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19.01.2018, 17:11 Uhr
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juventud87
juven
tud87
• Türkei greift Nordsyrien an Gerade bei der jungen Welt mit O-Tönen :

»Wir werden unser Land verteidigen«
Ankara verkündet Beginn der Offensive gegen Afrin. Kurdische Einheiten wollen Widerstand leisten. Von Nick Brauns und Peter Schaber
Von Nick Brauns und Peter Schaber

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19.01.2018, 22:45 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an aktuelle Infos Link ...jetzt anmelden!
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19.01.2018, 23:39 Uhr
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mmp1994

Türkei greift Nordsyrien an Auch die Kurdistankundigen (mein ich ernst) vom lower class magazine berichten:

Die nun seit mehr als einem Jahr andauernden Gefechte zwischen der türkischen Armee und der YPG in Afrin erreichen in diesen Tagen eine neue Eskalationsstufe.

2017 erreichten uns immer wieder Nachrichten von türkischen Angriffen im Nordwesten Syriens, die vor allem in Form von Luftangriffen ausgeführt wurden. Dabei war häufig nur die Rede von „Scharmützeln“, die lediglich im Grenzgebiet stattgefunden haben. Was dabei jedoch vergessen wird, ist, dass Afrin das Schutzgebiet tausender Binnenflüchtlinge ist, die aus Aleppo und dem Großgebiet Idlib geflohen sind. Das Embargo setzt die örtlichen demokratischen Kräfte Nordsyriens vor große Herausforderungen, die direkten Luftangriffe, die sich nun häufen, scheinen dabei ein endgültiges Todesurteil zu sein, das Erdogan ausgesprochen hat.

Während die kämpferischen Auseinandersetzungen des letzten Jahres hauptsächlich in Rakka stattfanden, rückte das Thema Afrin immer mehr in den Hintergrund. Nur Kenner warnten vor den möglichen Eskalationen, die passieren könnten, sobald das Thema Rakka für die Großmächte erledigt ist. Dieser Fall scheint nun einzutreten. Die Türkei hat am Donnerstag angekündigt, das weitere militärische Vorgehen mit Russland und dem Iran absprechen zu wollen. Hier wird die Rolle Russlands von Bedeutung sein, da es in Afrin russische Militärbasen gibt, deren Existenz Moskau zwar dementiert, die aber weitgehend bestätigt werden können.


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20.01.2018, 19:46 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an Da werden die KurdInnen wohl geopfert:

tagesschau: " Moskau zeigte sich besorgt über die türkische Militäroffensive. Das Außenministerium rief alle Seiten zur Zurückhaltung auf. Russland halte an seiner Position fest, die syrische Krise durch die Bewahrung der territorialen Integrität und die Respektierung der Souveränität Syriens zu lösen.

Wegen der türkischen Offensive zog Russland seine Soldaten aus der Region ab. Damit sollten "mögliche Provokationen" vermieden und eine "Bedrohung für Leben und Gesundheit der russischen Soldaten" ausgeschlossen werden, erklärte das russische Verteidigungsministerium. Die Soldaten hätten sich in die Deeskalationszone um die syrische Stadt Tall Rifaat zurückgezogen."
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20.01.2018, 22:41 Uhr
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Joyce133

Türkei greift Nordsyrien an "Da werden die KurdInnen wohl geopfert:"

Ja. Wie immer...
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21.01.2018, 13:30 Uhr
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retmarut

Türkei greift Nordsyrien an Kurznachrichten zur Lage in Nordsyrien aus kurdischer Quelle finden sich u.a. hier:
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Offenbar setzt die Türkei weiter auf Luftangriffe (Drohnen, Kampfjets, Hubschrauber). Der Vormarschversuch mit Panzern scheint nicht voranzukommen. Drei türkische Panzer wurden mittlerweile von den kurdischen Einheiten zerstört.
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21.01.2018, 16:04 Uhr
EDIT: retmarut
21.01.2018, 16:08 Uhr
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retmarut

Türkei greift Nordsyrien an Link ...jetzt anmelden!

Academics and international human rights activists launched a petition calling upon world powers to act against Turkish aggression against Afrin.

Erstunterzeichner u.a. Chomsky.
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21.01.2018, 16:44 Uhr
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retmarut

Türkei greift Nordsyrien an Auszug aus dem Interview des LowerClassMagazines (Peter Schaber) mit Sores Ronahi, Mitglied der Leitung der yekitiya ciwanen rojava, der Jugendunion Rojavas.

"Ich kann sagen, dass von allen Seiten Angriffe stattgefunden haben. Die türkische Luftwaffe kam zum Einsatz, sie bombardierte massiv sowohl militärische, als auch zivile Ziele. Mitten in der Stadt Afrin gingen auch Bomben nieder. Dazu kommt schwere Artillerie. Tausende Kräfte der sogenannten Freien Syrischen Armee, als auch der türkischen Streitkräfte selbst wurden mobilisiert.

Eine wichtige Sache ist: Die Anhänger des Islamischen Staats, die im Zuge der letzten Gefechte gegen Daesh in die Türkei geflohen waren, nehmen nun auch erneut am Einmarsch der Türkei teil. Sie werden jetzt recycled und tauchen unter dem Label Freie Syrische Armee wieder auf. [...]

Es ist glasklar: Sowohl Amerika wie auch Russland haben diesen Krieg akzeptiert. Ansonsten wäre dieser Angriff nicht möglich. Die Zeichen wiesen bereits vorher in diese Richtung, auch wenn die Amis und die Russen sich bemüht haben, so zu tun, als stünden sie gegen diese Operation. Dieses ganze Gerede ist nichts wert. Was in der Praxis stattfindet, ist eine stillschweigende Unterstützung dieses Angriffs.

Was zwischen Russland und der Türkei stattgefunden hat, ist folgender Deal: Genauso wie damals, als Ankara Aleppo ans Regime gegeben hat und dafür grünes Licht für den Einmarsch nach Jarablus und Bab bekommen hat, wird jetzt Idlib gegen Afrin getauscht. Für die Russen ist das übrigens eine Win-win-Situation. Sie wollen das Regime stärken und da ist es in ihrem Interesse, dass die Türkei die letzten Reste der FSA auf die kurdische Bewegung hetzt.

[...] Der einzige Staat, der offen diese Operation unterstützt, ist der deutsche Staat. Das muss man ganz klar hervorheben. In einer Situation in der zwar Daesh schon mit einem Bein im Grab steht, aber eben noch nicht völlig besiegt ist, fängt die Türkei mit Unterstützung des deutschen Staates einen Krieg gegen jene an, die den Islamischen Staat bekämpfen. All diese dreckigen Deals zwischen Berlin, Ankara, dem Regime, Russland und den USA nutzen dem Islamischen Staat. Ist das der Dank für all die Opfer, die die Bevölkerung Nordsyriens im Kampf gegen Daesh erbracht hat?

Wir haben aber auch hier keine Illusionen: Daesh war auch eine Kraft, die zur Durchsetzung imperialistischer Interessen genutzt wird. Und das von vielen Seiten. Von niemandem aber mehr als von der Türkei, die diese Verbrecher aufgerüstet, finanziert und ihnen den Rücken gestärkt hat. Dass die Türkei jetzt, wo Daesh fast geschlagen ist, einen Krieg gegen uns beginnt, ist vor diesem Hintergrund auch nicht überraschend. Unsere Aufgabe ist es jetzt, unsere Bevölkerung hier zu verteidigen. [...]

Wir sagen: Verschließt die Augen nicht! Was auch immer in eurer Macht liegt, nutzt es, um jetzt gegen diese faschistische Besatzungsmacht vorzugehen. Im Rahmen unserer Kampagne serî hilde [englisch: riseu up, deutsch: erhebt euch] rufen wir die revolutionäre, sozialistische Jugend der Welt auf: Steht auf, und kämpft wo immer ihr könnt mit allen Mitteln gegen den türkischen Staat und seine Kollaborateure!"
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21.01.2018, 17:52 Uhr
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arktika

Türkei greift Nordsyrien an Dazu findet sich auch was, was smersch heute in den Thread Querfront-krieg gegen Journalist Tomasz Konicz gestellt hat.
Tomasz Konicz hat heute auf telepolis einen Artikel Afrin: Erdogans Werk und Putins Beitrag veröffentlicht, den ich jetzt aber auch nur grob überflogen habe. Der Text setzt sich hauptsächlich mit den Motivationen der Akteure, darunter auch die BRD, auseinander.
Hier der Link:
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23.01.2018, 17:41 Uhr
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arktika

Türkei greift Nordsyrien an Bei ANF gibt es auch einen Newsticker zu den Kämpfen:
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24.01.2018, 11:10 Uhr
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Toto

Türkei greift Nordsyrien an Ganz kurz von mir...

Die YPG hat stets verstanden, taktisch korrekt zu handeln. Ein Problem für ihre Politik war dennoch zunehmend in der Entscheidungszwang zu kommen, zwischen Russland und der USA. Sie haben damit ihre taktische Flexibilität verloren. Russland und Syrien haben sehr wohl ernst ihren Angebot gemacht, dass Afrin von der Türkei zu schützen. Der Preis wäre den Einzug der syrischen Truppen in Afrin, was übrigens auch in Minbij zum Teil der Fall ist/war. Dieser Angebot wurde mit einer vermeintlichen Prinzipientreue der YPG zurückgeschlagen. Da sah sich Russland nicht mehr in der Pflicht die YPG weiter zu schützen, da die YPG nicht mehr taktischen Verhältnis zur USA stehen, sondern in ein strategischen, was russische Interessen widerspricht.

Ein dreckiger Deal zwischen Russland, Türkei und Syrien hat es nicht gegeben. Die anti-russische Hysterie der YPG resultiert daraus, dass sie nicht verstanden haben, was sich in der jüngsten Vergangenheit geändert hat. Sie gehen subjektiv immer noch von einer taktischen Verhältnis zu USA (und Russland) aus, was sich objektiv nicht mehr der Fall ist. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die YPG in der Lage mit der USA zu brechen und mindestens zu einem taktischen Verhältnis zurückzukehren, was eine Bewegung zu Russland und der syrischen Regierung zwingend bedeuten muss. Zumal die Türkei nicht mit Afrin aufhören wird und die Türkei ist nicht der IS trotz aller Heldengeschichte, die Türkei hat eine riesige Armee mit Luftwaffe und international konnte sich die Situation für die YPG dramatisch verändern, wenn sie erst richtig isoliert werden!

Darum gilt es die Tausenden Opfer der YPG zu ehren und das Richtige zu machen, sich zu bewegen, anstelle Reflexe zu folgen und den richtigen Moment für dauerhafte Sicherung ihrer Interesse zu wählen. Damit nicht diesen Opfer umsonst gefallen sind. Die Lage ist auf jeden Fall dramatisch! Afrin ist von vier Seiten umzingelt, der einziger Ausgang ist Richtung Aleppo/syrische Regierungstruppen. Es gab zwei Kräfte, die ernsthaft den IS bekämpft haben, die Syrische Armee (und Verbündete) und die YPG. Es gab kaum bewaffnete Zusammenstöße zwischen die syrische Armee und der YPG, wenn man wenige Ausnahmen außer der Betracht zieht. Ein Bündnis ist möglich, ein Bündnis ist notwendig. Das bedeutet selbstverständlich die garantierten Rechte für die Kurden in ein künftigen demokratischen und friedlichen Syrien, ohne jetzt in Detail zu gehen.

Es ist von meiner Seite ein Plädoyer für ein echten arabisch-kurdischen Bündnis. Vielleicht ist die Syrisch-Arabische Seite dazu nicht bereit, aber notwendig ist er!
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24.01.2018, 11:19 Uhr
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Toto

Türkei greift Nordsyrien an Zu Ergänzung mein alter Kommentar zur YPG

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24.01.2018, 16:32 Uhr
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arktika

Türkei greift Nordsyrien an Kleines Schmankerl am Rande bzgl. unseres Hauptfeindes.

