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Bürgerkriegsgefahr in Venezuela?
  [1 file] begonnen von MARFA am 27.01.2017
  Seite: 1234  
09.05.2017, 01:20 Uhr
Bürgerkriegsgefahr in Venezuela?

Communarde
FPeregrin
Drohungen im Stil von Paramilitärs in Venezuela aufgetaucht, amerika21 7. Mai, hier:
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09.05.2017, 01:23 Uhr
Bürgerkriegsgefahr in Venezuela?

Communarde
FPeregrin
amerika21, schon am 6. Mai: Emiliano Terán Mantovani: Venezuela von innen: Sieben Schlüsselfaktoren zum Verständnis der aktuellen Krise, hier:
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14.05.2017, 11:16 Uhr
Bürgerkriegsgefahr in Venezuela?

EDIT: arktika
14.05.2017, 11:18 Uhr
Communarde
arktika
Und ist auch schon etwas älter, nämlich vom 07.05. auf RedGlobe ein Text, nach dem der venezolanische Verteidigungsminister Vladimir Padrino López warnt, man stünde bereits an der Schwelle, an der Grenze zwischen der Subversion und dem bewaffneten Aufstand.

Venezuela »an der Schwelle zum bewaffneten Aufstand«
Venezuelas Verteidigungsminister Vladimir Padrino López hat am Freitag dazu aufgerufen, die Gewalt in dem südamerikanischen Land zu stoppen. Er warnte, dass man sich bereits »an der Grenze zwischen der Subversion und dem bewaffneten Aufstand« befinde.
Bei der Eröffnung einer Ausstellung in der Militärakademie rief er zum Dialog auf. Das sei die einzige Alternative zum Chaos, das durch die gewaltsamen Proteste gegen die Regierung provoziert werde. »Es ist an der Zeit, Schluss zu machen mit so viel Gewalt, mit so viel Tod, mit so viel Blut.« Er warf der Oppositionsführung auf, einerseits zwar zu friedlichen Demonstrationen aufzurufen – »die von der Verfassung garantiert sind und die wir respektieren« –, sich andererseits aber auf einen »bewaffneten Arm« stützen. »Das ist ein anderes Thema: Ein bewaffneter Arm für die Gewalt, für den bewaffneten Aufstand. Dadurch stehen wir an der Schwelle, an der Grenze zwischen der Subversion und dem bewaffneten Aufstand«.
Das wirkliche Land wolle jedoch mit dem Auto, im Bus oder per Metro zur Arbeit fahren und für den eigenen Wohlstand und das Wohlergehen des venezolanischen Volkes produzieren, so der Verteidigungsminister. Überwunden werden müsse die soziale Ungleichheit, denn diese sei »der Ursprung aller Übel der heutigen Welt«. Es bestehe eine »Kluft zwischen eine mächtigen Klasse mit viel Geld und einer Arbeiterklasse, die den wirklichen Reichtum schafft«.

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16.05.2017, 00:58 Uhr
Bürgerkriegsgefahr in Venezuela?

EDIT: FPeregrin
16.05.2017, 01:01 Uhr
Communarde
FPeregrin
Weil "nahe dran" und vermutlich nachträglich von einigem referentiellen Wert: Ich kopiere hier mal den gestrigen jW-Artikel zum Thema.

Drecksarbeit für Contras / Venezuela: Militante Gewaltaktionen verselbständigen sich. Regierung versucht zu deeskalieren
Von André Scheer, Caracas

Seit Wochen berichten die Massenmedien über Unruhen in Venezuela. Das Auswärtige Amt warnt vor »nicht dringenden Reisen« in das südamerikanische Land, und wer sich trotzdem auf den Weg macht, wird von besorgten Freunden und Angehörigen vor dem Risiko gewarnt. Vor diesem Hintergrund ist der erste Eindruck überraschend, den Caracas in den letzten Tagen bot: Die Straßen der Millionenmetropole sind verstopft wie immer, die Geschäfte sind geöffnet, Leute gehen einkaufen, die Bars sind gut gefüllt. Im Zentrum ist eine breite Straße für den Verkehr gesperrt und steht für sportliche Aktivitäten zur Verfügung.
Nur an bestimmten Punkten der Stadt bemerkt man, dass die Lage angespannt ist. So stehen am Botanischen Garten Wasserwerfer bereit, Motorradpolizisten warten auf einen möglichen Einsatz. Sie sollen schnell zur Stelle sein, wenn Gruppen von Oppositionellen wieder die Stadtautobahn blockieren. Auch in den Gesprächen mit Einwohnern ist zu spüren, dass die Krise ihr tägliches Leben prägt. So schließt die Metro, das wichtigste Nahverkehrsmittel der Stadt, regelmäßig Haltestellen oder sogar ganze Linien, wenn es an der Strecke zu Krawallen kommt. Auch der Busverkehr kommt dann oft zum Erliegen, so dass die Menschen nicht mehr nach Hause kommen. Zahlreiche Unternehmen haben den Arbeitstag inzwischen verkürzt, um ihren Angestellten eine ungestörte Heimfahrt zu ermöglichen. Auch Geschäfte schließen frühzeitig und verrammeln die Schaufenster, um Schäden zu verhindern.


