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NEUES THEMA07.07.2022, 00:16 Uhr
EDIT: arktika
07.07.2022, 00:20 Uhr
Nutzer / in
arktika

Ukraine-"Solidarität": Keine/r soll hungern, ohne zu frieren Natürlich betrifft das nur das Proletariat, wie auch anders. Noch ist Sommer - und ein wirklich warmer u. sonniger! -, und viele stören sich (noch) nicht an der Forderung, für die Ukraine zu frieren ..., aber spätestens im Herbst dürfte sich das ändern. Dazu, was uns dann erwarten kann, ein Text von Dagmar Henn mit dem Titel Sanktionen, Duschen und deutscher Gehorsam: Frieren für die Ukraine wird konkret. Auch wenn diese Autorin mit großer Vorsicht zu genießen ist - sie hat ja schon etliche Male voll in die Scheiße gegriffen und steht immer noch als Verantwortliche auf der mittlerweile völlig ins faschistoide abgerutschten Seite des 'deutschen Sakers' -, so ist das doch eine "nette" Vorausschau. Trotz meiner Bauchschmerzen betreffs der Verfasserin habe ich ihn also reingenommen.

Sanktionen, Duschen und deutscher Gehorsam: Frieren für die Ukraine wird konkret
Langsam beginnt die Losung "Frieren für die Ukraine" konkrete Formen anzunehmen. Heute lieferten eine Wohnungsgenossenschaft aus Dippoldiswalde und der Deutsche Städtetag Hinweise darauf, wie der Herbst und Winter aussehen werden.

Geduscht wird in Dippoldiswalde künftig nach der Uhr. Zwischen vier und acht Uhr morgens, zwischen elf und eins nachmittags, und unter der Woche von fünf bis neun, am Wochenende von sechs bis neun Uhr abends. Oder kalt. Und geheizt wird erst im Oktober, egal wie kalt es davor wird.

So sehen die Regeln aus, die die Wohnungsgenossenschaft Dippoldiswalde 300 ihrer Genossen zum 1. Juli verkündete. Der Grund dafür: Die Genossenschaft müsse beim örtlichen Energieversorger eine Vorauszahlung leisten. Diese betrage aber dieses Jahr voraussichtlich 400.000 Euro, das Vierfache der Vorjahre.

Warmes Wasser nur zu bestimmten Tageszeiten? Das sind Verhältnisse, die man in Deutschland bisher nur aus Berichten über arme Länder auf anderen Kontinenten kannte. Ob eine solche Festlegung bestimmter Zeiten tatsächlich Energie spart, ist auch nicht sicher. Schließlich ist das Erste, was daraus folgt, eine Verlagerung des Verbrauchs in die Zeiten, in denen es warmes Wasser gibt; das bedeutet nicht, dass die verbrauchte Menge geringer wird.

In der Berichterstattung über diesen Schritt wird zudem ein Sprecher des Deutschen Mieterbundes zitiert, der darauf hinwies, dass die Versorgung mit warmem Wasser nach dem Mietrecht rund um die Uhr vorgesehen ist und eine Einschränkung einen Mietmangel darstellt, auf den mit einer Mietminderung reagiert werden kann.

Eine andere Variante, die in Bezug auf heißes Wasser kursierte, eine Reduzierung der Wassertemperatur auf 55 Grad, ist aus anderen Gründen nicht möglich – liegt die Wassertemperatur zu niedrig, können sich Legionellen vermehren, die eine lebensgefährliche Lungenentzündung auslösen können.

Das Dippoldiswalder Wasserregime ist ein Beispiel, wie die Vorgaben der Bundesregierung brav umgesetzt werden, ein anderes lieferte der Deutsche Städtetag. Dieser verschickte eine "Übersicht über erste Maßnahmen". Ein Posten fällt dabei besonders auf, weil er ein Einsparpotential von 25 Prozent bietet: "Rückversetzung der RLT-Anlagen in den Normalzustand vor der Pandemie (Laufzeit und Luftmengen), Abschaltung von mobilen Luftreinigungsgeräten."

