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Wir dokumentieren im Folgenden einen Teil des "Rundbriefes der DKP M├╝nchen" vom 24. November 2017. In der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) toben fraktionelle Auseinandersetzungen, es kommt zu koordinierten Austritten. Dies schw├Ącht die ohnehin bedr├Ąngte Partei, doch tats├Ąchlich handelt es sich um eine Minderheit aus untereinander zerstrittenen Gruppen. Die DKP wird auch diesen Kampf der Linien ├╝berstehen. Ob sie daran wachsen kann, h├Ąngt wiederum nicht nur von den Noch- , Nicht-mehr- oder jetzt-erst-Recht-Mitgliedern ab, sondern von allen Kommunisten in Deutschland - es ist auch objektiv in ihrer aller Interesse.
Mit der Dokumentation des folgendes Textes wollen wir in der Abfolge aus vermeintlichen Hiobsbotschaften, Austrittserkl├Ąrungen und Neuorientierungen einen Kontrapunkt setzen. Wir fordern gleichzeitig dazu auf, nicht unsolidarisch in einen Kanon an Untergangsprognosen einzustimmen - das ist den Genossen, die weiterhin in der Partei und ebenso wie wir alle unter widrigen Bedingungen k├Ąmpfen, unw├╝rdig und f├╝r uns alle sch├Ądlich. Als Plattform mit Nutzern unterschiedlicher politischer Herkunft werden wir die DKP weiterhin solidarisch begleiten und unterst├╝tzen.

secarts.org Redaktion.



Die DKP M├╝nchen macht weiter Geschichte
Erkl├Ąrung der Kreismitgliederversammlung der DKP M├╝nchen


Am 4.11.2017 haben mehrere DKP-Mitglieder ihren Austritt angek├╝ndigt. Die ehemaligen Sprecher des DKP-Kreisvorstandes haben eine ├Âffentliche Erkl├Ąrung verbreitet, dass damit ┬ädie DKP M├╝nchen Geschichte┬ô und ab jetzt ┬äihr Raum┬ô durch andere zum Teil erst zu bildende Organisationen ┬ävollst├Ąndig ausgef├╝llt┬ô sei.

Das ist unrichtig. Die heute anwesenden Mitglieder der DKP haben am heutigen 18.11.2017 auf ihrer Kreismitgliederversammlung einen neuen Kreisvorstand gew├Ąhlt und die weitere Arbeit beraten und beschlossen. Der Kreis M├╝nchen der Deutschen Kommunistischen Partei bedauert den Austritt oft langj├Ąhriger und verdienter Genossinnen und Genossen, ihre in weiten Teilen sachlich unrichtige Austrittsbegr├╝ndung und vor allem ihren Mangel jeglicher Selbstkritik.

Der Kreis M├╝nchen der DKP wird sich jedoch in einem H├Âchstma├č an Verst├Ąndigung und Zusammenarbeit mit den Genossinnen und Genossen, die unsere Partei jetzt verlassen, bem├╝hen, soweit sie weiterhin f├╝r Frieden, Demokratie und Sozialismus wirken wollen.

In einer immer gef├Ąhrlicheren politischen Entwicklung ist ressentimentfreier solidarischer Kampf aller Linken mehr denn je vonn├Âten.

M├╝nchen, 18.11.2017


AUFBRUCH IN EINE NEUE ZUKUNFT

Bericht ├╝ber die Kreismitgliederversammlung der DKP am 18.11.2017

Am 18.11.2017 versammelten sich auf Einladung des ehemaligen Kreisvorstandes die Mitglieder der DKP M├╝nchen zu einer au├čerordentlichen Kreismitgliederversammlung. In den letzten Jahren hatte der ehemalige Kreisvorstand nur noch zu Kreisdelegiertenversammlungen eingeladen, obwohl die Mitgliederzahl der DKP in M├╝nchen nicht signifikant gestiegen war. Dies f├╝hrte dazu, dass der inhaltliche Austausch und die Diskussion zwischen den verschiedenen Parteigruppen de facto nicht mehr stattfand. Die vor zwei Jahren getroffene Einsch├Ątzung des ehemaligen Kreissprechers Leo Mayer, mit ┬äden anderen┬ô lohne sich die Diskussion nicht mehr, wurde zur Handlungsgrundlage des Kreisvorstandes.

Die Kreismitgliederversammlung beschloss den Wunsch an den neuen Kreisvorstand, ab jetzt wieder Kreismitgliederversammlungen statt Kreisdelegiertenkonferenzen durchzuf├╝hren. Der inhaltliche Austausch soll aber auch h├Ąufiger stattfinden, zum Beispiel durch gemeinsame Bildungsarbeit. Auch die Bezirksversammlung am 9. Dezember sowie die gemeinsame Jahresabschlussfeier der DKP M├╝nchen bieten hier gute Gelegenheiten.

