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Kens Welt
  [1 file] begonnen von Daniel Bratanovic, Sebastian Carlens am 14.12.2017
  Seite: 12  
NEUER BEITRAG21.12.2017, 00:01 Uhr
Kens Welt

Communarde
Rainer
@ramirez :

Da könnte was dran sein. Hier der Solidaritätsaufruf von Jürgen Elsässer für Jebsen:

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NEUER BEITRAG22.12.2017, 00:01 Uhr
Kens Welt

Communarde
secarts
In der jungen Welt vom 22.12. wird noch einmal ausführlich auf die Debatte um Jebsen (und den darauf folgenden Wirbel um die jW) eingegangen.

Das auch hier im Forum erwähnte Video Jebsens vom 16.12. stellt nur vorgeblich ein Dokument des Irrsinns dar - oder, wenn es so ist, dann das eines kontrollierten Wahns. Jebsens Wutorgie ist objektiv Produkt der Verzweiflung, weil seine Geschäftsstrategie des Fischens in linken Gewässern im Scheitern begriffen ist. Doch die gesamte Denkfigur dahinter offenbart Abgründe. Insofern ist es vermutlich sinnvoller, den Inhalt des Videos öffentlich zu sezieren, als das Ding wegzuklagen. Andererseits: Wer nach diesem klassischen Hetzstück noch irgendein Verständnis für den Mann aufbringt, dem ist nicht zu helfen.

- Wer fürchtet die Aufklärung?
Die junge Welt wird angegriffen, weil sie marxistische Kritik an geschichtsvergessenen und rechtsoffenen Kräften übt

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- Ken Jebsen und Jürgen Elsässer: Der gemeinsame Feind steht links
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• PDF-Datei  141 KB • letzte Änderung: 22.12.2017 - 00:01
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NEUER BEITRAG22.12.2017, 13:21 Uhr
Kens Welt

Communarde
Rainer
Oha die Ereignisse überschlagen sich : der Holocaustleugner gilad Atzmon hat einen scharfen Angriff gegen den Betreiber von rubikon.news Jens Wernicke geschrieben und die notorische Hecht-Galinski veröffentlicht das :

Jens Wernicke, noch ein Jerusalemit auf der Liste von Gilad Atzmon
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Auf rubikon meldet sich unterdessen auch Andreas Wehr mal zu Wort der ja von der Jungen Welt böse einen reingekoffert bekommen hat. Das klingt geradewegs versöhnlich. Was ist denn mit dem passiert, kalte Füße bekommen ?
Wenn das vermeintlich Gute gegen das vermeintlich Böse antritt
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Und die neuerliche ganze Seite in der Jungen Welt dürfte ihre Wirkung nicht verfehlen. Währenddessen kann sich der rubikon schon mal auf ein Hochwasser der Klagen einstellen. Und Jebsen.? Ich sach mal : Frohe Weihnachten, Querfrontarsch !!
NEUER BEITRAG22.12.2017, 15:14 Uhr
Re: Kens Welt

Communarde
Rainer
Auch ein Paul Schreyer dürfte da auf dem Rubikon seine Solidarität mit Jebsen dalassen :

Die Querfront-Hysterie
Rechtsextreme vereint mit Verschwörungstheoretikern bedrohen die Demokratie, Ken Jebsen ist ihr Wortführer und immer mehr Linke schließen sich ihnen an – so heißt es aktuell in vielen Medien. Eine Gegenrede.

...KenFM und das Compact-Magazin zum Beispiel stimmen bei den diskutierten Lösungen ganz und gar nicht überein, im Gegenteil. Während Ken Jebsen kapitalismuskritisch, herrschaftskritisch und gerade nicht autoritär argumentiert und sein Publikum immer wieder dazu aufruft, selbst zu denken und sich keinen Parteien und Hierarchien unterzuordnen, empfiehlt Compact-Herausgeber Jürgen Elsässer seinen Lesern eine Koalition aus AfD und FDP als „Regierung aus dem Volk, durch das Volk und für das Volk“.

Größer könnten die Unterschiede kaum sein – was der Mainstream, gerade auch der linke Mainstream, mit TAZ, Junger Welt, Neuem Deutschland und Frankfurter Rundschau, aber konsequent ignoriert. Zu schön ist offenbar das große Feindbild, zu bequem die Möglichkeit, Journalisten wie Jebsen als Rechte auszugrenzen, die eigenen Tabuthemen – Geldsystem, Staatsterror, Machteliten – kurzerhand zu „rechten“ Anliegen zu erklären.

