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Kolumbien: Friedensvertrag mit der FARC-EP unterzeichnet
  begonnen von Zendox am 29.09.2016
  Seite: 12  
08.10.2016, 02:45 Uhr
Kolumbien: Friedensvertrag mit der FARC-EP unterzeichnet

EDIT: FPeregrin
08.10.2016, 02:46 Uhr
Communarde
FPeregrin
TP gestern: Nobelpreis für Juan Manuel Santos soll Frieden in Kolumbien retten. Harald Neuber analysiert - nicht überraschend - zur Nicht-Berücksichtigung der FARC: "Mit der exklusiven Ehrung für Santos versucht das Nobelkomitee offenbar auch, Santos in der Auseinandersetzung mit regressiven Teilen der kolumbianischen Oberschicht den Rücken zu stärken." Diese Einschätzung wir aber von "weichen" Teilen der kolumbianischen Bourgeoisie offenbar nicht geteilt: "Beachtlicherweise kritisierte nach Bekanntgabe der Entscheidung aus Oslo auch die kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt die exklusive Auszeichnung von Santos. Betancourt befand sich zwischen 2002 und 2008 in Gefangenschaft der Farc. In einem Interview mit dem französischen Fernsehsender I-Telé sagte die Grünen-Politikerin auf die Frage, ob auch die Farc den Friedensnobelpreis verdienten: "Für mich ist es schwer, dies zu bejahen, aber, ja, das würde ich sagen.""

Der ganze Artikel hier:
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08.10.2016, 03:02 Uhr
Kolumbien: Friedensvertrag mit der FARC-EP unterzeichnet

Communarde
FPeregrin
Peter Nowak, auch gestern auf TP, u.d.T.: Einseitige und konfliktscheue Nobelpreisvergabe: "Angesichts der Tatsache, dass sogar Bundeskanzlerin Merkel als Kandidatin für den Friedensnobelpreis gehandelt wurde, wobei niemand sagen konnte, wofür eigentlich, ist die Entscheidung, den kolumbianischen Präsidenten damit zu bedenken, so schlecht nicht. Schließlich wird damit der Focus auf einen jahrzehntelangen Konflikt gelenkt, der noch nicht vorbei ist. / Das liegt nicht nur daran, dass eine knappe Mehrheit in Kolumbien am Wochenende gegen den Vertrag votiert hat, sondern macht deutlich, dass noch immer eine starke Rechte im Land aktiv ist und auch Unterstützung in der Bevölkerung hat, die die Guerilla und die sozialen Proteste am liebsten repressiv mit der Zerschlagung der Bewegungen lösen wollen. Darin haben die herrschenden Kreise Kolumbiens Erfahrung. [...] Daher ist es kein gutes Zeichen, wenn sich nach der knappen Ablehnung des Friedensabkommens der kolumbianische Präsident mit den harten Rechten um Uribe treffen will. Das sind die Sachverwalter der Großgrundbesitzer und ihrer Todesschwadronen. Sie wollen immer noch ein System der Ausbeutung und Ungleichheit dadurch perpetuieren, in dem sie die Träger der sozialen Proteste ausschalten wollen. / Doch es soll ein Kompromiss mit den Rechten sein, die sich bisher dagegen sträuben. Präsident Santos dürfte es nicht schwer verfallen, bei Nachverhandlungen zur Rettung des Friedensabkommens diesen Rechten Zugeständnisse zu machen. Er kommt schließlich aus diesen Kreisen, war lange Zeit auch ein Vertreter einer Politik der Repression gegen Guerilla und die sozialen Bewegungen in Kolumbien, er war auch als Verteidigungsminister unter Präsident Uribe an deren Menschenrechtsverletzungen beteiligt. / Wenn jetzt der Druck auf die FARC zunimmt, noch mehr Forderungen der Rechten zu akzeptieren, um das Abkommen zu retten, wäre das angesichts der bekannten mörderischen Traditionen der kolumbianischen Oberschicht und ihrer Schwadronen nicht nur für sie, sondern auch für die Aktivisten der sozialen Bewegungen lebensgefährlich. Daher ist umso unverständlicher, dass das Nobelpreiskomitee den Preis nicht geteilt hat. / [...] Eine Teilung des Preises hätte auch in Kolumbien als Signalverstanden werden können, dass nicht nur die Regierung, sondern auch die andere Seite bei den Verhandlungen unter internationaler Aufmerksamkeit steht. / Das verhindert im Zweifel nicht unbedingt den Terror der Todesschwadronen. Doch es wäre ein Signal gewesen, dass bei den Verhandlungen zwischen der FARC und der kolumbianischen Regierung zwei gleichberechtigte Partner gegenübersitzen. Zudem wäre deutlich geworden, dass die Gründe, die zur Bildung der FARC wie auch der weiter bestehenden Guerilla ELN in den zutiefst ungerechten sozialen und politischen Verhältnissen des Landes liegt. Solange sie nicht grundlegend geändert sind, kann von Frieden keine Rede sein. / Gerade dieses Signal wollte das Nobelpreiskomitee aber nicht aussenden. Indem es einseitig nur den kolumbianischen Präsidenten und nicht auch deren Verhandlungspartner auszeichnete, ergriff es auch eindeutig Partei für genau diese Seite. [...] Hätte auch die FARC die Hälfte des Preises bekommen, hätte das Nobelkomitee die Entscheidung verteidigen müssen, eine Organisation auszuzeichnen, die nach den Anschlägen vom 11.September 2001 völlig willkürlich auf Terrorlisten gesetzt wurde, obwohl sie mit den islamistischen Angriffen nichts zu tun hat. Indem es nun einseitig nur eine Seite im kolumbianischen Konflikt mit den Preis bedachte, setzt es seine bisherige Linie fort. Konfliktscheu, konservativ und immer an Rockzipfel der Mächtigen hängend."