"fluide Lage" - ein neuer Begriff für die Phrasendreschmaschine!

Zusätzlich zur Ankündigung neuer Rüstungshilfen intensiviert Berlin ungeachtet des türkischen Überfalls auf Afrin die politische Kooperation mit Ankara. Vor wenigen Tagen haben die Regierungen beider Länder mit einem Treffen auf Staatssekretärsebene ihre regelmäßigen Konsultationen wieder aufgenommen. Man sei "in einem Prozess", der "die Beziehungen Schritt für Schritt verbessern" solle, verlautbart das Auswärtige Amt. Während Experten bestätigen, der Krieg der Türkei in Afrin, der nicht zuletzt mit deutschen Panzern geführt wird, sei ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg, spricht das Auswärtige Amt von einer "fluiden Lage"; man müsse, erklärt ein Sprecher, "legitime Sicherheitsinteressen" Ankaras berücksichtigen.

"Fluide Lage, legitime Interessen", so lautet der Text vom 24.01. auf german-foreign-policy, der die Bemühungen der BRD zur Verbesserung des Verhältnis zur Türkei analysiert.
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24.01.2018, 20:57 Uhr
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secarts

Türkei greift Nordsyrien an Aus der morgigen jungen Welt:

Leoparden jagen!

Der Kampf Milan gegen Leopard ist ein unfairer. Zumindest, wenn die gleichnamige deutsche Panzerabwehrrakete auf den nach der Raubkatze benannten deutschen Kampfpanzer trifft. Beide Systeme sind BRD-»Exportschlager«, und dass Soldaten mit der einen gegen Feinde mit der anderen Waffe antreten, ist gar nicht so selten. Doch egal, wer gewinnt – Deutschland profitiert immer.

Dabei ist es dem deutschen Kapital überhaupt nicht egal, wer schließlich siegt – am besten niemand. Denn nur ein langer, verlustreicher Krieg, ein nicht enden wollendes Gemetzel ist das, was die Branche in Sektlaune bringt. Verluste müssen ersetzt, Waffen nachgerüstet werden.

Nichts anderes als den Anschlussauftrag hatte Außenminister Sigmar Gabriel im Sinn, als er die Kurden beim Tee in Goslar verschachert hat. Denn die »Leoparden«, mit denen die Türkei gerade in Nordsyrien einmarschiert, sind bislang nicht für den Kampf gegen »Freischärler«, also gegen Zivilisten in städtischen Siedlungsgebieten, die sich behelfsmäßig zur Wehr setzen, ausgerüstet. Genau dies soll nun laut übereinstimmenden Medienberichten passieren. Krauss-Maffei-Wegmann hat Hausse.

Die kurdischen »Freischärler«, bis gestern noch die anerkannt wichtigste Kraft gegen die Terroristen des »Islamischen Staates«, werden sich wehren. Dafür gibt es im Waffenhandel unter anderem die bereits erwähnten Raketen. Die hatte die BRD seinerzeit an die (kurdischen) Peschmerga geliefert, mittlerweile sind sie auf jedem Schwarzmarkt der Gegend zu haben. Sie knacken bis zu 70 Millimeter Panzerstahl.

»Ausfuhren von Rüstungsgütern, die der Kooperation mit unseren Bündnispartnern und deren Ausstattung dienen, erfolgen im sicherheitspolitischen Interesse Deutschlands«, sagte Gabriel, auf die – in seiner großen Koalition geradezu grotesk explodierten – Waffenexporte angesprochen. Sicherheitspolitik ist in Deutschland immer Wirtschaftspolitik. Und nur, weil die SPD die einzige Kraft ist, die aus ihren Liebesdiensten für die Bourgeoisie keinerlei Nutzen zu ziehen vermag, macht sie ihren Job im geschäftsführenden Ausschuss des ideellen Gesamtkapitalisten trotzdem gut.

Rüste beide Seiten aus – und lasse sie verbluten. Das Prinzip beherrschten die deutschen Rüstungsschmieden schon immer. Bei aller Aufregung über US-Amerikaner und Russen wird übersehen, dass die BRD ebenfalls Kriegspartei ist: gegen alle anderen. Denn weder ein triumphaler Sieg Erdogans, noch ein Erfolg der kurdischen YPG ist in ihrem Interesse. Deshalb werden die Waffenverkäufe an alle Seiten weitergehen. Und das Sterben ebenfalls. Das ist Imperialismus.

Dieser Krieg beginnt hier; hier muss er auch gestoppt werden. Jede Waffe, die nicht oder kaputt ankommt, verkürzt das Gemetzel. Denn so geht praktischer Antiimperialismus: Zucker in den Tank! Schrauben aus den Schienen! Panzer über Bord!


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25.01.2018, 19:46 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an "Ein dreckiger Deal zwischen Russland, Türkei und Syrien hat es nicht gegeben. "

Ich glaube auch, daß es keinen Deal zwischen der Türkei und Syrien gegeben hat. Zwischen Rußland und der Türkei schon. Und, um es mal sehr zugespitzt zu sagen: Wenn Rußland die Türkei aus der NATO rausbrechen könnte, würde es Syrien sofort opfern - so wie es jetzt die Anti-IS-Kräfte der YPG zugunsten der türkischen IS-Freunde geopfert hat.
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25.01.2018, 20:24 Uhr
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secarts

Türkei greift Nordsyrien an Es gab auf jeden Fall einen Deal Türkei-BRD. Allen Dementis über nachzurüstende Panzer zum Trotz, die BRD ist das einzige nennenswerte Land (und der einzige nennenswerte Staat in der NATO), der den Kriegseinsatz der Türkei unterstützt ("Legitime türkische Sicherheitsinteressen").

In dieser Runde könnte mal nicht Putin, sondern der klassische deutsche Imperialismus der Sieger sein, wenn die Türkei erst die Kurden, dann die Syrer die Türken und schließlich die Amerikaner die Syrer besiegt haben - und sich Russen und Amerikaner schließlich in offener Feindschaft gegenüberstehen. Wenn. Aber es kann ja anders kommen.

Insb. Dank an Toto für seine Tiefeneinschätzung. Ich bitte darum, uns hier ab und an auf dem Laufenden zu halten. Das wäre wichtig und hilfreich!
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25.01.2018, 23:02 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an Schmutziger Deal zwischen Moskau und Ankara: Link ...jetzt anmelden!

ansonsten: "Die Türkei, die eine internationale Diversifikationspolitik verfolgt, bringt diese Politik auch in die Rüstungsindustrie ein. Da Deutschland und die USA seit langer Zeit die Kooperation in der Rüstungspolitik als Druckmittel gegen die Türkei benutzen, baut die Türkei die Kooperation mit Ländern wie England, Frankreich, Russland, Ukraine und Pakistan aus und verstärkt auf der anderen Seite die nationale Rüstungsindustrie. (...)Letztendlich bemüht sich die Türkei um neue Bündnisse innerhalb der westlichen Welt und Schritte im eigenen Interesse. Diese Schritte stärken die Türkei gegenüber Ländern wie USA-Deutschland. " Quelle: Link ...jetzt anmelden!
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26.01.2018, 11:43 Uhr
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Toto

Türkei greift Nordsyrien an Vor erst nur das von mir
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Mit dem Hinweis, dass es widersprüchliche Meldungen, die auf inner-PYD-Streit hindeuten. Vor zwei Tagen berichtete ein kompetenter syrischer Journalist, des pan-arabischen Sender Al-Mayadeen, über ein Übereinkommen zwischen Kanton Afrin und die Syrische Armee (SAA)zum Schutz von Afrin durch die SAA. Nur Stunden danach hat der Leiter der Afriner YPG (Militärarm der PYD) diese Nachricht über den arabisch-sprachigen iranischer Sender Al-Aalam verneint und auf die SDF als einziger Gesprächspartner hingewiesen. Gestern, ein Tag danach hat die zivile Selbstverwaltung nun auf ihre Website die Nachricht um den wiederholten (!) Bitte an der syrischen Armee ihre Aufgaben zur Schutz der Grenze und der Region zu erfüllen.

Es gibt also ein Widerspruch zwischen die zivile und militärischer Arm in der PYD/YPG/SDF. Es gibt aber auch ein Widerspruch zwischen Afrin-PYD/YPG und der Rest-PYD/YPG/SDF.

Das mag daraus resultieren, dass sowohl Washington wie Moskau um eine Kippen der Verhältnisse gerungen haben. Washington versuchte über die Türkei Druck/Bitten auszuüben, ihre Militäroperation in Afrin zeitlich/territorial einzuschränken, etc. pp. und gleichzeitig massiv gegen YPG Druck ausgeübt, man würde die Unterstützung entziehen, wenn aus Minbij nach Afrin Truppen bewegt werden, etc. pp. Moskau dagegen hat versucht über Gespräche mit PYD/YPG Afrin den Angebot auf Einzug der syrischen Truppen zu erneuern und gleichzeitig Gespräche mit der Türkei nicht abgebrochen.

Russland ist weiterhin aus meiner Sicht ehrlicher und konsequenter für eine Friedenslösung in Syrien bemüht als die USA oder die BRD.

In Minbij haben bereits Russland und Syrien die YPG vor der Türkei geschützt und nicht die dortigen verbündeten US-Truppen. Sollte es in Afrin gelingen die türkische Aggression mittels syrisch-russischer Einmischung sollte die PYD/YPG ernsthaft ihre Bündnispolitik überdenken.

Noch ist aus meiner Sicht unklar wie der inner-PYD/YPG-Streit ausgeht, oder wie die syrische Regierung darauf regiert und letztlich wie die Türkei darauf reagiert. Das bleibt "spannend".

Die kommenden Tage werden eine weitere "neue Wende" nach der Schlachten in Qusair (2013; Ende vom Anfang) und die Befreiung größer Teile der Stadt Aleppo (2016/17 Anfang vom Ende) im Krieg gegen Syrien bringen, egal in welche Richtung.
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26.01.2018, 14:02 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an " Für Russland ist die Türkei zurzeit ein unverzichtbarer Verbündeter – aus wirtschaftlichen Gründen und beim Versuch, zu einer Stabilisierung der Situation in Syrien zu kommen, gerade jetzt, wo der Kongress in Sotschi bevorsteht, auf dem über eine Nachkriegsordnung beraten werden soll."

schreibt die UZ, Zeitung der DKP Link ...jetzt anmelden!

Der trotzkistische Genosse Holberg schreibt (in der mehr als obskuren Linken Zeitung) übrigens in eine ähnliche Richtung wie Toto: Link ...jetzt anmelden!
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26.01.2018, 14:08 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an Die Interventionistische Linke agiert gegen den Hauptfeind:

"PRESSEMITTEILUNG

Interventionistische Linke kündigt fürs Wochenende deutliche Aktionen gegen SPD an

Aktivist_innen aus der interventionistischen Linken (iL) haben heute morgen in Hannover das SPD-Büro mit einer Mauer aus Papier eingeschlossen, um gegen deutsche Waffenlieferungen an die Türkei zu protestieren. Weitere konfrontative Aktionen kündigen sie für dieses Wochenende im ganzen Bundesgebiet an. Ins Visier nimmt die iL dabei die SPD, die sie für den Rüstungsexport mitverantwortlich macht. Für den morgigen Samstag ruft die iL zur massenhaften Beteiligung an der kurdischen Demonstration für Afrin auf.

(Downloadlink Foto:) Link ...jetzt anmelden!

“Der Angriff der Türkei auf Afrin ist ein Angriff auf alle, die sich für Demokratie, Frauenbefreiung und Selbstbestimmung einsetzen. Die YPG ist die stärkste Kraft im Kampf gegen den IS. Wir stehen an der Seite unserer kurdischen Freund_innen. Die deutsche Bundesregierung unterstützt dagegen die türkische Aggression: Durch Stillschweigen, durch Waffenlieferungen und Kriminalisierung der kurdischen Bewegung und ihrer Symbole in Deutschland. Dafür ist Sigmar Gabriel (SPD) als Außenminister direkt verantwortlich. Er war es, der vor knapp zwei Wochen dem türkischen Außenminister Çavuşoğlu nicht nur Tee serviert, sondern auch Rüstungsgüter versprochen und Unterstützung signalisiert hat.”, sagte Lukas Hoffmann von der IL.

