreiben werden und nur als Memoiren aufbewahrt werden. Sie m├╝ssen die Richtschnur f├╝r das t├Ągliche Handeln auf der Ebene des Landeskomitees und f├╝r jedes Verbandsmitglied darstellen. Das Wichtigste wurde schon von euch vereinbart, was bleibt, ist die Arbeit zu auszuf├╝hren.

Manche sind sehr kritisch, wenn sie sich auf die Jugend von Heute beziehen, und vergessen, dass sie auch einmal jung waren. Es w├Ąre naiv zu beabsichtigen, dass der heutige Nachwuchs genau wie jener von vergangenen Zeiten sei. Ein weises Sprichwort besagt: Die Menschen ├Ąhneln mehr ihrer Zeit als ihren Eltern.

Die jungen Kubaner sind immer bereit gewesen, sich den Herausforderungen zu stellen. Sie haben das bei den Arbeiten zur Wiederherstellung nach den Hurrikansch├Ąden bewiesen, bei der Bek├Ąmpfung der Provokationen des Feindes und den Verteidigungsaufgaben, und ich k├Ânnte noch viel mehr Beispiele nennen.

Das Durchschnittsalter der Delegierten zum Kongress betr├Ągt 28 Jahre, d. h., dass alle in den harten Jahren der Sonderperiode aufgewachsen und Teil der Anstrengungen unseres Volkes gewesen sind, um die wichtigsten Errungenschaften des Sozialismus inmitten einer sehr schwierigen wirtschaftlichen Situation aufrecht zu erhalten.

Eben genau deswegen, weil es wichtig ist, dass die Avantgarde der Jugend ├╝ber unsere reale Wirtschaftslage auf dem Laufenden ist, hat es das Komitee des Politb├╝ro unter Ber├╝cksichtigung der positiven Erfahrung der zusammen mit den Abgeordneten der Nationalversammlung hierzu durchgef├╝hrten Analyse gutgehei├čen, den Versammlungen auf Kreisebene des UJC eine Information zu bieten, welche mit aller H├Ąrte die jetzige Situation und die Perspektiven auf diesem Gebiet beschreibt. Diese haben ├╝ber 30 000 junge Verbandsmitglieder erhalten, ebenso wie die wichtigsten f├╝hrenden Funktion├Ąre der Partei, der Massenorganisationen und der Regierung auf den verschiedenen Ebenen.

Der Kampf auf wirtschaftlichem Gebiet stellt heute mehr denn je die Hauptaufgabe und das Zentrum der ideologischen Arbeit der Kader dar, weil davon die Nachhaltigkeit und die Bewahrung unseres Gesellschaftssystems abh├Ąngt.

Ohne eine solide und dynamische Wirtschaft, ohne die Beseitigung der unn├Âtigen Ausgaben und der Verschwendung k├Ânnen weder Fortschritte bei der Verbesserung des Lebensniveaus der Bev├Âlkerung erreicht werden, noch wird der Erhalt und die Verbesserung des hohen erreichten Niveaus im Bildungs- und Gesundheitswesen m├Âglich sein, dessen Dienstleistungen allen B├╝rger kostenlos gew├Ąhrt werden.

Ohne eine starke und leistungsf├Ąhige Landwirtschaft - die wir mit den uns zur Verf├╝gung stehenden Ressourcen entwickeln k├Ânnen, ohne auch nur im Geringsten die hohen Zuwendungen anderer Zeiten zu erwarten - k├Ânnen wir nicht danach trachten, die Ern├Ąhrung der Bev├Âlkerung, die immer noch sosehr vom Import der Erzeugnisse abh├Ąngt, die in Kuba angebaut werden k├Ânnen, aufrecht zu erhalten und zu verbessern.