Herrschaftskritik aber, also das grundsätzliche Hinterfragen der Autoritäten, bleibt links, egal was die Political Correctness der etablierten Linken dazu meint...

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Ach ja : der Typ ist übrigens AfD-Mann. Das ging dann selbst den sonst schmerzfreien "Nachdenkseiten" zu weit :
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NEUER BEITRAG22.12.2017, 17:05 Uhr
Kens Welt

Communarde
RevLeft
@Rainer: danke für den Hinweis auf die AfD-Affinität des Schreyer. Hatte den Text zunächst gelesen und für einen (für Debattenverhältnisse) fast deskalierenden Beitrag gehalten...

Jetzt wollen uns schon AfD-Heinis erklären, was echt links sein ist? Die Verwirrung der Begriffe wird zur Verwirrung in den Köpfen.
NEUER BEITRAG23.12.2017, 21:49 Uhr
Kens Welt

Communarde
Rainer
Nur der Vollständigkeit halber : auch Stephan Steins komische Pseudofahne ruft natürlich zur Solidarität mit Ken Jebsen gegen Kommunistische Faschisten (oder so) auf :
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NEUER BEITRAG27.12.2017, 12:09 Uhr
Kens Welt

EDIT: Rainer
27.12.2017, 12:15 Uhr
Communarde
Rainer
Jebsen rudert zurück und hat sein rubikon-Video um die justiziabelsten Passagen redigiert (weiß nicht ob auf juristischen Druck davon sagt/schreibt er nix). Und in einem albernen update versucht er sich ohne Totalen Gesichtsverlust aus der Affäre zu ziehen. :

"Persönliche Stellungnahme von Ken Jebsen:

Hiermit möchte ich eine kurze Stellungnahme zu zwei von mir in dem Rubikon-Interview mit Christiane Borowy getroffenen Aussagen abgeben, um Missverständnisse aus- und eigene Fehler einzuräumen:

Durch die an einer Stelle getätigte Aussage von mir, wird ein direkter Zusammenhang zwischen der Tageszeitung „junge Welt“ und dem im Internet kursierenden Video, in dem gegen meine Tochter agitiert wird, hergestellt. Dies ist falsch. Ich kann hier keinen direkten Zusammenhang beweisen und bin mit der Aussage an dieser Stelle zu weit gegangen. Diese Aussage nehme ich hiermit öffentlich zurück. Ich mache Fehler. Dies war einer.

Zudem erkläre ich in dem Interview an andere Stelle, dass sich der ehemalige Mitarbeiter der Tageszeitung „junge Welt“, Patrick R., neben dem Besitzer der „junge Welt“, Dietmar Koschmieder, befunden hätte, als dieser (R.) mich am Tag der Preisverleihung gegen meinen ausdrücklichen Willen mehrfach kontaktierte. Auch dies kann ich nicht beweisen, sondern stützte mich hier auf die Infos „zwischen den Zeilen“, die mir Herr R. zukommen ließ. Ob Herr Koschmieder also tatsächlich über das Verhalten von Herrn Rupprecht informiert gewesen ist, weiß ich nicht. Daher bin ich mit meiner Aussage hier übers Ziel hinaus geschossen und möchte auch dies als Fehler von mir einräumen.

Persönlicher Zusatz: Wie es den meisten Zuschauern vermutlich ersichtlich ist, wurde in diesem Interview ein empfindliches Thema berührt. Ich und meine Familie werden nicht erst seit dem 14. Dezember 2017 bedroht. Es fehlt mir hier eine klare Haltung von Kollegen, dass mit den kürzlich bekannt gewordenen Aktionen gegen meine Familie und mich zu weit gegangen wurde und wird. Auch, wenn man noch so unterschiedliche Meinungen in der politischen Auseinandersetzung vertritt, gibt es doch Grenzen, die etwa auch die „junge Welt“ als Presseorgan erkennen müsste.

Ich erwarte von der „junge Welt“ nicht, dass sie sich angesichts der Bedrohungslage, der wir seit Jahren ausgesetzt sind, in irgendeiner Weise verständig zeigt. Vielmehr ist es für mich und mein Team bedauerlich, festzustellen, dass sich die „junge Welt“ trotz meines persönlichen Anrufs tags darauf nach der Preisverleihung bis heute nicht bei uns zurück gemeldet hat. Es gab keinerlei Reaktion oder Feedback an mich oder mein Team, angesichts der Schilderung der Vorkommnisse rund um ihren ehemaligen Mitarbeiter Patrick R. Das finden wir ehrlich gesagt schlicht unwürdig unter Kollegen. Im Gegenteil glänzt die „junge Welt“ vielmehr durch Nachtreten — man lese dazu beispielsweise ihren Artikel vom 22. Dezember 2017
."
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Ob das bei ansonsten unberührter Argumentationskette auch juristisch reicht weiß ich ebenfalls nicht, bezweifle das (als Nichtjurist) aber.

