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Kanonendonner aus Petrograd
  begonnen von Sebastian Carlens am 03.11.2017
03.11.2017, 07:30 Uhr
Communarde
Sebastian Carlens
GAST
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Diskussion zum Artikel:
Kanonendonner aus Petrograd
Revolution? Noch lange nicht vorbei: China ist Erbe des Roten Oktober

von Sebastian Carlens (03.11.2017)
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Die Deutsche Telekom setzt auf die Zukunft. Im September dieses Jahres gab der Konzern bekannt, in einem Feldversuch die Übertragungstechnik nach dem neuen Mobilfunkstandard »5G« in Berlin testen zu wollen – damit können mehr als zwei Gigabit pro Sekunde übertragen werden: »Im Wirkbetrieb, also regulär und nicht im Labor«, teilte Claudia Nemat, Vorstand für Technologie und Innovation der Telekom, mit. »Wir nutzen Huawei-5G-New-Radio-Technik.«Das ... [ ...mehr lesen?]
04.11.2017, 14:24 Uhr
Re: Kanonendonner aus Petrograd

Communarde
milena92
Danke dafür, der Artikel konnte für mich viele Widersprüche entwirren! Kann nicht schaden wenn sich die Genossen ein bißchen mehr einmischen, vielleicht auch in Europa :-)
04.11.2017, 23:40 Uhr
Re: Kanonendonner aus Petrograd

Communarde
MARFA
Fidne den Artikel ebenfalls sehr gut, viel Info auf komprimiertem Raum.

Nur ne Randbemerkung:

"Das westliche Kapital ist eben nicht länger alternativlos. Es genügt, wie im Falle der Türkei, mit einer Abkehr von Europa und einer Hinwendung nach Russland und China zu liebäugeln (so unwahrscheinlich dies auch ist), um Berlin in helle Aufregung zu versetzen."

Ob das nicht doch angehen könnte, ein solche Bündnis? Hätte immerhin für alle Seiten Vorteile, und wäre für Erdogan eine echte Option raus aus Europa. Zumindest die "neue Seidenstraße" ´hat es ihm angetan:

Erdogans Traum von einer neuen Seidenstraße... Ein frisch eingeweihter Schienenweg bindet die Türkei in das Megaprojekt eines neuen Handelswegs zwischen Europa und China ein.
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05.11.2017, 14:22 Uhr
Kanonendonner aus Petrograd

EDIT: URollo
05.11.2017, 14:23 Uhr
Communarde
URollo
@MARFA:

Hmm, wenn man den Artikel genau liest, fällt folgendes auf: die drei-Staaten-Trasse ist gerade nicht Teil der chinesischen "neuen Seidenstraße", sondern gewissermaßen ein Konkurrenzprojekt. Natürlich hoffen Erdogan und seine Verbündeten darauf, durch drei Tage Zeitersparnis einigen Verkehr auf ihre Gleise umleiten zu können, quasi Wegezoll zu kassieren...
NEUER BEITRAG05.12.2017, 12:05 Uhr
Re: Kanonendonner aus Petrograd

Communarde
RevLeft
Ausführlicher Artikel zum XIX. Parteitag der KPCh im aktuellen "Rotfuchs" (12/2017). Ich hab ihn mal aus der PDF reinkopiert, Sorry für die blöden Umbrüche:

"In Beijing trat vom 18. bis 24. Oktober der
19. Parteitag der Kommunistischen Partei
Chinas zusammen. Auf dem Programm des
alle fünf Jahre tagenden Kongresses der seit
1949 regierenden Partei stand unter ande-
rem der Rechenschaftsbericht von General-
sekretär Xi Jinping. Dieser hat das Amt seit
dem Parteitag 2012 inne und ist wie seine
Vorgänger zugleich Präsident der Volksrepu-
blik. 2287 Delegierte vertraten rund 90 Mil-
lionen Parteimitglieder.
„Die Oktoberrevolution in Rußland hat zur
Entwicklung Chinas beigetragen“, sagte Xi
Jinping bei der feierlichen Eröffnung des 19.
Parteitages. „Vor einem Jahrhundert hat das
Geschützgrollen der Oktoberrevolution den
Marxismus-Leninismus nach China gebracht.
Innovative Köpfe Chinas haben in der wissen-
schaftlichen Theorie des Marxismus-Leninis-
mus einen Weg zur Lösung der Probleme des
Landes gefunden“, wird Xi zitiert. Er betonte
dabei, daß die chinesische Bevölkerung darin
eine Stütze für das Suchen nach nationaler
Unabhängigkeit, Freiheit, Gedeihen und Glück
gefunden habe.
Der Sozialismus chinesischer Prägung steht
laut Präsident Xi Jinping vor einer neuen
Ära – dem weltweit vollkommensten Modell
der Demokratie. Peking hat sich die Bildung
einer prosperierenden, demokratischen und
harmonischen Großmacht bis zur Mitte des
laufenden Jahrhunderts zum Ziel gesetzt.
Der Auftritt Xi Jinpings auf dem 19. Partei-
tag der Kommunistischen Partei Chinas am
18. Oktober dauerte gut drei Stunden. In sei-
ner vielfach von Beifall unterbrochenen Rede
zeigte sich Xi zwar optimistisch, warnte seine
Genossen jedoch auch vor Gefahren. Sowohl
China als auch die Welt steckten „in tiefgrei-
fenden und komplizierten Veränderungen“.
Die Genossen müßten entschieden gegen alles
angehen, was die Partei untergrabe.
Die KP Chinas hat die Idee eines „Sozialismus
mit chinesischer Prägung für eine neue Ära“
entwickelt. Dieser Sozialismus, der auf der
Ideologie der Vorgänger Jinpings ruht, sei eine
Anleitung zum Handeln für die nächsten fünf
Jahre. Die neue Ideologie beinhaltet 14 Punkte:
Der wichtigste davon ist, die Führungsrolle der
Partei in allen Angelegenheiten zu gewährlei-
sten. Der Generalsekretär benannte als den
größten Widerspruch der Epoche den Wider-
spruch zwischen der ungleichmäßigen Ent-
wicklung und dem zunehmenden Bedürfnis
der Menschen an einer Verbesserung der
Lebensbedingungen....

Xi hatte im Vorfeld des Parteitags zu „großen
Anstrengungen“ aufgerufen, um die Armut in
dem Riesenland mit seinen inzwischen fast 1,4
Milliarden Einwohnern zu überwinden. 40 Mil-
lionen Menschen, so das offizielle Ziel, sollen
bis 2020 aus der Armut herausgeholt werden.
Der Traum von der nationalen Wiederbelebung
würde ohne starke Führungsrolle der Kom-
munistischen Partei ein bloßer Traum blei-
ben, so Jinping. Alle Versuche, eine Demokratie
westlichen Typs einzuführen, würden ent-
schieden zurückgewiesen – statt dessen wird
vorgeschlagen, die innerparteiliche Demokra-
tie zu entwickeln. Die Grundlage einer stabi-
len Entwicklung der Gesellschaft ist Jinping
zufolge die Aufrechterhaltung der Kontrolle
der Medien, des Internets und die Schaffung
von Forschungszentren mit chinesischer Spe-
zifik.
Die Anti-Korruptionskampagne werde fortge-
setzt. „Xi Jinping erklärte die stärkere Beach-
tung der Parteidisziplin zu einer der größten
Prioritäten“, sagte der chinesische Experte Sun
Chandung. Im Vergleich zum Jahr 2012, als Xi
an die Macht kam, änderte sich die Situation
radikal. In dieser Zeit wurden rund 1,2 Mil-
lionen Parteimitglieder wegen Verwicklung
in Korruptionsfälle bestraft.
In bezug auf die Außenpolitik sagte Jinping,
daß kein einziges Land die globalen Probleme
allein lösen könne und China allen vorschlage,
zusammen eine „Gemeinschaft des gemein-
samen Schicksals“ aufzubauen. Peking habe
etwas, was es der Welt vorschlagen könne –
wenn die Schwellenländer den Weg Chi-
nas gehen, würden sie ihre Unabhängigkeit
bewahren und wirtschaftlich wachsen. Bei
der Umsetzung der Außenpolitik wird China
die Volks- und Befreiungsarmee helfen. Ihre
Modernisierung soll bis 2035 abgeschlossen
werden, 2050 China eine fortgeschrittene Mili-
tärmacht sein.
Sebastian Carlens kommentierte am 20. Okto-
ber in der „jungen Welt“, die Regierung der
Volksrepublik China und ihre herrschende
Partei seien „in einer irre gewordenen Welt
die stärkste Hoffnung der Menschheit“.
Es wurde ein neues Zentralkomitee gewählt
und von diesem nach Abschluß des Parteitags
der Ständige Ausschuß des Politbüros. Xi Jin-
ping und Ministerpräsident Li Kequiang wur-
den in ihren Funktionen bestätigt.
Gestützt auf „Kommersant“,
„Xinhua“ und „junge Welt“.
NEUER BEITRAG08.12.2017, 15:58 Uhr
Re: Kanonendonner aus Petrograd