Wir k├Ânnen niemals die Liebe zur Arbeit stimulieren, bzw. den chronischen Mangel an Bauarbeitern, Land- und Industriearbeitern, Lehrern, Polizisten und anderen unerl├Ąsslichen Berufen ├╝berwinden, die langsam verschwinden, wenn die Menschen auf Grund von ├╝berm├Ą├čig paternalistischen und irrationellen staatlichen Regelungen nicht die Notwendigkeit zur Arbeit als Lebensgrundlage sp├╝ren.

Nicht Wenige werden sich weiterhin auf Kosten des Schwei├čes der Mehrheit bereichern und Haltungen verbreiten, welche direkt das Wesen des Sozialismus angreifen, wenn wir nicht eine unersch├╝tterliche und systematische gesellschaftliche Ablehnung gegen├╝ber den Illegalit├Ąten und verschiedenen Erscheinungen der Korruption herausbilden.

Wenn wir weiterhin in fast allen Bereichen und T├Ątigkeiten des Landes eine ├╝berh├Âhte Belegschaft aufrecht erhalten und nicht an das Arbeitsergebnis gebundene Entgelte zahlen, wodurch sich die in Umlauf befindliche Geldmenge erh├Âht, dann k├Ânnen wir nicht erwarten, dass der st├Ąndige Anstieg der Preise, durch den sich die Kaufkraft der Bev├Âlkerung vermindert, gestoppt wird. Uns ist bekannt, dass es in den staatlich gest├╝tzten Bereichen und den Betrieben hunderttausende Mitarbeiter zu viel gibt, einige Analytiker sch├Ątzen den Arbeitspl├Ątze-├ťberschuss auf ├╝ber eine Million Menschen und das ist eine sehr empfindliche Angelegenheit, und wir haben die Pflicht, diese mit Beharrlichkeit und politischem Verstand anzugehen.

Die Revolution wird niemanden schutzlos lassen. Sie wird darum k├Ąmpfen, die Voraussetzungen zu schaffen, damit jeder Kubaner eine w├╝rdige Besch├Ąftigung hat, aber es handelt sich nicht darum, dass der Staat sich darum k├╝mmert, jeden Einzelnen nach mehreren Besch├Ąftigungsangeboten an einem Arbeitsplatz unterzubringen. Die B├╝rger selbst m├╝ssen die am meisten daran Interessierten sein, eine gesellschaftlich n├╝tzliche Arbeit zu finden.

Zusammenfassend gesagt bedeutet das, wenn wir weiterhin ├╝ber unsere Einnahmen hinaus ausgeben, dann verschlingen wir unsere Zukunft und bringen sogar das ├ťberleben der Revolution in Gefahr.

Wir stehen ganz und gar nicht angenehmen Realit├Ąten gegen├╝ber, aber wir verschlie├čen nicht die Augen vor ihnen. Wir sind ├╝berzeugt, dass Dogmen zerst├Ârt werden m├╝ssen und ├╝bernehmen unersch├╝tterlich und mit Zuversicht die schon stattfindende Aktualisierung unseres Wirtschaftsmodells, und zwar mit dem Ziel, die Grundlagen der Irreversibilit├Ąt und der Entwicklung des kubanischen Sozialismus zu schaffen, von dem wir wissen, dass er die Garantie der nationalen Unabh├Ąngigkeit und Souver├Ąnit├Ąt darstellt.

Mir ist nicht unbekannt, dass einige Compa├▒eros manchmal den Mut verlieren und auf vielen Gebieten unmittelbare Ver├Ąnderungen haben m├Âchten. Nat├╝rlich beziehe ich mich jetzt auf diejenigen, die dies ohne die Absicht, dem Feind in die H├Ąnde zu spielen, tun. Wir begreifen diese Beunruhigung, die im Allgemeinen aus der Unkenntnis der Gr├Â├če der vor uns stehenden Aufgabe, der Tiefgr├╝ndigkeit und Vielschichtigkeit der gegenseitigen Beziehungen zwischen den verschiedenen, zu ver├Ąndernden Faktoren innerhalb der Funktionsweise der Gesellschaft hervorgehen.

