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NEUES THEMA28.11.2022, 15:07 Uhr
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arktika

• Armenien, Aserbaidschan und Bergkarabach Dazu mal ein lĂ€ngerer Text auf RTdeutsch am 16. September 2022. Interessant dadurch, daß dieser Text zwei Analysen gegenĂŒberstellt: je eine von einem Armenier (Hayk Khalatyan) und von einem Aserbaidschaner (Nijat Hajiyev). Hayk Khalatyan ist Leiter des Zentrums fĂŒr die Analyse strategischer Studien und Initiativen in Jerewan; Nijat Hajiyev ist ein politischer Analyst aus Aserbaidschan.
Ich kenne mich in der Thematik zu wenig aus, um die einzelnen Aussagen beurteilen zu können, nicht einmal den Gesamtgehalt des Artikels kann ich bewerten, also bildet Euch gefÀlligst selbst eine EinschÀtzung. Aber man kriegt dazu ja i. d. R. in der BRD nicht allzuviele Infos.

Konfliktherd Kaukasus: Warum sich Armenien und Aserbaidschan um Bergkarabach bekriegen

Vor 21 Monaten wurde im umstrittenen Gebiet von Bergkarabach ein Waffenstillstand ausgerufen. Aber gibt es tatsÀchlich eine Chance auf einen echten und anhaltenden Frieden?

Eine GegenĂŒberstellung der Analysen von Hayk Khalatyan (Armenien) und Nijat Hajiyev (Aserbaidschan)

Kriege, ethnische SĂ€uberungen, gegenseitige Beschuldigungen wegen Kriegsverbrechen und historisches Unrecht begleiten den Konflikt in Bergkarabach, der seit mehr als 100 Jahren im Herzen des Kaukasus schwelt. De jure gehört das Gebiet von Bergkarabach zu Aserbaidschan, dessen territoriale IntegritĂ€t von allen Mitgliedsstaaten der UNO anerkannt wird. Nach dem zweiten Krieg um dieses Gebiet im Jahre 2020, konnte Baku den Großteil dieses Territoriums auch de facto unter seine Kontrolle bringen.

Dennoch ist kein dauerhafter Frieden im SĂŒdkaukasus in Sicht – mit besorgniserregenden Ereignissen – inmitten einer globalen InstabilitĂ€t. Am 12. September bestĂ€tigten Baku und Jerewan Berichte ĂŒber militĂ€rische ZusammenstĂ¶ĂŸe, die den fragilen Waffenstillstand in Bergkarabach erschĂŒtterten. Explosionen, die Artillerie und Angriffsdrohnen zugeschrieben wurden, waren am Dienstag, kurz nach Mitternacht, von den Bewohnern von Wardenis, Dschermuk, Goris und Tatew – alles Ortschaften innerhalb Armeniens – gemeldet worden.

Hayk Khalatyan, der Leiter des Zentrums fĂŒr die Analyse strategischer Studien und Initiativen in Jerewan und Nijat Hajiyev, ein politischer Analyst aus Aserbaidschan, teilten mit RT ihre Gedanken darĂŒber, warum Armenier und Aserbaidschaner immer wieder zu den Waffen greifen und ob es einen Ausweg aus diesem Teufelskreis gibt. Wir haben ihre Ansichten und Gedanken in diesem Artikel zusammengefasst und gegenĂŒbergestellt.

Was ist Karabach? 

Hayk Khalatyan (ARM): Die Armenier nennen dieses Land Arzach. Das Gebiet ist eines der fĂŒnfzehn Provinzen des historischen Armeniens und ein wesentlicher Bestandteil des Gebietes, in dem Armenier seit Tausenden von Jahren leben und arbeiten. Strabo, Plutarch, PtolemĂ€us und andere antike Schriftsteller schrieben ĂŒber Arzach als Teil des Königreichs von Armenien.

Die ethnische Zusammensetzung der Region Ă€nderte sich erst im Mittelalter, als StĂ€mme der Turkvölker sich in großer Zahl ansiedelten. Verschiedene Eroberer drĂ€ngten die Grenze der armenischen Gebiete, die frĂŒher entlang des Flusses Kura verlief, immer weiter zurĂŒck. Dadurch waren die Eingeborenen gezwungen, aus den flachen Ebenen von Arzach in die Bergregionen zu ziehen, die bis zum 19. Jahrhundert, als Armenien Teil des russischen Imperiums wurde, immer noch Heimat der teil-unabhĂ€ngigen FĂŒrstentĂŒmer war, die als Khamsayi oder die fĂŒnf Melikdoms von Karabach bekannt waren.

