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Schwer zu sagen, was sein größeres Verdienst ist: 50 Jahre lang einer tödlichen Krankheit getrotzt und nur aus dem Kopf gelebt zu haben oder die Entdeckung und Erforschung schwarzer Löcher ... Stephen Hawking ist nun im Physikerhimmel - im Unendlichen. Dass schwarze Löcher keine unendliche Dichte haben und damit nicht das materielle/informatorische "Ende der Welt" sind, sondern dass sie ihre Materie in Form von Strahlung ("Hawking-Strahlung") nach und nach wieder freigeben, diese Erkenntnis wird noch lange mit seinem Namen verbunden bleiben.

Die maßgebliche Basis für seine Entdeckung war die supersymmetrische Stringtheorie: Danach, so Hawkings Überlegung, treten die Minifädchen (Form der Quarks als kleinste materielle Einheiten) paarweise auf und trennen sich zuweilen am Schwarzschildradius - also der "Kante", bis zu der ein schwarzes Loch wie ein Staubsauger alles gnadenlos verschluckt. Die Stringtheorie ist bis heute nicht bewiesen, ihr großer Gegenspieler ist die Schleifenquantentheorie. Nach der ist der Raum diskret, also körnig. Schick an dieser Theorie ist, dass Diskretes zählbar ist und man damit die hässliche liegende Acht (für Unendlich) im Nenner der zeitlichen Grenzberechnungen zum Urknall vermeidet. Ein Raum aus Pixels, hat was.

Jedenfalls ist Stephen Hawking nicht das einzige Genie im Physiker-Olymp, sein langjähriger Kollege Roger Penrose ist im selben Atemzug zu nennen. Und populärwissenschaftliche Bücher hat auch der Stringtheoretiker Brian Greene verfasst (unbedingt lesenswert für den nicht-mathematischen Laien-Physiker)!

So dass es die besagte Kombination aus Genialität und Überlebenswillen ist, die ihn einzigartig macht.


 
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