Diejenigen, die schneller vorzugehen verlangen, m├╝ssen die riesige Anzahl von Angelegenheiten ber├╝cksichtigen, die wir dabei sind zu untersuchen, von denen ich euch heute nur einige genannt habe. Wir m├╝ssen verhindern, dass wir durch ├ťbereilung oder Improvisieren bei der L├Âsung eines Problems ein noch gr├Â├čeres schaffen. Bei Angelegenheiten von strategischer Bedeutung f├╝r das Leben der gesamten Nation k├Ânnen wir uns nicht von Gef├╝hlen leiten lassen und so ohne die erforderliche Ber├╝cksichtigung aller Aspekte im Zusammenhang handeln. Das ist ÔÇô wie wir schon erl├Ąutert haben - der einzige Grund, weshalb wir beschlossen haben, den Parteitag und die ihm vorausgehende Landeskonferenz um einige weitere Monate zu verschieben.

Das ist unsere gr├Â├čte und wichtigste Herausforderung, um die Kontinuit├Ąt des in diesen 50 Jahren errichteten Werks abzusichern, welches unsere Jugend mit vollkommener Verantwortung und ├ťberzeugung ├╝bernommen hat. Die Losung dieses Kongresses lautet: ÔÇ×Alles f├╝r die Revolution!", und das bedeutet an erster Stelle, die Volkswirtschaft zu st├Ąrken und zu konsolidieren.

Die kubanische Jugend ist dazu berufen, die Abl├Âsung der Gr├╝nder-Generation zu ├╝bernehmen, und um die gro├če Kraft der Massen zu f├╝hren, bedarf es einer Avantgarde, die durch die vom pers├Ânlichen Beispiel ausgehende Autorit├Ąt ├╝berzeugt und mobilisiert, mit unersch├╝tterlichen, f├Ąhigen und angesehenen F├╝hrungskr├Ąften an der Spitze, echten F├╝hrungskr├Ąften und nicht improvisierten, solchen, die durch die unersetzliche Schmiede der Arbeiterklasse gegangen sind, in deren Scho├če die authentischen Werte eines Revolution├Ąrs kultiviert werden. Das Leben hat uns mit Beredsamkeit die Gefahr bei Verletzung dieses Prinzips bewiesen.

Fidel hat es am 4. April 1972 zur abschlie├čenden Sitzung des Zweiten UJC-Kongresses klar gesagt, ich zitiere:

ÔÇ×Niemand wird auf dem Festland schwimmen lernen, und niemand wird auf dem Meer gehen k├Ânnen. Der Mensch wird von seiner Umwelt geformt, von seinem eigenen Leben, seiner T├Ątigkeit." Und er schloss so:

ÔÇ×Wir wollen lernen, das zu sch├Ątzen, was die Arbeit hervorbringt, indem wir selbst schaffen. Wir wollen die Achtung jener G├╝ter lehren, indem wir lehren, diese G├╝ter zu schaffen."

Diese vor 38 Jahren zum Ausdruck gebrachte Idee, die sicherlich bei jenem Kongress mit Applaus bedacht wurde, ist ein weiteres offensichtliches Beispiel f├╝r diejenigen Dinge, die wir vereinbaren und anschlie├čend nicht erf├╝llen.

Heute werden mehr denn je f├Ąhige Kader ben├Âtigt, die in der Lage sind, eine effektive ideologische Arbeit durchzuf├╝hren. Dies kann weder ein Dialog von Geh├Ârlosen, noch die automatische Wiederholung von Losungen sein. Es m├╝ssen f├╝hrende Pers├Ânlichkeiten sein, die mit soliden Argumenten urteilen und diskutieren, ohne zu glauben, die absoluten Besitzer der Wahrheit zu sein; die zuzuh├Âren verstehen, selbst wenn es ihnen nicht gef├Ąllt, was einige sagen; die mit aufgeschlossenem Verstand die Kriterien der anderen einsch├Ątzen, was nicht ausschlie├čt, diejenigen, die unannehmbar sind, auf der Grundlage von Kenntnissen energisch zur├╝ckzuweisen.