Steine und Brandsätze
Es sind nicht mehr die Demonstrationen, zu denen die Opposition in den vergangenen Wochen mehrfach Zehntausende Anhänger mobilisieren konnte, die in Venezuela die Diskussion bestimmen. Schon bei diesen war es wiederholt zu Ausschreitungen gekommen, als die Sicherheitskräfte der Opposition den Vormarsch in das Regierungsviertel verweigerten. Militante Aktivisten attackierten daraufhin die Postenketten mit Steinen und Molotowcocktails, bis die Polizei mit Wasserwerfern und Tränengas antwortete. Diese Bilder gingen um die Welt, meist verbunden mit der Botschaft, dass das »Maduro-Regime« friedliche Proteste aufgelöst habe.
Inzwischen haben sich die Gewaltaktionen verselbständigt. Im Gespräch mit junge Welt äußerten Einwohner der Hauptstadt die Vermutung, dass die Anführer des Oppositionsbündnisses MUD (Tisch der demokratischen Einheit) die Lage nicht mehr kontrollieren können. Augenzeugen berichten von paramilitärisch organisierten und offenkundig ausgebildeten Gruppen, die gezielt die Auseinandersetzung mit den Sicherheitskräften suchen und dabei auch Tote und Verletzte in Kauf nähmen.
Die Straßenschlachten sind bislang auf wenige Orte beschränkt und werden vor allem in zwei Bezirken der Hauptstadt sowie in der Grenzregion zu Kolumbien registriert. Trotzdem sind inzwischen fast 40 Tote zu beklagen. »Jeder einzelne von ihnen war einer von uns«, erklärte am Wochenende Außenministerin Delcy Rodríguez in Caracas bei einem internationalen Forum über die von Präsident Nicolás Maduro vorgeschlagene Verfassunggebende Versammlung. Die Diplomatin meinte allerdings nicht die politische Haltung der Opfer, sondern ihre soziale Herkunft: »Keiner von ihnen gehörte zur Oligarchie.« Sie seien von den Hintermännern der Gewaltkampagne als Kanonenfutter benutzt worden.
Venezuelas Außenministerium hatte in der vergangenen Woche Parlamentsabgeordnete, Journalisten, Wissenschaftler und Parteienvertreter eingeladen, sich über die aktuelle Lage zu informieren. Gäste aus 36 Ländern kamen. So auch der in Bilbao lehrende Verfassungsrechtler Eneko Compains, der schon zu der geltenden venezolanischen Verfassung von 1999 geforscht hatte. Aus Deutschland war die junge Welt in Caracas vertreten.
Der frühere Vizepräsident Elías Jaua erläuterte bei dem Forum, dass nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen lediglich in drei Fällen von einer Verantwortung der Polizei an den Tötungen ausgegangen werden müsse. Die drei Beamten seien inzwischen festgenommen worden, weil sie entgegen geltender Befehle von der Schusswaffe Gebrauch gemacht hätten. Präsident Maduro hat allen Sicherheitskräften, die bei Protesten eingesetzt sind, schon das Mitführen von Feuerwaffen untersagt.
Solche Details sind in den meisten Berichten aus und über Venezuela selten zu lesen. Statt dessen werden verkürzte oder auch einfach falsche Darstellungen verbreitet. Diese dienen dann etwa solchen Protagonisten wie Brasiliens nicht gewähltem Staatschef Michel Temer dazu, von Venezuela die Einhaltung demokratischer Regeln einzufordern.


