• Artikel & Meldungen
  • aus der BRD
  •   was tut sich Links?
      deutscher Imperialismus
      capitalist realities
      Wahlshow
  • Arbeit & Kapital
  • Antifaschismus
  • Internationales
  • Lightkultur
  • Weltanschauung
  • Wissenschaft
  • Geschichte
  • Sport
  • Reiseberichte
  • Ganz Unten.
  • Dossiers
  • Autoren
  • Archiv
  • von Freunden
  • Hauptfeind-Konferenz
  • secarts.org Jour fixe
  • Newsfeeds
  • XML
  • Kalender
  • Kontakt
  • Impressum
  • wer wir sind
  • spenden!
  • abonnieren
  • 22.05.2013
  •  -> keine Termine eingetragen..
  • follow the revolution!
  • XML
    Feeds abonnieren als
    RSS, RDF & ATOM
    twitter
    Tweet folgen auf
    twitter.com
    delicious
    bookmarken auf
    del.icio.us
    facebook
    Fan werden auf
    facebook.com
  • 17 Schlagwörter
  • das Buch zur Konferenz:
  • Neues vom Hauptfeind
    Analysen zum deutschen Imperialismus. [edition ost 2012]
    ISBN: 978-3-360-01836-6
  • Statistik:
  • Besucher: 1379291
  • Schwerpunkte:
  • >
    Solidarität mit dem Kampf
    der griechischen Bevölkerung!

    >
    Der Hauptfeind
    steht im eigenen Land und heisst deutscher Imperialismus!
    >
    Arbeitszeitverkürzung,
    gerade jetzt! 30 Stunden pro Woche sind genug!
    >
    Wenn die Front quer ist,
    wird das Ergebnis mindestens schief:
    >
    Jesus liebt dich nicht.
    Er will nur Sex, wie alle Männer!
  • free the cuban five!
  • © 1999-2013 by www. secarts.org
    Freitag, 15.05.2009 - 14:43 Uhr -  aus der BRD  
    Offener Brief an Heinz Stehr, Vorsitzender der DKP
    Europäische Union und Europäische Linke: Debatte in der DKP
     
    -----
      text size
    -----

    Lieber Genosse Heinz Stehr,

    Verlauf und Ergebnis der 2. Tagung des 18. Parteitags am 10. Januar in Berlin veranlassen uns, das Wort mit diesem offenen Brief an Dich zu richten. Du sagst in Deinem Referat: "Das falsche Bild, dass der deutsche Imperialismus die EU als Projekt nützen würde, in Kontinuität zu den beiden verheerenden Weltkriegen seine Weltmachtziele jetzt mit der EU in Konkurrenz zu den USA und Japan durchzusetzen, ist politisch nicht zu belegen."

    Leo Mayers These vom kollektiven Imperialismus ließ sich jedoch schon in den Hochzeiten der "Globalisierung" nicht belegen, weil sie - undialektisch - das Verhältnis von Konkurrenz und Zusammenarbeit zwischen den imperialistischen Staaten nicht abbilden konnte.

    Wir meinen, dass es an der Zeit ist, die These des Bedeutungsverlusts der Staaten gegenüber den transnationalen Konzernen und verwandte Theorien angesichts der jüngsten Krisenentwicklungen zu revidieren. Es ist doch unübersehbar, dass die großen kapitalistischen Staaten die Krise nutzen, um damit die Position "ihrer" Konzerne und "ihrer" Banken zu stärken.

    Die Antwort auf diesen Brief lässt sich hier auf secarts.org nachlesen.


    Die Krise ist das Feld, auf dem derzeit die imperialistische Konkurrenz ausgetragen wird. Wenn Frau Merkel "Deutschland ist stark!" tönt, sollte das für uns als geschichtsbewusste Menschen ein Alarmzeichen sein.

    Es ist für eine kommunistische Partei, die in der Tradition der Thälmannschen KPD steht, sträflich, die Ambitionen der "eigenen" herrschenden Klasse zu verniedlichen. Wenn Leo Mayer es als programmatischen Fortschritt sieht, dass der Begriff "deutscher Imperialismus" nicht im EU-Wahlprogramm der DKP auftaucht, dann zeigt das höchstens einen Fortschritt im Nicht-Hinsehen-Wollen. Die herrschenden Klassen Deutschlands haben Europa in zwei verheerende Kriege gestürzt, die Millionen Menschen das Leben gekostet haben und die halb Europa in Schutt und Asche gelegt haben.

    Diese Klassenkräfte haben doch, gestärkt durch die konterrevolutionäre Vereinnahmung der DDR, ihre Weltmacht-Pläne nicht zugunsten eines nebulösen EU-Imperialismus oder Weltimperialismus aufgegeben. Die deutsche Monopolbourgeoisie hat sich nicht schiedlich-friedlich mit ihren europäischen Klassenbrüdern geeinigt, um dann zum gewaltfreien und freundschaftlichen Wettstreit mit der US-amerikanischen Bourgeoisie aufzurufen!

    Lieber Genosse Heinz Stehr, unser Wahlprogramm zur EU-Wahl ist mit voller Absicht "EL-kompatibel", so sagte es Leo Mayer auf dem Parteitag.