Es muss die aufrichtige Diskussion gef├Ârdert und in der Meinungsverschiedenheit kein Problem gesehen werden, sondern die Quelle f├╝r die besten L├Âsungen. Die absolute Einstimmigkeit ist gew├Âhnlich fiktiv und deshalb sch├Ądlich. Der Widerspruch ist das treibende Element f├╝r die Entwicklung, wenn er, wie in unserem Fall, nicht antagonistisch ist. Wir m├╝ssen alles das, was die Simulation und den Opportunismus ern├Ąhrt, mit vollkommener Absicht unterbinden. Zu lernen, die Meinungen zuzulassen, die Einheit zu stimulieren und die kollektive Leitung zu st├Ąrken, das sind Charaktermerkmale, welche die zuk├╝nftigen Revolutionsf├╝hrer auszeichnen m├╝ssen.

Junge Menschen mit der notwendigen Haltung und F├Ąhigkeit, um Leitungsaufgaben zu ├╝bernehmen, gibt es ├╝berall im Land. Die Herausforderung besteht darin, sie zu entdecken, vorzubereiten und ihnen nach und nach gr├Â├čere Verantwortung zu ├╝bertragen. Die Massen werden es ├╝bernehmen zu best├Ątigen, dass die Auswahl richtig war.

Wir nehmen wahr, dass weiterhin Fortschritte bez├╝glich der ethnischen Zusammensetzung und in Bezug auf die Geschlechter zu verzeichnen sind. Das ist eine Richtung, bei der wir uns weder R├╝ckschritte noch Oberfl├Ąchlichkeiten leisten k├Ânnen und in der der UJC st├Ąndig arbeiten muss. Bei der Gelegenheit m├Âchte ich unterstreichen, dass dies ein weiterer derjenigen Beschl├╝sse ist, den wir in diesem Fall vor 35 Jahren auf dem ersten Parteitag gefasst haben, und dessen Erf├╝llung wir dann der Spontaneit├Ąt ├╝berlassen haben und nicht, wie es Obliegenheit war, ├╝berpr├╝ft haben. Wobei dies au├čerdem zu mehreren Anl├Ąssen seit dem Revolutionssieg eine der ersten Aussagen von Fidel gewesen ist.

Wie ich euch am Anfang gesagt habe, f├Ąllt dieser Kongress mit einer ungeheuerlichen Kampagne zusammen, um Kuba in Misskredit zu bringen, die von den imperialen Machtzentren in den Vereinigten Staaten und Europa organisiert, geleitet und finanziert wird, wobei diese scheinheilig die Banner der Menschenrechte hissen.

Mit Zynismus und Unversch├Ąmtheit wurde der Tod eines in 14 gemeinen Strafsachen zu Freiheitsstrafen Verurteilten manipuliert, der dank der wiederholten L├╝ge und dem Streben nach finanzieller Hilfe aus dem Ausland in einen "politischen Dissidenten" verwandelt und dazu angehalten wurde, mit absurden Forderungen in einen Hungerstreik zu treten.

