• Artikel & Meldungen
  • aus der BRD
  • Arbeit & Kapital
  • Antifaschismus
  • Internationales
  • Lightkultur
  • Weltanschauung
  • Wissenschaft
  • Geschichte
  • Sport
  • Reiseberichte
  • Ganz Unten.
  •   in eigener Sache
      Fragen an secarts.org
      Veranstaltungen
      Ankündigungen
  • Dossiers
  • Autoren
  • Archiv
  • von Freunden
  • Hauptfeind-Konferenz
  • secarts.org Jour fixe
  • Newsfeeds
  • XML
  • Kalender
  • Kontakt
  • Impressum
  • wer wir sind
  • spenden!
  • abonnieren
  • 26.05.2013
  •  -> keine Termine eingetragen..
  • follow the revolution!
  • XML
    Feeds abonnieren als
    RSS, RDF & ATOM
    twitter
    Tweet folgen auf
    twitter.com
    delicious
    bookmarken auf
    del.icio.us
    facebook
    Fan werden auf
    facebook.com
  • 17 Schlagwörter
  • das Buch zur Konferenz:
  • Neues vom Hauptfeind
    Analysen zum deutschen Imperialismus. [edition ost 2012]
    ISBN: 978-3-360-01836-6
  • Statistik:
  • Besucher: 1381126
  • Schwerpunkte:
  • >
    Jesus liebt dich nicht.
    Er will nur Sex, wie alle Männer!

    >
    Hands off!
    Hände weg von der sozialistischen Volksrepublik China!
    >
    Solidarität mit dem Kampf
    der griechischen Bevölkerung!
    >
    Free Tibet?!
    Tibet wurde 1951 befreit! Hände weg von China!
    >
    Mittelstand ist zwecklos:
    Von der allgemeinen zur zyklischen Krise.
  • free the cuban five!
  • © 1999-2013 by www. secarts.org
    Montag, 14.12.2009 - 07:18 Uhr -  Ganz Unten.  
    Willi Gaisch 1922-2009
    Ehrenvorsitzender der steiermärkischen KPÖ verstorben
     
    -----
      text size
    -----

    Der Ehrenvorsitzende der steiermärkischen KPÖ, langjähriges Mitglied des ZK und des Polbüros der KPÖ, der antifaschistische Widerstandskämpfer, Willi Gaisch, ist im 88. Lebensjahr plötzlich verstorben.

    Willi Gaisch stammt aus einer Arbeiterfamilie. Sein Vater war Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg, wurde als russischer Kriegsgefangener zum Kommunisten und war Teilnehmer der russischen Revolution. Seine Mutter war eine russisch-jüdische Arbeiterin.

    Großbildansicht 11839_198576843431_159831358431_2992513_2159594_n.jpg (62.1 KB)
    Großbildansicht 11839_198576843431_159831358431_2992513_2159594_n.jpg (62.1 KB)
    Willi Gaisch erlitt am Donnerstag im Hörsaal A (Vorklinik der Universität Graz) im Rahmen eines Zeitzeugengesprächs "über den antifaschistischen Widerstand 1938 bis 1945" völlig überraschend einen Schlaganfall, dessen Folgen er am Freitagnachmittag erlegen ist.
    Willi Gaisch hat das Tischlerhandwerk erlernt. Bereits 1936 trat er mit einer Gruppe der Roten Falken zum Kommunistischen Jugendverband (KJV) über und im Jahr 1938 - im Jahr der deutschen Okkupation Österreichs - zur Kommunistischen Partei. Andauernde Verfolgung und zweimalige Verhaftung und durch die GESTAPO hielten Willi nicht ab, am antifaschistischen Widerstand teilzunehmen und für ein eigenständiges, freies und demokratisches Österreich einzutreten. Gaisch unterhielt unter anderem Kontakte zur kommunistischen Widerstandsgruppe des 1941 verhafteten und 1943 hingerichteten Grazer Lehrers und Dichters Richard Zach.

