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unofficial world wide web avantgarde
31.05.2018, 01:16 Uhr
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FPeregrin

• Präsidentschaftswahlen in Kolumbien ... es hat bislang offenbar niemand für erwähnenswert befunden: In Kolumbien ist ein 'linker' - d.h. sozialdemokratischer - Kandidat mit Guerilla-Hintergrund (M-19) in die Stichwahl geraten. Dies ist keine Selbstverständlichkeit im "Herzen der Finsternis" Südamerikas!

amerika21 am 28. Mai, hier:
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31.05.2018, 01:53 Uhr
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FPeregrin

Präsidentschaftswahlen in Kolumbien ... und Granma von vorgestern u.d.T. Kolumbien möchte einen Wandel, aber welchen?, hier:
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31.05.2018, 14:29 Uhr
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arktika

Präsidentschaftswahlen in Kolumbien Auch wenn ich in der Stichwahl keine großen Chancen für Gustavo Petro sehen - der Abstand zu Ivan Duque ist doch sehr deutlich, zudem denke ich, daß bei der Stichwahl die Rechten für alle Fälle vorsorgen werden, keine stimmenmäßige Niederlage zu bekommen -, hat die Tatsache, daß ein linker Kandidat (wie links auch immer, das vermag ich nicht zu beurteilen) in Kolumbien die zweitmeisten Stimmen bekommen hat, mich sehr positiv überrascht.
Daß er sich schon vorher - glaubwürdig! - im Volk einen Namen gemacht hat, zeigt sich ja schon in seiner Bürgermeisterzeit in Bogota, als er nach einer Absetzung mit Hilfe der Bevölkerung wieder auf sein Amt zurückkam sowie im Kongreß, als er sich auch mit den "Richtigen" anlegte, wie der von FPeregrin schon verlinkte Artikel in Granma zeigt:

Er war zwischen 2012 und 2015 Bürgermeister von Bogotá und er gewann mit seinem Projekt, die Politik zu „humanisieren“ die Sympathien der Wähler.

Trotzdem musste Petro gegen den Strom mächtiger politischer Kräfte navigieren. 2013 kam es zu einem Prozess, der zu seiner Absetzung als Bürgermeister führte, was heftige Reaktionen der Bevölkerung und seine Rückkehr ins Amt zur Folge hatte.

Bei seinem späteren Durchlauf durch den Kongress schaffte er sich mit seinem Kreuzzug gegen die Korruption und den Paramilitarismus noch mehr Feinde. Aber es war eben diese Glaubwürdigkeit, die ihm am Wahlsonntag die Unterstützung breiter Schichten der Bevölkerung, der Linken und der von der traditionellen Politik enttäuschten Jugend brachte
.

31.05.2018, 14:46 Uhr
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arktika

Präsidentschaftswahlen in Kolumbien Die Wichtigkeit des "richtigen" Ausgangs der (Stich-)Wahl nicht nur für die Rechten im Lande selbst zeigt sich daran, daß die NATO Kolumbien als »Globalen Partner« in das Kriegsbündnis eingliedern will.

... Somit kann man in Washington und im Brüsseler NATO-Hauptquartier damit rechnen, [...], daß also das Land wieder vollständig auf USA- und NATO-Kurs gebracht werden kann. Und da erschien es den Chefs der NATO wohl überaus passend, Kolumbien im zeitlichen Zusammenhang mit den Wahlen offiziell in die Riege der »Globalen Partner« aufzunehmen – auch als Hinweis an alle Wähler in Kolumbien, nicht vom rechten Weg abzukommen, im doppelten Sinne des Wortes.

Bisherige »Globale Partner« sind übrigens solche Musterdemokratien wie Afghanistan und der Irak, oder auch Südkorea, wo ohne das OK aus Washington keine Entscheidung getroffen wird. Aus Gründen der effektiveren weltweiten Präsenz des Kriegspaktes gehören dazu auch Australien, Japan, die Mongolei, Neuseeland und Pakistan. Auch deshalb sollen die Mitgliedstaaten des Paktes auf Kosten der Steuerzahler ihre Militärausgaben erhöhen – irgendjemand muß die Grenzenlosigkeit der NATO ja bezahlen.


Der Leitartikel NATO ohne Grenzen von Uli Brockmeyer in der Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek am 28. Mai unter
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und auch am selben Datum auf RedGlobe unter
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Sollte ein "Linker" tatsächlich die Wahl gewinnen, könnte diese Idee Makulatur werden. Auch dies spricht dafür, daß Duque die Stichwahl gewinnen wird.
11.06.2018, 15:33 Uhr
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arktika

Präsidentschaftswahlen in Kolumbien Der Präsidentschaftskandidat der Bewegung Menschenwürdiges Kolumbien, Gustavo Petro, stellte am letzten Donnerstag seine "Koalition für den Frieden" vor.
Er sagte, daß er eine große Bewegung zur Verteidigung des Friedens und der Aussöhnung im Begriff zu generieren sei unter Zurückweisung von Klientel-Politik und Korruption.
Die beteiligten Parteien und Gruppen sind genannt in dem Artikel aus der Granma vom 8.06. Kandidat von „Menschenwürdiges Kolumbien“ stellt Koalition für den Frieden vor.
unter Link ...jetzt anmelden!
oder auch bei RedGlobe unter Link ...jetzt anmelden!
17.06.2018, 17:13 Uhr
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arktika

Präsidentschaftswahlen in Kolumbien Zur heutigen Stichwahl in Kolumbien ein aktueller Text mit Hintergrundinformationen und aktuellen Trends bei amerika21 von Denis Mainka unter dem Titel Kolumbien bestimmt heute in Stichwahl neuen Präsidenten unter dem Link
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18.06.2018, 21:32 Uhr
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arktika