Trotz der Bem├╝hungen unserer ├ärzte ist er verstorben, was wir ebenfalls im gegeben Augenblick bedauert haben, wobei wir die einzigen Nutznie├čer dieses Ereignisses angeprangert haben. Es sind dieselben, die jetzt ein anderes Individuum ermuntern, eine ├Ąhnliche Haltung der inakzeptablen Erpressung beizubehalten. Letzterer befindet sich, trotz aller Verleumdungen, nicht im Gef├Ąngnis. Er ist ein Mensch, der sich in Freiheit befindet und eine Strafe wegen gemeiner Delikte verb├╝├čt hat, d.h. weil er eine Frau, ├ärztin und Krankenhausdirektorin, angegriffen und verletzt hat, welcher er au├čerdem mit dem Tode gedroht hat, und sp├Ąter ebenso eine fast 70j├Ąhrige greise Frau, der die Milz operativ entfernt werden musste. Genauso wie in dem vorangegangenen Fall wird alles nur M├Âgliche unternommen, um ihm das Leben zu retten, aber wenn er seine selbstzerst├Ârerische Haltung nicht aufgibt, wird er zusammen mit seinen Schirmherren verantwortlich f├╝r das Ende sein, das von uns ebenfalls nicht gew├╝nscht wird.

Die Janusk├Âpfigkeit derjenigen, die in Europa gegen├╝ber den Folterungen im so genannten Krieg gegen den Terrorismus ein verschw├Ârerisches Schweigen bewahrten, geheime Fl├╝ge des CIA genehmigten, welche Gefangene transportierten, und sogar ihr Hoheitsgebiet f├╝r die Schaffung von geheimen Gef├Ąngnissen zur Verf├╝gung stellten, ist absto├čend.

Was w├╝rden sie sagen, wenn wir, so wie sie, die ethischen Normen verletzt h├Ątten und jene Personen mit Gewalt ern├Ąhrt h├Ątten, wie es gew├Âhnlich in vielen anderen Folterzentren, darunter auf dem Flottenst├╝tzpunkt Guant├ínamo getan wurde. ├ťbrigens sind es dieselben, die in ihren eigenen L├Ąndern ÔÇô wie es fast t├Ąglich im Fernsehen gezeigt wird - die Polizei zu berittenen Angriffen auf Demonstranten verwenden, wobei jene diese verpr├╝gelt und Tr├Ąnengas und sogar Geschosse auf sie abfeuert. Und was soll man erst ├╝ber die h├Ąufigen Misshandlungen und Dem├╝tigungen sagen, denen die Immigranten von ihnen unterworfen werden?

Die gro├če westliche Presse greift nicht nur Kuba an, sondern sie hat ebenfalls eine neue Modalit├Ąt eines unerbittlichen Medienterrors gegen jene f├╝hrende politische Pers├Ânlichkeiten, Intellektuelle, K├╝nstler und andere Pers├Ânlichkeiten eingef├╝hrt, die auf dem gesamten Planeten ihre Stimme gegen den Betrug und die Scheinheiligkeit erheben und die Ereignisse einfach objektiv einsch├Ątzen.

W├Ąhrend dessen scheint es so, dass die Vertreter der viel ger├╝hmten Pressefreiheit vergessen haben, dass die Wirtschafts- und Handelsblockade gegen Kuba und alle ihre unmenschlichen Auswirkungen auf unser Volk volle Wirksamkeit beibehalten haben und diese versch├Ąrft wird; dass die jetzige US-Regierung nicht im Geringsten mit der Unterst├╝tzung der Subversion aufgeh├Ârt hat; dass es den ungerechten, diskriminierenden und auf Einmischung bedachten Gemeinsamen Standpunkt der Europ├Ąischen Gemeinschaft, der seinerzeit von der US-amerikanischen Regierung und der extremen spanischen Rechten gef├Ârdert wurde, weiterhin gibt und dass dieser einen Regimewechsel in unserem Land fordert, oder - was dasselbe ist - die Zerst├Ârung der Revolution.

├ťber ein halbes Jahrhundert st├Ąndigen Kampfes hat unserem Volk gezeigt, dass die Unschl├╝ssigkeit das Synonym f├╝r die Niederlage ist.