“Es reicht uns nicht, dass die Modernisierung der Leopard-2-Panzer der türkischen Armee durch den deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall verschoben wird. Die YPG und YPJ kämpfen in vorderster Front gegen den IS und für ein beeindruckendes Modell demokratischer Selbstverwaltung in Nord-Syrien. Wir werden den Druck auf die SPD und die kommende Bundesregierung aufrechterhalten und verstärken, damit die BRD ihre Waffenexporte an die Türkeidiktatur dauerhaft einstellt, ihre Unterstützung für das Erdogan-Regime damit beendet und das PKK-Verbot nach 25 Jahren endlich aufhebt”, fasst Emily Laquer die Positionen der IL zum Afrin-Krieg zusammen.

Weitere Informationen zu Aktionen werden jeweils aktuell folgen. Einen Live-Ticker finden Sie auf Link ...jetzt anmelden!"

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26.01.2018, 21:19 Uhr
EDIT: Rainer
26.01.2018, 21:20 Uhr
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Rainer

Türkei greift Nordsyrien an Wie immer bei solchen Zuspitzung scheiden sich auch hier die Geister. Mal ne ganz andere Sicht hat Rainer Rupp. Für den sind die Kurden Verräter an den "arabisch-syrischen" Kräften, die schon selber schuld sind wenn sie nun von Erdogan auf die Fresse kriegen (schließlich sind sie von den USA "gekauft")...

"Die Invasion der türkischen Armee in die von Kämpfern der YPG besetzte nord-syrische Region um die Stadt Afrin wird vor allem in Kreisen der „Linken“ mit großer Anteilnahme verfolgt. Allerdings hätte die YPG-Führung es in der Hand gehabt, den türkischen Einmarsch abzuwenden. Denn seit Wochen und Monaten hatte Moskau in vielen Gesprächen mit allen Parteien versucht, die drohenden Kämpfe zu verhindern und eine Lösung zu finden. Vergeblich! Die von den Amerikanern gekaufte und bezahlte YPG-Führung weigerte sich, den angebotenen Kompromiss auch nur ernsthaft in Betracht zu ziehen."

So und noch viel irrer zumindest exklusiv auf KenFM: :
Link ...jetzt anmelden!

Vielleicht bringen ja die Erdoganisten etwas Geld in die Kassen Naja morgen steht bei Kennyboy bestimmt dann genau das Gegenteil.
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26.01.2018, 21:48 Uhr
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Toto

Türkei greift Nordsyrien an Manfred Ziegler, schreibt aber für die UZ ein bissel weiter:
"Für Russland ist die Türkei zurzeit ein unverzichtbarer Verbündeter – aus wirtschaftlichen Gründen und beim Versuch, zu einer Stabilisierung der Situation in Syrien zu kommen, gerade jetzt, wo der Kongress in Sotschi bevorsteht, auf dem über eine Nachkriegsordnung beraten werden soll. Und die Türkei ist einer der drei Garantiestaaten für die Deeskalationszonen. So hat sich die Regierung der Russischen Föderation offenbar mit dem Angriff abgefunden."

So wurde ich das auch sehen, Russland hat sich damit abgefunden. Ist aber ein Detail-Frage.

Gerade aus einem Treffen zu der lokale ILer eingeladen haben, schien es mir eine untergeordnete Rolle zu sein, wie man sich zum deutschen Imperialismus steht. Vielmehr geht es um die YPG als Anti-IS-Kämpfer plakativ zu danken. Dennoch ist es sinnvoll solche Aktionen hinzugehen und genau auf die Rolle des deutschen Imperialismus zu drängen.
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26.01.2018, 21:59 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an "Gerade aus einem Treffen zu der lokale ILer eingeladen haben, schien es mir eine untergeordnete Rolle zu sein, wie man sich zum deutschen Imperialismus steht. Vielmehr geht es um die YPG als Anti-IS-Kämpfer plakativ zu danken. Dennoch ist es sinnvoll solche Aktionen hinzugehen und genau auf die Rolle des deutschen Imperialismus zu drängen. "

Naja, die IL besteht ja auch nicht als Menschen, die sich als Marxisten-Leninisten definieren. Dennoch: Ein grober Überblick schein mir zu zeigen, daß die größere und marxistisch-leninistische DKP a) fast nichts an Aktivitäten entfaltet und b) auf ihrem Newsportal schweigt.

Wo solls denn herkommen?
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26.01.2018, 22:31 Uhr
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Toto

Türkei greift Nordsyrien an Tja, wir werden uns vermutlich irgendwie anschließen. Mit unsere kleinen Möglichkeiten ;)
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26.01.2018, 22:49 Uhr
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secarts

Türkei greift Nordsyrien an "Gerade aus einem Treffen zu der lokale ILer eingeladen haben, schien es mir eine untergeordnete Rolle zu sein, wie man sich zum deutschen Imperialismus steht. Vielmehr geht es um die YPG als Anti-IS-Kämpfer plakativ zu danken. Dennoch ist es sinnvoll solche Aktionen hinzugehen und genau auf die Rolle des deutschen Imperialismus zu drängen."

Denke ich auch, zumal die Aktionen der IL (Besetzung vor der SPD-Zentrale in Berlin) die richtige Stoßrichtung haben (mal abgesehen davon, dass sie - neben den kurdisch organisierten Demos - auch die einzigen sind). Die Zuspitzung wird vermutlich weitergehen, und wir wissen noch nicht, welche Frontlinien sich jeweils ergeben können. Das wird auch Menschen aus dem Umfeld IL radikalisieren, da sollten wir nicht abseits stehen.
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27.01.2018, 00:49 Uhr
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Jaimee
Jaimee
Türkei greift Nordsyrien an UZ und junge Welt sind gut, junge Welt pluraler, von YPG im o-Ton bis zur heutigen (Pardon gestrigen) Karin Leukefeld. Den fand ich nicht gut, aber die Position gibt es auch. Link ...jetzt anmelden!

Sehr schön war auch der schon zitierte Sabotageaufruf 8-)

Aber news.dkp.de ist wirklich ein absolutes Trauerspiel. Seit Tagen nix, statt dessen groß das "Umweltinfo"... Ist da ein Mayerist abgeordnet worden? Ach nee die sind ja richtig fett engagiert in der Angelegenheit! :-/
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27.01.2018, 20:03 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an Alles Zitat aus Link ...jetzt anmelden! :

Tamimi: Ein ehemaliger pro-PKK Abgeordneter im syrischen Parlament hat gegenüber der regimetreuen al-Watan gesagt, dass die beste Lösung für Efrîn darin besteht die Flagge der Arabischen Syrischen Republik zu hissen und die YPG muss …

Mahmoud: Stellen Sie mir nicht Fragen über Leute, die scherzen oder Narren sind. Was diese Personen sagen oder denken interessiert mich nicht.

Tamimi: Nicht über die Person, aber …

Mahmoud: Die Arbeiterpartei Kurdistan oder PKK. Ich möchte nicht wissen, was sie sagen.

Tamimi: Sicher. Aber was halten Sie von dem Vorschlag die syrische Flagge über Efrîn zu hissen, um eine türkische Intervention zu verhindern?

Mahmoud: Das Problem des syrischen Volkes ist nicht die syrische Flagge sondern das derzeitige Regime, das sich ändern muss. Die Menschen haben nach Freiheit und Demokratie geschrien. Sie haben nicht für dieses Regime, für diese Person, für diese Seite oder für diese Partei geschrien. Das syrische Volk verlangt nach Freiheit und Demokratie. Wir beschützen dieses Volkes, damit es Freiheit und Demokratie erlangen kann.

Tamimi: Sagen Sie, dass die Lösung für die Krise in Syrien im Allgemeinen die Entmachtung von Bashar al-Assad ist?

Mahmoud: Die Entmachtung und die Demokratisierung des Regimes hängen von der Gesellschaft und ihren Menschen ab. Das Volk soll herrschen. Es ist nicht meine Meinung. Ich möchte nicht, dass meine Meinung oder die einer anderen Partei angewendet wird: Ich möchte, dass man auf die Gesellschaft zugeht und deren Meinung anwendet. Wenn die Gesellschaft will, dass Bashar al-Assad regieren soll, dann gut. Aber was wir in Deir ez-Zor sehen ist folgendes: Das Regime rühmt damit, dass es Deir ez-Zor, Mayadeen und Albukamal und jene Regionen befreit hat, aber die dortigen Menschen unterstützen uns und sind mit uns. Mehr als 500.000 Menschen – eine knappe halbe Million Deiri-Bürger – sind nach Nordsyrien unter der Kontrolle der QSD geflohen, aufgrund der Regime-Präsenz in Deir az-Zor. Wenn dieses Regime der Repräsentant des syrischen Volkes wäre, würde dann die Bevölkerung aus Deir az-Zor fliehen und dann in den Gebieten unter der Kontrolle der QSD Zuflucht suchen? Deshalb wollen wir, dass die Gesellschaft nach ihrer Meinung gefragt wird, damit die Ziele des Volkes, welches Freiheit und Demokratie heißen, verwirklicht werden können.

Tamimi: Die einzige Lösung sind Wahlen ohne Einschränkungen und dass das Volk die Autorität selbstbestimmt …

Mahmoud: Ja. Natürlich ist Syrien an dem Punkt angekommen, wo sich eine Kraft wie die QSD gebildet hat, die aus allen Komponenten und Glaubensbekenntnissen besteht. Diese Einheit hat es geschafft in den von ihr kontrollierten Gebieten Möglichkeiten zu eröffnen, um Institutionen aufzubauen wie die der Legislative und Sicherheit. So hat das Volk mehr Institutionen in den Gebieten etabliert als das Regime. So wird in Syrien Freiheit und Demokratie verwirklicht.

Tamimi: Wie sind die Beziehungen der YPG zur Russland und den USA im Allgemeinen?

Mahmoud: Wir haben mehrmals verkündet, dass wir – vor allem mit den USA und der Internationalen Koalition (Großbritannien ist auch Teil dieser Internationalen Koalition) – eine Strategie entwickelt haben, dem IS ein Ende zu setzen. Diese strategische Zusammenarbeit begann in Kobanê und wird heute in Deir az-Zor fortgesetzt und wird dort beendet werden. Nach den Entwickelungen und den Erfolgen haben viele Armeen und Streitkräfte inklusive des syrischen Regimes unsere Siege für sich proklamiert und behaupten siegreich zu sein, aber das syrische Volk steht uns bei. Und nachdem wir dem IS ein Ende gesetzt haben, werden wir ein neues Abkommen und eine neue Strategie entwickeln: Wir wollen Stabilität nach Syrien bringen und sichern.

(Im zweiten folgen die Beziehungen mit den internationalen Mächten wie die USA, Russland und dem Iran sowie das Unabhängigkeitsreferendum in Südkurdistan/Nordirak vom September 2017.)

Das Interview erschien am 24.01.2018 auf der persönlichen Internetseite von Aymenn Jawad Al-Tamimi Link ...jetzt anmelden! Al-Tamimi schreibt regelmäßig für die US-Think Tank Middle East Forum.
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28.01.2018, 21:04 Uhr
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Toto

Türkei greift Nordsyrien an "Aber news.dkp.de ist wirklich ein absolutes Trauerspiel. Seit Tagen nix, statt dessen groß das "Umweltinfo"... Ist da ein Mayerist abgeordnet worden? Ach nee die sind ja richtig fett engagiert in der Angelegenheit! :-/
"


Liebe Genossen!
Es gibt - Unsicherheiten - innerhalb der DKP, die ausgeräumt werden. Die Zusammenarbeit mit dem US-Imperialismus, das Negieren der syrischen Souveränität innerhalb der kurdischen Bewegung in Deutschland und die DKP hat bisher nie so richtig in der kurdischen Bewegung in Deutschland fuß gefasst außer die Mayeristen in München. Keine Entschuldigung dafür, aber die DKP - Das sind wir!

