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Peter Gingold ist tot.

Am 28. 0ktober ist unser Freund, Kamerad und Genosse Peter Gingold im 91. Lebensjahr verstorben.

Mit Peter verlieren wir einen aufrechten Antifaschisten, der seit seiner Jugend gegen Krieg, Faschismus und Unterdrückung gekämpft hat.

In jungen Jahren wurde er in die Emigration getrieben, weil er sich in seiner Heimatstadt gegen den aufkommenden Faschismus aktiv zur Wehr gesetzt hat. Als Kommunist, aus einer jüdischen Familie kommend, war sein Leben in Nazideutschland besonders gefährdet.

Peter ging nach Frankreich und setzte dort seinen Kampf fort. Nach der Besetzung von Frankreich durch die Hitler-Wehrmacht schloss er sich dem Widerstand an und arbeitete in der Resistance. Dieser Widerstand bedrohte sein Leben. Peter und seine Frau Etty waren jedoch bereit, alles zu geben, um dem verbrecherischen Hitlersystem zu widerstehen. In Frankreich und in Italien war Peter auch im bewaffneten Widerstand zu finden.

Nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus kehrten Peter und Etty Gingold nach Frankfurt zurück. Es dauerte Jahre bis in der Bundesrepublik ihre Staatsbürgerschaft anerkannt wurde. Nach dem Verbot der KPD 1956 wurden sie wieder verfolgt. Ihre Tochter Sylvia erhielt in den 70er Jahren Berufsverbote.

Bis in sein hohes Alter wirkte Peter, auch nach dem Tod seiner Frau, in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten.

Wir konnten Peter Gingold bei öffentlichen Kundgebungen und Veranstaltungen in Göttingen erleben.

Mit seiner schlichten, freundlichen Art und seinem konsequenten Auftreten hat er uns alle tief beeindruckt.

Wir haben einen Freund verloren, der uns sehr fehlen wird.



Göttingen, den 30.10.06
Für den SprecherInnenkreis,
Peter Dürrbeck

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
Kreisvereinigung Göttingen

 
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