Zumindest hat sich die Strategie der Jungen Welt den Typen einfach jedesmal ausführlich zu zitieren und ihn sich quasi selbst erledigen zu lassen als goldrichtig herausgestellt. Er quietscht !!
NEUER BEITRAG27.12.2017, 23:26 Uhr
Re: Kens Welt

Communarde
RevLeft
Alles wissenswerte zu Jebsen aus kommunistischer Sicht hat auch Olaf Mathes in der UZ zusammengefasst:
"Die Kreuz-und-Quer-Front
Olaf Matthes zu Ken Jebsen und der Friedensbewegung I Ausgabe vom 22. Dezember 2017
Diese Zei­tung be­zieht Stel­lung, wenn Linke als Quer­front be­schimpft, Kri­tik am is­rae­li­schen Staats­ras­sis­mus als An­ti­se­mi­tis­mus ver­leum­det, kri­ti­sche Fra­gen zur Rolle der Ge­heim­diens­te als Ver­schwö­rungs­theo­ri­en ab­ge­stem­pelt wer­den. Der Herr Kul­tur­se­na­tor Le­de­rer (Links­par­tei) steht für eine Strö­mung in der Lin­ken, die so furcht­bar eman­zi­pa­to­risch ist, dass sie von einer kla­ren Hal­tung gegen im­pe­ria­lis­ti­sche Krie­ge ab­rückt und sich ins bür­ger­li­che Sys­tem in­te­griert. Le­de­rer hat seine Macht als Mit­glied einer bür­ger­li­chen Lan­des­re­gie­rung be­nutzt, um die Preis­ver­lei­hung an Ken Jeb­sen zu zen­sie­ren. Aber als der Links­par­tei­vor­stand sich von Jeb­sen dis­tan­ziert hat und Links­par­tei­po­li­ti­ker da­ge­gen vor der ei­ge­nen Par­tei­zen­tra­le de­mons­triert haben, ging es nicht nur darum.
Für wel­che Linie steht Ken Jeb­sen? Er selbst be­strei­tet gerne, über­haupt eine Linie zu ver­tre­ten – sein Por­tal KenFM gebe nur eine Platt­form, um kri­ti­sche Geis­ter zu Wort kom­men zu las­sen. Jeb­sen und sein Por­tal, so stellt er es dar, sind ir­gend­wie ganz be­son­ders kri­tisch, dabei ganz und gar un­vor­ein­ge­nom­men – so un­vor­ein­ge­nom­men, dass die tra­di­tio­nel­le Un­ter­schei­dung zwi­schen links und rechts für ihn nicht wich­tig ist.
Des­halb bie­tet KenFM die Platt­form, um kreuz und quer jede kri­ti­sche Frage auf­zu­wer­fen: Viel­leicht un­ter­stützt die NATO in der Ukrai­ne Fa­schis­ten? Viel­leicht kom­men die Flücht­lin­ge des­halb nach Deutsch­land, weil dunk­le Mäch­te sie als „Mi­gra­ti­ons­waf­fe“ ein­set­zen? Viel­leicht ste­hen hin­ter der Po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung die In­ter­es­sen von Ban­ken und Kon­zer­nen? Viel­leicht hat der „so­ge­nann­te Kli­ma­wan­del“ über­haupt nichts mit CO2 zu tun, son­dern wird von ge­hei­men La­ser­waf­fen ver­ur­sacht? Jeb­sens al­ler­kri­tischs­te Kri­tik ist ein Misch­masch von Tat­sa­chen und ir­ra­tio­na­len Spe­ku­la­tio­nen.
Diese „Un­vor­ein­ge­nom­men­heit“ ist die Linie, die Jeb­sen und an­de­re, die sich als „neue Frie­dens­be­we­gung“ sehen, in die Frie­dens­be­we­gung hin­ein­tra­gen wol­len. In die­ser Frie­dens­be­we­gung soll Raum für alle „kri­ti­schen“ Po­si­tio­nen sein, der Un­ter­schied von rechts und links keine Rolle spie­len, „tra­di­tio­nel­le“ Or­ga­ni­sa­tio­nen um­gan­gen wer­den. Jeb­sen for­mu­liert öf­fent­lich keine aus­ge­ar­bei­te­te Quer­front­stra­te­gie. Seine Kreuz-und-Quer-Kri­tik öff­net die Tür auch für rech­te Het­zer. Die „Für alles offen“-Hal­tung ist die Quer­front­stra­te­gie.
Des­halb sind die vie­len Be­rüh­rungs­punk­te zwi­schen Jeb­sen und an­de­ren aus sei­nem Spek­trum mit offen rech­ten Kräf­ten kein Zu­fall. Nur ein Bei­spiel: Im In­ter­view mit Ken Jeb­sen durf­te sich noch im März der re­ak­tio­nä­re Autor Ger­hard Wis­new­ski, der auch für das El­säs­ser-Blatt „Com­pact“ schreibt, Sor­gen dar­über ma­chen, ob die ei­gent­lich sym­pa­thi­sche AfD nicht doch ein wenig zu an­ge­passt an den Main­stream sei. Nach der Bun­des­tags­wahl kom­men­tier­te Jeb­sen, dass es zwi­schen AfD, CDU und Links­par­tei über­haupt keine Un­ter­schie­de gebe und er die Wah­len so­wie­so für Thea­ter halte. Auf KenFM kom­men linke Ak­ti­vis­ten ge­nau­so zu Wort wie rech­te Het­zer – die Un­ter­schei­dung ist für Jeb­sen eben nicht so wich­tig.
So ekel­haft Le­de­rers „eman­zi­pa­to­ri­scher“ Zen­sur­ver­such war – Jeb­sen hat kei­nen Preis ver­dient, der nach Karl Marx be­nannt ist. Wir brau­chen eine Frie­dens­be­we­gung, die die wirk­li­chen Or­ga­ne des Im­pe­ria­lis­mus be­nennt, die den Kampf gegen die deut­sche Kriegs­po­li­tik, die Kriegs­po­li­tik der NATO und die Mi­li­ta­ri­sie­rung der EU führt, die die Ver­bin­dung der Frie­dens­fra­ge zu den all­täg­li­chen so­zia­len Be­dürf­nis­sen der Mehr­heit her­stellt, die rech­te Het­zer auch als Kriegs­trei­ber ent­larvt, wenn sie sich als Frie­dens­en­gel dar­stel­len. Die DKP will ihren Bei­trag leis­ten, um die Kräf­te zu stär­ken, die für eine sol­che Ori­en­tie­rung ar­bei­ten. Dann er­le­di­gen sich De­bat­ten um Jeb­sen von selbst
."

