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NEUKonterrevolution in Venezuela?
  [6 pics,5 files] begonnen von FPeregrin am 21.01.2019  | 183 Antworten
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NEUER BEITRAG30.04.2019, 23:08 Uhr
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juventud87

Neuer Putschversuch in Venezuela Auch die #DKP hat eine Erklärung zur Lage in #Venezuela nach der erneuten Putschversuch der Leute von #Guaido abgegeben:

DKP ruft zur Solidarität mit der Bolivarischen Revolution auf:

In Venezuela versucht eine Gruppe abtrünniger Soldaten mit dem Putschisten Juan Guaidó und dem aus dem Hausarrest entkommen Oppositionspolitiker Leopoldo #López den Militärflughafen La Carlota in Caracas einzunehmen. Guaidó hat zum Staatsstreich aufgerufen.

Nach Angaben des venezolanischen Verteidigungsministers Vladimir Padrino López stehen die Nationalen Bolivarischen Streitkräfte aber „standfest bei der Verteidigung der Nationalen Verfassung und ihrer legitimen Staatsmacht“.

Die DKP verurteilt diesen erneuten Angriff auf die rechtmäßige Regierung Venezuelas und auf die Bolivarische Revolution. Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP, sagt: „Ausgerechnet den 1. Mai, den Kampftag der Arbeiterklasse, will der US-Imperialismus, mit seiner Marionette Guaidó für den Putsch in Venezuela nutzen. Das wäre aus ihrer Sicht die tiefstmögliche Demütigung des Volkes in Venezuela, das nun seit Monaten den Putschisten und deren Freunden in den USA, der EU und Deutschland trotzt. Wir rufen alle auf, die sich dem Diktat der USA, der herrschenden Klassen der imperialistischen Länder nicht beugen wollen, ihre Solidarität mit Venezuela, gegen die Putschisten auf die Straße zu tragen.”

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NEUER BEITRAG01.05.2019, 00:45 Uhr
EDIT: FPeregrin
01.05.2019, 02:18 Uhr
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FPeregrin

Ausgerechnet dieses Bürger-Jüngsken ruft auf zu einem "1. Mai" gegen einen Arbeiter-Präsidenten! Ich gehe davon aus, daß die Offensichtlichkeit dieser unfreiwilligen Hanswurstiade niemanden mit einem gesunden proletarischen Klasseninstinkt in Venezuela entgehen wird, ... wenn sie schon mir als weit entferntem Sohn der Roten Erde nicht entgeht!
NEUER BEITRAG01.05.2019, 10:32 Uhr
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FPeregrin

1.-Mai-Erklärung der KP Venezuelas 1. Mai 2019: Kämpferische Offensive in Aktionseinheit der Klasse

Die Kommunistische Partei Venezuelas (PCV) richtet einen herzlichen Klassengruß an die Arbeiterinnen und Arbeiter zum Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse. Wir erleben eine Situation der Verschärfung der innerkapitalistischen und innerimperialistischen Widersprüche im Streit um die globale Hegemonie und die imperialistische Aufteilung der Welt, ihrer Naturreichtümer und Energiequellen, für die Monopolisierung der wissenschaftlich-technischen Fortschritte und für die Kontrolle der Märkte, der qualifizierten und billigen Arbeitskräfte, Handelsrouten und geostrategischen Positionen. Zu diesem Zeitpunkt ist eines der Epizentren die vielschichtige Aggression und der nicht konventionelle Krieg gegen unsere Nation als Teil des Hegemonialplans des US-Imperialismus und seiner europäischen Verbündeten zur Neuaufteilung und Beherrschung der Welt.

Wir bekräftigen die Entscheidung, den Aufbau der Patriotischen Volkskomitees voranzutreiben, als Instanzen zur Garantie der Einheit aller patriotischen Venezolanerinnen und Venezolaner, die sich der interventionistischen Politik von mit vaterlandslosen Schichten verbundenen ausländischen Mächten entgegenstellen.