Wir werden niemals gegen├╝ber der Erpressung irgendeines Landes oder einer L├Ąndergruppe nachgeben, wie m├Ąchtig diese auch sein m├Âgen, und egal, was geschieht. Wir haben das Recht, uns zu verteidigen. Wenn sie beabsichtigen, uns in die Enge zu treiben, dann sollten sie wissen, dass wir es verstehen, uns zu sch├╝tzen, und zwar in erster Linie mit der Wahrheit und den Prinzipien. Ein weiteres Mal werden wir standhaft, gelassen und geduldig sein. Der Beispiele hierf├╝r gibt es in unserer Geschichte genug!

So haben unsere heldenhaften Mambi in den Unabh├Ąngigkeitskriegen des 19. Jahrhunderts gek├Ąmpft.

So haben wir die letzte Offensive von zehntausend stark bewaffneten Soldaten der Tyrannei besiegt, der anf├Ąnglich knapp 200 K├Ąmpfer der Rebellen eine Schlacht geliefert haben, welche unter der direkten Befehlsgewalt des Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz standen und w├Ąhrend 75 Tagen, vom 24. Mai bis zum 6. August 1958, mehr als 100 Kampfaktionen ausgetragen haben, einschlie├člich vier Schlachten in einem kleinen Gebiet von 650 bis 700 Quadratkilometern, das hei├čt, in einem kleineren Gebiet, als das, welches die Stadt Havanna einnimmt. Diese gro├če Operation hat den Verlauf des Krieges entschieden und etwas ├╝ber vier Monate sp├Ąter siegte die Revolution, was Comandante Ernesto Che Guevara dazu bewegte, in seinem Feldtagebuch Folgendes festzuhalten, ich zitiere: ÔÇ×Die Batista-Armee hat diese letzten Offensive auf das Sierra Maestra-Gebirge mit verletztem R├╝ckgrat beendet." Ende des Zitats.

Die Yankee-Flotte vor der K├╝ste von Playa Gir├│n (Schweinebucht) im Jahr 1961 hat uns auch nicht eingesch├╝chtert. Vor ihren eigenen Augen haben wir ihr S├Âldnerheer vernichtet, was die erste Niederlage eines milit├Ąrischen Abenteuers der Vereinigten Staaten auf diesem Kontinent bedeutet hat.

So haben wir es erneut 1962, w├Ąhrend der Raketenkrise getan. Wir haben keinen einzigen Millimeter nachgegeben gegen├╝ber den brutalen Drohungen eines Feindes, der seine Atomwaffen auf uns gerichtet hielt und sich anschickte, die Insel zu ├╝berfallen. Wir haben nicht einmal nachgegeben, als hinter unserem R├╝cken die Bedingungen zur L├Âsung der Krise ausgehandelt worden waren und die f├╝hrenden Pers├Ânlichkeiten der Sowjetunion - des wichtigsten Verb├╝ndeten unter solch schwierigen Umst├Ąnden und von dessen Unterst├╝tzung das Schicksal der Revolution abhing - taktvoll versuchten, uns zu ├╝berzeugen, eine Inspektion des Abzugs ihrer Atomwaffen auf unserem vaterl├Ąndischen Boden zuzulassen. Wir haben ihnen geantwortet, dass diese allenfalls an Bord ihrer Schiffe in internationalen Gew├Ąssern durchgef├╝hrt werden w├╝rde, aber niemals in Kuba.

Wir sind sicher, dass schlimmere Umst├Ąnde als jene sich kaum wiederholen k├Ânnen.

