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Von KSV

Mit einem Traumergebnis an der Uni Graz, wo man mit 6,3 Prozent das beste Ergebnis der Geschichte einfahren konnte, und Zugewinnen an den Unis Wien und Salzburg zog der Kommunistische StudentInnenverband (KSV) gestern wieder in die ÖH-Bundesvertretung ein.

„Wir sind dankbar für jede einzelne Stimme!“, freut sich KSV-Spitzenkandidat Sebastian Wisiak. „Wir waren ehrlich, haben nicht das Blaue vom Himmel versprochen und sind von den WählerInnen dafür belohnt worden. In den kommenden zwei Jahren werden wir uns verstärkt für direkte Mitbestimmung der Studierenden einsetzen. Denn reden die Studierenden selber, gibt es keine faulen Kompromisse!“ Besonderen Wert will man dabei auf die Arbeit vor Ort legen, um sich eine Vertrauensbasis zu schaffen.

Die an der Uni Graz auf KSV-Initiative abgehaltene Urabstimmung über die prekäre Situation bei Seminar- und Laborplätzen war ein voller Erfolg. Die Universität soll kein Geld für PR-Aktionen und Prestigeprojekte ausgeben, solange noch Studierende wegen fehlender Praktika auf Wartelisten kommen. Jakob Matscheko, KSV-Spitzenkandidat an der Uni-Graz jubelt über den eindeutigen Wink mit dem Zaunpfahl, den die Studierenden an das Rektorat richten. „Jetzt, da wir den Rückhalt der Studierenden haben, werden wir nicht lockerlassen, bis endlich genug Plätze für alle zur Verfügung gestellt werden!“, gibt sich Matscheko kämpferisch.

Verärgert ist KSV-Vorsitzender Wisiak über die Verwechslungsgefahr mit dem KSV-Lili, einer wahlwerbenden Gruppe an der Uni Wien, die sich vor drei Jahren vom KSV abgespalten hat. „An der Uni Wien dürfen wir nicht als KSV antreten. Das führt dazu, dass einige unserer WählerInnen der falschen Liste die Stimme geben.“

Auch ärgert sich Wisiak über die Gegenkandidaturen der Spaltungsgruppe an anderen österreichischen Unis. „Da fahren Leute extra aus Wien nach Linz und Innsbruck um sich zu inskribieren und zu kandidieren. Das schadet unseren Leuten vor Ort.“ Dass der KSV an allen Universitäten, wo beide Verbände kandidierten den höheren Stimmenanteil erreichen konnte (mit Ausnahme der Uni Wien), ist für Wisiak logisch. „Scheininskribierte machen keinen Wahlkampf. Kein Wunder, dass wir besser aussteigen

Ein handfester Skandal ist nach Wisiak’s Meinung an der TU Wien passiert. Dort sprach die Wahlkommission dem KSV, der seit vielen Jahren dort zu den Wahlen antritt, den Namen zugunsten der Scheininskribierten ab. „Die Entscheidung ist nicht nachvollziehbar. KSV-Lili ist ausschließlich eine wahlwerbende Gruppe an der Uni Wien. Es gibt eine einstweilige Verfügung des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien, der es deren Verband verbietet sich KSV-Lili zu nennen, eben wegen der Verwechslungsgefahr.“ Der KSV wird den Beschluss der Wahlkommission nicht auf sich sitzen lassen und jedenfalls rechtliche Schritte einleiten.

Rückfragehinweis:
Sebastian Wisiak: 0660-3492014