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NEUER BEITRAG28.12.2017, 13:03 Uhr
Re: Kens Welt

Communarde
Rainer
Die NRhZ mag sich von ihrem Holocaustleugner Atzmon nicht trennen, es sieht nach Streit in der Querfront aus :

"Schließlich, am 9. November, wurde auf Anregung von Evelyn Hecht-Galinski mit freudiger Zustimmung der britische Jazzmusiker Gilad Atzmon ins Programm aufgenommen. Das war sehr gut nachvollziehbar, denn bei KenFM ist zu lesen: „Neben dem künstlerischen Ausdruck besticht der 1963 in Israel geborene und heute in London lebende Künstler durch seine politische Haltung. Gilad Atzmon ist ein Anti-Imperialist. Die Freiheit des Menschen geht ihm über alles und so setzt er sich seit Jahren für das Ende der Unterdrückung der Palästinenser ein. Damit macht man sich nicht nur Freunde... Als Atzmon dann auch noch in Buchform die Ideologie seiner Heimat, den Zionismus, als rassistisch brandmarkte, bekam er massive Probleme mit der Israel-Lobby. Atzmon wäre aber nicht Atzmon, wenn er hier nicht mit jüdischem Humor reagieren würde. Atzmon ist ein begnadeter Musiker, aber vor allem seine politische Haltung, sein nicht Wegducken, wenn es um Menschenrechte geht, machen ihn zu einer herausragenden Persönlichkeit."...
Die Störmanöver kamen von außen (Springers WELT bis "junge Welt") aber auch von "innen" – aus dem Umfeld des Preisträgers. Dabei ging es insbesondere um den britischen, aus Israel stammenden Jazz-Musiker Gilad Atzmon. Wie auch weitere an der Preisverleihung Beteiligte bzw. Unterstützer – Daniele Ganser, Evelyn-Hecht-Galinski, DIE BANDBREITE, Muslim-Markt – und der Preisträger Ken Jebsen selbst, wurde und wird Gilad Atzmon von einer breiten (Quer-)Front von "rechts" bis tief hinein in die "Linke" angegriffen. Bereits bei der Gerichtsverhandlung um die Einstweilige Verfügung gegen die widerrechtliche Annullierung des Mietvertrags wurden extreme, unhaltbare Beschuldigungen gegen Gilad Atzmon vorgetragen: er sei einer von denen, die Menschen wie den von einem "amerikanischen Juden" abstammenden Babylon-Betreiber auf den Scheiterhaufen bringen wollen. Nur wenige Tage vor der Preisverleihung kam aus dem KenFM-Umfeld die Forderung, Gilad Atzmon auszuladen – mit Begründungen, die sich stichprobenartig schnell widerlegen ließen. Prinz Chaos II. bezeichnete den Preis auf seiner Facebook-Seite als „vergiftetes Geschenk“. Das alles hatte dem Preisträger Ken Jebsen schwer zu schaffen gemacht, so dass er auch gesundheitlich angeschlagen war. So entwickelte sich sein Entschluss, an der Preisverleihung nicht persönlich teilzunehmen – ein Entschluss, von dem wir erst am Tag der Preisverleihung erfuhren.