Nijat Hajiyev (AZE): Karabach ist einer der Ă€ltesten Teile Aserbaidschans. Das Wort Karabach selbst stammt aus dem Aserbaidschanischen und bedeutet "schwarzer Garten". Der armenische Name fĂŒr diese Region entstand erst viel spĂ€ter. Man muss sich nur darĂŒber im Klaren sein, dass der Kampf um dieses Territorium schon immer als der "Karabach-Konflikt" bekannt war.

Man kann in den Tiefen der vergangenen Jahrhunderte wĂŒhlen, so viel man will, und nach steinzeitlichen Beweisen fĂŒr die Behauptungen der Armenier suchen, aber wie verhĂ€lt sich das zur RealitĂ€t? Im Mittelalter war Karabach Teil eines Staates, der auf dem Territorium des modernen Aserbaidschans existierte und von muslimischen tĂŒrkischen Dynastien regiert und von Ethnien bewohnt wurde, die in den Turksprachen untereinander kommunizierten.

Im 18. Jahrhundert entstand das Khanat Karabach, das von der tĂŒrkischen Dynastie der Jawanschir regiert wurde. Dies war ein aserbaidschanischer Staat mit einer aserbaidschanischen Aristokratie, in dem Aserbaidschaner die Mehrheit der Bevölkerung ausmachten. Nach der Unterzeichnung des Vertrags von Kurakchay im Jahr 1805, wurde das Khanat von Karabach gezwungen, sich der russischen imperialen Herrschaft zu unterwerfen. Dieses Dokument erwĂ€hnt weder Armenier noch den angeblichen armenischen Ursprung dieser Region. TatsĂ€chlich haben das damals weder die Armenier noch die Russen anders gesehen.


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NEUER BEITRAG28.11.2022, 15:11 Uhr
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arktika

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Der Zusammenbruch des russischen Imperiums und die Ankunft der Sowjets

Nijat Hajiyev (AZE): Die Dinge begannen sich wĂ€hrend des Ersten Weltkriegs zu Ă€ndern. Die WestmĂ€chte unterstĂŒtzten den armenischen Nationalismus im Osmanischen Reich finanziell, bewaffneten die Armenier und unterstĂŒtzten ihre separatistischen Bestrebungen. Dies war die Zeit, als dann das passierte, was passiert ist. Wir ernten immer noch die FrĂŒchte dieser Ereignisse und Entscheidungen.

Als die Bolschewiki an die Macht kamen, hatte Aserbaidschan die volle Kontrolle ĂŒber Karabach und kĂ€mpfte darum, die Kontrolle ĂŒber Sangesur zurĂŒckzugewinnen. Eine Entscheidung der Sowjetunion ließ Sangesur jedoch in armenischer Hand, obwohl es hauptsĂ€chlich von Aserbaidschanern bewohnt war, wĂ€hrend Karabach innerhalb Aserbaidschans autonom wurde. Die Frage ĂŒber die Region Nachitschewan, auf die auch die Armenier Anspruch erhoben, wurde durch den Vertrag von Kars zwischen den Sowjets und der TĂŒrkei geregelt.

Hayk Khalatyan (ARM): Der Konflikt um Karabach – oder genauer gesagt der Kampf um die Erhaltung der armenischen Bevölkerung in ihrem historischen Vaterland – erreichte im 20. Jahrhundert nach dem Zusammenbruch des russischen Imperiums einen neuen Höhepunkt, als Armenien, Aserbaidschan und Georgien unabhĂ€ngig wurden. Begleitet wurde der Kampf um Karabach vom Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich und der aktiven Beteiligung der TĂŒrkei am Konflikt. Die tĂŒrkische Armee half Aserbaidschan, mit dem man ethnisch eng verbunden war, in seinem Krieg gegen die Armenier, indem sie Massaker, Pogrome und ethnische SĂ€uberungen in Ost-Armenien nutzte, um die "Armenierfrage" ein fĂŒr alle Mal zu lösen. Ein Beispiel hierfĂŒr wĂ€re das Massaker von Schuschi im Jahr 1920, als Zehntausende von Armeniern getötet und deportiert wurden.

