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NEUER BEITRAG04.07.2020, 15:52 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) "Man darf dem Klassenfeind weder eine Position noch eine Waffe noch ein Geheimnis anvertrauen, sonst verliert man sie."

Ernesto Che Guevara: Partisanenkrieg - eine Methode. Mensch und Sozialismus auf Cuba. München 1968. S. 23
NEUER BEITRAG28.08.2020, 11:50 Uhr
EDIT: FPeregrin
28.08.2020, 12:50 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) Einiges von Carl von Clausewitz aus "Vom Kriege", zitiert nach der Cormoran-Ausgabe, München 2000.

"[...] denn so wie manche Pflanzen nur Früchte tragen, wenn sie nicht zu hoch in den Stengel schießen, so müssen in praktischen Künsten die theoretischen Blätter und Blumen nicht zu hoch getrieben, sondern der Erfahrung, ihrem eigentümlichen Boden, nahegehalten werden." S. 23

"Untersuchung und Beobachtung, Philosophie und Erfahrung dürfen nie einander verachten noch ausschließen; sie leisten einander gegenseitig Bürgschaft." S. 23

"Die Theorie soll auch das Menschliche berücksichtigen, auch dem Mut, der Kühnheit, selbst der Verwegenheit soll sie ihren Platz gönnen." S. 42

"Auch im Wagen gibt es noch eine Klugheit und ebensogut eine Vorsicht, nur daß sie nach einem anderen Münzfuß berechnet sind." S. 42-43

"Das bloße Motiv der Wahrheit ist in dem Menschen nur äußerst schwach, und darum immer ein großer Unterschied zwischen dem Erkennen und Wollen, zwischen dem Wissen und Können." S. 80

"Es ist alles im Kriege sehr einfach, aber das Einfachste ist schwierig." S. 86

"Das erste Geschäft einer jeden Theorie ist das Aufräumen der durcheinander geworfenen und, man kann wohl sagen, sehr ineinander verfilzten Begriffe und Vorstellungen; und erst, wenn man sich über Namen und Begriffe verständigt hat, darf man hoffen, in der Betrachtung der Dinge mit Klarheit und Leichtigkeit voranzuschreiten, darf man gewiß sein, sich mit dem Leser immer auf demselben Standpunkt zu befinden." S. 98-99

"[...] jedes System, jedes Lehrgebäude aber hat die beschränkende Natur einer Synthesis, und damit ist ein nie auszugleichender Widerspruch zwischen einer solchen Theorie und der Praxis gegeben." S. 101

"Die Theorie soll eine Betrachtung und keine Lehre sein." S. 110

"Daß also nicht jeder von neuem aufzuräumen und sich durchzuarbeiten habe, sondern die Sache geordnet und gelichtet finde, dazu ist die Theorie vorhanden." S. 111

"Keine Tätigkeit des menschlichen Verstandes ist ohne einen gewissen Reichtum von Vorstellungen möglich, diese aber werden ihm, wenigstens dem größten Teil nach, nicht angeboren, sondern erworben und machen sein Wissen aus." S. 117

"Das Wissen muß ein Können werden." S. 119 - Ist - glaub' ich - schon in der "Horch-horch"-Box.

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NEUER BEITRAG28.08.2020, 13:51 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) >>>

"Mit einem Wort: wenn sich ein menschliches Wesen mit bloßem Erkenntnisvermögen ohne Urteil ebensowenig als umgekehrt denken läßt, so können auch Kunst und Wissen nie ganz voneinander geschieden werden." S.121

"Die Einwirkung theoretischer Wahrheiten auf das praktische Leben geschieht immer mehr durch Kritik als durch Lehre; denn da die Kritik eine Anwendung der theoretischen Wahrheit auf wirkliche Ereignisse ist, bringt sie jene dem Leben nicht nur näher, sondern gewöhnt auch den Verstand mehr an diese Wahrheiten durch die beständige Wiederkehr ihrer Anwendungen." S. 128

"Eine brauchbare Theorie ist also eine wesentliche Grundlage der Kritik, und es ist unmöglich, daß diese im allgemeinen auf den Punkt gelange, auf welchem sie hauptsächlich erst belehrend wird, nämlich, daß sie eine überzeugende Demonstration und sans réplique sei, ohne den Beistand eine vernünftigen Theorie." S. 130-131

"Aber es wäre eine träumerische Hoffnung, an die Möglichkeit einer Theorie zu glauben, die für jede Abstrakte Wahrheit sorgte und es der Kritik nur überließe, den Fall unter das passende Gesetz zu stellen; es wäre eine lächerliche Pedanterie, der Kritik vorzuschreiben, daß sie an den Grenzen der heiligen Theorie jedesmal umdrehe." S. 131

"Alle positiven Methoden ermangeln der Allgemeinheit und absoluten Wahrheit um so mehr, je mehr sie zur positiven Lehre werden." S. 131

