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Morgen, Kinder, wird's nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte Euch das Leben.
Das gen├╝gt, wenn man's bedenkt.
Einmal kommt auch Eure Zeit.
Morgen ist's noch nicht so weit.

Doch ihr d├╝rft nicht traurig werden.
Reiche haben Armut gern.
G├Ąnsebraten macht Beschwerden.
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bi├čchen durch die Stra├čen!
Dort gibt's Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
Macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut sch├╝tteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch.

Tannengr├╝n mit Osrambirnen -
Lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Rei├čt die Bretter von den Stirnen,
Denn im Ofen fehlt's an Holz!
Stille Nacht und heil'ge Nacht -
Weint, wenn's geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird's nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt f├╝r's Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes G├╝te reicht so weit . . . .
Ach, du liebe Weihnachtszeit!


Erich K├Ąstner, 1928.