Auf der Kreismitgliederversammlung kam auch der gemeinsame Wille der Genossinnen und Genossen zum Ausdruck, die Arbeit der DKP M├╝nchen fortzuf├╝hren und die Partei aufzubauen. Der Austritt mehrerer Genossinnen und Genossen ┬ľ u. a. des ehemaligen Kreisvorstandes, die in der DKP keine Perspektive mehr gesehen haben, wurde von allen Anwesenden bedauerst. Einigkeit bestand auch darin, dass ihre gemeinsame Austrittserkl├Ąrung sachlich unrichtig ist und der Mangel an Selbstkritik dieser Genossinnen und Genossen bedauert wird. Der nach au├čen von einigen vermittelte Eindruck, die DKP M├╝nchen habe sich aufgel├Âst, wurde als haltlos und unwahr bezeichnet.

Die DKP M├╝nchen macht weiter Geschichte. In vielen Redebeitr├Ągen wurde die Zukunft der DKP in M├╝nchen und die Anforderungen an den neuen Kreisvorstand von vielen Genossinnen und Genossen formuliert. In n├Ąchster Zeit gehe es darum, die Arbeit der Parteigruppen zu stabilisieren und die gemeinsame Diskussion und Austausch zu gew├Ąhrleisten. Die gemeinsame Vorbereitung des Parteitags soll durch den neuen Kreisvorstand in der gesamten DKP M├╝nchen organisiert werden, z.B. durch eine Kreisversammlung zur Handlungsorientierung. Auch gemeinsame Aktionen wie gegen die Sicherheitskonferenz, zum Ende des NSU-Prozesses oder zur inhaltlichen Erweiterung des nach einer Kommunistin benannten Resi-Huber-Platzes sollen durch den neuen Kreisvorstand geplant werden. Einigkeit bestand auch darin, dass jede Genossin und jeder Genosse der DKP M├╝nchen in die gemeinsame Diskussion und Aktion eingebunden werden soll. Auch der Rundbrief der DKP M├╝nchen soll fortgef├╝hrt werden.

Die Hausdurchsuchung beim ehemaligen Kreissprecher und Aktivisten Kerem Schamberger wurde von der Versammlung scharf kritisiert. Erneut wurde hier durch die M├╝nchner Polizei versucht, die Solidarit├Ątsbewegung mit der kurdischen YPG zu kriminalisieren. Die DKP M├╝nchen sieht das als Ma├čnahme der Einsch├╝chterung nicht allein gegen Kerem, sondern gegen alle Antiimperialisten und erkl├Ąrte sich daher solidarisch [...]

Kreisvorstand der DKP M├╝nchen, 20.11.2017

 
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  Kommentar zum Artikel von smersch:
Montag, 15.01.2018 - 17:10

Nicht dass es wirklich wichtig w├â┬Ąre, aber beim durchgehen das Programms von Susan Witt-Stahls 489 000 Veranstaltung gegen Antideutsche bin ich auf Free Palestine FFM gesto├â┬čen, die Verd├â┬Ąchtig nach wieweiter FFM rochen (und auch waren).

Und beim erst besten Beispiel f├â┬╝r ihre Arbeit bin ich doch auf etwas gesto├â┬čen, dass mich sehr in meiner Vorstellung best├â┬Ątigt, wie sich zumindest wieweiter FFM so im Allgemeinen verh├â┬Ąlt :D.

Man beschwert sich über Meinungsunterdrückung nachdem (!) man die Bühne eingeladen wurde, man weigert sich auf Fragen einzugehen oder auch nur irgendeine gemeinsame Grundlage herzustellen - egal wie banal - und die Aktion am Ende - autsch.

Ich erkannte da gewissen Parallen wenn man Free Palestine FFM f├â┬╝r wieweiter und die DKP f├â┬╝r den Israeltag h├â┬Ąlt :D

(Also nur die ersten 4 min oder so)

https://www.youtube.com/watch?v=ShAcuhOty5g




  Kommentar zum Artikel von secarts:
Samstag, 13.01.2018 - 01:47

Also, Freunde, es handelt sich, von den Verbreitern hier selbst angemerkt, nur um Ger├â┬╝chte. Insofern sollten wir auf die Vernunft setzen und erst mal schauen. Und sachlich bleiben. Es ist v├â┬Âllig in Ordnung, wenn die bzw. eine neue Gruppe bei der Konferenz auftritt, solange sie sich an die Regeln h├â┬Ąlt. Und wenn nicht, wird das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei weit ├â┬╝ber 2000 Zuschauern v├â┬Âllig untergehen.