Meinungsfreiheit "nur nicht unbedingt hier" im Babylon

Und auch unmittelbar vor und während der Preisverleihung selbst ging die Auseinandersetzung weiter. Am Abend zuvor sprach der Kino-Betreiber rechtswidrig ein Kameraverbot aus und darüber hinaus ein Hausverbot gegen Gilad Atzmon. Neben dem von Seiten der NRhZ bestellten Sicherheitsdienst orderte der Kino-Betreiber einen ihm weisungsgebundenen weiteren Sicherheitsdienst. So sollte erreicht werden, dass niemand mit Kamera ins Kino kam – was allerdings nicht vollständig gelang – auch Dank der eingeschalteten Polizei. Und auch das Aussperren von Gilad Atzmon, der zuvorderst als Jazz-Musiker auftreten sollte, gelang nicht. Was allerdings gelang, war, dass der Kino-Betreiber zu Beginn der Veranstaltung vor das Publikum trat und den Preisträger wie auch Gilad Atzmon als Rassisten beschimpfte. Und er offenbarte, er habe nichts gegen Meinungsfreiheit – "nur nicht unbedingt hier" im Babylon"

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Ansonsten ist der Artikel bei der NRhZ auch ein Beispiel für partielle Realitätsverleugnung. Objektiv war die Preisverleihung ein maximaler Reinfall. Streit hinter den Kulissen, Preisträger kommt nicht, in Zukunft Hausverbot im Kino Babylon für die ganze Bande.

Das vor versammelter Mannschaft vorgetragene Statement von Babylon-Betreiber Timothy Grossman ist übrigens auch recht geil. Es gibt davon nen Audiomitschnitt, den ich hier gern poste, wenn ich ihn auf die passende Größe gekriegt hab.
NEUER BEITRAG05.01.2018, 00:57 Uhr
Re: Kens Welt

Communarde
Rainer
Der Vollständigkeit halber auch noch mal hier :

"Der Deutsche Freidenker-Verband, Landesverband Nord e. V. wünscht der XXIII. Internationalen Rosa Luxemburg Konferenz wieder ein erfolgreiches Gelingen.

Wie in den vielen letzten Jahren ist die Konferenz am Tag vor der Ehrung der ermordeten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ein wichtiges Signal für den Kampf um Frieden, Völkerverständigung, interkulturellen Dialog, gegen Antisemitismus und für die Verbreitung und Bekanntmachung der junge Welt. Die Tageszeitung ist für eine aufklärerische Berichterstattung unverzichtbar.


Leserinnen, Leser, Organisationen, Vereine und Parteien dürfen und sollen sich mit Inhalten auseinander setzen und auch aus unserer Sicht kritisch begleiten.

Für uns ist es aber befremdlich, wenn bei der umstrittenen Preisverleihung der Internetzeitung NrhZ an Ken Jebsen im Kino Babylon (Berlin) am 14. Dezember 2017 der Verbandsvorsitzende des Deutschen Freidenker-Verband e. V., Klaus Hartmann, zum Thema „Fake News“ referiert und hier die junge Welt mit in diese Kategorie einbezogen wird. Für uns spielt die junge Welt nicht "die publizistische Kompanie der NATO-Kriegstreiber", wie von Klaus Hartmann behauptet.

Der Vorstand des DFV Nord e. V. sieht die junge Welt anders verortet und wünscht ihr weiter eine erfolgreiche tägliche Arbeit und vor allen Dingen auch weiter zahlreiche Internationale Konferenzen.

Vorstand des DFV Nord e. V."


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