Ich versuche mal was für die DKP news zu schreiben, da ich euer Kritik zu Herzen nehme und mir eine starke DKP wichtig ist.
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30.01.2018, 16:48 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an Die DKP spricht folgendermaßen:
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Stoppt den Krieg in Syrien! « DKP-Nachrichtenportal

Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) verurteilt den Einmarsch des türkischen Militärs in Syrien. Die fortgesetzten Angriffe stellen eine eklatante Verletzung der staatlichen Souveränität Syriens dar und sind eine erneute Eskalation des seit 2011 andauernden Krieges.
Unsere Solidarität gehört den Opfern dieser Angriffe. Viele von ihnen sind nach Afrin geflohen und werden nun erneut zu Opfern der Aggression eines NATO-Staates. In Syrien und für die kurdische Bevölkerung in Syrien kann und muss ein Weg der politischen Autonomie unter Wahrung der territorialen Integrität Syriens gefunden werden.
Von Anfang an wurde die Eskalation vom US-Imperialismus und seinen regionalen und europäischen Verbündeten von außen angeheizt: Durch die politische, finanzielle und militärische Unterstützung von bewaffneten Gruppen und dschihadistischen Terrororganisationen sollte Syrien zerteilt werden. Einige jener Milizen wie die sogenannte „Freie Syrische Armee“ kämpfen nun an der Seite des türkischen Militärs gegen die nordsyrischen Kurden in Afrin.
Trotz der Erfolglosigkeit seines Plans hält der Westen am grundsätzlichen Ziel fest, den Nahen und Mittleren Osten anhand ethnischer und religiöser Linien zu spalten, die Staaten zu zerteilen und damit die Völker zu unterwerfen. Er zielt insbesondere auf die Beherrschung Syriens, Irans, Iraks, der Palästinensergebiete und die Zerschlagung der libanesischen Hisbollah. Dabei kann sich der US-Imperialismus nicht nur auf die verbündeten Golf-Staaten und Israel verlassen, sondern insbesondere auf die EU, die seit sieben Jahren die barbarischen Wirtschaftssanktionen gegen Syrien und damit vor allem gegen die Zivilbevölkerung aufrechterhält.
Die deutsche Bundesregierung verfolgt gemeinsam mit der US-Regierung bis zum heutigen Tage das Ziel, unter Verletzung der nationalen Souveränität die syrische Regierung zu stürzen. In diesem Zusammenhang sind auch die Bundeswehreinsätze in Jordanien und dem Mittelmeer zu sehen. Sie müssen beendet, die deutschen Soldaten abgezogen werden.
Die DKP stimmt nicht in den Chor derjenigen ein, die der Russischen Föderation die Schuld am türkischen Einmarsch zuweisen. Von der russischen Regierung zu verlangen, das NATO-Mitglied Türkei zu Lande oder in der Luft militärisch aufzuhalten und damit die Ausrufung eines NATO-Bündnisfalles zu riskieren, ist politisches Abenteurertum. Die Bemühungen Russlands um eine Friedenslösung für Syrien bei Wahrung seiner territorialen und staatlichen Integrität unter Einschluss der nordsyrischen Kurden haben bislang erfolgreich die Pläne des US-Imperialismus und der EU in der Region durchkreuzt.
Währenddessen haben die USA völkerrechtswidrig über ein Dutzend Militärstützpunkte in Nordsyrien errichtet. Der Plan der US-Regierung, eine 30.000 Soldaten starke Truppe der mit ihnen verbündeten kurdischen YPG an der Grenze zur Türkei zu bewaffnen, stellte eine zusätzliche Provokation dar.
Die DKP bleibt dabei: Frieden für Syrien kann nur erreicht werden, wenn die territoriale und staatliche Integrität Syriens gewahrt und ein friedliches und selbstbestimmtes Zusammenleben aller Volks- und Religionsgruppen garantiert wird. Dies erfordert den sofortigen Abzug aller sich völkerrechtswidrig in Syrien befindlichen Einheiten, insbesondere der der Türkei und der USA samt ihrer Verbündeten.
Wir fordern

den sofortigen Rückzug des türkischen Militärs aus Syrien und den Stopp aller Angriffe
den sofortigen Abzug des US-Militärs und die Schließung der US-Militärbasen
das Ende der „Regime-Change“-Politik der EU und der Bundesregierung gegenüber Syrien
den sofortigen Abzug der deutschen Soldaten aus dieser Region
den Stopp der Bundeswehreinsätze in Jordanien und dem Mittelmeer
den Stopp der deutschen Waffenexporte insbesondere in die Türkei

Das Sekretaritat des Parteivorstandes der DKP
Essen, 30.01.2018


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03.02.2018, 14:47 Uhr
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retmarut

Türkei greift Nordsyrien an Wer schreibt bloß solch schauerliche Absätze in Erklärungen der DKP?
"Der Plan der US-Regierung, eine 30.000 Soldaten starke Truppe der mit ihnen verbündeten kurdischen YPG an der Grenze zur Türkei zu bewaffnen, stellte eine zusätzliche Provokation dar."

... ja wahrlich, was für eine Provokation. Gegen wen eigentlich? DAESH? Türkei?

Gut dass man die Solidarität mit Syrien bekundet, aber dann eine Solidaritätsbekundung für die YPG-geführten Kräfte zu unterlassen, finde ich in dieser Situation mehr als unangemessen.
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03.02.2018, 20:20 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an @retmarut Ich bin ein bißchen dankbar dafür, daß es anscheinend doch noch Genossen in der DKP gibt, die sich jenseits des sterilen Tons der Erklärung positionieren.

Ob die Haltung der DKP ( das Selbstbestimmungsrecht der KurdInnen geringer zu gewichten als das Interesse daran, Syrien gegen den Imperialismus als einheitlichen Staat zu verteidigen) richtig ist, wird die Geschichte zeigen. Aber daß die DKP sich so unemphatisch gegenüber den konkreten Kämpfen der Menschen, die vom türkischen Militarismus, vom IS/DAESH attackiert und von den diversen imperialistischen Mächten verraten werden, geriert - das ist schwer nachvollziehbar.

Jenseits der Frage richtig/falsch entfernt diese Erklärung die DKP von den Menschen, die wegen des türkischen Angriffs auf die Straße gehen. Das ist schlecht.
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03.02.2018, 21:50 Uhr
EDIT: FPeregrin
03.02.2018, 22:20 Uhr
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FPeregrin

Türkei greift Nordsyrien an Abseits des tatsächlich bestehenden Problems der Vermittelbarkeit dieser Position - man steht da sehr schnell als herzlos und zynisch da - möchte ich mich hier inhaltlich unbedingt für die Richtigkeit des hier von der DKP Erklärten aussprechen: Die kurdische Bewegung hat - wie Toto richtig gesagt hat - im Verlauf des Krieges taktisch meisterhaft zu handeln verstanden. Strategisch aber nicht, da sie die imperialistische Hautstoßrichtung - nämlich die auf die effektive Zerschlagung Syriens - nicht als solche verstanden hat. Zur Illustration, inwiefern hier die eigene Taktik als Strategie mißverstanden wurde, zitiere ich mal Nouri Mahmoud aus dem Post von mischa (27. Januar):
"Wir haben mehrmals verkündet, dass wir – vor allem mit den USA und der Internationalen Koalition (Großbritannien ist auch Teil dieser Internationalen Koalition) – eine Strategie entwickelt haben, dem IS ein Ende zu setzen. Diese strategische Zusammenarbeit begann in Kobanê und wird heute in Deir az-Zor fortgesetzt und wird dort beendet werden [...] Und nachdem wir dem IS ein Ende gesetzt haben, werden wir ein neues Abkommen und eine neue Strategie entwickeln: Wir wollen Stabilität nach Syrien bringen und sichern." Eine anti-imperialistische Strategie kann aber immer nur darin bestehen, den imperialistischen Hauptstoß zu erkennen, zu parieren und in eine eigene Offensive zu wenden. Eine antiimperilistische Strategie kann im konkreten Fall in der Hauptstoßrichtung eben nur auf den Erhalt der Einheit Syreins zielen.

Woher dieses unterentwickelte Verständnis von Strategie und Taktik kommt, vermag ich nicht zu sagen, ... ob aus dem Nationalismus selbst heraus? Die Ersetzung des Marxismus-Leninismus als Leitideologie durch den "Demokratischen Konföderalismus" hat diese Unterentwicklung aber ohne Frage erleichtert.

Wie gesagt, das klingt alles zynisch - und mein Herz sagt auch anderes -, aber Fragen der Strategie & Taktik müssen unbedingt Fragen des Kopfes und nicht des Herzens sein.
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03.02.2018, 22:17 Uhr
EDIT: FPeregrin
04.02.2018, 14:23 Uhr
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FPeregrin

Türkei greift Nordsyrien an @mischa: "das Selbstbestimmungsrecht der KurdInnen geringer zu gewichten als das Interesse daran, Syrien gegen den Imperialismus als einheitlichen Staat zu verteidigen"

Auch das sehe ich hier nicht. So sicher wie das Recht auf Selbstbestimmung (als Recht auf Lostrennung!) für uns als Kommunisten unverhandelbar gilt, so wenig müssen wir jede konkrete Lostrennungsentscheidung für gut, richtig und unterstützenswert halten, denn die nationale Frage ist gegenüber dem strategischen Ziel der Errichtung einer proletarischen Diktatur als taktische untergeordnet.

Konkret ist zu berücksichtigen: Es wird für Kurdistan unter einer imperialistischen Knute keine Selbstbestimmung, keine Demokratie, keinen Sozialismus geben können. Eine konsistente anti-imperialistische Haltung ist für die Lösung der nationalen Frage in Kurdistan von strategischer - nicht nur taktischer - Relevanz.

Auch wenn man hier wieder murren wird: Es gibt von Stalin aus der Zeit des Bürgerkriegs hier unbedingt Rezeptionswürdiges: Der Oktoberumsturz und die nationale Frage (1918)
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und Die Politik der Sowjetmacht in der nationalen Frage in Rußland (1920)
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Man kann hier kontern, Syrien sei kein Land, in dem eine Diktatur der Arbeiterklasse und eine sozialistische Aufbauperspektive zu verteidigen sei. Das ist verdammt richtig. Aber eine imperialistische Zerstückelungsstrategie gibt es dennoch. Und eine Diktatur der Arbeiterklasse und eine sozialistische Aufbauperspektive wird es auf keinen Fall geben, wenn die imperialisten mit ihrer Strategie durchkommen!
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08.02.2018, 15:14 Uhr
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Toto

Türkei greift Nordsyrien an Über das Selbstbestimmungsrecht der Nationen bitte ich darauf den folgenden Text von Lenin zu berücksichtigen

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Über deutschen und nichtdeutschen Chauvinismus:
"Ein Merkmal des deutschen Chauvinismus ist, daß die "Sozialisten" - Sozialisten in Anführungszeichen - von der Unabhängigkeit anderer Völker reden, nur derer nicht, die von ihrer eigenen Nation unterdrückt werden. Ob man dies nun direkt ausspricht oder ob man diejenigen, die das aussprechen, verteidigt, rechtfertigt und in Schutz nimmt - der Unterschied ist nicht sehr wesentlich."

