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Auf Initiative der Kommunistischen Partei Chinas haben ĂŒber 230 politische Parteien aus ĂŒber 100 LĂ€ndern folgenden offenen Brief fĂŒr eine engere internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen COVID-19 veröffentlicht. Die Liste der Parteien wird nachgereicht.

Heute, da sich Covid-19 rasch auf der ganzen Welt verbreitet, stellt es die dringendste und ernsthafteste Herausforderung sowohl fĂŒr die Gesundheit der Menschheit als auch fĂŒr den Weltfrieden und die Entwicklung dar.

Angesichts dieser beispiellosen Situation veröffentlichen wir, bedeutende politische Parteien verschiedener LÀnder, die mit der gewichtigen Aufgabe betraut sind, das Wohlergehen der Menschen zu verbessern, die nationale Entwicklung zu fördern und Frieden und StabilitÀt in der Welt zu sichern, gemeinsam unseren Appell:

I. Wir sprechen allen Menschen, insbesondere den BeschĂ€ftigten im Gesundheitswesen, die sich der Rettung von Leben und dem Schutz der Gesundheit der Menschen verschrieben haben, unsere höchste Anerkennung aus. Wir bekunden denjenigen, die unter Schmerzen leiden und deren Leben durch COVID-19 bedroht ist, sowie den Familien der Verstorbenen unser tiefes MitgefĂŒhl und unsere FĂŒrsorge. Wir bringen auch unsere tiefe Trauer ĂŒber den bedauerlichen Verlust von Menschenleben bei diesem Ausbruch zum Ausdruck.

II. Wir sind uns bewusst, dass der Covid-19-Ausbruch, wenn er nicht wirksam und unverzĂŒglich eingedĂ€mmt wird, dem Leben, der Sicherheit und der Gesundheit von noch viel mehr Menschen noch grĂ¶ĂŸeren Schaden zufĂŒgen und die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der meisten LĂ€nder sowie den internationalen Austausch und die internationale Zusammenarbeit ernsthaft beeintrĂ€chtigen wird. Wir rufen alle LĂ€nder auf, das Leben, die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen ĂŒber alles andere zu stellen und entschlossene und energische Maßnahmen zu ergreifen, um der Ausbreitung von COVID-19 ein Ende zu setzen.

III. Wir unterstĂŒtzen die LĂ€nder bei der Aufstellung von NotfallplĂ€nen und Strategien zur BekĂ€mpfung von Covid-19 unter BerĂŒcksichtigung ihrer spezifischen nationalen Gegebenheiten und bei der StĂ€rkung der Zusammenarbeit, wobei der Schwerpunkt gleichermaßen auf der EindĂ€mmung der weiteren Verbreitung und der Behandlung von Patienten liegt. In der Zwischenzeit mĂŒssen moderne Wissenschaft und Technologie in vollem Umfang angewandt werden, um schnellstmögliche und bestmögliche Ergebnisse zu gewĂ€hrleisten.

IV. Wir rufen die Öffentlichkeit aller LĂ€nder auf, die Maßnahmen zur PrĂ€vention und EindĂ€mmung mit dem nötigen Sinn fĂŒr soziale Verantwortung zu erfĂŒllen. Wir bestĂ€rken alle LĂ€nder darin, die StĂ€rke der Organisationen der Zivilgesellschaft und der Freiwilligen voll auszuschöpfen, um die Kraft aller gesellschaftlichen Bereiche zur BekĂ€mpfung von Covid-19 zu entfalten.

V. Wir bestĂ€rken alle LĂ€nder darin, sich zwar der SeuchenbekĂ€mpfung zu widmen, aber einen integrierten Ansatz zu verfolgen, um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu gewĂ€hrleisten, gezielte Maßnahmen zum Schutz gefĂ€hrdeter Gruppen und der kleinen und mittleren Unternehmen zu ergreifen und ihrer Verpflichtung gegenĂŒber dem Lebensstandard der Menschen und dem sozialen Fortschritt nachzukommen. Wir fordern alle LĂ€nder auf, die internationale Koordinierung der makroökonomischen Politik zu verstĂ€rken, um die StabilitĂ€t der globalen FinanzmĂ€rkte sowie der Industrie- und Lieferketten zu erhalten, und Zölle zur Erleichterung des Handels zu senken oder zu streichen, um eine weltweite wirtschaftliche Rezession zu verhindern. Die LĂ€nder werden auch angehalten, ein angemessenes Niveau an internationalem Austausch aufrechtzuerhalten, insbesondere um den grenzĂŒberschreitenden Transport von dringend benötigter medizinischer AusrĂŒstung und Schutzmaterialien fĂŒr den Kampf gegen COVID-19 zu erleichtern.

VI. Wir sind uns bewusst, dass das Virus keine Grenzen respektiert, und kein Land kann angesichts des Ausbruchs allein auf die Herausforderungen reagieren. Die LĂ€nder mĂŒssen ihr Bewusstsein fĂŒr eine Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft fĂŒr die Menschheit schĂ€rfen, indem sie sich gegenseitig vorausschauend Hilfe und UnterstĂŒtzung leisten, wenn die Situation schwieriger wird. Engere internationale Zusammenarbeit, koordinierte Politik, konzertierte Aktionen und die weltweite Mobilisierung von Ressourcen und KrĂ€ften werden uns in die Lage versetzen, diesen Virus, einen gemeinsamen Feind der gesamten Menschheit, zu besiegen.