Die sowjetische Herrschaft ĂŒber den SĂŒdkaukasus nahm dem Konflikt fĂŒr mehrere Jahrzehnte die SchĂ€rfe, konnte ihn aber nicht beilegen und schuf sogar noch mehr GrĂŒnde fĂŒr sein Wiederaufflammen. Durch eine willkĂŒrliche rechtliche Entscheidung ĂŒbertrug die politische FĂŒhrung eines Drittlandes – die Kommunistische Partei Russlands, die Bolschewiki – Bergkarabach und das von Armeniern bewohnte Nachitschewan an Aserbaidschan. Die Armenier glauben, dass dies das Ergebnis eines Abkommens zwischen Wladimir Lenin und dem tĂŒrkischen Staatsoberhaupt Mustafa Kemal AtatĂŒrk war.

UnabhÀngigkeit und Krieg

Hayk Khalatyan (ARM): Als sich Ende der 1980er-Jahre die sowjetische Kontrolle lockerte und die UdSSR zu zerfallen begann, flammte der Konflikt erneut auf. Armenische Bewohner von Bergkarabach, die wĂ€hrend der gesamten Sowjetzeit von den aserbaidschanischen Behörden unter Druck gesetzt und diskriminiert worden waren, beschlossen, sich wieder mit Armenien zu vereinen. So wollten sie dem Schicksal der Armenier aus Nachitschewan entgehen, die von der aserbaidschanischen Regierung vollstĂ€ndig aus der autonomen Republik vertrieben worden waren. Diese Entwicklungen fanden inmitten von Pogromen statt, die gegen Armenier in Sumgait, Baku und anderen aserbaidschanischen StĂ€dten verĂŒbt wurden. Die Frage der Wiedervereinigung Karabachs mit der Armenischen Sozialistischen Sowjetrepublik stand schon vor dem Zusammenbruch der UdSSR auf der Tagesordnung. Als die Sowjetrepubliken ihre UnabhĂ€ngigkeit erlangten, entschieden die Armenier in Bergkarabach, dass sie diese auch wollten, in Übereinstimmung mit dem Grundrecht der Völker auf Selbstbestimmung, wie es in der UN-Charta verankert ist.

Es ist wichtig anzumerken, dass sich die Autonome Region Bergkarabach in voller Übereinstimmung mit der sowjetischen Gesetzgebung von der Aserbaidschanischen Sozialistischen Sowjetrepublik abgespalten hat. DarĂŒber hinaus betrachtet sich die heutige Republik Aserbaidschan nicht als Rechtsnachfolger der Aserbaidschanischen Sozialistischen Sowjetrepublik (ASSR), sondern nur der Aserbaidschanischen Republik von 1918 bis 1920, die Bergkarabach nie umfasste. Man erinnere sich, dass Aserbaidschan damals unter anderem wegen des umstrittenen Status von Karabach nicht in den Völkerbund aufgenommen wurde.

In jĂŒngerer Zeit gelang es den Bewohnern von Arzach, mit Armeniens Hilfe zunĂ€chst die Aggression aus Baku, im Krieg von 1992 bis 1994 abzuwehren und ihr Recht auf UnabhĂ€ngigkeit zu verteidigen. Anschließend verbrachte man viele Jahre damit, das Problem durch Verhandlungen zu lösen. Um den Verhandlungsprozess nicht zu gefĂ€hrden, verzichtete Armenien in diesen Jahren darauf, die UnabhĂ€ngigkeit von Arzach anzuerkennen, in der Hoffnung, dass die Ko-Vorsitzenden der OSZE-Minsk-Gruppe – Russland, die USA und Frankreich, die die Verhandlungen beaufsichtigten und unterstĂŒtzten – eine einvernehmliche Lösung finden wĂŒrden. Bei zwei Gelegenheiten waren die Parteien kurz davor, ein Friedensabkommen zu unterzeichnen: im Jahr 2001 in Key West und im Jahr 2011 in Kasan. Aber Baku weigerte sich beide Male, die ausgearbeiteten Abkommen zu unterzeichnen.

In den vergangenen Jahren bereitete sich Aserbaidschan auf einen Krieg vor und nutzte dafĂŒr ein ab dem Herbst 2020 gĂŒnstiges internationales Umfeld – die COVID-Pandemie, die Spannungen zwischen Russland und dem Westen und die Wahlen in den USA – sowie die aktive militĂ€rische und politische UnterstĂŒtzung seines VerbĂŒndeten TĂŒrkei und begann einen Krieg gegen Arzach. In der Folge besetzte Aserbaidschan drei Viertel des Territoriums der Republik Bergkarabach einschließlich der Bezirke, die frĂŒher Teil der Autonomen Region Bergkarabach waren, wie Schuschi, Hadrut und so weiter. Nur ein rechtzeitiger Einsatz russischer Friedenstruppen half, die Armenier in Arzach vor einer umfassenden ethnischen SĂ€uberung zu bewahren.