Präsidentschaftswahlen in Kolumbien Wie erwartet hat Duque die gestrigen Präsidentschaftswahlen gewonnen. Er bekam 53,9 Prozent, Petro 41,9 Prozent. Damit entfielen auf den Sieger rund zwei Millionen Stimmen mehr, von denen er über 1,5 Millionen Stimmen im Teilstaat Antioquia holte. Petro gewann in der Hauptstadt Bogotá, den armen Departments der Pazifikregion, Nariño, Cauca, Valle de Cauca und Chocó, sowie in Putumayo, Vaupes und den Karibikdepartments Sucre und Atlántico (s. Skizze im Artikel). Neben Bogotá gewann der linke Kandidat auch in den Provinzhauptstädten Barranquilla, Cartagena, Popayán, Quibdó, Riohacha, Santa Marta, Pasto, Mocoa und Cali. Die Wahlbeteiligung lag bei 53 %.

Der ganze Text Iván Duque gewinnt Stichwahl um Präsidentschaft in Kolumbien von Ani Dießelmann heute auf amerika21:
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18.06.2018, 21:36 Uhr
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arktika

Ebenfalls heute eine Erklärung der FARC zur Wahl auf RedGlobe:

FARC zum Wahlergebnis in Kolumbien

Mit Iván Duque hat der Kandidat des »Uribismus«, also des rechtskonservativen politischen Feldes im Umfeld des Ex-Präsidenten Álvaro Uribe, die Präsidentschaftswahl in Kolumbien in der Stichwahl gegen den linksalternativen Gustavo Petro gewonnen. Die FARC erklärt in einem Kommuniqué, dass sie die Ergebnisse des Urnengangs respektieren wird.

Das Ergebnis war erwartet worden. In dem politisch tief gespaltenen Land hat sich Duque als Kandidat des rechten Uribe in der Präsidentschaftswahl gegen den unabhängigen und linksalternativen Petro durchgesetzt. Hinter Duque standen große Teile der Wirtschaft, der alten Eliten und auch der Kirche. In den Medien setzte er sich zuletzt für eine Veränderung des Friedensabkommens ein, dass zwischen der Regierung und der ehemaligen Guerilla im Beisein von internationalen Garantenländern abgeschlossen wurde.

Nun äußerten sich die FARC in einem kurzen Statement ihres Vorsitzenden, Rodrigo Londoño alias Timochenko: »Wir respektieren die Entscheidung der Mehrheiten.« Außerdem erklärte er seine Bereitschaft, sich mit Iván Duque zu treffen, um nach seiner Wahl als nächster Präsident des Landes die Fragen im Zusammenhang mit der Umsetzung des Friedensabkommens zu diskutieren. Es sei notwendig, »dass ein gutes Gefühl herrscht, denn das Land will einen umfassenden Frieden, der uns auf die erhoffte Versöhnung führt, auf sozialen Wohlstand basiert, Wahrheit, Gerechtigkeit, umfassende Wiedergutmachung für die Opfer des Konflikts und der Garantie der Nichtwiederholung. Diese Absicht zu hintergehen, kann kein Regierungsplan sein.«

In der Erklärung betonte die zur politischen Partei gewandelte FARC die Wichtigkeit, dass die Bürgerschaft funktionieren muss und das unterstützen solle, was für den Aufbau einer vielversprechenden Zukunft vereinbart wurde. »Nur diese Einheit, verwandelt in Organisation und Mobilisierung, kann die Versuchung der rückständigsten Sektoren der nationalen Politik stoppen, Hass und Unterschiede aller Art zu vertiefen, mit dem alleinigen Zweck, ihre Privilegien zu verewigen.«

Doch Timochenko rief in der Erklärung auch zum Kampf für den Frieden auf: »Niemals wie jetzt war die Einheit aller Schichten dringlicher. Wir glauben an die Möglichkeit einer Zukunft, die sich von dem Weg unterscheidet, auf dem die Nation seit der Erklärung unserer Unabhängigkeit geführt wurde. Das Wahlergebnis von Menschliches Kolumbien [Colombia Humana] zeigt, dass es möglich ist.«

Außerdem betonte er die Wichtigkeit dieser Wahlen, denn der linksalternative Kandidat Gustavo Petro erhielt immerhin mehr als acht Millionen Stimmen. Und weiter: »Das Fehlen von Gewalt, sowohl am Tag der Parlamentswahlen, wie auch in den beiden Runden der Präsidentschaftswahl, summiert mit dem deutlichen Anstieg von Wählern, sind Indikatoren für eine neue Realität, die ihren Ursprung, neben anderen Faktoren, im Abkommen von Havanna hat.«
02.07.2018, 00:40 Uhr
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arktika

Präsidentschaftswahlen in Kolumbien In Sachen Venezuela legt der neue Präsident vor. Er weigert sich, Venezuelas Regierung anzuerkennen und will "keinen Botschafter nach Venezuela schicken solange Nicolás Maduro im Amt ist. Duque betrachtet dessen Regierung als "illegitim" und erkennt die Wahlen vom 20. Mai, bei denen Präsident Maduro wiedergewählt wurde, nicht an." Er bezeichnete Maduro als "Diktator" und will "eine Verurteilung seines venezolanischen Amtskollegen im UN-Sicherheitsrat erreichen." Außerdem kündigte er an, "sich aus dem Regionalbündnis Union südamerikanischer Nationen (Unasur) wegen dessen "Komplizenschaft mit Venezuela" zurückzuziehen."
Der Text Kolumbiens zukünftiger Präsident Duque erkennt Venezuelas Regierung nicht an von Jan Marinko gestern auf amerika21 unter
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