In diese Zusammenhang leiden die Arbeiterklasse und das arbeitende Volk der Stadt und auf dem Land aufgrund des Fehlens einer revolutionären Politik schwer unter den maßlosen Preissteigerungen, dem Mangel, dem Zusammenbruch der Dienstleistungen (Strom, Wasser, Gas, Transport), der gedankenlosen und illegalen Rechnungslegung in Dollars und weiteren Folgen der schweren Krise des abhängigen Kapitalismus, der wirtschaftlichen Umzingelung durch den Imperialismus, der straflosen Taten der korrupten, spekulativen und skrupellosen Mafia im Bereich der Finanzen, des Zwischenhandels und des Extraktionsschmuggels. Die entfesselte Hyperinflation hat die Gehälter zerstört, und durch die nationale Regierung werden dagegen keine Entscheidungen getroffen oder effektive Maßnahmen ergriffen. Das arbeitende Volk leidet unter einem allgemeinen Zustand der Nichtverteidigung und der Schutzlosigkeit.

Das private und öffentliche Unternehmertum verschärft sein Handeln gegen die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter. Illegale Entlassungen und Suspendierungen, Verletzungen von Tarifverträgen, Prekarisierung und Ausgliederung, gewerkschaftsfeindliche Praktiken, die Montage gefälschter Beweise und Fälle der Kriminalisierung von Arbeiterführern sind, neben anderen, tägliche Erfahrungen in den Beziehungen zwischen Arbeitern und Unternehmen. Diese in privaten wie öffentlichen Unternehmen begangenen Praktiken haben trotz erstatteter Anzeigen keine kategorische und wirksame Antwort durch die Staatsanwaltschaft erfahren. Die Gewerkschaftsfreiheit und das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung werden durch die Arbeitsbehörden wiederholt verletzt.

Die Gehälter wurden zerstört durch die anhaltende Hyperinflation und angesichts des regressiven und verarmenden Charakter der von der Regierung seit dem vergangenen Jahr befolgten Gehaltspolitik (insbesondere durch die vom Arbeits- und vom Planungsministerium herausgegebenen Orientierungen). Der kapitulantenhafte Charakter der wichtigsten Entscheidungen im wirtschaftlichen Bereich tendieren dazu, die Arbeit zu schwächen und die Rolle des Kapitals in der Gesellschaft zu stärken. Dabei bevorzugen sie bestimmte Monopolgruppen und bedrohen die Gültigkeit des Rechts auf tarifvertragliche Regelung des Verkaufs der Arbeitskraft in Venezuela.

Die PCV ruft die Arbeiterklasse auf, darauf mit einer kämpferischen Offensive in Aktionseinheit der Klasse zu antworten, um die sinnlose Politik der Zerstörung der Gehälter und der tarifvertraglichen Errungenschaften zurückzudrängen. Eine solche vereinte Offensive der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung muss sich auch das Ziel stellen, im Bündnis mit der Bauernbewegung und der kommunalen und Volksbewegung einen Ausweg aus der Krise und dem gegenwärtigen Zusammenbruch aufzuzeigen. In diesem Sinne gilt es, den Kampf um von der Arbeiterklasse und dem arbeitenden Volk in Stadt und Land geführte tiefgreifende, revolutionäre Veränderungen in der Wirtschaftspolitik aufzunehmen.

Die PCV bekräftigt ihren Aufruf, die nationale Produktion durch einen agroindustriellen Plan zu fördern und verlangt von der nationalen Regierung, einige Maßnahmen zu korrigieren, die in diesem Bereich angewandt wurden. Insbesondere geht es darum, Prozesse der Reprivatisierung von für die Ernährungssouveränität strategisch wichtigen Unternehmen umzudrehen. Es ist an der Zeit, die Parameter der Kreditvergabe im Agrarsektor zu verändern und zu garantieren, dass Finanzierung und technische Assistenz die kleinen und mittleren Produzenten erreichen, die Bäuerinnen und Bauern, und nicht die großen Grundbesitzer. Es ist an der Zeit, diesen Prozess als Garantie für den Kampf gegen die Lebensmittelabhängigkeit in unserem Land zu eröffnen.