Schon in etwas j├╝ngerer Vergangenheit hat das kubanische Volk ein unausl├Âschliches Beispiel seiner Widerstandsf├Ąhigkeit und seines Selbstvertrauens gezeigt, als Kuba infolge des Zusammenbruchs der sozialistischen Staatengemeinschaft und der Aufl├Âsung der Sowjetunion den R├╝ckgang seines BIP auf 35 Prozent erlitten hat, die Reduzierung des Au├čenhandels um 85 %, den Verlust seiner wichtigsten Exportm├Ąrkte f├╝r Zucker, Nickel, Zitrusfr├╝chte u. a. Erzeugnisse, deren Preise um die H├Ąlfte heruntergegangen waren, das Nichtvorhandensein von Krediten unter g├╝nstigen Bedingungen mit der entsprechenden Einstellung zahlreicher lebenswichtiger Investitionen wie die des ersten Atomkraftwerks und der ├ľl-Raffinerie von Cienfuegos, den Zusammenbruch des Verkehrs- und Bauwesen und der Landwirtschaft, als schlagartig die Lieferung von Ersatzteilen f├╝r die Technik, von D├╝nge- und Futtermitteln und von Rohstoffen f├╝r die Industrien aufh├Ârte, was den Stillstand von vielen hunderten von Fabriken verursachte und die abrupte quantitative und qualitative Verschlechterung der Ern├Ąhrung unseres Volkes bis unter die empfohlene Ern├Ąhrungsgrenze. Wir alle haben unter den hei├čen Tagen jener Sommer in der ersten H├Ąlfte der 90iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gelitten, weil wegen Mangel an Kraftstoff f├╝r die Elektrizit├Ątserzeugung der Strom ├╝ber 12 Stunden pro Tag abgeschaltet wurde. W├Ąhrend das alles geschah, haben Dutzende von westlichen Presseagenturen, ohne dass einige dabei ihren Jubel verschleierten, Berichtserstatter nach Kuba geschickt, und zwar mit der Absicht, die Ersten zu sein, die die endg├╝ltige Niederlage der Revolution berichten.

Inmitten dieser dramatischen Situation ist keiner seinem Schicksal ├╝berlassen worden, und es kam die Kraft zum Vorschein, die aus der Einheit des Volkes hervorgeht, wenn gerechte Ideen und ein Werk, das mit soviel Hingabe errichtet wurde, verteidigt werden. Nur ein sozialistisches System ist trotz seiner M├Ąngel in der Lage, eine solche riesige Probe zu bestehen.

Aus diesem Grund nehmen uns die heutigen Scharm├╝tzel der Offensive der internationalen Reaktion, die wie gewohnt von denen abgestimmt wird, die sich nicht damit abfinden, zu begreifen, dass sich dieses Land niemals auf irgendeine Art und Weise beugen wird und es vorzieht, vernichtet zu werden, wie wir 1962 gezeigt haben.

Vor nur 142 Jahren, am 10. Oktober 1868, begann diese Revolution. Damals k├Ąmpfte man gegen einen dekadenten europ├Ąischen Kolonialismus und stets unter dem Boykott des aufbl├╝henden US-amerikanischen Imperialismus, der unsere Unabh├Ąngigkeit nicht w├╝nschte bis dass ÔÇ×die reife Frucht" aus ÔÇ×geographischer Schwerkraft" in seine H├Ąnden fallen w├╝rde. So geschah es nach mehr als 30 Jahren Krieg und riesigen Opfer des kubanischen Volkes.

Heute haben die Darsteller von Au├čen ihre Rollen ausgetauscht. Seit ├╝ber einem halben Jahrhundert werden wir st├Ąndig von dem bereits modernen und m├Ąchtigsten Imperium des Planeten mit der Hilfe des Boykotts angegriffen und belagert, den der beleidigende Gemeinsame Standpunkt mit sich bringt. Dieser Standpunkt bleibt dank des Drucks von einigen L├Ąndern und reaktion├Ąren politischen Kr├Ąften der Europ├Ąischen Union unter diversen und unannehmbaren Konditionierungen unber├╝hrt.

Wir fragen uns, warum und meinen, dass dies einfach deshalb so ist, weil die Darsteller die gleichen bleiben und diese nicht auf ihre alten Herrschaftsabsichten verzichten.

Die jungen kubanischen Revolution├Ąre verstehen vollkommen, dass ihnen viele Jahre Kampf und Hingebung bevorstehen, um die Revolution und den Sozialismus zu erhalten und um weiterhin w├╝rdig und frei zu bleiben.