Oder auch:
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Leitsätze über die Bedingungen der Aufnahme in die Kommunistische Internationale
"In der Frage der Kolonien und der unterdrückten Nationen müssen die Parteien jener Länder, deren Bourgeoisie Kolonien besitzt und andere Nationen unterdrückt, eine besonders klare, eindeutige Stellung einnehmen. Jede Partei, die der III. Internationale anzugehören wünscht, ist verpflichtet, die Machinationen «ihrer» Imperialisten in den Kolonien rücksichtslos zu entlarven, jede Freiheitsbewegung in den Kolonien nicht nur mit Worten, sondern durch Taten zu unterstützen, die Verjagung ihrer eigenen Imperialisten aus diesen Kolonien zu fordern, in den Herzen der Arbeiter ihres Landes wirklich brüderliche Gefühle für die werktätige Bevölkerung der Kolonien und der unterdrückten Nationen zu wecken und unter den Truppen ihres Landes eine systematische Agitation gegen jegliche Unterdrückung der Kolonialvölker zu treiben. "

Die syrischen Kurden wie die in der KCK, Koma Civakên Kurdistan, organisierten Kurden fordern einen demokratischen Konföderalismus, der soweit ich verstanden habe, nicht um Lostrennung und Unabhängigkeit orientiert. Der demokratische Konföderalismus umfasst somit auch Gebiete außerhalb der kurdische Gebiete. Es kann auch beinhalten, dass die syrische Gesellschaft umfasst nach Vorstellung des demokratischen Konföderalismus reformiert werden. Deswegen war die PYD stets Teil ein gesamtsyrische Organisationen wie beispielsweise National Coordination Body for Democratic Change. Die PYD ist nicht die PKK, sondern auch Ergebnis realer Unterdrückung der syrischen Kurden durch den pan-arabischen Nationalismus. Dennoch müssen wir als Kommunisten den demokratischen Könferalismus und den offiziellen KCK-Propaganda eines dritten Weges zwischen Sozialismus/Kommunismus und Kapitalismus, diesen gibt es nicht.

Dennoch sollten wir überall, wo es möglich ist, erstens mit den hier lebenden Kurden als Teil der deutschen Arbeiterklasse solidarisieren. Das bedeutet unbedingt die Aufhebung des PKK-Verbotes, unabhängig von unseren ideologischen Unterschiede. Wir müssen den deutschen Imperialismus als Teil der Aggression gegen Syrien und (syrische, türkische, irakische und iranische) die Kurden benennen und angreifen.

Darum sollten wir bei aller Differenzen politischer und ideologischer Art mit der aktuellen Anti-Afrinkrieg-Bewegung als Kommunisten reinbringen.

Solidarität ist Gebot der Stunde, bei gleichzeitiger Kampf gegen den deutschen Imperialismus.
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14.02.2018, 20:15 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an Patrik Köbele zu Syrien et al:

"Liebe Genossinnen und Genossen,
hätte es noch eines Beweises bedurft, dass der
angebliche Kampf gegen den IS nicht nur Heuchelei
ist, sondern Teil der kriegstreiberischen Strategie des
US-Imperialismus, so wurde er in den vergangenen
Wochen ganz offen gegeben. Nein, die US-Truppen,
die ohnehin völkerrechtswidrig in Syrien stehen,
werden nicht zurückgezogen, obwohl der IS besiegt
ist. Ganz offen wird erklärt, dass der Zweck der US-
Truppen in der Destabilisierung des sogenannten
Assad-Regimes besteht. Es handelt sich also um
faktische Besetzungen bzw. Kriegshandlungen auf
fremdem Territorium. Ein krasser Bruch des
Völkerrechts. Kein Aufschrei der Medien, der
Spezialisten für Menschrechte, der Regierungen der
EU, der NATO-Partner.

Die Türkei ist nun ganz offen nach Syrien
einmarschiert, mit deutschen Waffen. Ein bißchen
Aufregung in den Medien gab es schon. Aber auch
hier wird nicht von einem Völkerrechtsbruch, von
einem kriegerischen Angriff auf Syrien gesprochen.
Auch die YPG, die davon betroffen ist, merkt, dass
eine Zusammenarbeit mit den USA nur solange
einen Schutz darstellt, solange die Nützlichkeit für
die USA gegeben ist oder eben größer ist als die
Verbundenheit mit dem NATO-Partner Türkei. Das
sich der deutsche Imperialismus zurückhält
verwundert nicht, will man doch die Verhältnisse zu
Erdogan verbessern.

Im Zusammenhang mit dem Einmarsch der Türkei in
Syrien wird spekuliert, dass Russland und die Assad-
Regierung diesen Einmarsch möglicherweise
klammheimlich zulassen oder die Augen schließen.
Für solch eine Spekulation ist uns die Faktenlage zu
dünn, wir werden uns dazu auf Basis der wenigen
Informationen und Spekulationen heute nicht
äußern. Wir weisen aber auf die Fakten hin, dass die
Türkei ein NATO-Land ist, dass die sogenannte Freie
Syrische Armee ein Ziehkind der NATO ist, dass
deutsche Waffen benutzt werden und dass weder die
Führungsmacht der NATO, die USA, die mit der YPG
verbündet ist, noch das NATO-Land Deutschland
mehr als eine Protestresolution gegen diesen
Einmarsch zu Stande bringen. Stopp, ich vergaß,
Außenminister Gabriel gibt jetzt den „Harten“, eine
Nachrüstung der deutschen Panzer soll es
momentan nicht geben.

Es geht ihnen nach wie vor um einen Regime-
Change in Syrien. Assad war und ist nicht bereit,
sich bedingungslos den Interessen des
Imperialismus unterzuordnen und Syrien, das ist der
Weg zum Iran und das ist der Weg zur Umzingelung
Russlands und der VR China. Dies ist die
gemeinsame, strategische Hauptorientierung der
führenden imperialistischen Länder und ihrer NATO
und das ist die Hauptkriegsgefahr.

Es ist sehr hoch einzuschätzen, dass diese Analyse
im Wesentlichen auch von den Kräften der
Friedensbewegung in unserem Land geteilt wird.
Versuche die Friedensbewegung inhaltlich zu
neutralisieren, sie in eine Haltung der Äquidistanz zu
führen, sind gescheitert – es gab und gibt sie
manchmal von rechts, manchmal als „links“
verkleidet."

12.Tagung des Parteivorstandes
27./28. Januar 2018
Essen
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16.02.2018, 22:27 Uhr
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FPeregrin

Türkei greift Nordsyrien an In der aktuellen Ausgabe der UZ steht folgender Leserbrief von Toto Lyna zur DKP-Erklärung vom 2. Februar:

Gegen den deutschen Imperialismus

Trotz der richtigen Analyse der Verhältnisse in Syrien muss die Erklärung kritisiert werden. Das Sekretariat hätte in seiner Erklärung eine wesentliche Aufgabe erfüllen und die Antikriegsbewegung auf einen Stoß gegen den Hauptfeind orientieren müssen. Die Rolle des deutschen Imperialismus in der Unterdrückung der kurdischen Nationalbewegung ist seit vielen Jahren bekannt. Seit Jahrzehnten werden die Kurden in der Türkei und in der Region mit deutschen Waffen massakriert. Seit Jahrzehnten wird die größte und relevanteste Partei der in Deutschland lebenden Kurden verboten. Der deutsche Imperialismus ist führend an der Aggression gegen Syrien beteiligt. Deutschland forciert in der EU gegen den Willen einzelner EU-Mitglieder die antisyrischen Wirtschaftssanktionen. Deutschland bot mit dem Projekt „The day after“ den Boden für eine Beteiligung von Islamisten an antisyrischen Aktivitäten. Deutschland liefert Informationen des BND an Islamisten. Die Bundeswehr beteiligt sich am völkerrechtswidrigen Kriegseinsatz über syrischem Territorium und vieles mehr. Kurz gesagt, an den antikurdischen und antisyrischen Aggressionen ist Deutschland beteiligt.

Eine Orientierung auf den Hauptfeind ist keine Phrase, sondern bietet konkrete Ansatzpunkte, um die Arbeiterbewegung für die Friedensbewegung zu gewinnen. So wird in Teilen der Antikriegsbewegung die Idee eines Türkeiboykotts verbreitet, da die Türkei als Staat in Deutschland angefeindet wird. Stattdessen müssen wir zum Angriff auf deutsche Rüstungsmonopole wie Krauss-Maffei-Wegmann oder Heckler und Koch orientieren. Eine solche Orientierung auf deutsche Rüstungsmonopole kann ein Anknüpfungspunkt sein, um auch Gewerkschaften einzubinden und die Frage der Rüstungsvorhaben der Bundesregierung und der geplanten bzw. beschlossenen Erhöhung des Rüstungsetats auf Kosten sozialer Ausgaben in der Vordergrund zu rücken. Eine solche Orientierung könnte der Spaltung der Arbeiterklasse und der antitürkischen Hetze des deutschen Imperialismus entgegentreten. Es ist unsere Aufgabe als DKP, die berechtigte Empörung und Wut in eine Handlungsorientierung gegen den deutschen Imperialismus umzuwandeln.


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Wäre die richtige Korrektur an der praktischen Lücke der Sekretariats-Erklärung!
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19.02.2018, 11:48 Uhr
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juventud87
juven
tud87
Türkei greift Nordsyrien an Die syrische Armee soll die YPG nun gegen die Türkei unterstützen, innerhalb von drei Tagen könnten syrische Soldaten an der Grenze zur Türkei stationiert werden, heißt es!

"Die kurdische Miliz YPG hat sich offenbar mit den Regierungsgruppen verbündet, um im Norden Syriens gegen die türkische Armee zu kämpfen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den hochrangigen Kurdenvertreter Badran Jia Kurd. Demnach handelt es sich um eine rein militärische Vereinbarung. Die Truppen von Syriens Machthaber Al-Assad sollen innerhalb von zwei Tagen in der Region Afrin an die Grenze zur Türkei verlegt werden.

Die Angaben wurden von der staatlichen Nachrichtenagentur Sana und im syrischen Staatsfernsehen bestätigt. Der syrischen Regierung nahestehende Kräfte stünden kurz vor einem Einmarsch in Afrin, hieß es. Der Schritt würde "innerhalb von Stunden" erfolgen. Weitere Details wurden nicht genannt.

Das Bündnis wendet sich demnach gemeinsam gegen die türkische Offensive in Afrin, wo die Türkei im Januar begonnen hatte, die YPG-Miliz anzugreifen, um sie von dort vertreiben. Die Türkei betrachtet die kurdischen Kämpfer als Terroristen und Ableger kurdischer Rebellen in der Türkei. Sowohl die Kurden als auch die syrische Führung wollen dagegen verhindern, dass die Türkei ihren Einflussbereich ausdehnt...."


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19.02.2018, 20:28 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an Zum gleichen Thema die tagesschau:
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20.02.2018, 08:01 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an angeblich kurdisches Dementi: "According to the spokesperson for the YPG in Afrin, Brusk Hasake, the Syrian Arab Army (SAA) will not enter the Afrin region, adding that there is no current agreement with the government in Damascus."

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20.02.2018, 22:28 Uhr
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retmarut

Türkei greift Nordsyrien an Offenbar weiterhin Desinformationspolitik auf allen Seiten, was man militärtaktisch durchaus verstehen kann.

Offenbar gibt es im Lager der Kräfte um die YPG und SDF unterschiedliche Haltungen zum Einrücken der syrischen Truppen. Das macht die Sache noch unübersichtlicher. Man traut sich scheinbar weiterhin nicht ganz über den Weg.

In der Zwischenzeit scheint die türkische Armee die syrischen Truppen durch gezielte Angriffe vom Betreten der Region abhalten zu wollen.
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21.02.2018, 11:35 Uhr
EDIT: Toto
21.02.2018, 11:38 Uhr
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Toto

Türkei greift Nordsyrien an Auf die arabisch-sprachige Seite der YPG steht eine Erklärung über ein Eintreffen der syrischen Truppen in Afrin

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Auf facebook verbreitet die PYD diese Erklärung auf Englisch. Insoweit ist die Sache von der YPG und PYD öffentlich dokumentiert und klar.

Syrische Truppen sind trotz Beschuss der Türkei in der Stadt Afrin angekommen.

Southfront und Youtube stellen zumindest ein Video von fröhlichen syrischen Truppen und YPG-Kämpfern (nach Fahnen zu urteilen)
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Ein politischen Urteil warte ich erstmal ab.
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22.02.2018, 11:38 Uhr
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Toto

Türkei greift Nordsyrien an So ich versuche es kurz zu halten. Zeit ist Mangelware...