Mit ihren politischen Massenfronten und breiteren Organisationen der Arbeiterklasse, der Bauernschaft und anderen Produzenten in Stadt und Land befördert und/oder begleitet die PCV die Entwicklung von kollektiven Solidaritätsinitiativen der Arbeiter, Bauern, Kommunen und des Volkes. Sie fördert und organisiert Mechanismen und Strukturen des direkten Austauschs von Lebensmitteln und anderen Dingen mit dem unmittelbaren Ziel, den Folgen der Krise zu widerstehen, die Einheit und Organisation des arbeitenden Volkes in Stadt und Land zu stärken.

Wir richten einen allgemeinen Aufruf an die Arbeiterinnen und Arbeiter, an die Gewerkschaftsorganisationen, Vorsorgedelegierten, Arbeiterräte und weitere organisierte Formen der klassenbewussten Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung, ihre Kräfte gegen die imperialistische Einmischung und Aggression zu vereinen, die Klassenunabhängigkeit unserer Rechte zu verteidigen und Kräfte zu sammeln, um die Macht den Repräsentanten der diversen bürgerlichen und kleinbürgerlichen Tendenzen streitig zu machen, um die Dominanz des Kapitals zu brechen und wirkliche Perspektiven zur Eroberung einer neuen Gesellschaft zu eröffnen, des wirklichen Sozialismus, der die Vorstufe des Kommunismus sein wird, der von jeder Ausbeutung und sozialen Unterdrückung freien Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung.

WEITER KÄMPFEN UND WEITER SIEGEN FÜR DIE RECHTE DES VOLKES UND DAS SOUVERÄNE HEIMATLAND!

Politbüro des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Venezuelas

Quelle: Tribuna Popular / Übersetzung: RedGlobe

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NEUER BEITRAG01.05.2019, 10:37 Uhr
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FPeregrin

... und diese Hanswürste haben inzwischen die Beine in Hand genommen:


Putschisten auf der Flucht

Kategorie: Venezuela
Veröffentlicht: 01. Mai 2019


Am Dienstag ist in Venezuela ein von der äußersten Rechten des Landes mit Unterstützung der USA angeführter Putschversuch gescheitert. Die entschlossene Antwort der überwältigenden Mehrheit der Angehörigen von Armee und Polizei sowie die spontane Massenmobilisierung des Volkes verhinderten, dass die Putschisten ihre Pläne umsetzen konnten. Offenbar hatten sie geplant gehabt, am frühen Morgen die Luftwaffenbasis La Carlota unter ihre Kontrolle zu bringen, um von dort aus den Staatsstreich durchführen zu können. Doch sie gelangten nie auf das Gelände des Flughafens, wie Präsident Nicolás Maduro gegen 21 Uhr Ortszeit in einer über alle Rundfunk- und Fernsehsender des Landes ausgestrahlten Ansprache betonte.

»Dieser Putsch des Betrugs, der Gewalt, hat diese putschistische Opposition vor aller Welt demaskiert«, erklärte Maduro. »Es gibt welche, die aus dem Ausland eine bewaffnete Konfrontation zwischen Venezolanern provozieren wollen, um eine Intervention in unserem Land und die schlimmsten Szenarien rechtfertigen zu können, damit das Imperium seine Klauen nach Venezuela ausstrecken kann«, so der Staatschef weiter.

Maduro richtete einen Appell an die Regierungen der Welt, die noch immer Gewalt und Destabilisierung im Land unterstützen: »Hier seht ihr die Wahrheit über die bewaffnete Gewalt. Sie haben keine friedlichen, demokratischen oder verfassungsmäßigen Absichten. Sie wollen ihre Ziele mit Gewalt durchsetzen.«

Venezuelas Präsident teilte mit, dass die zuständigen Stellen die Ermittlungen aufgenommen hätten, um entsprechend der gesetzlichen Vorgaben die Verantwortlichen für die jüngsten Ereignisse festzustellen. Die Generalstaatsanwaltschaft habe dazu drei Sonderermittler eingesetzt.