"Es steht aber im Kriege, wie überhaupt in der Welt, alles im Zusammenhange, was einem Ganzen angehört, und folglich muß jede Ursache, wie klein sie auch sei, in ihren Wirkungen sich bis ans Ende des kriegerischen Aktes erstrecken und das Endresultat, um wie Geringes es auch sein möge, modifizieren. Ebenso muß jedes Mittel bis zu dem letzten Zweck hinaufreichen." S. 132

"[...] je höher die Zwecke liegen, um so größer ist die Zahl der Mittel, welche zu ihrer Erreichung angewendet werden." S. 133

"[...] man führt den Krieg nicht mit einem abstrakten Gegner, sondern mit einem wirklichen, den man immer im Auge haben muß." S. 136

"Die kritische Betrachtung ist nicht bloß eine Prüfung der wirklich angewendeten Mittel, sondern aller möglichen, die also erst angegeben, d. h. erfunden werden müssen, und man kann ja überhaupt nie ein Mittel tadeln, wenn man nicht ein anderes als das bessere anzugeben weiß." S. 136

"Aus der Notwendigkeit, für ein gemißbilligtes Mittel das bessere anzugeben, ist eine Art von Kritik entstanden, die fast allein gebraucht wird, nämlich sich mit der bloßen Angabe des vermeindlich besseren Verfahrens zu begnügen und den eigentlichen Beweis schuldig zu bleiben." S. 138-139

"Wo Furcht oder Mut den Entschluß fortreißen, da gibt es zwischen ihnen nichts Objektives mehr abzumachen, und folglich nichts, wo Klugheit und Berechnung dem wahrscheinlichen Erfolg noch einmal begegnen könnte." S. 145

"Wir halten es darum für etwas höchst Wesentliches, daß die Sprache der Kritik denselben Charakter habe, den das Überlegen im Kriege haben muß, sonst würde sie aufhören, praktisch zu sein und der Kritik keinen Eingang in das Leben verschaffen." S. 146

"Historische Beispiele machen alles klar und haben nebenher in Erfahrungswissenschaften die beste Beweiskraft." S. 148

"So ist denn in der Strategie alles sehr einfach, aber darum nicht auch alles sehr leicht." S. 159

"Mögliche Gefechte sind der Folgen wegen als wirkliche zu betrachten." S. 162

"Sooft die Kühnheit auf die Zaghaftigkeit trifft, hat sie notwendig die Wahrscheinlichkeit des Erfolges für sich, weil Zaghaftigkeit schon ein verlorenes Gleichgewicht ist." S. 173

"In der ganzen Schar der Vorsichtigen befindet sich eine ansehnliche Majorität, die es aus Furchtsamkeit ist." S. 173

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NEUER BEITRAG28.08.2020, 17:52 Uhr
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FPeregrin

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"Für die Klarheit und Fruchtbarkeit der Vorstellungen ist es nötig, die Dinge immer bei ihrem Namen zu nennen." S. 181

"In der Tat ist es gefährlich, bedeutende Kräfte auf längere Zeit zum bloßen Schein zu verwenden, weil immer die Gefahr bleibt, daß es umsonst geschieht und man diese Kräfte dann am entscheidenden Ort entbehrt." S. 188

"In der Taktik kommen Zeit und Raum schnell auf ihr absolut Kleinstes zurück." S. 201

"Ein geschlagener Flügel, der aus seinen Fugen weicht, entscheidet über den stehenden mit." S. 239

"Der Gewinn der Schlacht ist also nicht alles - aber bleibt es nicht immer die Hauptsache?" S. 289

"Niemals ist das Bedürfnis der Vereinigung des Zusammenhaltens stärker vorhanden, und niemals wird es lebhafter von jedermann gefühlt als bei Rückzügen." S. 307

"Ist die Verteidigung eine stärkere Form des Kriegführens, die aber einen negativen Zweck hat, so folgt von selbst, daß man sich ihrer nur solange bedienen muß, als man sie der Schwäche wegen bedarf, und sie verlassen muß, sobald man stark genug ist, sich den positiven Zweck vorzusetzen." S. 371

"Eigentlich ist die Geringschätzung der Verteidigung immer die Folge einer Epoche, wo eine gewisse Manier der Verteidigung sich selbst überlebt hat." S. 374

"[...] sowenig die Verteidigung aus bloß abwehrenden Elementen zusammengesetzt ist, ebensowenig ist der Angriff aus lauter aktiven Elementen zusammengesetzt, sogar muß sich jeder Angriff, der nicht unmittelbar zum Frieden führt, mit einer Verteidigung endigen." S. 379

"So wie das Schlachtfeld strategisch nur ein Punkt ist, so ist die Zeit einer Schlacht strategisch nur ein Moment, und nicht der Verlauf, sondern das Ende uns Resultat einer Schlacht ist eine strategische Größe." S. 412

"Jeder Widerstand durch das Schwert, der nicht ein gerader und einfacher ist, hat die Tendenz, die Wirkung auf Kosten der Sicherheit zu erhöhen." S. 512

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NEUER BEITRAG28.08.2020, 21:09 Uhr
EDIT: FPeregrin
18.10.2020, 00:18 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) >>>