Was in Afrin stattfindet, ist Ausnutzung einer Situation. Russland und Syrien haben den Druck auf die YPG um ihren Ziele durchsetzen, ob sie dabei Rollen von Good and bad Cop benutzt haben, spielt keine Rolle. Wie es ausschaut, zieht die YPG sich aus Aleppo zurück oder zumindest die syrische Armee zieht in den von der YPG-beherrschten Stadtteile ein.

Der Deal zwischen YPG und SAA wird somit erweitert.

Die Frage für ehrliche Kräfte ist es, ist dieser Deal ein Ausverkauf der kurdischen Frage in Syrien oder wird es eine vernünftige politische Ergänzung der militärischen Kooperation geben. Mal schauen, was die kommenden Stunden, Tage und Monate mit sich bringen.
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22.02.2018, 11:42 Uhr
EDIT: Toto
22.02.2018, 11:45 Uhr
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Toto

Türkei greift Nordsyrien an Mal Mal schauen
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25.02.2018, 14:56 Uhr
EDIT: FPeregrin
25.02.2018, 15:09 Uhr
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FPeregrin

Türkei greift Nordsyrien an Es gehört in diesen Zusammenhang: Salih Muslim arrested in Prague. Die Meldung auf rûdaw ist von heute:
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ERBIL, Kurdistan Region – Syrian Kurdish leader Salih Muslim has been arrested in Prague.
Czech police confirmed they arrested a 67-year-old foreigner who was wanted in Turkey and he is currently detained. They did not name the person in question.
Earlier this month, Turkey announced a $1 million bounty for the former co-chair of the Democratic Union Party (PYD), the ruling Kurdish party in Rojava, northern Syria, and added him to the Interior Ministry’s ‘Red List.’
Ankara alleges that the PYD is a Syrian branch of the PKK, a named terror group.
The PYD, which advocates the ideology of PKK founder Abdullah Ocalan, has maintained that it is a distinct organization.
Salih, a 67-year-old native of Kobane, founded the PYD in 2003 and served as co-chair of the party form 2013 to 2017, when he stepped down.
He was a harsh critic of Turkish President Recep Tayyip Erdogan. On Saturday, he had tweeted images of children reportedly killed in Turkey’s operation in Afrin and captioned it “Turkey president – child killer.”
Turkey’s ‘Red List’ is commonly called the ‘terror list.’
Daily Sabah had reported that Muslim had spotted holding meetings in Prague’s Marriott Hotel.
PKK-linked media outlet ANF reported that Muslim had been in the Czech capital to attend a conference. They state he was tracked by Turkish intelligence and that Czech police detained the Kurdish leader at Turkey’s request.
Kurdish officials are endeavouring to secure his release, but Czech authorities have not responded yet, ANF stated.
The Movement for a Democratic Society (TEV-DEM), the ruling coalition in Rojava led by the PYD, condemned Muslim’s arrest, describing it as “contrary to all international values and laws.”
“The Turkish state does not have the right to prosecute or arrest any person who is not their citizen. Mr Salih Muslim is a Syrian citizen," TEV-DEM stated.
Muslim’s spouse, Ayse Efendi, who is also the co-chair of Kobane’s people’s assembly said he is a politician and Czech authorities should release him immediately.
"Salih Muslim is not a Turkish citizen... not a military figure. He is a politician and diplomat. He undertakes Rojava affairs. He went to take the voice of freedom, humanity and democracy to the world. The Czech state must take the responsibility and release Salih Muslim promptly," she told Ronahi TV.
His arrest did not come as a surprise to her, however. She noted that people like Muslim are being arrested on a daily basis.
"As his family we knew that there would be arrests, deaths and injuries committed by those betrayers who oppose freedom,” Efendi said.
A spokesperson for French leftist leader Jean-Luc Melenchon has condemned the arrest as “unacceptable.”
Noting that the PYD was part of the defences that have fought ISIS, Djordje Kuzmanovic called on French President Emmanuel Macron to pressure Czech authorities to release Muslim.
Turkey’s TRT World reported that Czech authorities have asked Ankara to submit documents necessary for his extradition.
Ankara has been lobbying European nations to take actions against the PKK within their borders.
Czech police said they will proceed in the matter according to their law on International Judicial Cooperation in Criminal Matters.
Updated at 3:44 pm


Wikipedisch ist es auch schon - da habe ich es, ehrlich gesagt, auch her:
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Böse Sache!
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27.02.2018, 16:13 Uhr
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juventud87
juven
tud87
Türkei greift Nordsyrien an Der in Tschechien auf Betreiben der Türkei festgenommene Kurdenpolitiker Saleh Muslim ist wieder frei. Ein Gericht in der Hauptstadt Prag ordnete am Dienstag die Freilassung des wichtigen Vertreters der syrischen Kurden an, wie sein Anwalt Miroslav Krutina sagte. Muslim habe zugesichert, mit Blick auf das Auslieferungsgesuch der Türkei mit den Behörden zusammenarbeiten.

Der Kurdenpolitiker war am Samstag aufgrund eines türkischen Fahndungsaufrufs bei Interpol festgenommen worden. Ankara wirft dem früheren Ko-Vorsitzenden der kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) in Syrien vor, eine »Terrororganisation« zu leiten und »in Terrortaten gegen die Türkei verwickelt« zu sein. Die PYD ist der politische Arm der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), die von der Türkei seit Wochen in der nordsyrischen Region Afrin bekämpft wird...

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27.02.2018, 19:19 Uhr
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arktika

Türkei greift Nordsyrien an Der Text ist leider nicht lesbar, wenn man nicht zufällig nD-AbonnentIn ist.
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27.02.2018, 20:05 Uhr
EDIT: MARFA
27.02.2018, 20:13 Uhr
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MARFA

Türkei greift Nordsyrien an Öhm, ich kann ihn (ohne Abo - bin ja nicht verrückt) problemlos lesen. Einfach unter dem popup auf "vielleicht später" klicken! :-)
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27.02.2018, 20:15 Uhr
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arktika

Türkei greift Nordsyrien an Danke für den Tip.
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10.03.2018, 21:08 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an Am 50. Tag der Angriffe des türkischen Staates mit Unterstützung von Al-Qaida-, Al-Nusra- und IS-Milizen auf den nordsyrischen Kanton Efrîn hat sich der kurdische Dachverband KCDK-E mit einem dringenden Aufruf an die Öffentlichkeit gewandt.

In einer heute herausgegebenen Erklärung verweist der KCDK-E auf die Situation in Efrîn. Vor der türkischen Militärinvasion sei die Stadt einer der ruhigsten Orte Syriens gewesen, an dem Zehntausende Menschen aus den umkämpften Gebieten des Landes Zuflucht gefunden hätten. Unter UN-Aufsicht seien dort Flüchtlingslager errichtet worden, so der KCDK-E.

Weiter heißt es in der Erklärung:

„Russland hat den Angriff des türkischen Staates auf Efrîn unterstützt und befürwortet, indem die russischen Soldaten aus Efrîn und Umgebung abgezogen wurden. Die USA haben erklärt, dass die Zusammenarbeit mit den Kurden gegen den IS nur die Ostseite des Euphrat betreffe und sie sich in die Besatzung Efrîns nicht einmischen werden. Somit haben auch die USA deklariert, der türkischen Besatzung zuzustimmen.

Die Vereinten Nationen haben von Beginn an die Massaker an der Zivilbevölkerung, die Bombardierungen von Dörfern und die Zerstörung von Häusern, mit denen eine Fluchtbewegung ausgelöst werden sollte, ignoriert und sich somit zu Komplizen dieser Verbrechen gemacht. Es haben zwei Sitzungen des UN-Sicherheitsrates stattgefunden, um die Zivilisten im Krieg in Syrien zu schützen. Beide Male wurde kein expliziter Beschluss zu Efrîn und der dortigen Zivilbevölkerung gefasst.

Der türkische Staat erhält nicht nur politische Unterstützung von den UN, den USA und der EU. Beim Angriff auf Efrîn werden NATO-Waffen, US-Flugzeuge und deutsche Leopard-Panzer eingesetzt.

Dieser Krieg, den die UN, die USA, Russland und die EU mit Verweis auf ‚türkische Sicherheitsbedenken‘ zu legitimieren versuchen, findet jedoch weltweit Beachtung. An vielen Orten Europas wird das Schweigen gebrochen und auf verschiedene Weise gegen die türkische Invasion protestiert. Während die Staaten diese befürworten, deklarieren die westliche Öffentlichkeit und die Medien eine Unterstützung des kurdischen Volkes gegen die türkisch-islamistische Besatzung. Die Solidarität in der Öffentlichkeit ist durch die ständigen Aktivitäten der Kurdinnen und Kurden in Europa und anderen Teilen der Welt möglich geworden.

Um diese Solidarität zu vergrößern und die europäische Öffentlichkeit, Politiker*innen mit einem Gewissen und Einrichtungen in Bewegung zu versetzen, muss der Einsatz weiter verstärkt werden.

Am 20. Tag der Besatzung stehen die türkische Armee Al-Qaida- und IS-Milizen zwei Kilometer vor der Stadt Efrîn. Seit heute werden die anliegenden Dörfer und die Außenbezirke mit türkischen Kampfflugzeugen und Panzern bombardiert. Wenn die UN und die internationalen Kräfte nicht sofort intervenieren, ist ein Massaker an der Zivilbevölkerung unausweichlich.

Die Bevölkerung Efrîns hat in diesem unter sehr ungleichen Bedingungen geführten Krieg einen heldenhaften Widerstand geleistet und 50 Tage lang gegen die zweitgrößte NATO-Armee gekämpft. In diesem Moment hat sich der Krieg vollkommen auf Efrîn konzentriert und ist in eine kritische Phase getreten. Der türkische Staat plant, Efrîn einhergehend mit Bombardierungen, Massakern und Plünderungen zu entvölkern und anschließend die Besatzung zu vollenden.

Unser in Europa lebendes Volk und seine Freund*innen müssen in dieser kritischen Phase unbedingt auf die Straßen gehen und ihren demokratischen Protest zum Ausdruck bringen, um die europäische Öffentlichkeit in Bewegung zu versetzen. Unser Volk muss seinen von Beginn an gezeigten Einsatz noch mehr verstärken und aktiv bleiben, bis ein Ergebnis erzielt wird.

Efrîn gehört den Menschen aus Efrîn. Dieser Kampf wird weitergehen, bis die türkischen Besatzer und die dschihadistischen Milizen aus Efrîn verschwunden sind.“

Quelle: Link ...jetzt anmelden!
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10.03.2018, 23:45 Uhr
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retmarut

Türkei greift Nordsyrien an Warum gerade Russland immer wieder in dem Kontext mitgenannt wird, finde ich schon etwas merkwürdig. Liegen irgendwelche Belege dafür vor, dass Russland die Türkei in irgendeiner Form bei ihrem Vormarsch unterstützt?

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11.03.2018, 12:35 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an "Liegen irgendwelche Belege dafür vor, dass Russland die Türkei in irgendeiner Form bei ihrem Vormarsch unterstützt?"

Kommt drauf an, was du unter Unterstützung begreifst. Die Kurden verstehen den Abzug der russischen Militärs aus ihren Posten vor Ort als Einladung an den türkischen Staat.
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11.03.2018, 14:50 Uhr
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retmarut

Türkei greift Nordsyrien an Unterstützung beinhaltet meiner Ansicht nach aktives Handeln, nicht Unterlassen.

Dass die russische Seite ihre Truppen aus der Kampflinie zieht, um eine mögliche Konfrontation zwischen NATO und Russland zu vermeiden, halte ich für durchaus nachvollziehbar. Schließlich ist die Türkei NATO-Mitglied und wird versuchen, mehr Rückendeckung der anderen NATO-Partner für ihren Angriffskrieg zu erhalten. Und in Zeiten, wo ein relativ unberechenbarer US-Präsident in Washington sitzt, der auch Militärausbilder und Spezialtruppen in Nordsyrien hat, tut Moskau gut daran, möglichst wenig Angriffsfläche für eine weitere Internationalisierung des Konflikts zu geben.