Communarde
FPeregrin
Spektrum (7. Dezember) hetzt mit Hilfe einer "chinesischstämmigen Teilchenphysikern" als politischer Sprechpuppe gegen die möglich Errichtung eines neuen Teilchenbeschleunigers in der Volksrepublik:

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NEUER BEITRAG09.12.2017, 02:02 Uhr
Kanonendonner aus Petrograd

EDIT: RevLeft
09.12.2017, 02:04 Uhr
Communarde
RevLeft
"hetzt mit Hilfe einer "chinesischstämmigen Teilchenphysikern" als politischer Sprechpuppe"

Ach wer weiß was da für individuelle Dramen dahinterstecken:

..."Meine eigene Distanz zu den noch lebenden Mitgliedern meiner Familie, die komplizierte persönliche Gründe hat, würde ihnen – in einer sehr verdrehten Logik – auch einen gewissen Schutz bieten. Sie haben keine Kenntnis von meinen Aktivitäten an dieser Front."

Und völlig witzlos ist die Aufregung auch. Das Ding wird halt da gebaut wo genug Kapital und Infrastruktur rasch zur Verfügung gestellt werden kann. Das ist sicherlich nicht Deutschland. Aber China kriegt das hin ...
NEUER BEITRAG09.12.2017, 03:03 Uhr
Kanonendonner aus Petrograd

EDIT: FPeregrin
09.12.2017, 13:23 Uhr
Communarde
FPeregrin
Natürlich kriegt China das hin! - Daß dies strittig sein könnte, war auch nicht Movens meines Posts, sondern die konkrete Anschauung darüber, wie der Klassenfeind dies ideologisch zu verhindern sucht, nämlich mit einer schwer zu lösenden Verquickung wissenschaftlicher, wissenschaftsorganisatorischer, politischer und biographischer Argumentoide. Wäre also vielleicht auch was fürs Forum 'Weltanschauung' gewesen als Illustration dafür, daß Wissenschaft und insbesondere Wissenschaftsbetrieb alles andere andere als klassenneutral ist. Wäre dies nicht aber auch eine praktische Lehre des Kanonendonners aus Petrograd?
NEUER BEITRAG09.12.2017, 18:23 Uhr
Kanonendonner aus Petrograd

Communarde
tolpatchow
"Wäre dies nicht aber auch eine praktische Lehre des Kanonendonners aus Petrograd?"

Auf jeden Fall. Es ist schon bemerkenswert in welchem Tempo in allen möglichen bürgerlichen Medien auf offen Klassenkampf gegen die VR China umgeschaltet wird...