"Jenes Vorrecht aber, dem Feinde das Gesetz zu geben, macht für Zeit- und Kraftgewinn und für mancherlei Nebenvorteile einen Unterschied, der auf Dauer sehr wesentlich wird." S. 522

"Jeder Sieg hat seinen Wirkungskreis." S. 538

"Also jede Teilverwendung der Kräfte, welche nicht durch einen Zweck hervorgerufen wird, der entweder selbst durch die glückliche Schlacht nicht erreicht werden kann, oder den glücklichen Ausgang der Schlacht selbst bedingt, ist verwerflich." S. 542

"[...] hat der Verteidiger sich richtig gestellt, so darf er meistens sicher sein, daß der Gegner ihn aufsuchen wird." S. 544

"[...] ohne Rechnung gibt es kein sicheres Resultat." S. 553

"[...] es geschieht überhaupt im Leben selten, aber am allerwenigsten im Kriege alles, was nach den Umständen geschehen sollte." S. 559

"So ist es aber mit der Kriegführung, daß die gewöhnlichsten Dinge oft am unverständlichsten zu sein scheinen." S. 561

"Die meisten Schlachten sind wahre rencontres, in denen zwar der eine steht, aber in einer unzubereiteten Stellung." S. 604

"[...] im Kriege ist es oft der Fall, daß eine Besorgnis sehr natürlich und doch ziemlich überflüssig ist." S. 606

"Je kleiner die Interessen sind, um die es sich handelt, um so wichtiger werden die Einzelheiten des Ortes und des Augenblicks, um so mehr tritt das Allgemeine und Große zurück, welches in dem kleinen Kalkül gewissermaßen nicht Platz hat." S. 611

"Die feindliche Armee zu treffen, ehe sie jenen Gegenstand erreicht, sie davon abzuschneiden und in dieser Lage zu schlagen, gibt den potenzierten Sieg." S. 615

"Zu einer Teilung der Macht hat der Angreifende, der auf eine große Entscheidung ausgeht, durchaus keine Ursache, und es ist meistens, wenn es dennoch geschieht, als ein Fehler der Unklarheit zu betrachten." S. 615

"In welchem Grad ein Angreifender unternehmend und dreist sein wird, ist viel schwerer vorherzusagen, als ob der Verteidiger etwas Großes im Sinn führt." S. 620

"Das Übergewicht also, welches man im Kriege hat oder erwirbt, ist nur das Mittel, nicht der Zweck und muß für diesen darangesetzt werden. Aber man muß den Punkt kennen, wohin es reicht, um nicht über diesen hinauszugehen und, anstatt neue Vorteile, Schande zu ernten." S. 643

"Nur wer mit geringen Mittel Großes tut, hat es glücklich getroffen." S. 647

"Der Zwang, welchen wir unserem Gegner antun müssen, wird sich nach der Größe unserer und seiner politischen Forderungen richten." S. 658

"Nicht indem man mit gemütlicher Ruhe und Übermacht eine feindliche Provinz erobert und den mehr gesicherten Besitz dieser kleinen Eroberung großen Erfolgen vorzieht, sondern indem man den Kern der feindlichen Macht immer wieder aufsucht, das Ganze daransetzt, um das Ganze zu gewinnen, wird man den Gegner wirklich zu Boden werfen." S. 672

"Ein kleiner Sprung ist leichter als ein großer, aber darum wird doch niemand, der über einen breiten Graben setzen will, zuerst mit einem halben Sprung hineinspringen." S. 675

"Es ist überhaupt nichts so wichtig im Leben, als genau den Standpunkt auszumitteln, aus welchem die Dinge aufgefaßt und beurteilt werden müssen, und an diesen festzuhalten; den nur von einem Standpunkte aus können wir die Masse der Erscheinungen mit Einheit auffassen, und nur die Einheit des Standpunkte kann uns vor Widersprüchen sichern." S. 685

"Ist man getrennt, so muß man wissen, warum man es ist, und dieses Warum muß erfüllt werden und kann nicht in der späteren Vereinigung bestehen wie eine Quadrillientour." S. 715

"Der Angriff soll einem kräftig getriebenen Pfeil und nicht einer Seifenblase gleichen, die sich bis zum Zerplatzen ausdehnt." S. 724
NEUER BEITRAG18.10.2020, 00:17 Uhr
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FPeregrin

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) "Die Verurteilung der Gewalt von Unten führt [...] zur Verschleierung der nichtdemokratischen, zwanghaften und gewalttätigen Züge des bestehenden juristischen Systems und des dahinterstehenden Staates"

Peio Aierbe: Bewaffneter Kampf in Europa. Berlin 1991, S. 147.
NEUER BEITRAG31.10.2020, 21:18 Uhr
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Dima

Zitate für die 'Horch Horch'-Box (2) "Der Irrtum der Intellektuellen besteht in ihrem Glauben, dass es möglich sei, sich Wissen anzueignen, ohne es zu verstehen und darüber hinaus, ohne es zu fühlen und sich dafür zu begeistern.”
Antonio Gramsci

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