Propagandaaktivitäten
Auch die im Ausland aktiven Gegner der venezolanischen Regierung haben ihre Propagandaaktivitäten verstärkt. So kam es in Mexiko und Guatemala zu Angriffen auf Solidaritätskundgebungen. In Madrid belagerten rund 200 Rechte am Donnerstag die Botschaft Venezuelas, in der gerade eine Informationsveranstaltung stattfand. Rund 100 Menschen waren im Gebäude der diplomatischen Vertretung gefangen, und die spanische Polizei unternahm nichts, um die nur bis 20 Uhr angemeldete Kundgebung der Rechten nach Ablauf dieser Zeit aufzulösen. Erst am späten Abend konnten die Menschen die Vertretung verlassen.
In Caracas hat die »Entführung« der Diplomaten für Empörung gesorgt. »Der Geist Francos« habe sich in Madrid Bahn gebrochen, kritisierte Maduro bei dem Forum, und Außenministerin Rodríguez verlangte von der spanischen Regierung, die internationalen Abkommen über die Unantastbarkeit diplomatischer Vertretungen einzuhalten.
Zu verbalen Auseinandersetzungen kam es am Freitag auch in Frankfurt am Main. Dort standen sich vor dem Gebäude des venezolanischen Generalkonsulats Unterstützer und Gegner der Bolivarischen Republik gegenüber. Als Reaktion auf einen im Internet kursierenden Aufruf venezolanischer »Contras«, vor der Vertretung des süd­amerikanischen Landes gegen die angebliche Diktatur zu demonstrieren, hatte unter anderem die Gruppe »Hände weg von Venezuela« zur Solidaritätskundgebung aufgerufen. Mit venezolanischen Fahnen und mit Transparenten versperrten sie schließlich den Gegnern der gewählten Regierung den Weg in das Konsulat. Darüber mokierte sich die auf der gegenüberliegenden Straßenseite versammelte Gruppe von Oppositionellen. Sie warf Venezuelas Regierung vor, die Solidaritätskundgebung finanziert zu haben: »Für so etwas ist Geld da.«
Auch gegen eine in der vergangenen Woche in Berlin geplante Filmveranstaltung, die von der venezolanischen Botschaft organisiert worden war, hatte es Protestaufrufe rechter Gruppen gegeben.


Hier:
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16.05.2017, 01:04 Uhr
Bürgerkriegsgefahr in Venezuela?

EDIT: FPeregrin
16.05.2017, 01:05 Uhr
Communarde
FPeregrin
& - a little bit mixed up - amerika21 vorgestern u.d.T. Proteste in Venezuela zunehmend gewalttätig, Regierung weiter zum Dialog bereit, hier:
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22.05.2017, 16:12 Uhr
Bürgerkriegsgefahr in Venezuela?

Communarde
MrLeft
Am WE Massendemonstrationen für und gegen die Regierugn in Venezuele. Redglobe: Link ...jetzt anmelden!
24.05.2017, 01:23 Uhr
Bürgerkriegsgefahr in Venezuela?

Communarde
FPeregrin
Maduro legt Regeln für Wahl zur Constituyente vor, RedGlobe gestern, hier:
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01.06.2017, 15:55 Uhr
Bürgerkriegsgefahr in Venezuela?

Communarde
arktika
In Caracas fand am 24. Mai ein nationales Treffen revolutionärer Parteien und sozialer Bewegungen statt. Vertreter verschiedener Parteien und Gruppen vereinbarten den Aufbau einer Antiimperialistischen und Antifaschistischen Volksfront, um im gegenwärtigen Kampf um die Macht das arbeitende Volk in der Stadt und auf dem Land sowie die Volksbewegungen zu stärken.

Die gemeinsame Resolution des Treffens findet sich unter dem Titel Volksfront gegen Faschismus und Imperialismus in Venezuela am 28.05. auf RedGlobe:
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01.06.2017, 16:02 Uhr
Bürgerkriegsgefahr in Venezuela?