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NEUER BEITRAG28.11.2022, 15:16 Uhr
EDIT: arktika
28.11.2022, 15:17 Uhr
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arktika

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Nijat Hajiyev (AZE): Als die sowjetische Zentralregierung ihre Macht verlor, brach ein Konflikt aus, der Aserbaidschaner nicht nur aus der sogenannten ehemaligen Autonomen Region Bergkarabach, sondern auch aus sieben angrenzenden Bezirken ihrer Heimat vertrieb. Die armenische Besatzung hat insgesamt fast 700.000 Menschen vertrieben. Der 44-tÀgige Krieg im Jahr 2020 ermöglichte es Aserbaidschan, diese Gebiete zu befreien. Der Konflikt wurde mit einer trilateralen ErklÀrung von Aserbaidschan, Russland und Armenien beendet, in der Russland das Mandat erteilt wurde, eine Friedensmission nach Karabach zu entsenden.

Obwohl der Konflikt beendet wurde, mĂŒssen einige Fragen zur Umsetzung mehrerer Teile der trilateralen ErklĂ€rung noch gelöst werden. Die jĂŒngste vom aserbaidschanischen Verteidigungsministerium durchgefĂŒhrte Operation Revenge (Operation Vergeltung) wurde durch die Tötung eines aserbaidschanischen Soldaten durch bewaffnete armenische Elemente ausgelöst, die auf dem von der russischen Friedensmission in Karabach kontrollierten Gebiet stattfand, tatsĂ€chlich hinter dem RĂŒcken der russischen Friedenstruppen.

Was passiert als nÀchstes?

Nijat Hajiyev (AZE):
Im Großen und Ganzen tragen die Ergebnisse der Operation Revenge zur vollstĂ€ndigen Umsetzung der Bestimmungen des trilateralen Abkommens bei, zu dem sich beide Konfliktparteien und Russland als sein Garant verpflichtet haben.

Insbesondere Absatz 4 der ErklĂ€rung fordert unmissverstĂ€ndlich den "RĂŒckzug der armenischen Truppen, gleichzeitig mit der Stationierung der friedensstiftenden KrĂ€fte der Russischen Föderation". Wie wir wissen, kamen die russischen Friedenstruppen innerhalb von 48 Stunden nach Unterzeichnung der ErklĂ€rung im November 2020 zum Einsatz. Jetzt befinden wir uns im September 2022, und was sind die Verlautbarungen der Armenier?

Armen Grigoryan, SekretĂ€r des Sicherheitsrates von Armenien, sagte im vergangenen Juli, dass der Abzug regulĂ€rer armenischer Truppen nicht vor September stattfinden werde. Er schien damit auch einen Hinweis darauf zu geben, dass sich sogenannte "Vertragssoldaten" weiterhin illegal in Karabach aufhalten könnten, das, nicht zu vergessen, nach internationalem Recht ein souverĂ€ner Teil Aserbaidschans ist, was von Wladimir Putin selbst bestĂ€tigt wurde. Wer trĂ€gt also die Verantwortung dafĂŒr, dass eine der wichtigsten Forderungen des trilateralen Abkommens zur Demilitarisierung Karabachs nicht erfĂŒllt wird, obwohl seither zwei Jahre vergangen sind?

Aber das ist noch nicht alles. GemĂ€ĂŸ Paragraf 6 des Abkommens, sind die Parteien fĂŒr den Bau einer neuen Route ĂŒber den Latschin-Korridor unter Umgehung der Stadt Latschin verantwortlich, die gemĂ€ĂŸ demselben Abkommen bis zum 1. Dezember 2020 von armenischen Truppen hĂ€tte gerĂ€umt werden sollen. In den letzten zweieinhalb Jahren hat Aserbaidschan seinen Teil der Straße auf seinem Territorium gebaut, um diese Bestimmung zu erfĂŒllen. Was hat Armenien getan? Noch vor einem Monat gaben armenische Regierungsbeamte bekannt, dass man dabei sei, die Route des armenischen Teils der Straße zu skizzieren. Baku empfindet dies verstĂ€ndlicherweise als Sabotageakt und als mangelnde Bereitschaft, den RĂŒckzug aus dem Bezirk Latschin zu vollenden, der ĂŒbrigens außerhalb der Verwaltungsgrenzen der ehemaligen Autonomen Region Bergkarabach liegt.