Der ganze Text hier:
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08.10.2016, 04:46 Uhr
Kolumbien: Friedensvertrag mit der FARC-EP unterzeichnet

EDIT: FPeregrin
08.10.2016, 04:47 Uhr
Communarde
FPeregrin
Zum Referendum gibt es NB eine Textsammlung auf LabourNet, hier:
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09.11.2016, 01:39 Uhr
Kolumbien: Friedensvertrag mit der FARC-EP unterzeichnet

Communarde
FPeregrin
Präsident von Kolumbien gibt weiteres Vorgehen im Friedensprozess bekannt, amerika 21 gestern, hier:
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15.02.2017, 10:39 Uhr
Kolumbien: Friedensvertrag mit der FARC-EP unterzeichnet

Communarde
FPeregrin
... und auch hier gibt es bei amerika21 ein Dossier: Friedensprozess in Kolumbien, hier:
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03.03.2017, 14:14 Uhr
Kolumbien: Friedensvertrag mit der FARC-EP unterzeichnet

Communarde
FPeregrin
Erklärung der FARC-EP zur Umsetzung des Friedensprozesses, hier:
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04.03.2017, 20:30 Uhr
Kolumbien: Friedensvertrag mit der FARC-EP unterzeichnet

EDIT: FPeregrin
04.03.2017, 20:31 Uhr
Communarde
FPeregrin
Gehört auch hierher: Die Ankündigung eines Zweite[n] internationales Treffen der vom kolumbianischen Staat Exilierten und Verfolgten am 9. bis 12. März 2017 in Berlin:
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25.03.2017, 14:49 Uhr
Kolumbien: Friedensvertrag mit der FARC-EP unterzeichnet

Communarde
FPeregrin
... und auch das: ELN-Comandante erschossen. Kolumbiens Präsident Santos bejubelt Armeeaktion. Friedensprozess gefährdet, jW von heute:
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Ist für die Schweinebande in Bogotá natürlich auch sehr schön praktisch, mit den Guerillaorganisationen getrennt verhandeln zu können.
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