    Nach der Befreiung 1945 arbeitete er als Redakteur der steiermärkischen KPÖ-Tageszeitung "Wahrheit", als Bezirkssekretär in Graz, als Landessekretär und von 1979 bis 1991 als Landesobmann der KPÖ-Steiermark. Zwischen 1961 und 1991 war er Mitglied des Zentralkomitees der Partei. Dem Polbüro gehörte er in den Jahren 1987 bis 1990 an.

    Zweimal war er in den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts Spitzenkandidat bei steiermärkischen Landtagswahlen. Beim Durchlesen seiner vielfäligen Beiträge in diesen Jahren wird man zwei Konstanten finden, die auch heute von großer Bedeutung sind. Das eine ist die Hinwendung zu den Problemen der Arbeiterklasse und der Versuch, konkrete Vorschläge zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zum Ausbau einer Industrie zu machen, die sich im öffentlichen Eigentum befinden sollte. Dafür standen und stehen die Arbeitsplatzbeschaffungsprogramme der steiermärkischen KPÖ.

    Das Zweite ist der Versuch, unsere grundlegende Erkenntnisse über die Ursachen der gesellschaftlichen Entwicklung auf die die sich verändernden konkreten Bedingungen in Österreich anzuwenden. Der Marxismus war ihm dabei stets eine Richtschnur, dessen schöpferische Anwendung war seine Leidenschaft.

    In seinen vielfältigen theoretischen Versuchen ging es ihm im wesentlichen darum, daran mitzuarbeiten, dass die KPÖ als selbständige, revolutionäre, bündnisfähige und marxistische Partei die Lehren aus der gesellschaftlichen Entwicklung ziehen und einen Widerpart zur entfesselten Macht des Monopolkapitalismus darstellen konnte.

    In der Programmdebatte der KPÖ Ende der 1970er bzw. Anfang der 1980er Jahre arbeitete Gaisch eng mit dem damaligen führenden ideologischen Kopf der KPÖ, Ernst Wimmer, zusammen.

    In den Auseinandersetzungen um die politische Linie der KPÖ nach 1990 stand Gaisch stets auf der Seite der marxistischen Opposition gegen den Kurs des politischen Ausverkaufs der KPÖ unter Walter Baier. Er war Mitbegründer einer oppositionellen "Kommunistischen Initiative in der KPÖ", aus der sich nach dem statutenwidrigen Putschparteitag 2005 einerseits die sich als eigenständige Partei betrachtende KPÖ Steiermark und andererseits die Kommunistische Initiative (KI) außerhalb der KPÖ entwickelte.

    Die steiermärkische KPÖ würdigte wiederholt die Leistungen Gaischs als ihr Finanzverantwortlicher in der finanziell schwierigsten Zeit von Mitte der 1990er Jahre bis 2005. Die Erfolge bei der Landtagswahl 2005, bei Grazer und gesamtsteirischen Gemeinderatswahlen sind unter anderem eine Bestätigung seiner programmatischen Orientierung, hin zu einer marxistischen Partei des täglichen Lebens und der großen Fragen der Arbeiterklasse.

    Willi Gaisch hat sich in seinem langen politischen Leben vor keiner noch so geringen praktischen Arbeit gescheut: Sei es am Infostand, bei der Herstellung von Orts- und Betriebszeitungen oder beim Sammeln von Unterschriften. Die FreundInnen der Demokratischen Vereinigung Kinderland haben ihn als wichtigen Förderer der Organisation und als Ermöglicher des Feriendorfes in Erinnerung. Gaisch war ein wichtiger Freund und Lehrer der jungen KommunistInnen in KJÖ & KSV. Er suchte gerne das Gespräch mit neuen revolutionären Generationen - und diese horchten ihm dabei ebenso begeistert zu: Noch am letzten Abend seines ruhelosen Lebens trat er als ehemaliger Widerstandskämpfer bei einer Veranstaltung in der besetzten Grazer Uni auf und erzählte vor über 250 linken UnibesetzerInnen, StudentInnen und SchülerInnen aus dem Umfeld von KJÖ & KSV aus seinem schweren und doch erfüllenden Leben als Kommunist. Durch einen Schlaganfall geschwächt, mußte die Veranstaltung vorzeitig abgebrochen werden. Nur wenige Stunden darauf starb er.