Nach Angaben Maduros wurden bei den Auseinandersetzungen nahe La Carlota fünf Soldaten und drei Polizisten verletzt. Nach dem Scheitern des Putschversuchs kam es in mehreren Teilen der Hauptstadt Caracas zu Straßenschlachten zwischen militanten Regierungsgegnern und Sicherheitskräften. Dabei sollen nach Oppositionsangaben 69 Menschen verletzt worden sein.

Putschistenführer Leopoldo López flüchtete sich zunächst mit seiner Familie in die chilenische Botschaft, später zogen sie in die diplomatische Vertretung Spaniens um, wie die chilenische Regierung bestätigte. Auch Guaidó soll sich in der chilenischen Botschaft versteckt haben, 30 aufständische Militärs halten sich demnach in der Vertretung Brasiliens auf.

Quelle: Informationsministerium Boliviens / RedGlobe


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NEUER BEITRAG01.05.2019, 10:50 Uhr
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RevLeft

Auch die Bürgerpresse räumt mittlerweile ein, dass der Putsch gescheitert ist, macht sich aber mit warmen Worten weiter Mut:

...Erlebt die Welt jetzt das Ende des venezolanischen Frühlings? Es wäre verfrüht, Guaidó für endgültig gescheitert zu erklären. Er verfügt über gewaltigen Rückhalt in der Bevölkerung, viele Soldaten sind zu ihm übergelaufen - nur waren es nicht genug...

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NEUER BEITRAG02.05.2019, 22:17 Uhr
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juventud87

Caracas am 1. Mai: Massenhafter Protest gegen Putschisten Es dürfte eine der größten Demonstrationen gewesen sein, die Venezuela in den letzten Jahren erlebt hat: Zehntausende Menschen, vielleicht auch Hunderttausende, beteiligten sich am Mittwoch in Caracas an der Großdemonstration zum Internationalen Tag der Arbeiterklasse. Über eine Stadtautobahn zogen sie in einem endlos scheinenden Zug in das Zentrum der Metropole zum Präsidentenpalast Miraflores. Unter den Teilnehmern waren auch viele Angehörige der Bolivarischen Miliz in ihren Uniformen. Sie demonstrierten damit einen Tag nach der gescheiterten Militärrevolte am Luftwaffenstützpunkt La Carlota eindrucksvoll ihre Ablehnung von Putschversuchen und Gewalt.

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro zog in seiner Rede eine Bilanz der jüngsten Ereignisse. Zugleich machte er deutlich, dass er sich der Unzufriedenheit großer Teile der chavistischen Bewegung bewusst ist. Ohne auf konkrete Versäumnisse und Fehler einzugehen, rief er für dieses Wochenende zu großen Diskussionsveranstaltungen auf, bei denen das Volk Kritik und Verbesserungsvorschläge einbringen könne. Unter anderem sollen ein Sonderparteitag der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) und eine Tagung des »Großen Patriotischen Pols« stattfinden.

Nahezu zeitgleich versammelten sich im Osten der Hauptstadt Oppositionelle zu einer deutlich kleineren Kundgebung. Sie war vom selbsternannten »Übergangspräsidenten« Juan Guaidó im Vorfeld als die »größte in der Geschichte Venezuelas« angekündigt worden. Der Putschist kündigte in seiner Rede Arbeitsniederlegungen »bis hin zum Generalstreik« an. Am Rande der Kundgebung kam es wieder zu Auseinandersetzungen zwischen militanten Regierungsgegnern und Sicherheitskräften. Nach Oppositionsangaben starben bei den Krawallen ein oder zwei Menschen.

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NEUER BEITRAG04.05.2019, 22:07 Uhr
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mmp1994

Angriff auf Venezuelas Botschaft in Washington vereitelt Venezuelas Vizeaußenminister Carlos Ron hat den Friedensaktivisten für ihre Unterstützung gedankt, die seit dem 19. März das Gebäude der venezolanischen Botschaft in Washington vor einer Besetzung durch Anhänger des Putschisten Juan #Guaido beschützen. Er bekräftigte am Donnerstag in Caracas, dass eine Erstürmung des Gebäudes durch die Polizei und die Übergabe an Vertreter Guaidós eine schwere Verletzung des Völkerrechts darstellen würde. Auch Venezuelas Botschafter bei den Vereinten Nationen, Samuel Moncada, verurteilte den am Donnerstag erfolgten Versuch von Putschistenfreunden, gewaltsam in die diplomatische Vertretung einzudringen. Das war abgewehrt worden.

