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NEUES THEMA31.10.2015, 18:41 Uhr
EDIT: FPeregrin
31.10.2015, 18:42 Uhr
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FPeregrin

• Neues zu Tarifkämpfen (ver.di & IG BAU) ver.di: Urabstimmung im Sozial- und Erziehungsdienst: 57,2 Prozent für Tarifergebnis, 29. Okt., hier: Link ...jetzt anmelden! .

IG BAU: Gebäudereiniger knacken10-Euro-Lohnmarke. 30. Okt., hier: Link ...jetzt anmelden! .
NEUER BEITRAG01.11.2015, 13:16 Uhr
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arktika

Neues zu Tarifkämpfen (ver.di & IG BAU) Juhu! Die Gebäudereiniger knacken10-Euro-Lohnmarke Die rund 600 000 Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk erhalten ab kommenden Jahr mehr Geld. Und das alles nach nur 18 Stunden "intensiver Verhandlungen".
Zu dumm nur, daß es zwar tatsächlich ab 2016 mehr Geld geben soll, die 10-€-Marke aber dann doch erst ein Jahr später gilt. Merkt ja keiner? Und die KollegInnen in der ehem. DDR müssen weiterhin etwas 10% langsamer/ungründlicher/ oder was auch immer arbeiten, um nicht deutlich unterbezahlt gegenüber denen im Westen zu sein. So sieht also ein nach IG BAU-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Ulrike Laux."wirklich wichtiger Durchbruch" aus.
NEUER BEITRAG01.11.2015, 13:27 Uhr
EDIT: arktika
01.11.2015, 13:28 Uhr
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arktika

Neues zu Tarifkämpfen (ver.di & IG BAU) Und bei der ver.di-Verlautbarung finde ich folgenden Satz zum Weinen schön:
„Damit wird ein erster Schritt in Richtung Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe erzielt,..."

Weitere Kommentare zum S+E-Streik finden sich im entsprechenden Thread bei Arbeit&Klasse.
NEUER BEITRAG01.11.2015, 13:54 Uhr
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retmarut

Neues zu Tarifkämpfen (ver.di & IG BAU) Die Aussagen der IG BAU und der ver.di sind doch völlig zutreffend, wo ist das Problem?
Es wurde geschafft in zwei sehr schlecht aufgestellten Arbeitsbereichen eine stabile gewerkschaftliche Organisierung auf die Beine zu stellen. Eben in Bereichen, wo bis vor kurzem kollektives Auftreten und aktives Eintreten für eigene Interessen unter den Beschäftigten wenig verbreitet war.

Vor ein paar Jahren hätte niemand einen müden Heller darauf verwettet, dass bei der Gebäudereinigung oder im Bereich Erziehungs- und Sozialdienste solche Aktivitäten möglich werden. Das nenne ich in der Tat einen Durchbruch. Genau dahin muss auch die weitere Anstrengung von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sowie dem "grünen" (sprich nicht Bau- und Holzgewerbe) Zweig der BAU gehen, um auch in Zukunft handlungsfähig zu bleiben: Die abgehängten Bereiche im Dienstleistungsbereich zu empowern und mit neuen Strategien in Arbeitskämpfe gehen. Dass da noch viel - durch die eigene Praxis und das Auswerten ähnlicher Vorhaben von ausländischen Schwestergewerkschaften - gelernt und ausprobiert werden muss, liegt in der Natur der Sache. Ein Durchbruch wurde aber in der Tat geschafft, hinter den man auch nicht zurückfallen darf.
NEUER BEITRAG01.11.2015, 14:07 Uhr
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FPeregrin

Neues zu Tarifkämpfen (ver.di & IG BAU) Wogegen etwas einzuwenden ist, ist der triumphalistische Ton beider Verlautbarungen. Die Gefahr eines proletarischen Sich-verarscht-Fühlens ist hier durchaus gegeben. Z.B.: "... ein erster Schritt in Richtung Aufwertung..." Was soll das sein? Hat die Aufwertung stattgefunden oder nicht?
NEUER BEITRAG01.11.2015, 14:28 Uhr
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retmarut

Neues zu Tarifkämpfen (ver.di & IG BAU) Dass Gewerkschaften Niederlagen im nachhinein oftmals als Siege deklarieren, weiß ich selbst. Das hatten wir u.a. bei der vergangenen ÖD-Runde. Das ist peinlich und führt letztlich dazu, dass die Kollegen sich verarscht fühlen.

Aber genau das ist doch im benannten S+E-Arbeitskampf beim jetzigen Abschluss eben nicht passiert. Dort wurde, nicht zuletzt weil die im Arbeitskampf gestandene Mitgliedschaft hier sehr aufmerksam ist, in den internen Veröffentlichungen und den Delegiertenversammlungen Tacheles geredet, also was unter den jetzigen Bedingungen objektiv möglich war und was nicht. Eine Beschönigung des Ergebnisses sehe ich hier ganz und gar nicht, es gab ganz im Gegenteil eine kollektive Analyse der Stärken und Schwächen des Arbeitskampfes. Auch das übrigens ein innergewerkschaftlicher Sieg. (Mensch vergleiche die jetzigen Äußerungen des Bundesvorstands bzw. Gewerkschaftsrates mal mit denen, die kurz nach der Schlichtung geäußert wurden. Damals wurde tatsächlich versucht, das Ergebnis schön- und den Arbeitskampf totzureden.)

In der Tat war dieser Arbeitskampf ein erster Schritt in Richtung Aufwertung, weil er nämlich gezeigt hat, dass hier es (vor allem in den städtischen Gebieten) mittlerweile eine kampfbereite Belegschaft gibt. Nur fehlen zur Zeit noch die entsprechenden Waffen (Hebel), über die man auch zielgerichtet zuschlagen kann. Der Durchbruch aus der jahrzehntelangen Lethargie und Bettelpose ist in diesem Arbeitskampf, wie dargelegt, geschafft worden. Jetzt muss man ver.di-intern dafür sorgen, dass dieser Durchbruch auch gesamtverbandlich ausgeweitet wird und die erreichte Organisierung in den Bereichen ausgebaut wird.
NEUER BEITRAG01.11.2015, 14:42 Uhr
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FPeregrin

Neues zu Tarifkämpfen (ver.di & IG BAU) Entschuldige, aber "ein erster Schritt in Richtung Aufwertung" bezieht sich in der Erklärung nicht auf den - durchaus überwiegend positiv zu bewertenden - Arbeitskampf, sondern auf die 57%ige Zustimmung zum Tarifergebnis.
• Hier gibt's was extra: mehr Debatten aus den www.secarts.org-Foren
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