Was wir jetzt sehen, ist eine Sabotage der trilateralen ErklĂ€rung, das VersĂ€umnis, einer Verantwortung nachzukommen, was die AtmosphĂ€re durch eine stĂ€ndig zunehmende Spannung und eine waghalsige Politik vergiftet. Diese Situation großer Ungewissheit widerspricht den vitalen Interessen von Aserbaidschan.

Das entschlossene Vorgehen von Baku zeigt jedoch, dass Aserbaidschan den Willen und die Mittel hat, um Druck auf Armenien auszuĂŒben, die Friedensagenda mit echten Fortschritten und nicht nur mit Worten umzusetzen. Die Aussage des armenischen Ministers fĂŒr Territorialverwaltung und Infrastruktur, Gnel Sanosyan, zum sofortigen Baubeginn des armenischen Teils des Latschin-Korridors belegt ĂŒbrigens die Wirksamkeit der von Baku erzwungenen Schritte.

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NEUER BEITRAG28.11.2022, 15:23 Uhr
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arktika

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Hayk Khalatyan (ARM): Aserbaidschan nutzt erneut ein gĂŒnstiges internationales Umfeld, in dem die Aufmerksamkeit Russlands und der internationalen Gemeinschaft auf den Ukraine-Konflikt gelenkt und der Westen bestrebt ist, russisches Öl durch Lieferungen aus Aserbaidschan zu ersetzen. Baku versucht, eine endgĂŒltige Lösung des Konflikts um Karabach zu erreichen und die Armenier aus ihrem historischen Mutterland zu vertreiben. Armenische kulturelle und historische DenkmĂ€ler werden zerstört und alte armenische Kirchen und Tempel werden einer "Albanisierung" unterzogen, genauso wie zwischen 1998 und 2005, als die aserbaidschanischen Behörden ungestraft mittelalterliche armenische GedĂ€chtnissteine, sogenannte Chatschkar, in Dschulfa im Gebiet Nachitschewan zerstörten. Die internationale Gemeinschaft hat sich damit zufriedengegeben, ein Auge zuzudrĂŒcken. Trotzdem wurden immer wieder Vertreter Aserbaidschans in FĂŒhrungspositionen der UNESCO gewĂ€hlt, die sich fĂŒr den Erhalt historischer DenkmĂ€ler einsetzen soll.

Angesichts des Ausmaßes der Phobie gegen Armenier, die in Aserbaidschan herrscht, die seit Jahrzehnten von der FĂŒhrung des Landes geschĂŒrt wird und zur Verherrlichung von Leuten wie Ramil Safarow gefĂŒhrt hat, der einem schlafenden armenischen Offizier wĂ€hrend eines NATO-Trainingsseminars in Budapest den Kopf abhackte. Es ist unwahrscheinlich, dass Armenier aus Bergkarabach in diesem Land bleiben wollen.

Die internationale Gemeinschaft, die zivilisierte Welt und die fĂŒhrenden MĂ€chte haben zumindest diesmal die Chance, einen weiteren Völkermord an den Armeniern zu verhindern. Sie könnten dieses eine Mal geopolitische und energiepolitische Interessen beiseitelegen, um sich an historische Gerechtigkeit, Menschenrechte und an ihre eigenen erklĂ€rten Werte zu erinnern. Es ist schwer vorstellbar, dass die Welt im 21. Jahrhundert Öl aus Aserbaidschan höher wertet als armenisches Blut.

Globale und regionale Akteure wie Aserbaidschan und die TĂŒrkei, die versuchen, rasch einen Frieden zu erreichen, der ihren Interessen dient, indem sie einseitige ZugestĂ€ndnisse von den Armeniern einfordern, die auf Kosten ihres Blutes und ihres Vaterlandes ihre Rechte verletzen, tĂ€ten gut daran, sich daran zu erinnern, dass solch ein Frieden nicht dauerhaft sein kann. FrĂŒher oder spĂ€ter werden in Armenien neue KrĂ€fte an die Macht kommen, die Gerechtigkeit, die RĂŒckgabe des Vaterlandes und Rache fĂŒr die gegen das armenische Volk begangenen Verbrechen fordern werden, was zu einem erneuten Konflikt und weiteren Kriegen fĂŒhren wird. Nur ein Frieden, der auf Kompromissen basiert, hat eine Chance, von Dauer zu sein. Aserbaidschan sollte verstehen, dass sich das internationale Umfeld und die Interessen der globalen Akteure manchmal ĂŒber Nacht verschieben können.