VII. Wir nehmen die bedeutenden Fortschritte im Kampf gegen Covid-19 in China und einigen anderen LĂ€ndern zur Kenntnis, die Zeit gewonnen und der ĂŒbrigen internationalen Gemeinschaft Erfahrungen vermittelt haben. Wir sprechen den LĂ€ndern, darunter China, unsere höchste Anerkennung dafĂŒr aus, dass sie eine offene, transparente und verantwortungsbewusste Haltung einnehmen, wenn es darum geht, entsprechende Informationen zeitnah zu veröffentlichen, Erfahrungen ĂŒber die Reaktion und die Behandlung von Patienten auszutauschen und insbesondere anderen betroffenen LĂ€ndern nach besten KrĂ€ften medizinische und andere Lieferungen zur VerfĂŒgung zu stellen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum weltweiten Kampf gegen COVID-19 und stĂ€rkt die Hoffnung und das Vertrauen der LĂ€nder, dass sie diesen Kampf gewinnen können.

VIII. Wir begrĂŒĂŸen die außerordentliche ErklĂ€rung der Staats- und Regierungschefs des G20-Gipfels zu Covid-19 und unterstĂŒtzen die LĂ€nder dabei, den Erfahrungsaustausch und die medizinische Zusammenarbeit bei der EindĂ€mmung des Ausbruchs zu verstĂ€rken, einschließlich der gemeinsamen Forschung und Entwicklung spezifischer Medikamente, Impfstoffe und Tests. Wir fordern die Bereitstellung von materieller, technischer und sonstiger UnterstĂŒtzung fĂŒr EntwicklungslĂ€nder und LĂ€nder mit anfĂ€lligen öffentlichen Gesundheitssystemen. Möge die Sonne der Zusammenarbeit das Dunkel der Pandemie vertreiben.

IX. Wir fordern eine wissenschaftlich fundierte Fachdiskussion ĂŒber Fragen wie PrĂ€ventionsmaßnahmen und den Ursprung des Virus. Wir wenden uns entschieden gegen die Politisierung von Fragen der öffentlichen Gesundheit und die Stigmatisierung anderer LĂ€nder unter dem Vorwand von Covid-19. Wir lehnen alle diskriminierenden Bemerkungen und Praktiken gegen ein Land, eine Region oder eine ethnische Gruppe entschieden ab und fordern die Regierungen aller LĂ€nder auf, aktive Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit, der Sicherheit und der legitimen Interessen der auslĂ€ndischen Staatsangehörigen und der Studenten, die sie beherbergen, zu ergreifen.

X. Wir sind der Ansicht, dass der Ausbruch von Covid-19 die Notwendigkeit offenbart hat, dass alle LĂ€nder die Aussicht auf ein gemeinsames Wachstum durch GesprĂ€che und Zusammenarbeit weiter fördern und die fĂŒhrende Rolle der Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation in der globalen Gesundheitspolitik unterstĂŒtzen mĂŒssen. Wir fordern alle Parteien auf, die Koordination und Zusammenarbeit im Rahmen der G20 und anderer internationaler Mechanismen fĂŒr eine wirksame internationale PrĂ€vention und Kontrolle zu verbessern, wenn wir uns um den Aufbau einer globalen Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft fĂŒr das öffentliche Gesundheitswesen bemĂŒhen.

Als wichtige politische Parteien aus LĂ€ndern in aller Welt sind wir entschlossen, unter den ungewöhnlichen UmstĂ€nden eine enge Kommunikation aufrechtzuerhalten und dafĂŒr zu sorgen, dass die gebĂŒhrende Rolle der politischen FĂŒhrung besser wahrgenommen wird, um politische Energie in den globalen Kampf gegen Covid-19 einzubringen. Wir sind der festen Überzeugung, dass unsere derzeitigen Schwierigkeiten nur vorĂŒbergehender Natur sind, so wie die Sonne nach jedem Sturm wieder scheinen wird. Wenn die internationale Gemeinschaft mit Zuversicht und Entschlossenheit konzertierte Anstrengungen unternimmt und einen wissenschaftlich fundierten und zielgerichteten Ansatz verfolgt, wird sie den endgĂŒltigen Sieg in der globalen Blockade gegen Covid-19 auf jeden Fall erringen. Wir glauben, dass nach der Pandemie die weltweite Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft fĂŒr die Menschheit gestĂ€rkt daraus hervorgehen wird und die Menschheit ein helleres Morgen begrĂŒĂŸen wird.

 
Creative Commons CC BY-NC-ND 4.0
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  Kommentar zum Artikel von arktika:
Montag, 06.04.2020 - 14:09

Mir etwas zu humanistisch und "menschenfreundlich", die "Menschheit" als Ganzes. Ohne KlassenwidersprĂƒÂŒche, ohne koloniale und halbkoloniale Ausbeutung, ohne Repression zu benennen? Es ist ja sicher schön und vielleicht auch sinnvoll, eine eher allgemeine ErklÀrung zu schreiben, unter die sich möglichst viele (Parteien) drunter setzen können, aber hier fehlt mir doch zuviel. Die KÀmpfe, die wir fĂƒÂŒhren (mĂƒÂŒssen), sind ausgeblendet, zugunsten einer großen - nicht existierenden und wenn wir nicht drum kÀmpfen und gewinnen, auch nicht existieren werdenden - Menschheit oder "Weltgemeinschaft". So, wie die ErklÀrung formuliert ist, kann sich auch unser Klassenfeind drunter setzen. Leider.


  Kommentar zum Artikel von tolpatchow:
Montag, 06.04.2020 - 00:57

Finde ich gut dass sich die kommunistische Partei Chinas an die Menschen der ganzen Welt wendet. Genau das ist jetzt nötig


  Kommentar zum Artikel von mmp1994:
Samstag, 04.04.2020 - 17:42

Sehr gute und humanistische ErklÀrung. Von China lernen heißt gegen Covid 19 siegen lernen! #kpch #corona #covid19


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