Also die Klimaanlagen, die im letzten Jahr auf besonders schnelle Umwälzung gestellt worden waren, um – zugegebenermaßen mit zweifelhaftem Erfolg – vor Corona zu schützen, sollen jetzt wieder auf Normalbetrieb umschalten, und die ganzen Luftfilter, die insbesondere für Schulräume angeschafft wurden, sollen wieder außer Betrieb gehen. Natürlich nur in "Pandemieabhängigkeit". Vielleicht sollen das Robert Habeck und Karl Lauterbach auswürfeln?

Die Krankenversicherungen werden sich jedenfalls über Punkt 4 freuen: "Absenkung der Raumtemperatur in Sport- und Turnhallen". Fünf Prozent Einsparung soll das Ganze bringen, und der Städtetag scheint vorab bei der gesetzlichen Unfallversicherung nachgefragt zu haben. "17 Grad Celsius nach DGUV zulässig". DGUV heißt ausgeschrieben Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Die müsste leisten, wenn ein Unfall dem Verschulden der Kommune zugeschrieben werden kann, und sie scheint sich bei 17 Grad noch auf der sicheren Seite zu fühlen.

So, wie Versicherungen üblicherweise reagieren, heißt das nicht, dass die 17 Grad ungefährlich sind; es heißt nur, dass es noch nicht so kalt ist, dass sämtliche anderen möglichen Ursachen für eine Verletzung dahinter zurücktreten. In Wirklichkeit dürfte eine solche Temperatur insbesondere beim Schulsport die Zahl der Verletzungen nach oben treiben, weil das ohnehin schon aus Zeitmangel vernachlässigte Aufwärmen dann nicht mehr ausreicht. Von Seniorensport wollen wir gar nicht erst reden.

Nach dem Schulsport in der kalten Halle geht es entsprechend quälerisch weiter, weil auch das warme Wasser für die Duschen abgedreht werden soll. Nun sind die Temperaturen, die Wasser hat, wenn es unerwärmt aus dem Hahn kommt, in Deutschland sehr unterschiedlich. In Berlin ist es beispielsweise selbst im Winter noch lauwarm. In anderen Regionen, im Voralpenland beispielsweise, ist das Wasser aber wirklich eiskalt.

Von den Einsparvorschlägen, in Schwimmbädern die Wassertemperatur abzusenken, dürften gerade ärmere Kommunen nichts haben. Die haben ihre Schwimmbäder bereits vor Jahren geschlossen. Aber ob die Bürger es gut finden, für ihre fünf Euro Eintritt (das ist der aktuelle Preis der Münchner Hallenschwimmbäder) kälteres Wasser zu bekommen, ist eine andere Frage.

Auch in den Verwaltungen und Schulen sollen die Raumtemperaturen gesenkt werden. Insbesondere Letzteres dürfte ein Problem werden, wenn wieder das Corona-Regime des vergangenen Winters etabliert wird, in dem die Kinder ohnehin die Hälfte der Zeit in eisigen Zimmern saßen, weil die Heizung nicht schnell genug gegen das Lüften ankam. Schreiben, egal, ob von Hand oder an einer Tastatur, ist übrigens eine empfindliche feinmotorische Tätigkeit, deren Geschwindigkeit beträchtlich nachlässt, wenn die Umgebung zu kalt wird. Hoffentlich denken auch alle Lehrer beim Korrigieren schwer leserlicher Arbeiten daran, dass sie gerade ein Opfer für die Freiheit der Ukraine bringen und benoten nicht schlechter.

Der wirkliche Bringer ist allerdings der letzte Vorschlag. "Homeoffice ermöglichen." Das dürfte auf einem Missverständnis beruhen. Denn da werden zwei gleichgerichtete Versuche, zu sparen, erbarmungslos kollidieren – jener er Behörde, die Büros, und jener der Beschäftigten, die Wohnung nicht heizen zu müssen. Homeoffice verliert nämlich deutlich an Attraktivität, wenn die Wohnung kalt ist. Und während im vergangenen Jahr die dadurch auf die Beschäftigten verlagerten Kosten noch hingenommen wurden, könnte das bei der jetzt absehbaren Vervielfachung der Heizkosten ganz anders sein. Da ist es dann das warme Büro, dessen Wärme nicht den eigenen Geldbeutel beansprucht, das anziehend wird. Dafür muss man nur ein wenig Nachkriegsliteratur lesen.