Mehrere Dutzend US-Bürger halten sich seit dem 19. März in dem Botschaftsgebäude auf und verhindern so, dass es nicht durch den von Guaidó ernannten »Botschafter« Carlos Vecchio besetzt werden kann. Zuvor hatten die Putschisten mit Unterstützung des State Departments schon das venezolanische Konsulat in New York und zwei Niederlassungen des Militärattachés in #Washington okkupiert. Die US-Administration hält das für rechtmäßig, weil sie Guaidó als »Übergangspräsidenten« und Vecchio als »Botschafter« akzeptiert hat.

Der Secret Service hat den Aktivisten in der Botschaft mehrfach mit Räumung gedroht, was eine Verletzung der auch nach Abzug der Diplomaten bestehenden territorialen Immunität der Vertretung wäre. Wiederholt wurden Teilnehmer, die sich außerhalb des Gebäudes befanden, von der Polizei festgenommen. Zudem haben sich vor den Eingängen Anhänger Guaidó postiert, um die Versorgung der Menschen in der Botschaft zu verhindern. »Sie wollen die Botschaft ebenso aushungern, wie es die US-Regierung durch ihre Sanktionen mit ganz Venezuela versucht«, heißt es dazu in Stellungnahmen der Aktivisten. Mindestens eine Unterstützerin, die Lebensmittel über die Blockade der Putschistenfreunde hinweg auf den Balkon der Botschaft geworfen hatte, wurde Berichten zufolge von der Polizei abgeführt.

Die Rechtsanwältin der Aktivisten, Mara Verheyden-Hilliard, warf den US-Behörden am Donnerstag abend (Ortszeit) vor, nationale und internationale Gesetze zu verletzen. Eine Festnahme der Aktivisten sei nur dann gerechtfertigt, wenn sie das Gebäude beschädigten, etwa durch Aufbrechen von Türen. Dagegen sei es nicht hinnehmbar, dass die Polizei den »faschistischen Mob« vor der Botschaft gewähren lasse, indem sie nicht gegen die Blockade der Zugänge durch die Guaidó-Anhänger vorgehe. Offenkundig setzten die Verantwortlichen darauf, die Menschen in dem Gebäude auszuhungern, so die Juristin.

An Essen scheint es den Aktivisten in der Botschaft trotzdem nicht zu fehlen. Demonstrativ übertrugen sie in der Nacht zum Freitag über Facebook die Zubereitung ihres Abendessens. Es gab Salat und Arepas, die für Venezuela typischen Maisfladen.


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NEUER BEITRAG14.05.2019, 11:42 Uhr
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FPeregrin

US-Einbruch in venezolanische Botschaft In der Sache der von Friedensaktivisten gehaltenen venezolanischen Botschaft meldet die jW aktuell (14.05.2019, 10:24:16) folgendes:

Zuspitzung in Washington

US-Polizei verletzt Immunität der venezolanischen Botschaft

In Washington hat die Metropolitan Police am späten Montag abend (Ortszeit) die Schlösser der Botschaft Venezuelas aufgebrochen und ist in das Gebäude eingedrungen. Dort übergaben sie den Aktivisten verschiedener Friedensgruppen, die sich seit Mitte April mit Zustimmung der venezolanischen Regierung in der diplomatischen Vertretung aufhalten, einen nicht unterschriebenen Brief, der sie zur Räumung des Hauses auffordert.

