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NEUES THEMA23.10.2017, 23:13 Uhr
Nutzer / in
Zendox

• Arbeitslosigkeit in China? Kaum vorhanden, irgendwo zwischen 3,9 und 4,8 Prozent

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NEUER BEITRAG24.10.2017, 00:29 Uhr
Nutzer / in
smersch

Arbeitslosigkeit in China? Was dann im chinesischen Kontest wieviele hundert millionen sind?
NEUER BEITRAG24.10.2017, 07:34 Uhr
Nutzer / in
retmarut

Arbeitslosigkeit in China? @Smersch: Duemmliches Statement. Wo sollen denn die "wieviel hundert Millionen" herkommen? Bisschen gesunden Menschenverstand, weniger Fake News nutzen!
Laut Statistik des Jahres 2016
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gabe es in der VR China ca. 776 Mio Erwerbstaetige bei
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809 Mio Erwerbspersonen. Das macht rund 33 Mio Erwerbslose.

Ergo: Erst Kopf einschalten, dann schreiben. Erst recht um 0:29h, Kollege.



NEUER BEITRAG24.10.2017, 08:48 Uhr
Nutzer / in
secarts

Arbeitslosigkeit in China? Och, die Frage find ich schon legitim, zumal ja in der Grafik von Städten die Rede ist. Es leben immer noch knapp die Hälfte der Chinesen auf dem Land.

Dort aber wird zur Erntesaison annähernd Vollbeschäftigung herrschen, und außerhalb der arbeitsintensiven Zeiten ziehen viele Dutzend Millionen Menschen in die urbanen Räume, als sog. Wanderarbeiter. Diese fallen dann wieder in die städtische Erwerbstätigkeit. Es ist wohl unmöglich bis unsinnig, separat die Situation in den Dörfern zu erfassen, was aber natürlich eine gewisse Grauzone lässt.
NEUER BEITRAG24.10.2017, 11:04 Uhr
Nutzer / in
radon

Arbeitslosigkeit in China? @retmarut

weißt du, wo genau die Statistik von deinen beiden Quellen herkommen? Haben die beiden Instituten selbst Untersuchungen durchgeführt, oder einfach die Statistik von der chin. Daten-Bank ausgezogen? Denn 33/809 ist doch noch etwa 4 Prozent die Erwerbslosenquote... Mir wurde aber gesagt, dass solche Statistik nicht sehr glaubwürdig sein sollte und die chin. Ökonomen solche Statistik in ihre Forschungen auch nicht nutzen würden...
NEUER BEITRAG24.10.2017, 11:46 Uhr
Nutzer / in
retmarut

Arbeitslosigkeit in China? Okay, es handelt sich um offizielle Statistikdaten, die bei Statistica genutzt werden. Die sind erst einmal valide.
Die Erhebungsgrundlage mag da von Land zu Land abweichen, schliesslich erfasst ja jeder seine Daten nach je eigenen Kriterien. Das sollte man immer im Hinterkopf haben (bei jeder etwas groesseren Statistik!). Aber es liegen eben nur diese offiziellen Daten, die auch die BRD oder die Weltbank nutzen, zur Verfuegung.

Ob die Angaben der chin. Verwaltung vor Ort immer korrekt sind, weiss ich nicht, weiss vermutlich auch die Zentralbehoerde in Beijing nicht. Das laeuft unter inhaerentem Statistikfehler.

Darum ging es hier aber auch nicht. Die These, es handele sich um hunderte Mio. Erwerbslose ist anhand der vorliegenden Zahlen einfach nur absurd. Gegen solchen irrationalen Quatsch muss man sachlich-argumentativ gegenhalten, sonst bleibt das haengen und verzerrt den Blick auf die VR China. Fakten statt Bullshit - anders kommt man dem verqueren Chinabild in diesem Land nicht bei.
NEUER BEITRAG24.10.2017, 20:36 Uhr
EDIT: mischa
24.10.2017, 20:40 Uhr
Nutzer / in
mischa

Arbeitslosigkeit in China? " Im Jahr 2017 liegt die Arbeitslosenquote in China bei geschätzt rund 4,02 Prozent."

Für die BRD: "Im Jahr 2017* betrug der Jahresdurchschnittswert der Arbeitslosenquote rund 5,8 Prozent."

Quelle für Beides ist Link ...jetzt anmelden! - kann ja drüber gestritten werden, welche Realität das abbildet.