    Wir meinen, dass eine Kompatibilität und die Verbindung von Kämpfen auf nationaler und europäischer Ebene zwei Paar Schuhe sind. Welche Perspektive hat eine Kommunistische Partei, wenn sie ihr eigenes Wahlprogramm dem einer reformistischen Partei anpasst?

    5. Tagung des Parteivorstands der DKP
    28. Februar/1. März 2009, Essen - Beschluss

    • Der Parteivorstand weist den offenen Brief von Patrik Köbele und weiteren 20 Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern nach Form und Inhalt zurück.
    • Der Parteivorstand unterstützt die persönliche Erklärung von Heinz Stehr auf der 5. Parteivorstandstagung vom 28. Februar 2009.
    • Der offene Brief, die Erklärung von Heinz Stehr - erweitert durch eine inhaltliche Stellungnahme - und der Beschluss des Parteivorstandes werden in der UZ veröffentlicht.

    (Beschlossen mit 22 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen, 1 Enthaltung)
    Den Vorschlag, in möglichst vielen Bundesländern zur Bundestagswahl anzutreten, hast Du so beantwortet: "Dieses Vorhaben ist aus meiner Sicht aus politischen Gründen falsch. Es würde anders als bei den EU-Wahlen unsere Überlegungen zur Bündelung der linken Kräfte zur Formierung außerparlamentarischer Bewegungen, vor allem auch aus der Arbeiterbewegung erschweren." Wir wissen nicht, wie Du zu dieser Einschätzung kommst. "Bündelung der Linkskräfte" kann doch nicht in der Konsequenz bedeuten, dass man sich bis zur Verbiegung des eigenen Charakters anpasst! "Bündelung der Linkskräfte" bedeutet im besten Fall, dass man zu politisch wichtigen Themen zusammenarbeitet, um das gesellschaftliche Klima zu verändern, um den Weg zu Reformen zur Verbesserung der Lebensbedingungen freizumachen. Dazu gehört aber eine starke und eigenständige Kommunistische Partei, die weitergehende Aufgaben hat, als lediglich Reformen durchzusetzen.

    Aktionseinheit heißt nicht, hinter der (linken) Sozialdemokratie herzulaufen. Wir meinen, dass eine wählbare kommunistische Position, die sich klar vom Konzept der Gesamtsozialdemokratie abgrenzt, für den weiteren politischen Weg der Arbeiterklasse dieses Landes eine zentrale Bedeutung hat.

    Lieber Genosse Heinz Stehr, du sagst "Im Moment eskalieren erneut unterschiedliche Positionen zur Haltung zur Europäischen Union und zur Europäischen Linkspartei in einer Art und Weise, die das Ansehen der DKP in der politischen Linken aus meiner Sicht schwächen." Ja, in der Tat, zu diesen Punkten und zu einer ganzen Reihe anderer Fragen haben wir kontroverse Auffassungen. Hans Heinz Holz und andere haben mehrfach darauf hingewiesen, dass dies keine Besonderheit der DKP ist, sondern dass diese Kontroversen zumindest in den europäischen Kommunistischen Parteien geführt werden.

    Diese Fragen hat der Gang der kapitalistischen Entwicklung nach 1989 auf die Tagesordnung gesetzt. Es ist notwendig, diese Fragen geduldig, aber prinzipiell zu klären.

    Wir meinen, dass nicht die Diskussion über kontroverse Auffassungen die DKP schwächt, sondern die Art und Weise, wie versucht wird, diese Diskussion zu umgehen und zu verhindern.

    In diesem Zusammenhang erinnern wir daran, dass das gegenwärtige Parteiprogramm von 2006 Ergebnis einer langen und schwierigen Debatte ist. Nina Hager und Rolli Priemer haben auf und nach dem Parteitag auf den Kompromisscharakter dieses Dokuments hingewiesen. Das ist eine Ausgangslage, die von allen Beteiligten eine gewisse politische Sensibilität verlangt. Niemand stellt die Gültigkeit dieses Programms als Grundlage der Politikentwicklung in Frage. Die von Leo Mayer betriebene scheibchenweise Revision dieses Kompromisses ist jedoch offensichtlich. Nun sind Programme keine Dokumente unverrückbarer, gleichsam in Stein gemeißelter politischer Prinzipien. Die Weiterentwicklung von Positionen ist legitim und notwendig. Dies kann aber nicht durch einzelne Genossen geschehen, sondern nur durch einen transparenten Diskussionsprozess der gesamten Partei.

    Lieber Genosse Heinz Stehr, du sagst: "Nach Lage des politischen Bewusstseins, der voraussehbaren Entwicklungen wäre eine Position, die auf den Austritt aus der EU orientiert, nationalistisch und reaktionär ausdeutbar." Dies ist aus unserer Sicht die Verunglimpfung einer kritischen Position. Dergleichen ist nur noch mit der Wortwahl eines saarländischen Genossen zu überbieten, dem nichts anderes einfiel, als mit dem Begriff "parteischädigend" zu drohen. Wenn dieser Stil zur allgemeinen Methode würde, das würde in der Tat unsere Partei schwächen. Wir zumindest wollen nicht nach dem Sprichwort "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" verfahren, sondern nach einem konstruktiven Weg der Diskussion und produktiver Praxis suchen, die die DKP als marxistische Partei auf der Höhe der Zeit auszeichnen sollte.