Der letzte Artikel von wieweiter.net setzt leider eine Linie fort, sich ausschlie├â┬člich auf kommunistische und marxistische Organisationen und Medien einzuschie├â┬čen. Aber daraus resultiert doch noch kein Aufruf zur Sabotage. Meinetwegen auch zugespitzter ausgedr├â┬╝ckt: bisher hat wieweiter.net gar nicht bewiesen, ├â┬╝berhaupt zu einer Praxis bef├â┬Ąhigt zu sein.


  Kommentar zum Artikel von tolpatchow:
Freitag, 12.01.2018 - 22:55

Es ist nur noch zum fremdsch├â┬Ąmen. Noch vor einem Jahr haben sich nicht unwesentliche Protagonisten dort schlie├â┬člich selbst inszeniert...

Also ich sag mal, wenn die wirklich ne Provo-Nummrr ausgerechnet gegen die RLK starten, die fetteste linksradikale Veranstaltung der BRD, dann sind sie erledigt. Da d├â┬╝rften schon die eigenen Anh├â┬Ąnger mehrheitlich nicht mitgehen.


  Kommentar zum Artikel von retmarut:
Freitag, 12.01.2018 - 19:05

Zum Text: Was f├â┬╝r eine Bauchnabelschau! Pressebeschimpfung und gleichzeitig einfordern, dass die jW diese linkssektiererischen Erg├â┬╝sse doch gef├â┬Ąlligst abdrucken solle. Wie irre ist das denn?

Man sucht sich einen v├â┬Âllig herbeikonstruierten Aufh├â┬Ąnger, um im weiteren die eigenen Konvolute zu promoten. Und die jW soll daf├â┬╝r als billige Projektionsfl├â┬Ąche herhalten. - Selten habe ich in letzter Zeit einen so peinlichen, selbstbeweihr├â┬Ąuchernden Text gelesen.

Wenn das der erste gro├â┬če Aufschlag von Ww sein soll, dann ahne ich schon wie es weitergeht.


  Kommentar zum Artikel von smersch:
Freitag, 12.01.2018 - 14:51

Also wei├â┬čt du schon wozu sich bekennen aber willst es nicht verraten?


  Kommentar zum Artikel von Menachier:
Freitag, 12.01.2018 - 14:37

"Das ist ja wohl der absolute Abschuss."

Naja sie h├â┬Ąuten sich, bis zur Kenntlichkeit.

Einfach schauen, wen sie zu ihren Feinden erkl├â┬Ąren - und sich fragen, wer eventuell dieselben Feinde hat...


  Kommentar zum Artikel von smersch:
Freitag, 12.01.2018 - 13:21

H├â┬Ątten sie mal lieber einfach gegen die Relativierung des chinesischen Imperialismus protestiert.

Das ist ja wohl der absolute Abschuss.

http://wieweiter.net/zu-sagen-was-ist-rosa-luxemburg/#more-252


  Kommentar zum Artikel von Menachier:
Freitag, 12.01.2018 - 07:43

Nee, aber würde auch passen. Es geht wohl um Canan Bayram, die bei einer Podiumsdiskussion dabei ist.
Aber andererseits f├â┬Ąllt mir kaum ein Referent der Konferenz ein, der die Gnade der Frankfurter finden d├â┬╝rfte. Vielleicht der Moderator Dr. Seltsam?


  Kommentar zum Artikel von smersch:
Freitag, 12.01.2018 - 01:04

Geht es zuf├â┬Ąlligerweise hierum?

"Ding Xiaoqin, Volksrepublik China

Professor an der Universit├â┬Ąt Shanghai f├â┬╝r Finanzen und Wirtschaft

├é┬╗Wie unterscheidet sich Chinas Rolle in Afrika von der der imperialistischen Hauptm├â┬Ąchte?├é┬ź"


Achja, die KPD Ost hat auf Facebook den wieweiter-Text geteilt, warum die DKP schon immer Revisionistenschweine waren.

Gibt es da Connections oder freuen die sich einfach nur über DKP-Kritik?


  Kommentar zum Artikel von Menachier:
Freitag, 12.01.2018 - 00:36

Es geht das Ger├â┬╝cht um dass "wieweiter" eine Aktion w├â┬Ąhrend der Luxemburg-Konferenz der "Junge Welt" gegen die Veranstalter plant. Sie (die Frankfurter) sollen mit irgendeiner Besetzung eines Diskussionspanels nicht einverstanden sein.

Das wird gewisserma├â┬čen der Lakmustest f├â┬╝r die neue Gruppe. Neben DKP und SDAJ, nun die Tageszeitung Junge Welt als drittes Feindbild? Da w├â┬Ąren sie in "guter Gesellschaft" angekommen ...


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