Ich kann daher kein aktives Handeln Russlands auf Seiten des Aggressors Türkei erkennen. Wer aber direkt und indirekt (via Rüstungslieferungen) die Türkei unterstützt, ist beispielsweise Deutschland. Und das wird von der kurdischen Seite ja völlig zu recht benannt.

Russland hat sicher auch eigene außenpolitische Ziele, die sicher nicht in allen Punkten mit denen der Kurden kompatibel sind, aber das ist in dem Konfliktgebiet ja letztlich bei allen Beteiligten so. Ich gehöre jetzt auch nicht zu denen, die Russland als allzeit strahlende Friedenstaube sehen. Aber: Russland kämpft an der Seite Syriens gegen die vom Westen, Saudi-Arabien und Kuwait ausgerüsteten Terrorbanden, um den Krieg im Land zu beenden. Damit befindet sich Russland, das anders als die USA oder die EU vom syrischen Staat eingeladen und um Unetrstützung gebeten wurde, im Syrienkonflikt auf dem Boden des Völkerrechts. Es nimmt mit seinem Handeln derzeit objektiv Positionen ein, die auch die antiimperialistische und sozialistische Bewegung vertreten.
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11.03.2018, 15:22 Uhr
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retmarut

Türkei greift Nordsyrien an Noch zwei kurze Anmerkung zu meinem vorigen Beitrag:

1. Gerade hat Erdogan erneut die NATO aufgerufen, ihn bei seinem Feldzug zu unterstützen, schließlich habe die Türkei ja auch in Afghanistan, Somali etc. NATO-Operationen der anderen Mitglieder militärisch unterstützt.
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2. Wenn die kurdische Seite ganz objektiv derzeit Unterstützung Dritter (z.B. Russland, syrische Armee) in der Region Afrin benötigt, sind diese dauernden öffentlichen Beschimpfungen Russlands doch total kontraproduktiv. Mir ist nicht klar, was man damit erreichen will. Wirklich durchdacht scheint mir diese Art des medialen Auftretens nicht zu sein.
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12.03.2018, 10:29 Uhr
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Toto

Türkei greift Nordsyrien an Es ist leider zum Verzweifeln, was aktuell in Efrin/Afrin stattfindet. Die türkische Armee mit ihre Mörderbanden aus der "Freien Syrischen Armee" (FSA; verschiedene jihadistischen Gruppen) sind kurz davor die Stadt und der umliegenden Dörfer zu umzingeln. Was wahrscheinlich bevor steht, ist ein Massaker ohne Ausmaß. Einige Jihadisten drohen schon mit Köpfen von den ungläubigen in Efrin, neben die YPG/YPJ und PYD befinden sich dort auch schiitische pro-regierungstruppen sowie Kommunisten, die in Efrin tätig sind. Das kommende Massaker ist auch für ein fernen Beobachter wie mich nicht klar erklärbar.

Manche sagen, es ist der Verrat Russland und die russische Unterstützung der Türkei, die diesen Krieg ermöglicht. Mir ist es unerklärlich, warum Russland dies tun sollte. Ein Ausbrechen der Türkei aus dem NATO als strategischen Ziel ist für mich ausgeschlossen. Das wäre ein für Russland zugroßer Coup, zumal die NATO ihre Unterstützung für die Türkei größtenteils in der aktuellen verbrecherischen unter dem Bruch des Völker- und humanitären Kriegsrecht sichert. Die USA lässt es zu, dass ihre vor Ort Verbündete geschlachtet werden. Deutschland liefert die Waffen. Kurz die Türkei wird keineswegs wegen vermeintlichen russischen Unterstützung in Efrin aus der sicherlich unterstützenden NATO die NATO verlassen. Die Astana-Prozess zwischen Russland, Iran und der Türkei hat verfeindete Blöcke auf einem Tisch zusammengesetzt, aber daraus ist längst keine Freundschaft oder Partnerschaft entstanden. Eine russische Orientierung auf der Türkei kann sogar die iranisch-russische Partnerschaft gefährden. Aus all diesem Grunde schließe ich eine türkisch-russischen Pakt in Efrin/Syrien.

Die arabische linke Zeitung, al-Akhbar, hat vor einigen Tagen die Verantwortung auf die syrische Seite. Syrien hat die Forderung nach Übergabe Afrin an die syrische Armee und Abzug der YPG/YPJ wie es in allen Gebiete wo eine "Versöhnung" stattgefunden hat. Man muss wissen, dass nach Zurückeroberung von über 70% des Staatsgebiet, die syrische Regierung selbstbewusst agiert. Das syrisch-iranisch-russischer Bündnis ist stabil und hat einiges durchgemacht. Die syrische Forderung ist mit Ende der Efriner Experminte einer demokratisch-konföderalistischen Gesellschaftsaufbau verbunden. Die YPG/YGJ hat diese Forderung abgelehnt.

Ich gehe ein Schritt weiter und sage, eigentlich möchten weder Russland, Syrien noch die YPG/YPJ/PYD eine türkische Besatzung in Efrin. Für Syrien bedeutet das zualler erst eine erneute Gefährdung der zweitgrößten Stadt, Aleppo. Das ist eine strategische Gefahr für den beginnenden Stabilität in Syrien, wenn Jihadisten der FSA die Stadt erneut aus zwei Himmelsrichtung bedrohen können. Auch wird in Syrien mit einer Wiederholung der zypriotischen Besatzung befrüchtet, dass einer Art pro-türkischen "Republik/ Kalifat / Emirat" aufgerufen wird, wie vergleichbar mit Nordzypern. Das kann auch kein russische Interesse sein. Die YPG/YPJ/PYD werden dies auch wissen, sie haben selbst das wenigste Interesse an einer Verlust der Region Efrin an die Türkei und verbündete Jihadisten mit Massaker im Anschluss. Zumal die Besatzung Efrin die türkische Drang nach weiteren von der PYD beherrschten Gebiete nicht gestillt werden wird.

Kurz: Ich vermute, dass in Efrin die syrische, kurdische und russische Verhandlungsdiplomatie gescheitert sind. Während Syrien und Russland die Kurden im Wissen ihrer militärischen Unterlegenheit die Aufgabe ihrer Projekt für den Schutz Afrin vor türkischer Besatzung angeboten haben, weigerte sich die PYD die Aufgabe ihrer Gebiete im Wissen ihrer strategischen Bedeutung. Nun sitzen Sie alle da als Verlierer. Efrin konnte ohne eine russisch-syrisch-kurdischen dipolamtischen Lösung umzingelt werden, was eine bevorstehenden Massaker bedeutet.

Der syrische Staat weigert sich eine politische Lösung für die syrisch-kurdische Frage. Damit wird die arabisch-kurdische Beziehungen über Jahrzehnte zerstört, weil es nicht unter allen Bedingungen die syrischen Kurden geholfen wurde.
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12.03.2018, 20:52 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an " Es nimmt mit seinem Handeln derzeit objektiv Positionen ein, die auch die antiimperialistische und sozialistische Bewegung vertreten."

Nee. Teile des russischen Handelns liegen im Interesse der Bewegungen. Andere Teile nicht, siehe Afrin.

Welche Interessen der russische Kapitalismus (bei Imperialismus sind wir uns ja nicht einig) verfolgt, sei dahingestellt - erstmal sorgt seine Praxis für eine Schwächung der fortschrittlichen Kräfte im kurdischen Siedlungsgebiet. Und vermutlich darüber hinaus.

Für das Newsportal der DKP gibt es die derzeitige dramatische Situation übrigens nicht :-(
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18.03.2018, 08:40 Uhr
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Toto

Türkei greift Nordsyrien an Afrin ist gefallen. Die Besatzer zerstören die Denkmäler in der Innenstadt und wüten sich aus. 😭
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18.03.2018, 13:56 Uhr
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FPeregrin

Türkei greift Nordsyrien an Bitter!
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18.03.2018, 20:48 Uhr
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FPeregrin

Türkei greift Nordsyrien an Zur heutigen Newroz-Demo in Hannover habe ich folgende Meldung:

In Hannover beteiligten sich am Samstag rund 20.000 Kurden sowie deutsche und türkische Linke an einer bundesweiten Newroz-Kundgebung. Auf dem Opernplatz wurden Hunderte Fahnen mit den Zeichen der YPG und YPJ sowie – trotz Verbots durch die Polizei – dem Bild des Vordenkers der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Abdullah Öcalan, geschwenkt. Redner wie Linksparteichef Bernd Riexinger und der frühere Oberbürgermeister von Hannover Herbert Schmalstieg kritisierten Waffenlieferungen an die Türkei und das Schweigen der Bundesregierung zum Krieg gegen Afrin. Der Schauspieler Dieter Hallervorden erklärte in einem Grußwort: "Es lebe die PKK!"

Ansonsten verweise ich auf den Live-Ticker des NDR:
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19.03.2018, 18:41 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an Bitter. Zur Kenntnis:
Afrin ist nicht gefallen -> Link ...jetzt anmelden!
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22.03.2018, 16:56 Uhr
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arktika

Türkei greift Nordsyrien an Eine Erklärung der DKP zur türkischen Besetzung der Stadt Afrin:

Hände weg von Afrin – Hände weg von Syrien! NATO-Staaten raus aus Syrien!

Der völkerrechtswidrige Einfall der türkischen Armee und fundamentalistischer Milizen der „Freien Syrischen Armee“ (FSA) in die syrische Stadt Afrin ist in mehrfacher Hinsicht eine Tragödie:
Es ist eine Tragödie, dass hunderte Menschen ums Leben kamen und zehntausende aus Afrin fliehen mussten – ein Großteil von ihnen nicht zum ersten Mal während des anhaltenden Kriegs gegen Syrien.

Es ist eine Tragödie, dass die türkische Armee und die FSA-Kämpfer Afrin nicht nur plünderten, sondern durch Schändung von Friedhöfen und die Zerstörung kurdischer Symbole die Bewohner Afrins und ganz Syriens demütigten.

Und es ist nicht zuletzt eine Tragödie, dass die kurdischen YPG-/YPJ-Kämpfer Waffen zurücklassen mussten, die sie von den USA erhalten hatten – Waffen, die den FSA-Söldnern jetzt im Kampf gegen die YPG/YPJ als auch die syrische und russische Armee zur Verfügung stehen.

Wer trägt die Verantwortung für diese Entwicklung in Nordsyrien?
• Die türkische Regierung unter Recep Tayyip Erdogan. Sie trägt nicht nur die Verantwortung für den verbrecherischen Überfall auf Syrien, sondern auch dafür, dass mit den von ihr unterstützten FSA-Kämpfern wieder Söldner ein Gebiet kontrollieren, die vom Westen ausgerüstet wurden, um die Regierung in Damaskus zu stürzen. Es sind Kräfte wie die FSA, die die Verantwortung für Flucht, Folter und Tod in Syrien tragen.

• Die US-Regierung. Mit dem Aufbau von US-Militärstützpunkten in den kurdisch besiedelten Gebieten Syriens unter PYD/YPG/YPJ-Kontrolle konnten die USA sich in Syrien festsetzen. Die Annahme der PYD/YPG/YPJ, die NATO-Führungsmacht würde im Gegenzug ihren NATO-Partner Türkei zur Räson rufen, hat sich als Illusion und bittere Lektion für die kurdischen Kräfte erwiesen. Es zeigt sich wieder: Der US-Imperialismus kennt nur sein eigenes Interesse an Unterwerfung und Ausbeutung anderer Völker.

• Die deutsche Bundesregierung. Sie trägt nicht nur Verantwortung für die türkische Aggression gegen Syrien durch ihr Schweigen – es sind unter anderem die von ihr genehmigten Rüstungsexporte in Form von Leopard-Panzern, die diesen Krieg erst ermöglichten. Diese deutsche Bundesregierung steht in einer Reihe mit den NATO-Staaten, die ein zentrales Ziel in der Region eint: Syrien zu zerschlagen, dessen Regierung unter Baschar al-Assad nicht bereit ist, sich den geostrategischen Interessen der NATO-Staaten in der Region zu unterwerfen.