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#Armenien
#Aserbaidschan
#BergKarabach
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NEUER BEITRAG29.09.2023, 16:01 Uhr
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arktika

Armenien, Aserbaidschan und Bergkarabach Wie zu befĂŒrchten war, der mehrtĂ€gige "Blitzkrieg" (oder "Antiterrormaßnahme", wie der Angreifer es selbst bezeichnet) Aserbaidschans gegen die autonome Republik Bergkarabach ist beendet. FĂŒr die ehemals autonome Sowjetrepublik wohl mit dem schwĂ€rzestmöglichen Ergebnis: der Aufgabe, sprich der Auflösung!

Nicht anerkannte Republik Bergkarabach wird aufgelöst

Der PrÀsident von Bergkarabach hat ein Dekret unterzeichnet, wonach die nicht anerkannte Republik ab dem kommenden Jahr nicht mehr existieren wird. Die Entscheidung sei "im Zusammenhang mit der derzeit schwierigen militÀrisch-politischen Lage" getroffen worden.

Die Behörden von Bergkarabach haben am Donnerstagmorgen die Auflösung der selbsternannten Republik angekĂŒndigt. Der PrĂ€sident Samwel Schachramanjan unterzeichnete ein entsprechendes Dekret. Die Republik Bergkarabach wird ab dem nĂ€chsten Jahr nicht mehr existieren. "Alle staatlichen Institutionen und Organisationen, die deren Ressorts unterstellt sind, sind bis zum 1. Januar 2024 aufzulösen, und die Republik Bergkarabach (Arzach) hört auf zu existieren", heißt es in dem Dokument.

Die Entscheidung sei "im Zusammenhang mit der derzeit schwierigen militĂ€risch-politischen Lage" getroffen worden, um die "physische Sicherheit und lebenswichtige Interessen der Bevölkerung" sicherzustellen und die Vereinbarungen mit Aserbaidschan, die durch Vermittlung russischer Friedenstruppen erreicht wurden, zu berĂŒcksichtigen.

In dem Dokument heißt es auch, dass die Bewohner der Region, einschließlich jener, die das Gebiet verlassen haben, "sich mit den von der Republik Aserbaidschan angebotenen Reintegrationsbedingungen vertraut machen" und eine unabhĂ€ngige Entscheidung darĂŒber treffen sollten, ob sie in Bergkarabach bleiben beziehungsweise dorthin zurĂŒckkehren wollen.

Daraufhin teilte der ehemalige Außenminister von Bergkarabach mit, er habe beschlossen, sich den aserbaidschanischen Behörden zu ergeben. Dawid Babajan erklĂ€rte, dass er auf einer Schwarzen Liste Aserbaidschans stehe, weshalb er gezwungen sei, wegen Ermittlungen nach Baku zu reisen. "Mein Nichterscheinen oder, schlimmer noch, meine Flucht wird unserem leidgeprĂŒften Volk, vielen Menschen, ernsthaften Schaden zufĂŒgen, und ich als ehrlicher Mensch, harter Arbeiter, Patriot und Christ kann das nicht zulassen", schrieb er auf Facebook.

Am 19. September hatte das aserbaidschanische Verteidigungsministerium den Beginn lokaler "Antiterrormaßnahmen" in Bergkarabach angekĂŒndigt, um "die verfassungsmĂ€ĂŸige Ordnung wiederherzustellen". Zwei Tage spĂ€ter berichteten die aserbaidschanischen Behörden, dass die Armee "alle zugewiesenen Aufgaben in Bergkarabach erfolgreich abgeschlossen und die SouverĂ€nitĂ€t" ihres Landes wiederhergestellt habe. Die Behörden von Bergkarabach kĂŒndigten auf Vorschlag russischer Friedenstruppen einen Waffenstillstand an. Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan sagte, dass das Land nicht an den Verhandlungen zwischen Bergkarabach und Aserbaidschan teilgenommen habe.

Mehr als die HĂ€lfte der Einwohner – ĂŒber 65.000 Menschen – verließen das Gebiet. Beim Versuch, nach Armenien einzureisen, wurde der GeschĂ€ftsmann Ruben Wardanjan, der zuvor die Regierung von Bergkarabach geleitet hatte, festgenommen.


Am 28. Sept. auf RTdeutsch unter
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NEUER BEITRAG29.09.2023, 18:09 Uhr
EDIT: FPeregrin
29.09.2023, 18:17 Uhr
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FPeregrin

Bitter!

"Die bĂŒrgerliche Gesellschaft hat in der Lösung der nationalen Frage vollstĂ€ndig Bankrott gemacht." Stalin (SW 5, 16).