Das Verblüffendste an diesen Umsetzungsplänen ist allerdings, wie kreuzbrav und widerspruchsfrei sie erstellt werden, als handele es sich um ein gottgegebenes Schicksal und nicht die Konsequenz politischer Entscheidungen. Denn schließlich bräuchte es nicht Tausende kleiner, leidvoller Schritte, um irgendwie mit dem Elend umzugehen, sondern nur einen, um das Elend aufzuheben. Es verläuft wie gehabt. Statt im richtigen Moment laut Nein zu sagen, stürzt sich der Deutsche in die verwaltungsmäßige Abarbeitung.


Am 05.07. auf RT deutsch unter Link ...jetzt anmelden!

#keinersollhungernohnezufrieren
NEUER BEITRAG17.08.2022, 20:06 Uhr
Nutzer / in
arktika

Ukraine-"Solidarität": Keine/r soll hungern, ohne zu frieren Natürlich hat das BRD-Regime für die betroffenen Menschen auch reichlich kluge Tips parat, wie sie die kommenden Mängel perfekt ausgleichen können - nein, natürlich nicht 'Brotrevolten' oder gar eine Revolution, die die Drecksklasse hinwegfeht, das "richtige" Management ist eben einfach alles. Ein Beispiel dafür:

Auf Stromausfälle vorbereiten: Diese Vorräte empfiehlt das Bundesamt für den Blackout

Angesichts der Energiekrise wächst die Angst vor einem längerfristigen Stromausfall. Vorbereitungs- und Verhaltenstipps liefert das zuständige Bundesamt.

Bonn – Angesichts der anhaltenden Energiekrise – unter anderem begünstigt durch den Ukraine-Krieg – wächst in der Bevölkerung die Sorge vor längerfristigen Stromausfällen. Für den Fall, dass die Stromversorgung über einen längeren Zeitraum nicht mehr gewährleistet wird, hat das zuständige Bundesamt auf seiner Website Vorbereitungs- und Verhaltensregeln für Verbraucher veröffentlicht.

Als wesentliche Vorbereitung gilt laut Angaben des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) die ausreichende Verfügbarkeit von Lebensmitteln.

Bei Stromausfällen: Ausreichend Nahrung für einen längeren Zeitraum vorhalten

So empfiehlt das BBK, einen Notfallvorrat haltbarer Lebensmittel vorzuhalten, der im Notfall für bis zu 10 Tage anhält. Zu den wichtigsten haltbaren Lebensmitteln zählen dabei:

[...]

Um die Mahlzeiten zubereiten zu können, sollten betroffene Hilfsmittel wie ein Campingkocher vorhanden sein. Diejenigen, die über einen Kohl- oder Gasgrill samt Garten und Balkon verfügen, sind ebenso im Vorteil bei der Nahrungszubereitung

Bei Stromausfällen: Diese Alltagsgegenstände sollten im Haushalt vorhanden sein

Eine weitere denkbare Herausforderung ist das Ausharren in Dunkelheit, wenn das Licht über einen längeren Zeitraum ausfällt. Für diesen Fall empfiehlt das BKK bestimmt Alltagsgegenstände zur Verfügung dazu haben. Dazu zählen:

[...]

Gerade beim Umgang mit Feuer ist Vorsicht geboten. Offenen Flammen sollten beispielsweise niemals unbeobachtet sein. Um die Brandgefahr zu reduzieren empfiehlt es sich zudem, feuerfeste Gefäße zu verwenden und Kerzen in Windlichtern zu platzieren.

[...]


Na, wenigstens wird ' so schön kuschelig ...
Und zum Schluß gibt ' s sogar noch ein wenig Trost, falls das alles mal doch nicht als so schön u. kuschelig empfunden wird ...

Das Thema Energieversorgung und die damit einhergehenden Kosten bleiben für Bevölkerung eine große Belastungsprobe. Um dem zu entgegnen hat die Bundesregierung in diesem Jahr bereits zwei Entlastungspakete verabschiedet.

Da wird das Volk dann aber jubeln!!!

Wer den Schrott sich in Gänze antun will, in der HNA vom 17.08. unter Link ...jetzt anmelden!
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