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Wer liegt da wem auf der Tasche?
  XML • begonnen von gr am 04.11.2012
GAST
04.11.2012, 08:00 Uhr
Communarde
gr
GAST
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Diskussion zum Artikel:
Wer liegt da wem auf der Tasche?
Einige Fakten rund um die Eurokrise

von gr (04.11.2012)
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„Nun müssen wir auch noch für die Italiener bezahlen“ schimpfte kürzlich eine engagierte Gewerkschaftskollegin zornig. Ein ganz praktisches Beispiel dafür, wie sehr die herrschende Meinung die Meinung der Herrschenden ist. Die nämlich haben allen Grund uns das glauben zu lassen. Und so bläst die Bundesregierung, blasen Rundfunk, Fernsehen, Zeitungen, so genannte Wirtschaftswissenschaftler und wer sich sonst noch berufen fühlt, alle in das gleiche... [ ...mehr lesen?]
05.11.2012, 00:27 Uhr
Re: Wer liegt da wem auf der Tasche?

Communarde
Michael Thuma
GAST
Richtig. Deckt sich mit meiner Analyse. Vergessen in .de auch nicht den Länderausgleich, der kommt auch noch dazu.

Es ginge mehr zu Lasten von .de käme es zu einem sog. Auseinanderbrechen, denn dann gingen jene Güter verloren für die die Rechnung noch nicht bezahlt wurde und die damit verbundenen Konsequenzen. Das wäre dann wirklich - Deutschland zahlt ordentlich drauf. Aber ein festgelegten Betrag.

Ehrlich, Deutschland hat bezahlt bereits eine Dekade lang und hat eine 'Innere Abwertung' durchgezogen. Sieht man die Exportüberschüsse als Früchte der 'Inneren Abwertung' (Hausaufgaben machen), dann würde der 'Arbeitnehmer' (Mensch in der Realwirtschaft) um selbige betrogen. Sind Überschüsse nicht das Resultat, dann ... Hausaufgaben umsonst gemacht.

Der deutsche Arbeiter zahlt schon die ganze Zeit. Mal abgesehen davon, dass die Inflation in die Assets geht und nicht in Lohnerhöhung aber dafür auch steigende Preise für Güter des täglichen Lebens, kämen sie aus .de.

Nicht dass ich mir eines der beiden wünschte, aber die Geldmengenausweitung (Potential) fiele schneller auf. Der alte österr. Verbraucherindex hat sogar die Wertsteigerung beim Immobilien drinnen gehabt, möglw. hat er es noch immer. Deswegen tue ich mir etwas hart an Zufälle zu glauben...

Der Plan im Moment sieht vor die sog. Rettung der Staaten = Refinanzierung des Bankwesens = Aufrechterhaltung der Bussinessmodelle jener Investmentbanken die im CDO/CS/CLO und Anverwandten Bereichen engagiert waren usw... über so ca. 30 Jahre mittles des ESM letztendlich abzuzahlen. Das wird gerettet eher direkt als indirekt. Wer zahlt ist klar - der Brüger in der Realwirtschaft.

Im Prinzip wird jedes nur erdenkliche Risiko auf die gesamte Europäische Bevölkerung umgelegt. Das ist eine Konsequenz aus dem EURO. Selbst im Schönwettermodus ohne der sog. Krise, geschuldet der Förderung der Globalisierung. Die hat zwar ihr Gutes auch, man darf sich aber im Nachhinein nicht wundern, wenn durch den Import von niederen Standards im Arbeitsprozess, das Niveau sich schnell angleicht. Es macht einen Unterschied, ob eine Commodity die lebensnotwendig erschwinglich sein soll, oder im Übermaß importiert wird.

ESM - d.h. die die Zeche für die 'Rettung' am Ende zahlt der Mensch in der Realwirtschaft, wenn er weniger zur Verfügung hat. Er/Sie zahlt mehr als jetzt von weniger Einkommen.

Bezahlen tut der EU Bürger, trägt das Risiko und diese Abwälzungsmaschine EURO System verteilt das ganze sehr solidarisch. Die Risken die diese Abwälzung soll nehmen, sind ja nicht der Form, dass der Mittelständer Kursdifferenzen aus einem Auftrag geltend machen muss - es haben zwar die Länder früher gerne Geld transferiert wenn der Kurs günstig stand ... - Argument Binnenmarkt. Das kann noch Sinn machen, solches zu unterbinden - sollte in Summe innereuropäische 0 sein und Target 2 ist innereuopäisch.

Die wahren Risken die umverteilt werden sollen, sind ja die Anlagerisken für die Staatsanleihen, sonst wäre das Geld nicht billiger als der marktgerechte Zins. (Man kann über Zins diskutieren). Die Risikoverteilung, die vermutlich angedacht war die innereuropäischen Zusammenarbeit zu stärken (bin ich mir gar nicht mehr so sicher), schwächt jetzt den EU Bürger, da sämtliche Risken aufgekauft werden ohne die Sicherung einzubehalten und mit Realwirtschaft hat das ganze nichts mehr zu tun - jetzt auf einmal schwenkten die Investoren auf Beurteilung der Zahlungsfähigkeit der Staaten um, nachdem Banken wurden im ersten Zug aufgefangen.

Die globalen Konzerne sind global, die stammen aus keinem Land mehr. Die bewirtschaften Märkte in der ganzen Welt. Auch der Menschenmarkt entlang der Landesgrenzen ist ein Ressourcenpool. Teils eigene kleine Volkswirtschaften, die aber > 50% der BIPs dominieren. Die Politik schüttelt gerne Hände für nette Bilder, deswegen gibt es ja auch schon Berge davon.
06.11.2012, 14:27 Uhr
http

Communarde
landbewohner
GAST
wen wunderts, wenn auch nachgeordnete gewerkschaftler den blödsinn nachplappern, den medien und politik ganz gern verbreiten. und es auch die gewerkschaftsoberbonzen vermeiden, tacheles zu reden und zu sagen, wo all die vielen milliarden letztendlich landen - im rachen der endlos gierigen sozialschmarotzer des großkapitals und ihrer lakaien, zu denen sie ja auch gehören.