Es sei daran erinnert, daß die Bolschewiki in der GrĂŒndungsphase der UdSSR auf die Bildung einer Transkaukasischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik orientiert haben statt auf unionsunmittelbarer Einzelrepubliken. Stalin hat das in der "Prawda Grusii" vom 13. Juli 1921 (SW 5, 76ff.) sehr gut begrĂŒndet u.a. mit der Persistenz der jeweiligen Nationalismen. Dies lĂ€ĂŸt sich nach der langen Phase von Revisionismus und Konterrevolution natĂŒrlich so nicht widerholen, zeigt aber m.E. doch die ungefĂ€hre Richtung, den die Arbeiterklasse Transkaukasiens wird gehen mĂŒssen, um die traurige Reihe dieser Veranstaltungen zu beenden.
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NEUER BEITRAG29.09.2023, 20:10 Uhr
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FPeregrin

Armenien, Aserbaidschan und Bergkarabach Jörg Kronauer in der jW von morgen:

Ein Staat löst sich auf

Massenexodus aus Bergkarabach: Nach Eroberung der Region durch Aserbaidschan will der Westen Armenien an sich binden

Von Jörg Kronauer

Die Massenflucht der Armenier aus Bergkarabach hat sich am Freitag fortgesetzt. Von den rund 120.000 Einwohnern des Gebiets seien inzwischen fast 85.000 nach Armenien geflohen, hieß es am Freitag vormittag in der armenischen Hauptstadt Jerewan. Mit zahlreichen weiteren FlĂŒchtlingen wird gerechnet. Beobachter gehen davon aus, dass kaum ein Armenier in Bergkarabach zurĂŒckbleiben wird, zumal die dortige selbsterklĂ€rte Republik Arzach ihre Auflösung zum 1. Januar 2024 angekĂŒndigt hat. Sie war zwar international nicht anerkannt, gewĂ€hrleistete aber in Bergkarabach quasistaatliche Strukturen und bot zugleich den dort lebenden Armeniern Schutz.

Unterdessen flammt der Streit darĂŒber auf, wie die Massenflucht zu bewerten ist. Armeniens MinisterprĂ€sident Nikol Paschinjan warf Aserbaidschan am Donnerstag abend in Jerewan eine »ethnische SĂ€uberung« vor. In Baku hieß es, davon könne keine Rede sein; die Armenier seien nach der Beendigung der Kampfhandlungen in der vergangenen Woche nicht attackiert worden und hĂ€tten Bergkarabach freiwillig verlassen. Von echter Freiwilligkeit lĂ€sst sich allerdings keinesfalls sprechen. Die Fluchtbewegung resultiert aus der weitverbreiteten Furcht, in Bergkarabach sei man nach der finalen Kriegsniederlage in der vergangenen Woche aserbaidschanischer Gewalt schutzlos ausgeliefert. BegrĂŒndet ist die Furcht nicht bloß durch die Gewalterfahrung in dem schon seit Jahrzehnten andauernden Konflikt, sondern auch durch die historische Erfahrung des Armenier-Genozids. Aserbaidschanische Nationalisten verstehen sich als enges »Brudervolk« der TĂŒrkei, deren VorgĂ€ngerstaat Osmanisches Reich im Ersten Weltkrieg den Genozid an den Armeniern auf seinem Territorium begangen hatte.

Tagesaktuelle Bedeutung erhĂ€lt die Debatte darĂŒber, ob eine »ethnische SĂ€uberung« vorliegt, durch ein neues taktisches Manöver der Vereinigten Staaten. Washington fordert seit einigen Tagen, Aserbaidschan mĂŒsse die Entsendung einer Beobachtermission nach Bergkarabach zulassen, und begrĂŒndet dies damit, es lĂ€gen Berichte ĂŒber Gewalt gegen Armenier vor. Außenministerin Annalena Baerbock (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen) hat sich der Forderung inzwischen angeschlossen. Der Westen inszeniert sich damit als UnterstĂŒtzer Armeniens – und zwar mit dem Ziel, das Land aus seinem BĂŒndnis mit Russland herauszubrechen. Washington arbeitet daran seit einem Besuch von Nancy Pelosi, damals Sprecherin des US-ReprĂ€sentantenhauses, vor etwas mehr als einem Jahr in Jerewan. KĂŒrzlich hielten sich sogar US-Truppen zu einem gemeinsamen Manöver in Armenien auf. Das Manöver war wĂ€hrend Aserbaidschans Überfall vergangene Woche noch im Gang.