Communarde
arktika
Während eines Außenministertreffens der OAS in den USA haben in Caracas Zehntausende Menschen gegen die imperialistische Einmischung demonstriert. Dazu ein Artikel, ebenfalls auf RedGlobe,von heute:

Zehntausende gegen den Imperialismus
Während in Washington die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) ein Außenminister-Gipfeltreffen veranstaltet hat, um über die Lage in Venezuela »zu beraten«, haben in Caracas Zehntausende Menschen gegen die imperialistische Einmischung demonstriert. Bei der Abschlusskundgebung war Kommunenminister Aristóbulo Istúriz OAS-Generalsekretär Luis Almagro vor, mitverantwortlich für das Blutvergießen der vergangenen Wochen in Venezuela zu sein. Er gehöre zu den internationalen Figuren, die Druck auf die venezolanische Rechte ausübten, um Konflikt und Tod in den Straßen zu provozieren.
Istúriz zeigte sich jedoch überzeugt, dass die Putschpläne der Rechten gescheitert seien. »Die Escuálidos hier in Venezuela haben es nicht geschafft, sie kommen von Niederlage zu Niederlage, und jeden Tag können sie diejenigen weniger überzeugen, die ihnen den Staatsstreich gegen die Bolivarische Revolution finanzieren«, erklärte der Minister. Die Opposition habe »mit den Dollars, die ihnen die Gringos geben« Söldner auf die Straßen geschickt, so Istúriz.
An der OAS-Tagung in Washington hatte Venezuela wie angekündigt nicht teilgenommen. Die Regierung in Caracas versteht sich nicht mehr als Mitglied der Organisation, seit sie Ende April den Austritt eingereicht hatte. Die Verteidigung der Position der Bolivarischen Republik übernahmen deshalb die anderen Mitgliedsstaaten der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA). Nicaraguas Botschafter Luis Ezequiel Alvarado verurteilte die Einberufung des Außenministertreffens als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuelas. »Die OAS darf nicht weiter durch ein Land benutzt werden, um die Regierung Venezuelas politisch zu lynchen«, erklärte er, ohne konkrete Namen zu nennen.
Boliviens Außenminister Fernando Huanacuni erklärte, dass nichts, was die OAS unternehme, nützlich sein könne, wenn Venezuela daran nicht beteiligt ist. Der Diplomat forderte, dass die OAS und insbesondere Almagro aufhören müssten, die Konfrontation und Gewalt in Venezuela anzuheizen.

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02.06.2017, 14:11 Uhr
Bürgerkriegsgefahr in Venezuela?

Communarde
arktika
Maduro kündigt Referendum an
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat angekündigt, der im Juli zu wählenden Verfassunggebenden Versammlung vorzuschlagen, die aus dieser hervorgehende neue Verfassung in einem Referendum zur Abstimmung zu stellen. »Die neue Verfassung wird einem Referendum unterworfen, damit das Volk sagt, ob es mit der neuen, gestärkten Verfassung einverstanden ist oder nicht«, kündigte der Staatschef am Donnerstag während einer Kabinettssitzung in Caracas an.
Zuvor hatte der Nationale Wahlrat (CNE) die Einschreibungsfrist für Kandidatinnen und Kandidaten um einen Tag bis zum heutigen Freitag verlängert. Wie CNE-Vizepräsidentin Sandra Oblitas erklärte, haben bislang fast 20.000 Bürger ihre Kandidatur für die Verfassunggebende Versammlung angemeldet. 9806 wollten sich um ein Mandat im sektorialen Bereich – also bei der Wahl nach Berufs- und Bevölkerungsgruppen – bewerben, 9513 seien für die territorialen Listen nominiert. Zu den Kandidaten gehören unter anderem PSUV-Vizechef Diosdado Cabello – der dafür sein Abgeordnetenmandat in der Nationalversammlung aufgeben muss –, Außenministerin Delcy Rodríguez, Adán Chávez sowie der Fernsehmoderator Mario Silva und Maduros Frau Cilia Flores, die in Venezuela nicht »First Lady« sondern »Erste Kämpferin« genannt wird.
Wie Oblitas informierte liegen bislang 537 Kandidaturen für den Bereich der Bauern und Fischer vor. Als Vertreter der Kommunen und Kommunalen Räte haben sich 2543 Menschen beworben. Um einen Sitz für den Bereich der Unternehmer bewerben sich 380 Kandidaten, während 960 Kandidaten die Rentnerinnen und Rentner vertreten wollen. Für die Vertretung der Studierenden bewerben sich 100 Kommilitonen der privaten und 498 der öffentlichen Hochschulen sowie 246 Teilnehmer der Bildungsmissionen. Im Bereich der Arbeiterinnen und Arbeiter gibt es schließlich bisher 4022 Kandidaturen.


RedGlobe am 2. Juni Link ...jetzt anmelden!
  Seite: 1234