Vielleicht interessiert die Eine oder den Anderen auch:
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Teil 2 dann unter:
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NEUER BEITRAG24.10.2017, 21:20 Uhr
Nutzer / in
secarts

Arbeitslosigkeit in China? @mischa:

Schöner Bericht, vielen Dank - vieles aus Guangzhou kann ich aus eigener Anschauung bestätigen. Es ist mittlerweile eine 14-Millionen-Stadt, in der es sehr wohl sichtbare Armut gibt, aber eben keine Slums, keine Heere von Obdachlosen oder in aller Öffentlichkeit Darbenden.
Manches stimmt allerdings nicht, wie die Behauptung hier: "Die Gewerkschaften werden so am Gesetzgebungsprozess beteiligt – neben VertreterInnen des Kapitals und der Regierung.". Kapital (in- wie ausländisches) ist tatsächlich von der politischen Willensbildung (bzw. Legislative, wie behauptet) ausgeschlossen. Der einzige Rahmen, in dem sich (übrigens schon seit 1949!) die nationale Bourgeoisie überhaupt politisch artikulieren darf, ist die "Politische Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes", und die hat keinerlei gesetzgebende, sondern - nomen est omen - nur beratende Funktion. Der "NGO"-Passus im Labournet-Text ist nur blöde. Aber ansonsten nicht reisserisch und um Objektivität bemüht, das gefällt mir.

@all:

Hier (wie auch bei diesen Zahlen zur Arbeitslosigkeit) muss immer die Fallhöhe beachtet werden, denn in China herrschte noch vor wenigen Jahrzehnten absolute Armut.

Wichtiger als die formelle Arbeitslosigkeit scheinen mir andere Fragen:

- Rolle und Zukunft der Wanderarbeiter. Diese stellen ja nichts anderes dar als den Versuch, die Urbanisierung und Proletarisierung (die sog. "primäre Akkumulation") unter staatlicher Lenkung und Planung sozial so weit es geht abzufedern - eben die Slumbildung etc. zu verhindern. Dies scheint mir im wesentlichen geglückt, doch bei der letztlichen Eingliederung dieser (>100 Mio.!) Menschen in die urbanen Zentren zeigen sich immer wieder auch Schwierigkeiten. Klar ist, dass China eine ungebremste und ungezügelte Verstädterung nicht meistern könnte, es drohten indische Verhältnisse. Doch für jährlich entsprechend mehr Arbeiter müssen immer weiter Stellen geschaffen werden, und zwar ausgerechnet zunächst im niedrig qualifizierten Sekter - demjenigen, der demnächst wegrobotisiert werden könnte...

- In China werden durch den Gesetzgeber Jobs künstlich geschaffen. Dies geschieht zum Beispiel über Quoten oder Mindestbelegschaftsgrößen. Kleinere Läden (privat oder staatlich) sind oft ausschließlich von Personal bevölkert, auf einen Kunden bspw. einer Drogerie wie "Watsons" in Guangzhou kommen teils drei Angestellte...

- Mir sind auch Beispiele von erfolgreichen Streiks unter Beteiligung/Führung der zentralen Gewerkschaften bekannt. Es scheint durchaus auch die Tendenz zu geben, mit Hilfe der Gewerkschaften "Klassenkampf von oben" zu machen und einzelne Privatkapitalisten zu kujonieren. Dieser "Kampf um die Arbeiter" wird allerdings auch von den staatlichen Unternehmen geführt - sie zahlen oft einfach besser, die soziale Absicherung ist umfassender, der Urlaub länger, und die Jobs sind ziemlich sicher. Ich kann gar nicht warten, um mir den weiteren Fortgang dieses historischen Schauspiels anzusehen - vielleicht wird ja das Wort des alten Friedrich Engels doch wahr, und der Sozialismus kann den Kapitalismus irgendwann einfach niederkonkurrieren und aufkaufen

- Es gibt nicht nur (immer noch) viele niedrig qualifizierte Jobs, auch die Bereitschaft der Menschen, den Job zu wechseln, ist sehr ausgeprägt. Es herrscht scheinbar keine Sorge, etwas neues zu finden (deswegen halte ich die oben genannten Zahlen keineswegs für Propaganda). Andererseits hat auch in China der Trend zur Akademisierung voll um sich gegriffen, in den Städten hat die Hälfte der jungen Leute irgendeinen (allerdings in der Praxis sehr unterschiedlich wertvollen) Abschluss in der Tasche. Das erhöht natürlich auf lange Sicht den Druck auf die schlechter Qualifizierten.
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