DE
       
 
0
unofficial world wide web avantgarde
NEUES THEMA10.12.2018, 22:13 Uhr
Nutzer / in
arktika

• Open-Source Saatgut Lizenz
Wie einer Pressemitteilung der Universität Göttingen vom 7.12. im Online-Magazin goest (goettinger stadtinfo) zu entnehmen ist, haben Pflanzenzüchter der Universität Göttingen und der Verein Agrecol eine gemeinsame Initiative gestartet, um Saatgut als Gemeingut zu schützen.

Open-Source Saatgut Lizenz
Pflanzenzüchter der Universität Göttingen und der Verein Agrecol haben eine gemeinsame Initiative gestartet, um Saatgut als Gemeingut zu schützen. Agrecol entwickelte eine „Open-Source Saatgut Lizenz“, die Saatgut als Gemeingut rechtlich absichert und so vor Patentierung und Sortenschutz bewahrt. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift PLoS Biology erschienen. „Wir beobachten mit großer Sorge, dass weltweit der Zugang zu Zuchtmaterial durch privatwirtschaftliche Interessen zunehmend eingeschränkt wird. Unter anderem Patente verhindern, dass wichtige Eigenschaften züchterisch stärker genutzt werden“, sagt Dr. Bernd Horneburg aus der Abteilung Pflanzenzüchtung der Universität Göttingen. „Die Bewegung für Saatgut als Gemeingut ist in den letzten sechs Jahren stärker geworden – vermutlich wegen wachsender Privatisierung und der Marktkonzentration im Saatgutsektor.“ Vor allem in Deutschland, den USA, Indien und Ost-Afrika gebe es derartige Strömungen. Die aktuellste Idee: Neue Sorten werden durch eine Lizenz als Gemeingut geschützt. Das heißt: Jeder darf sie nutzen, weitergeben und weiterentwickeln – kostenlos. Auch Folgeentwicklungen fallen unter die Lizenz. Einzige Bedingung: Damit das Saatgut allen zugänglich bleibt, darf es nicht mit Patenten oder anderen Exklusivrechten belegt werden. Dieser Open-Source-Charakter könne im Zweifel sogar rechtlich durchgesetzt werden, so die Autoren. Der Verein Agrecol fördert die standortgerechte Landnutzung in Entwicklungsländern. Mit seinem Programm OpenSourceSeeds erprobt er gemeinsam mit der Universität Göttingen und „Culinaris – Saatgut für Lebensmittel“ die Open-Source Saatgut Lizenz. „Es gibt eine große Nachfrage durch Verbraucherinnen und Verbraucher“, sagt Projektleiter Dr. Johannes Kotschi. Immer mehr Händler würden lizensierte Tomatensorten anbieten. Die Cocktail-Tomate „Sunviva“ aus dem ökologischen Freiland-Tomatenprojekt der Abteilung Pflanzenzüchtung war 2017 die erste Tomaten-Sorte, die mit einer Open-Source-Lizenz ausgestattet wurde. Sunviva ist gut für Hausgarten und Balkon geeignet; die gelben Früchte reifen früh in der Saison. Das Freiland-Tomatenprojekt ist ein Netzwerk, in dem durch freien Austausch von Zuchtmaterial und Wissen neue optimal angepasste Sorten entwickelt werden. Mittlerweile sind weitere Sorten von Tomaten, Mais und Weizen lizensiert worden, Tendenz steigend.


unter Link ...jetzt anmelden!
• Hier gibt's was extra: mehr Debatten aus den www.secarts.org-Foren
Putin-Interview (Corona-Impfstoff, "Krise", Belor..
2
>>>>> Journalist: Ich habe mir angeschaut, was im Ausland über Weißrussland geschrieben wird und oft geht es nicht um Id...mehr arktika 01.09.2020
arktika 01.09.2020
Günter Benser zum 90. Geburtstag
NEU
jW morgen: Kein bisschen leise Dem marxistischen Historiker Günter Benser zum 90. Geburtstag Von Holger Czitrich-St...mehr FPeregrin 11.01.2021
Schiffahrt: Reederei Maersk
Die Reederei Maersk kennt wohl jedeR, wer schon mal am Meer gewesen ist oder sich in irgendeiner Form für den Warentransport...mehr arktika 11.09.2020
Allendes Chile
2
>>> Jenseits der Illusionen Am 22. Juli ermordeten Faschisten Allendes Verbindungsmann zum Militär, den Marineadjutant...mehr FPeregrin 12.09.2020
FPeregrin 12.09.2020
100 Jahre KP Luxemburg
1
Und schon am 28.12.2020 dazu ein Text der KLP auf Solidnet: Luxemburger Kommunisten feiern 100. Geburtstag ihrer Partei ...mehr arktika NEU 05.01.2021
VR China zur Menschenrechtslage in der BRD
2
Dazu auch hier in der bürgerlichen Presse: Deutschland soll seine "Hausaufgaben machen": Lars 10.10.2020
FPeregrin 22.09.2020