DE
       
 
0
unofficial world wide web avantgarde
22.03.2018, 17:37 Uhr
Nutzer / in
arktika

• Weitere Entwicklung in Venezuela Die USA verhängen Sanktionen gegen venezolanische Kryptowährung Petro, die offiziell im Februar dieses Jahres auf den Markt gebracht wurde und dazu gedacht war, die US-Finanzblockade, die Venezuela unter anderem die Anleihe oder den Verkauf von Vermögenswerten im US-Finanzsystem verbietet, zu umgehen.
Mit dem Inkrafttreten eines entsprechenden Dekretes am 19. März wollen die USA alle privaten und institutionellen Transaktionen mit dem Petro (oder weiteren digitalen Währungen) sanktionieren, die von, für, oder im Namen von Venezuela emittiert werden. In einem Kommuniqué der venezolanischen Regierung dazu heißt es, "die einseitigen Sanktionen der USA verstießen gegen die Charta der Vereinten Nationen und die grundlegendsten Grundsätze des Völkerrechts für die zivilisierten Beziehungen zwischen souveränen Staaten."
Der Petro wird im Unterschied zu bisherigen Kryptowährungen, wie z.B. Bitcoin, von den Ölreserven Venezuelas gedeckt. Kritiker im Land sehen darin einen Ausverkauf noch ungeförderter Ölreserven unter ihrem eigentlichen Marktwert.
Der ganze Text von Malte Greger heute auf amerika21 unter
Link ...jetzt anmelden!
22.03.2018, 17:46 Uhr
Nutzer / in
arktika

Weitere Entwicklung in Venezuela Dazu gab's auch in der jW vom 21.03. einen Artikel von Andrée Scheer Trump gegen »Petro«.

»Mit dem Petro schafft sich Venezuela ein Instrument, den Außenhandel unabhängig vom Dollar zu betreiben«, lobt Tobias Kraus, ein Experte für Kryptowährungen, im Gespräch mit junge Welt die Strategie der Regierung in Caracas. Der Dollar sei mit nichts »außer der Militärgewalt der USA« gedeckt. Washington produziere für seinen Außenhandel Geldscheine in beliebiger Menge, dahinter stehe jedoch kein realer Wert. »Es ist natürlich schlecht, wenn du Waren, die mit Aufwand produziert oder gefördert wurden – zum Beispiel Erdöl –, gegen Geld tauschst, das die anderen einfach drucken«, so Kraus.

Link ...jetzt anmelden!
17.06.2018, 17:04 Uhr
EDIT: arktika
17.06.2018, 17:06 Uhr
Nutzer / in
arktika

Weitere Entwicklung in Venezuela In Venezuela ist eine für Anfang Juni angekündigte Währungsreform (1000 "alte" Bolívar zu 1 "neuer" Bolívar), wie amerika21 in einem Artikel von Malte Greger am 15.06. berichtet, um 2 Monate verschoben worden.

Angekündigte Währungsreform in Venezuela aufgeschoben

In Venezuela hat die Regierung von Präsident Nicolás Maduro nach einem Treffen mit der nationalen Bankenvereinigung bekannt gegeben, das Datum für die Reform der Landeswährung Bolívar Fuerte (Bs.F) um zwei Monate aufzuschieben. Ursprünglich sollte am 4. Juni der neue Bolívar Soberano (Souveräner Bolivar, Bs.S) eingeführt werden, um den Auswirkungen der anhaltenden Inflation entgegenzuwirken.

In einer öffentlichen Bekanntmachung forderte die Regierung alle öffentlichen und privaten Finanzinstitutionen auf, die notwendigen technischen Maßnahmen zur Umsetzung der Reform weiter voranzutreiben. Der Bolivar Soberano (Bs.S) soll nach Einführung den seit 2007 gültigen Bolívar Fuerte (Bs.F) ergänzen und langfristig ersetzen. Ein Bolívar Soberano soll für 1.000 Bolívares Fuertes eingetauscht werden können. Durch den inflationären Preisanstieg der letzten Jahre, der sich noch weiter zu steigern droht, sind Bargeldgeschäfte sehr erschwert worden. So braucht man derzeit mehr als 24 der größten Geldscheine des Bolívar Fuerte, den 100.000-Bs.F-Schein, um lediglich ein Kilo Hühnerfleisch zu kaufen.

Der venezolanische Ökonom José Guerra, Mitglied der Finanzkommission der Nationalversammlung und der Oppositionspartei Tisch der Demokratischen Einheit (MUD) nahestehend, kritisierte den Aufschub der Maßnahme bis August. Bei der bestehenden Inflationsrate werde es schon bald wieder nötig sein, neue Scheine zu drucken, was unnötige Ausgaben verursache, so Guerra. Linke Ökonomen wie Manuel Sutherland gehen in ihrer Kritik noch weiter und sehen als grundsätzliche Ursache für die Inflation eine verfehlte Wirtschaftspolitik der sozialistischen Regierung, die sich etwa durch ein ineffizientes festes Wechselkurssystem, kontraproduktive Importsubventionen, mangelnde Produktionsanreize und eine enorme Ausweitung der Geldmenge durch die Venezolanische Zentralbank auszeichne.

Angesichts dieser ökonomischen Kritikpunkte bleibt fraglich, welche Aussicht auf Erfolg die ausstehende Währungsreform haben kann, ohne dass die Regierung zeitgleich ergänzende Maßnahmen trifft, die an die Wurzel der wirtschaftlichen Probleme Venezuelas gehen.

Link ...jetzt anmelden!
• Hier gibt's was extra: mehr Debatten aus den www.secarts.org-Foren
Handelskrieg USA-VR China
Ein interessantes Interview mit einem (staatlich bestallten) chinesischen Ökonomen bei Spiegel online - ich zitiere nur aussc...mehr secarts 20.06.2018
Es nowitschokt SCHON WIEDER in Salisbury!
1
Die Büchse der Pandora wurde wohl gefunden. Fragwürdig bleibt trotzdem: warum bewahrt ein stadtbekannter Junkie zu hause eine...mehr Hennes NEU 14.07.2018
BND hat systematisch Österreich ausspioniert
1
Der Bundesnachrichtendienst war vergangene Woche wieder einmal in den Schlagzeilen, weil er entgegen seinen Befugnissen über ...mehr mmp1994 NEU 09.07.2018
juven
tud87
Chinesischer Milliardenkredit für Venezuela
NEU
Spon: China hilft Venezuela mit Milliardenkredit. Mit Geld aus China will Venezuela seine desolate Erdölförderung wieder an...mehr juventud87 04.07.2018