Gleichzeitig kommen auf die Menschheit kolossale Herausforderungen zu und an erster Stelle steht es der Jugend zu, diesen die Stirn zu bieten. Es geht um die Verteidigung des ├ťberlebens der menschlichen Gattung, die wie nie zuvor vom Klimawandel bedroht ist, der durch die irrationalen Produktions- und Verbrauchsmodelle beschleunigt wird, die der Kapitalismus erzeugt.

Heute sind wir 7 Milliarden Bewohner auf dem Planeten. Die H├Ąlfte davon ist arm, 1 Milliarde und 20 Millionen Menschen hungern. Es lohnt sich zu fragen, was wird im Jahre 2050 geschehen, wenn sich die Weltbev├Âlkerung auf 9 Milliarden Einwohner erh├Âht, und sich die Lebensbedingungen auf der Erde noch mehr verschlechtert haben?

Die Farce, mit der der Gipfel in der d├Ąnischen Hauptstadt im vergangenen Dezember beendet wurde, ist ein Beweis daf├╝r, dass der Kapitalismus mit seinen blinden Gesetzen der Marktwirtschaft niemals weder dieses, noch viele andere Probleme l├Âsen wird. Nur das Bewusstsein und die Mobilisierung der V├Âlker, der politische Wille der Regierungen und der Fortschritt des wissenschaftlichen und technischen Wissens werden das Aussterben des Menschen vermeiden k├Ânnen.

Zum Schlu├č m├Âchte ich darauf hinweisen, dass n├Ąchstes Jahr im April der 50. Jahrestag der Verk├╝ndigung des sozialistischen Charakters der Revolution und des ├╝berw├Ąltigenden Sieges ├╝ber die s├Âldnerische Invasion auf die Schweinebucht gefeiert wird. Wir werden diese bedeutenden Ereignisse ├╝berall im Land feiern, von Baracoa, wo ein Bataillon die Landung versuchte, bis zur westlichen Spitze des Landes. Und wir werden eine gro├če Massenkundgebung und eine Milit├Ąrparade in der Hauptstadt durchf├╝hren. Bei allen diesen Veranstaltungen werden die Werkt├Ątigen, die Intelektuellen und die Jugend die Hauptrolle spielen.

In wenigen Tagen, am 1. Mai, wird unser revolution├Ąres Volk ├╝berall im Land, auf den Stra├čen und Pl├Ątzen, die ihm rechtm├Ą├čig geh├Âren, dieser neuen internationalen Eskalierung von Angriffen eine weitere schlagkr├Ąftige Antwort geben.

Kuba f├╝rchtet sich weder vor L├╝gen, noch geht es aufgrund von Druck, Konditionierungen oder Zwang auf die Knie, egal woher diese kommen. Kuba verteidigt sich, wie immer, mit der Wahrheit, die sich fr├╝her oder sp├Ąter durchsetzt.

Vor 48 Jahren, an einem Tag wie dem heutigen, wurde der Kommunistische Jugendverband gegr├╝ndet. An jenem historischen 4. April 1962 behauptete Fidel:

ÔÇ×An die Jugendlichen zu glauben bedeutet, in ihnen, au├čer dem Enthusiasmus, die F├Ąhigkeit zu sehen, au├čer der Energie, Verantwortungsgef├╝hl; au├čer der Jugend, Sittlichkeit, Heldentum, Charakter, Wille und Liebe zum Vaterland, Vertrauen zum Vaterland! Liebe zur Revolution, Glauben an die Revolution, Selbstvertrauen!, die tief greifende ├ťberzeugung, dass die Jugend in der Lage ist, dass die Jugend f├Ąhig ist, die tief greifende ├ťberzeugung dar├╝ber, dass der Jugend gro├če Aufgaben ├╝bertragen werden k├Ânnen", endete er.

So war das gestern, so ist es heute und genauso wird es in der Zukunft sein.

Vielen Dank!


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