Die Friedensaktivisten waren Mitte April in die Botschaft eingezogen, nachdem Venezuelas Diplomaten wegen des Abbruchs der Beziehungen zwischen Washington und Caracas das Land verlassen hatten. Durch ihren Aufenthalt wollen sie verhindern, dass Anhänger des Putschisten Juan Guaidó die Vertretung besetzen. Die Trump-Administration hat dessen Abgesandten Carlos Vecchio als »Botschafter« anerkannt. Seine Leute haben bereits Venezuelas Generalkonsulat in New York und zwei Gebäude des Militärattachés in Washington okkupiert.

Venezuelas Vizeaußenminister für Nordamerika, Carlos Ron, verurteilte das illegale Eindringen der US-Polizei in das Botschaftsgebäude. »Die Regierung der Bolivarischen Republik Venezuela hat den Polizisten das Betreten des Gebäudes der alten Botschaft in Washington nicht gestattet. Dieses Eindringen ist eine weitere Verletzung internationalen Rechts«, erklärte er über Twitter. Der Vizeminister lobte die Solidarität der Botschaftsschützer: »Sie verdienen unseren Respekt. Sie sind mehr Venezolaner als der ›Fake‹-Botschafter, der beim Southern Command um eine Invasion bettelt.« (jW)


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NEUER BEITRAG14.05.2019, 22:32 Uhr
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FPeregrin

Siehe hierzu auch den Kommentar in der morgigen jW:

Gesetz des Urwalds

US-Polizei gegen Venezuelas Botschaft

Von André Scheer

Was sich derzeit in Washington abspielt, könnte zu einem gefährlichen Präzedenzfall werden. Schon das Aufbrechen der Schlösser der venezolanischen Botschaft am Montag abend (Ortszeit) und das Eindringen uniformierter Polizisten in das Gebäude war eine Verletzung der Wiener Konvention über diplomatische Vertretungen. Dieses international gültige Abkommen legt fest, dass ausländische Botschaften und Konsulate für die Sicherheitskräfte tabu sind. Das gilt auch, wenn die Gebäude wegen des Abbruchs diplomatischer Beziehungen leerstehen.

Die US-Administration interpretiert das Völkerrecht auf ihre Weise. Sie hat den Putschisten Juan Guaidó, der über keinerlei demokratische Legitimation verfügt, als »Präsidenten Venezuelas« anerkannt und in der Folge auch dessen Abgesandten Carlos Vecchio als »Botschafter« akzeptiert. Auf dieser Grundlage behauptet das State Department nun, dass er die Botschaft und Konsulate Venezuelas übernehmen dürfe. Im venezolanischen Generalkonsulat in New York und in zwei Gebäuden des zu den Putschisten übergelaufenen Militärattachés in Washington haben sich die Guaidó-Anhänger schon breitgemacht. In Washington verhindern das bislang Friedensaktivisten, die sich mit Zustimmung der rechtmäßigen Regierung Venezuelas in dem Gebäude aufhalten.

Nun scheint ein Polizeieinsatz gegen die »Botschaftsverteidiger« bevorzustehen, nachdem schon die Strom- und Trinkwasserversorgung der diplomatischen Vertretung unterbrochen wurde (was ebenfalls eine Verletzung internationaler Abkommen bedeutet). Sollten die US-Einsatzkräfte tatsächlich die diplomatische Immunität der Botschaft Venezuelas verletzen und das Gebäude räumen, würde dies letztlich bedeuten, dass künftig kein Land der Erde mehr sicher sein kann, dass die USA die Sicherheit ihrer Vertretung in Washington garantieren. Und umgekehrt könnte das State Department nicht mehr auf die Unantastbarkeit seiner Botschaften weltweit pochen. Das Völkerrecht würde noch mehr durch das Gesetz des Dschungels, das Recht des Stärkeren ersetzt.

Ausgangspunkt der aktuellen Eskalation ist jedoch die willkürliche Anerkennung eines Oppositionspolitikers als Staatsoberhaupt, ohne dass dieser in dieses Amt gewählt worden wäre. Aus dieser Entscheidung ergibt sich die Logik des Vorgehens der US-Administration. Das sollte auch ein klares Warnsignal für uns hierzulande sein, denn immerhin hat die deutsche Bundesregierung den Herrn Guaidó ebenfalls als »Staatschef« akzeptiert, und bei der für den 28. und 29. Mai in Berlin geplanten Lateinamerika-Konferenz des Auswärtigen Amtes ist Venezuela unerwünscht. Dagegen braucht es klare Kante, auch hierzulande.