Die Massenflucht dĂŒrfte nun allerdings eine Beobachtermission der westlichen Staaten in Bergkarabach gegenstandslos machen. Das kĂ€me Russland zupass. PrĂ€sidialamtssprecher Dmitri Peskow wies am Donnerstag darauf hin, es gebe keine grĂ¶ĂŸeren Berichte ĂŒber Gewalt gegen armenische Zivilisten in Bergkarabach und damit auch keinen »direkten Grund« fĂŒr ihre Flucht. Die Äußerung kam in Armenien nicht gut an. Allerdings herrscht dort auch Skepsis gegenĂŒber dem Westen. Um besseren Zugriff auf Aserbaidschans Erdgas zu erhalten, hatte EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen das Land im Juli 2022 einen »vertrauenswĂŒrdigen Partner« genannt; Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) lobte es aus gleichem Grunde im MĂ€rz 2023 als »Partner von wachsender Bedeutung«. Die Hinwendung der EU zu Aserbaidschan steht Berlins aktuellen Versuchen im Weg, sich Armenien anzunĂ€hern, um Moskau abzudrĂ€ngen.


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NEUER BEITRAG19.11.2023, 01:06 Uhr
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arktika

Armenien, Aserbaidschan und Bergkarabach FriedensgesprÀche zwischen Aserbaidschan und Armenien???
Dazu ein Text von Jörg Kronauer in der jW vom 18.11.:

Bergkarabach
Der vergessene Krieg
Aserbaidschan lehnt FriedensgesprĂ€che mit Armenien ab. Erdoğans UnterstĂŒtzung fĂŒr Baku bei Berlin-Besuch ausgeblendet


[...]

Weitgehend ausgeblendet wurde die Rolle der TĂŒrkei in den zwei Kriegen, mit denen Aserbaidschan erst im Herbst 2020, danach erneut im September 2023 Armenien ĂŒberzogen hat. Ankara hatte Aserbaidschan, dessen Bevölkerung tĂŒrkische Nationalisten als »Brudervolk« bezeichnen (»eine Nation, zwei Staaten«), ĂŒber Jahre militĂ€risch unterstĂŒtzt, es unter anderem mit modernsten Drohnen aufgerĂŒstet und es ihm damit möglich gemacht, in zwei Angriffskriegen das von Armeniern bewohnte Gebiet Bergkarabach einzunehmen. Nach dem kurzen, aber entscheidenden Waffengang vom 19./20. September 2023 flohen fast alle rund 120.000 Einwohner Bergkarabachs – aus Furcht vor aserbaidschanischer Gewalt an Zivilisten. Solche Gewalt hat es seit dem Aufflammen des Konflikts um Bergkarabach Ende der 1980er Jahre immer wieder gegeben. Zudem ist unter Armeniern die Erinnerung daran lebendig, dass sich Aserbaidschaner am Ende des Ersten Weltkriegs an der Seite osmanischer Truppen am Genozid an den Armeniern beteiligt hatten. Dass die TĂŒrkei unter Erdoğan den Genozid bis heute leugnet, verbessert die Lage aus armenischer Sicht nicht.

Die von der TĂŒrkei beförderte kriegerische Einnahme Bergkarabachs und die folgende Massenflucht der dortigen Einwohner beschĂ€ftigen weiterhin die internationale Politik und Justiz. Am spĂ€ten Freitag nachmittag wurde ein Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag erwartet, den Armenien bereits Ende September aufgefordert hatte, Aserbaidschan zu Maßnahmen zum Schutz der Einwohner Bergkarabachs zu verpflichten. DarĂŒber hinaus finden GesprĂ€che ĂŒber eine friedliche Beendigung des Konflikts im SĂŒdkaukasus statt. Dabei weigert sich Aserbaidschan allerdings, westliche Vermittlung zu akzeptieren. Bereits am 5. Oktober sagte PrĂ€sident Ilham Alijew ein Treffen mit Armeniens Staatschef Nikol Paschinjan unter Vermittlung der EU ab. Am Donnerstag erklĂ€rte Baku, man werde keine Vertreter zu den fĂŒr nĂ€chsten Montag geplanten FriedensgesprĂ€chen in Washington entsenden. Man traue dem Westen nicht und wolle regionale Konflikte auf regionaler Ebene lösen. GesprĂ€che dazu fanden zuletzt am 23. Oktober in Teheran statt, wo die Außenminister Aserbaidschans und Armeniens mit ihren Amtskollegen aus Iran, Russland und der TĂŒrkei verhandelten. Gelingt es, in diesem Format eine Lösung zu finden, wĂ€re der Westen außen vor.


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