Die deutschen Kommunistinnen und Kommunisten fordern deshalb:
• Sofortiger Stopp aller deutschen Rüstungsexporte in den Nahen und Mittleren Osten!
• Sofortige Aufhebung aller Sanktionen gegen Syrien!
• Sofortiger Abzug aller deutschen Soldaten aus der Region!
• NATO-Besatzer raus aus Syrien – Deutschland raus aus der NATO!

Unsere Solidarität gilt allen Kräften in Syrien, die sich der türkischen Aggression entgegenstellen, die Autonomierechte des kurdischen Volkes und die staatliche und territoriale Integrität Syriens verteidigen.

Auf der DKP-Seite am 20.03.
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22.03.2018, 17:03 Uhr
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arktika

Türkei greift Nordsyrien an Dazu auch eine Erklärung der SDAJ vom 21. März, veröffentlicht am 22.03. ebenfalls auf der DKP-Seite:

Stoppt den türkischen Angriffskrieg! NATO raus aus Syrien!

Türkei besetzt syrische Stadt Afrin

Die türkische Armee hat am Montag die nordsyrische Stadt Afrin besetzt. Seit zwei Monaten führt die türkische Armee einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. In der gleichnamigen Provinz, auf syrischem Staatsgebiet, geht sie äußerst brutal gegen die Zivilbevölkerung vor. Sie nutzt dabei deutsches Kriegsgerät, unter anderem Leopard-2-Kampfpanzer. Mehr als 1.000 ZivilistInnen wurden getötet oder verletzt, über 200.000 wurden in die Flucht getrieben.

Offizielles Ziel des türkischen Kriegseinsatzes ist es, die kurdischen YPG-Milizen zu bekämpfen. Sie halten den Norden Syriens unter ihrer Kontrolle und sind dort dabei einen de-facto Staat zu errichten. Solche kurdischen Unabhängigkeitsbestrebungen will die türkische Regierung möglichst unterbinden, da sie selbst die kurdische Bevölkerung in der Türkei seit Jahrzehnten rassistisch unterdrückt. Tatsächlich geht es aber noch um viel mehr.

NATO spaltet Syrien

Auch die USA sind in Nordsyrien mit ihrer Armee vor Ort. Sie unterstützen die kurdischen YPG und haben in den von der YPG kontrollierten Gebieten gegen den Willen der syrischen Regierung US-Militärbasen errichtet. Die USA sehen in der Unterstützung der YPG daher die Chance, einen Teil des syrischen Staatsgebiets abzuspalten. Darin sind sie sich auch mit der Türkei einig. Auch wenn die USA die kurdischen YPG unterstützen und die Türkei diese bekämpft – beiden Staaten, genauso wie der NATO insgesamt, ist daran gelegen, den Norden Syriens vom Rest des Landes loszutrennen. Sie wollen dort ein Gebiet zu schaffen, das militärisch und politisch unter ihrer Kontrolle steht. Auch die Bundesregierung mischt dabei kräftig mit. Sie liefert nicht nur das Kriegsgerät für die Türkei, sondern ist mit der Bundeswehr auch selbst vor Ort aktiv. Deutsche Aufklärungsflugzeuge und Offiziere suchen z.B. die Ziele aus, auf die später NATO-Bomben fallen.

Gegen Russland und die Regierung Assad

Ihr gemeinsames Ziel dabei ist es, die Regierung des syrischen Präsidenten Assad zu schwächen und am besten ganz zu stürzen. Dies hat die NATO immer wieder öffentlich gefordert. Auf diese Weise will sie den Einfluss Russlands in der Region zurückdrängen. Denn die Regierung von Präsident Assad arbeitet eng mit Russland zusammen. Die NATO sieht in Russland aber einen Konkurrenten beim Kampf um politischen und wirtschaftlichen Einfluss auf der Welt. Diese Konkurrenz zu bekämpfen ist seit 2016 offizielles Ziel der deutschen Militärstrategie und seit 2018 auch der USA. Die kurdischen YPG ebenso, wie die Zivilbevölkerung in den betroffenen Gebieten, sind dabei für die NATO nur ein Spielball ihrer Interessen.

Am Sturz der Regierung von Präsident Assad arbeitet die NATO schon seit 2011. Lange Zeit hat sie dazu islamistische Terrorgruppen finanziert oder auch militärisch unterstützt, die gegen die syrische Regierung kämpfen und diese stürzen sollten. Die Türkei tut das bis heute noch. Trotz der Unterstützung durch die NATO und obwohl aus einem Teil dieser Gruppen sogar der IS entstanden ist, haben Syrien und Russland sie erfolgreich bekämpfen und mittlerweile fast vollständig besiegen können.

Terroristen zur Hilfe gekommen

Mit ihrem jetzigen Kriegseinsatz kommt die Türkei zugleich diesen Terrorgruppen zur Hilfe. Unter dem Tarnnamen der „Freien Syrischen Armee“ (FSA) kämpfen und wüten an der Seite der türkischen Armee Terroristen der islamistischen Al-Nusra-Front, aus der auch der IS hervorgegangen ist. Die syrische Regierungsarmee hat mit russischer Unterstützung diese Terrorgruppe in den vergangenen Monaten beinahe besiegen können. Sogar in ihrer letzten verbliebenen Hochburg, der an Arfrin angrenzenden Provinz Idlib, konnte sie die Al-Nusra-Front zunehmend zurückdrängen und Gebiete von den Terroristen befreien. Seitdem die Al-Nusra-Front jedoch direkt Unterstützung durch die türkische Armee erhält, gewinnt sie wieder Aufschwung und erobert sogar befreite Gebiete zurück.

Gefahr einer weiteren Eskalation und Kriegshetze

Nachdem die türkische Armee nun die Stadt Afrin besetzt hat, stehen NATO-Truppen direkt an der Grenze zu Gebieten, die von der offiziellen, gewählten Regierung Syriens kontrolliert werden. Die Gefahr, dass türkische Soldaten einen direkten Angriff auf die offizielle syrische Regierungsarmee ausführen, ist dadurch weiter gewachsen. Damit steigt auch die Gefahr einer Eskalation der Konfrontation gegen Russland.

Die Regierungen der NATO-Staaten heizen derweil die Kriegshetze weiter an, indem sie lautstark das Vorgehen der syrischen Regierungsarmee gegenüber den gleichen islamistischen Terroristen in Ost-Ghouta, die aktuell in Afrin morden und plündern als überzogen und unverhältnismäßig verurteilen, sich aber über die Verbrechen der Türkei und ihrer Verbündeten von der Al-Nusra-Front weitgehend ausschweigen. Gleichzeitig werden immer wieder Berichte über angebliche Chemiewaffen der syrischen Regierung verbreitet – allerdings immer ohne konkrete Beweise. Dieses Verhalten ist durchschaubar: Nach dem Sieg der Regierungstruppen mit russischer Hilfe über den IS und andere Aufständische, brauchen die NATO-Imperialisten einen neuen Kriegsvorwand. Mehrere NATO-Staaten haben der syrischen Regierung sogar schon offen mit direkten Angriffen gedroht.

Wir fordern:

- Sofortigen Ende der türkischen Militäraktion und Abzug aller NATO-Truppen aus Syrien!
- Das Ende der Bundeswehreinsätze in Syrien und im Irak!
- Stopp aller deutschen Rüstungsexporte in die Region!
- Wahrung der syrischen Souveränität! Hände weg von Syrien!

Erklärung der Bundesgeschäftsführung der SDAJ

Essen, 21. März 2018

unter
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23.03.2018, 13:02 Uhr
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arktika

Türkei greift Nordsyrien an Die Türkei droht, ihren Angriffskrieg gegen Syrien auf den Irak auszuweiten. Staatspräsident Erdoğan verkündete, man behalte sich vor, gegen die Einheiten der PKK auf nordirakischem Territorium künftig auch mit Landstreitkräften vorzugehen.

[...] Ankara hat angekündigt, seinen Angriffskrieg in Syrien fortsetzen und insbesondere die Stadt Manbij etwas westlich des Euphrat erobern zu wollen. Dort sind bislang neben syrisch-kurdischen Einheiten auch US-Soldaten stationiert, die die kurdischen Kämpfer für den Krieg gegen den IS trainieren. İbrahim Kalın, Sprecher und außenpolitischer Berater des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan, gibt an, die türkische Regierung habe mit dem vergangene Woche entlassenen US-Außenminister Rex Tillerson eine Einigung erzielt, der zufolge sie in Manbij eine "Sicherheitszone" errichten werde. Dies läuft auf einen Einmarsch türkischer Truppen und eine Vertreibung der YPG/YPJ-Einheiten hinaus.[2] Unklar ist die weitere Entwicklung. Erdoğan hat mehrmals angekündigt, die türkische Armee über den Euphrat weiter in Richtung Osten marschieren zu lassen - womöglich bis an die irakische Grenze; das liefe auf eine komplette Besetzung aller kurdisch besiedelten Gebiete Nordsyriens hinaus.
[...]
Nach Lage der Dinge dürften die deutschen Waffen, die die türkischen Streitkräfte in Nordsyrien nutzen, auch bei einem möglichen weiteren Angriffskrieg Ankaras zum Einsatz kommen - gegen kurdische Kräfte im Irak. Staatspräsident Erdoğan hat zu Wochenbeginn gedroht, mit Landstreitkräften in Zukunft auch gegen Einheiten der PKK im Nordirak vorzugehen, sollte die Regierung in Bagdad sie nicht selbst in absehbarer Zeit niederkämpfen lassen.[6] Weil Letzteres nicht in Sicht ist, steht womöglich nach dem türkischen Überfall auf Nordsyrien noch ein zweiter Überfall auf den Nordirak bevor.


Der komplette Text Ankaras Krieg (II) vom 21.03. steht auf german-foreign-policy unter
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06.04.2018, 20:41 Uhr
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mischa

Türkei greift Nordsyrien an Unter der Überschrift "ASSAD VERTEIDIGEN, ROJAVA VERFLUCHEN ODER DOCH ABFEIERN?" liefert der Kommunistische Aufbau eine Polemik zur Rojava-Debatte.

Mit Kritik an DKP, Revolutionärem Aufbau / Dem Volke die-
nen, Lower Class Magazine.

Gibt's da: komaufbau.org/wp-content/uploads/2018/02/Kommunismus-11.pdf
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09.04.2018, 13:36 Uhr
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arktika

Türkei greift Nordsyrien an Hier geht es zwar nicht um Nordsyrien, sondern um die militärische + propagandistische Lage in und um Syrien, aber da m. W. aktuell kein eigener SyrienThread existiert, packe ich einen Text auf RedGlobe mal mit hier rein:

Am 08.04. hat das Außenministerium der Russischen Föderation eine Erklärung/Warnung veröffentlicht, die auf RedGlobe unter dem Titel Russisches Außenministerium zur Situation in Syrien steht.

Es dauern die Informationskampagnen über den Einsatz von Chlor oder anderen Giftstoffen durch die Regierungstruppen an. [...] Dabei werden Verweise auf die berüchtigte NGO „Weiße Helme“, die mehrfach einer Verbindung mit den Terroristen überführt wurde, und andere sogenannte humanitäre Organisationen, die in Großbritannien und in den USA ihren Sitz haben, laut.
Wir haben in der letzten Zeit mehrfach vor derartigen gefährlichen Provokationen gewarnt. Ziel dieser verlogenen Erfindungen [...] ist, [...], wobei gleichzeitig der Versuch unternommen wird, mögliche militärische Schläge von außen zu rechtfertigen.
Es muss noch einmal davor gewarnt werden, dass eine militärische Einmischung unter erfundenen und fabrizierten Vorwänden in Syrien, wo sich russische Militärs auf Bitten der legitimen Regierung befinden, absolut unzulässig ist und zu schwersten Folgen führen kann.


Die komplette Erklärung unter
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