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NEUER BEITRAG16.05.2019, 00:43 Uhr
EDIT: RevLeft
16.05.2019, 00:51 Uhr
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RevLeft

Veranstaltung "Hände weg von Venezuela" / 28.5. / Berlin Solidarität mit den progressiven Kräften Lateinamerikas!

Die fortschrittlichen Kräfte dürfen nicht untätig bleiben, wenn unverhohlen der Sturz der linken Regierung in Caracas betrieben wird, die BRD mit ihrem durch Lateinamerika reisenden Außenminister Heiko Maas dem selbsternannten »Übergangspräsidenten« Juan Guaidó ihre Unterstützung zusichert und bürgerliche Medien die Akzeptanz einer US-Militärintervention vorbereiten.

Der Termin für unsere Solidaritätsveranstaltung ist nicht zufällig gewählt. Maas hat für den 28. Mai lateinamerikanische Amtskollegen zu einer Konferenz ins Auswärtige Amt geladen – eine Teilnahme des venezolanischen Außenministers Jorge Arreaza aber, der jüngst auf die Sanktionsliste der USA gesetzt wurde, ist nicht vorgesehen.

Setzen wir gemeinsam einen Gegenpunkt! »El Pueblo unido, jamás será vencido! – Das vereinte Volk wird niemals besiegt werden!« Diese Veranstaltung wird veranstaltet von: Tageszeitung junge Welt, Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus sowie Granma Internacional - Deutsche Ausgabe. Mit Unterstützung von: Cuba Sí, DKP, Netzwerk Cuba, Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba und vielen weiteren Initiativen. Gerne können sich weitere Organisationen anschließen!


Dienstag, 28. Mai 2019, um 19 Uhr im Humboldt-Saal der Urania Berlin (An der Urania 17, 10787 Berlin). Einlass ist ab 18 Uhr.


Mit: Carolus Wimmer (Internationaler Sekretär der KP Venezuelas), Hernando Calvo Ospina (Journalist und Schriftsteller, Kolumbien/Frankreich), Orhan Akman (verdi-Gewerkschafter), Patrik Köbele (Vorsitzender der DKP), Gerhard Mertschenk (Berliner Bündnis "Hände weg von Venezuela"). Musik: Cecilia Todd (Venezuela), Nicolás Miquea (Chile/BRD) sowie Trio Palmera (lateinamerikanische Combo). Das gesamte Programm folgt in Kürze!!!!

Eintritt: 5,00 €

Karten erhältlich im jW-Shop, per E-Mail an Mail ...jetzt anmelden! oder telefonisch unter 0049 (0)30/ 53 63 55 37. Karten gibt es auch in der jW-Ladengalerie, Torstr. 6, 10119 Berlin-Mitte (U2 Rosa-Luxemburg-Platz) während der Öffnungszeiten (Mo-Do 12-18 Uhr, Fr 10-14 Uhr). Restkarten an der Abendkasse der Urania.
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#venezuela
#solidaritaet
#28mai
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NEUER BEITRAG16.05.2019, 03:04 Uhr
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FPeregrin

Veranstaltung "Hände weg von Venezuela" / 28.5. / Berlin Nur als Fußnote: Zur fraglichen Zeit sitze ich als Weitreisender auf meinen enggeschnürten Päckchen auf dem Weg zur XI. Konferenz »Der Haupt­feind steht im eigenen Land« m.d.T.: »Und weil der Mensch ein Mensch ist ...«
Einheitsfront der Arbeiter und demokratische Bündnisse – warum und wie?
.
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D.h.: Ich würde - obwohl in Richtig Berlin unterwegs - an o.g. Veranstaltung "Hände weg von Venezuela" gern teilnehmen, wenn ich könnte, ... hmm: Umgekehrt sollte das allerdings niemand vom spontanen Besuch der 11. Hauptfeindkonferenz abhalten, auf der das Motto ¡El Pueblo unido, jamás será vencido! Gegenstand sein wird in konkreter Zuspitzung auf den deutschen Imperialismus hic et nunc.