    Willi Gaisch war ein Kommunist der alten Schule: ehrlich, kritisch, marxistisch. Er wird in den Herzen und Köpfen österreichischer KommunistInnen stets seinen angemessenen Platz bewahren!


    mehr zu diesem Thema im Internet :
    externer Link: http://www.kominform.at/article.php/20091211193732885
    www.secarts.org ist nicht für die Inhalte externer Links verantwortlich.

    © by secarts.org 1999-2013:
    Creative Commons License
    Dieser Inhalt (nur Text, keine Medien) ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert. Der Artikel darf weitergenutzt werden, wenn 1) Autor und Herkunft (Link!) angegeben , 2) keine inhaltlichen Änderungen und 3) keine kommerzielle Nutzung vorgenommen werden. Bei Weiterverbreitung bitten wir informiert zu werden!

    -----
    Artikel gelesen: 7096
     kommentieren   [1 Kommentar]
    -----


     Anmerkung vom Autor dieses Artikels hw :
    [Montag, 21.12.2009 - 16:42]

    Uni-Hörsaal trägt den Namen von Willi Gaisch:
    http://www.kpoe-steiermark.at/aid=4864.phtm


    -----
     
     kommentieren  [1 Kommentar]
    -----
  • Autor
  • Hanno Wisiak
     > visit homepage
     > Mail an Hanno Wisiak?
  • Artikel ...
  • »
    7096 mal gelesen
    »
    1 mal kommentiert
    drucken Artikel drucken
    versenden Artikel versenden
    kommentieren Artikel kommentieren
  • share this stuff!
  • facebook.com
    studi-/meinvz.net
    MySpace.com
    Google
    twitter.com
    Windows live
  • weiterlesen:
  • >
    Hasta Siempre, Comandante!
    Hugo Chávez, 28. Juli 1954 - 5. März 2013

    >
    Ein deutscher Marx-Engels-Forscher in China
    Eike Kopf: Anwendung und Weiterentwicklung des Marxismus erleben
    >
    Ho! Ho! Ho Chi Minh!
    vor 120 Jahren: Anführer der vietnamesischen Befreiung geboren
    >
    Jose Saramago ist gestorben
    Portugiesischer Dichter und Kommunist im Alter von 87 Jahren verstorben
    >
    Unvergesslicher Freund
    Erich Mühsam: Ein Leben auf Messers Schneide
    >
    zeige alle Artikel
    Würdigungen
    >
    die ganze Kategorie
    Ganz Unten.
  • dieser Autor:
  • >
    Eine längst nötige Analyse
    Buchempfehlung: Moshe Zuckermann macht das, was schon lange nötig war
    >
    Die österreichische Sozialdemokratie und der erste Weltkrieg
    [ III ] Frühgeschichte der österreichischen Arbeiterbewegung
    >
    Hainfelder Parteitag und Aufschwung der Arbeiterbewegung
    [ II ] Frühgeschichte der österreichischen Arbeiterbewegung
    >
    Der "Wiener Hochverratsprozess" von 1870
    [ I ] Frühgeschichte der österreichischen Arbeiterbewegung
    >
    Vom "Zentrum des Rechtsextremismus" ins Nationalratspräsidium
    die Situation nach den Wahlzugewinnen der FPÖ und BZÖ in Österreich
    >
    zeige alle Artikel
    von Hanno Wisiak
  • neu erschienen
  • >
    PDF-Datei, 13.26 MB
    Dokumentation der IV. Konferenz Der Hauptfeind steht im eigenen Land, 2012
    download now!
    >
    noch mehr Downloads? Hier!
     
    > goto top