    Dazu zurückzukehren halten wir für notwendig. Einen Weg zu finden, wie das geht, das möchten wir gerne diskutieren, mit Dir, dem Parteivorstand und allen Genossinnen und Genossen, die sich daran beteiligen möchten.

    Mit kommunistischen Grüßen
    Patrik Köbele


    Weitere Unterzeichner/innen: Anke Dussmann, Ruhr-Westfalen; Ansgar Schmidt, Ruhr-Westfalen; Axel Koppey, Hessen; Brigitte Müller, Brandenburg; Erika Baum, Berlin; Falk Nobst, Brandenburg; Frank Darguß, Niedersachsen; Hans Heinz Holz, Ruhr-Westfalen; Jutta Markowski, Ruhr-Westfalen; Karin Hildebrandt, Brandenburg; Lothar Näthebusch, Berlin; Manfred Feldmann, Südbayern; Männe Grüss, Berlin; Rainer Perschewski, Berlin; Renate Münder, Südbayern; Rolf Meier, Berlin; Sigrun Steinborn, Berlin; Tina Sanders, Hamburg; Wera Richter, Berlin; Wolfgang Herrmann, Brandenburg



    -----
    Artikel gelesen: 12740
     kommentieren   [keine Kommentare]
    -----
  • Autor
  • Patrik Köbele
     > Mail an Redaktion?
  • Artikel ...
  • »
    12740 mal gelesen
    »
    0 mal kommentiert
    drucken Artikel drucken
    versenden Artikel versenden
    kommentieren Artikel kommentieren
  • share this stuff!
  • facebook.com
    studi-/meinvz.net
    MySpace.com
    Google
    twitter.com
    Windows live
  • weiterlesen:
  • >
    Erneute Zuspitzung der Differenzen in der DKP
    Diskussionsbeitrag zur EL-Debatte von Sepp Aigner

    >
    EL-Kampagne gegen die "Sparprogramme"
    Diskussionsbeitrag von Patrik Köbele und Wera Richter
    >
    Arbeiterklasse, Kommunisten und Klassenkampf
    Thesen zur Diskussion aus der Zeitschrift "Theorie & Praxis"
    >
    Ist schon wieder 1914?
    die Linkspartei und der drohende Überfall auf Libyen
    >
    "Kunst und Kultur ist nicht gleich Kapital!"
    Presseinfo Assoziation antikapitalistischer Kunstschaffender
    >
    zeige alle Artikel
    was tut sich Links?
    >
    die ganze Kategorie
    aus der BRD
  • dieser Autor:
  • >
    Das Dilemma der KKE
    Artikel aus "Theorie & Praxis", Heft #29

    >
    Probleme des Gegenangriffs und Gedanken zu Lösungsansätzen
    Beitrag von Patrik Köbele zum Positionspapier "Den Gegenangriff organisieren!"
    >
    Das Kreuz mit der Avantgarde
    einige Thesen
    >
    zeige alle Artikel
    von Patrik Köbele
  • mehr aus dem Dossier:
  • >
    Europastrategien des deutschen Kapitals
    – oder Deutschlandstrategien des "europäischen Kapitals"?

    >
    Nein zur EU!
    Aufruf des SDAJ-Bundesvorstandes zur EU-Wahl
    >
    Für ein sozialistisches Europa!
    Gemeinsame Erklärung über die Wahlen zum Europäischen Parlament
    >
    Die Haltung der Kommunistischen Partei der Türkei zur EU
    Kommunisten und EU: internationale Erfahrungen von Genossen
    >
    "Europäische Linke" als objektiver Agent der EU?
    Schweizer Kommunisten diskutieren Verbleib in EL
    >
    das ganze Dossier
    die Kommunisten und die EU
    Unsere Zeit
    >
    Die Krise und die europäische kapitalistische Integration
    Beitrag auf dem XIX. Parteitag der Kommunistischen Partei Portugals, 30.11.2012

    >
    Klarer Sieg für Hugo Chávez
    Kommunisten fünftstärkste Kraft in Venezuela
    >
    Kapitalismus schadet der Gesundheit
    Jugendliche werden durch Arbeitsbedingungen besonders belastet
    >
    Vergangene Größe, neuer Einfluss
    In Moskau wurde das Jubiläum der "Prawda" begangen
    >
    Ein Putschist will Staatschef werden
    Vor zehn Jahren scheiterte der Versuch Venezuelas Präsidenten Hugo Chávez zu stürzen.
    >
    zeige alle Artikel
    aus Unsere Zeit - Zeitung der DKP
  • neu erschienen
  • >
    PDF-Datei, 13.26 MB
    Dokumentation der IV. Konferenz Der Hauptfeind steht im eigenen Land, 2012
    download now!
    >
    noch mehr Downloads? Hier!
     
    > goto top