Wie gesagt: Als Fußnote , ... und nicht als Beitrag zum Fluß des Threads.
NEUER BEITRAG16.05.2019, 22:56 Uhr
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Hennes

Veranstaltung "Hände weg von Venezuela" / 28.5. / Berlin Wenn ich das richtig verstanden habe ich die Veranstaltung zwei Tage vor Beginn der Hauptfeindkonferenz, wo ist also der Widerspruch? #28mai

Ich finde es sehr wichtig das was stattfindet in diese Richtung. Das ist ein wichtiges Signal in bleierner Zeit. Bin für umfassende Mobilisierung!
NEUER BEITRAG17.05.2019, 14:41 Uhr
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FPeregrin

Veranstaltung "Hände weg von Venezuela" / 28.5. / Berlin "wo ist also der Widerspruch?"

Da ist keiner! - Ich wollte gerade damit ausdrücken, daß das - insbesondere für Berliner - terminlich eben sehr gut machbar sein könnte, und für ein "Boykottierst-Du-meine-Veranstaltung-boykottiere-ich-Deine-V-
eranstaltung" kein Anlaß besteht. Ich kann aber eben nur zu éiner. Leider.
NEUER BEITRAG25.05.2019, 19:38 Uhr
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RevLeft

Venezuela: Weiteres Kind stirbt als Folge der US-Blockade Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza hat am Freitag mitgeteilt, dass die von der US-Administration gegen das südamerikanische Land verhängte #Wirtschaftsblockade das Leben eines weiteren Kindes gefordert hat. Es hatte eine Knochenmarktransplantation benötigt, doch die Beschlagnahmung der dafür vorgesehenen Finanzmittel durch die #USA verhinderte den Eingriff in den italienischen Einrichtungen, mit denen #Venezuela ein entsprechendes Abkommen abgeschlossen hat.

Über den Tod des Siebenjährigen hatte zuvor bereits der Chef des venezolanischen Menschenrechtsrates, Larry Devoe, informiert. Nach seinen Angaben war aus dem Hilfsfonds des venezolanischen Erdölkonzerns #PDVSA und dessen US-Tochter Citgo die Behandlung von mehr als 500 Patienten bezahlt worden, bis die Strafmaßnahmen der Trump-Administration griffen.

Bereits am 7. Mai war der sechs Jahre alte Giovanny Figuera gestorben, weil die Blockade eine rechtzeitige Behandlung verhindert hatte. Schon einige Wochen zuvor hatte Arreaza bei einer Pressekonferenz im Gebäude der Vereinten Nationen in New York gewarnt, dass mindestens 20 venezolanische Patienten in Italien auf den rettenden Eingriff warten. Ihr Leben sei akut gefährdet, weil die USA die Überweisung der für die Behandlung notwendigen 4,8 Millionen Euro verhinderten.

Italien hat sich inzwischen bereit erklärt, einige Patienten aus humanitären Gründen zu behandeln, ohne die vorherige Bezahlung zu verlangen. Wie das Portal Aporrea.org meldete, trafen am Mittwoch ein zehnjähriges Mädchen sowie drei Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren in Rom ein, wo sie im Bambino-Gesù-Krankenhaus behandelt werden sollen.

Quellen: Außenministerium Venezuelas, Aporrea.org / RedGlobe
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NEUER BEITRAG29.05.2019, 18:09 Uhr
EDIT: Valparaiso
29.05.2019, 18:14 Uhr
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Valparaiso

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, laut junge Welt waren 750 Leute da. Nach meinem Eindruck war die Berliner #Urania teilweise fast ganz voll, ging aber sehr lang, irgendwann nach 2 Stunden fing es an sich zu leeren. Alle in allem ein sehr gutes Signal. Zumal laut Durchsage eine übertragung via teleSur nach Südamerika stattfand!

Drei berichte dazu auf jungewelt.de:

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#28Mai
#Venezuela
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