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China Radio International berichtet: "Nach den Unruhen am Sonntag in Urumqi ist es vor der chinesischen Botschaft in den Niederlanden und dem chinesischen Generalkonsulat in München zu Zwischenfällen gekommen. Der normale Arbeitsablauf der diplomatischen Vertretungen Chinas wurde dabei beeinträchtigt. Die chinesische Regierung hat daher bereits bei den verantwortlichen Stellen in den Niederlanden und Deutschland ernsthafte Einwände vorgebracht.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Qin Gang, sagte dazu, China fordere die Niederlande und Deutschland auf, mit allen notwendigen Maßnahmen die Sicherheit und Würde der chinesischen Diplomaten und Einrichtungen zu schützen. Die Möglichkeit eines normalen Tagesablaufes müsse gewährleistet und ähnliche Ereignisse in Zukunft vermieden werden. Nicht zuletzt müssten die Unruhestifter zur Rechenschaft gezogen werden.

Seitens der niederländischen und deutschen Regierung hieß es, man werde effektive Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit und Würde der diplomatischen Mitarbeiter aus China und die entsprechenden Institutionen zu schützen.
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Über die Angriffe auf das Müncher Generalkonsulat war in der BRD-Presse bisher wenig zu erfahren. Spiegel Online vermeldet lapidar: "Bereits am Montag haben dem chinesischen Regierungssprecher [der VR China, Anm. von uns] zufolge Unbekannte Molotow-Cocktails in das chinesische Konsulat in München geworfen. Die Polizei in München bestätigte SPIEGEL ONLINE, dass es am Montag einen Zwischenfall gab, nannte aber keine Details."2

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Hintergrund der Ausschreitungen antichinesischer Kräfte sind die separatistischen Unruhen in der Autonomen Region Xinjiang, die bisher über 150 Todesopfer, meist han-chinesische Zivilisten, forderten: "Die Unruhen in Urumqi haben bisher 156 Todesopfer gefordert. 1080 weitere Personen wurden verletzt. Die chinesische Bevölkerung hat die brutalen Sabotageakte, welche auf die Zerstörung der gesellschaftlichen Ordnung abzielen, aufs Schärfste verurteilt.
[...]
Das Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang ist eine Grenzregion im Nordwesten Chinas. Seit August 2008 haben Terroristen und Separatisten aus dem In- und Ausland wiederholt Anschläge in dieser Region verübt. Darunter einen Terroranschlag auf die Polizei in Kaschgar sowie einen Bombenanschlag in Kuqa.
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Hinter den Krawallen stecken ausländische Drahtzieher. In München, wo es zu den Ausschreitungen gegen das chinesische Generalkonsulat kam, hat u. a. der "Weltkongress der Uiguren", der als einer der Hauptorganisatoren separatistischer Aktivitäten in Xinjiang auftritt, seinen offiziellen Sitz. "Der Gouverneur des Uigurischen Autonomen Gebiets Xinjiang, Nuer Baikeli, sagte am Montag im Fernsehen, die Ausschreitungen am Vortag seien vorsätzliche Sabotageakte, die von Organisationen im Ausland arrangiert und von inländischen Separatisten durchgeführt worden seien. Da alle Nationalitäten Chinas solidarisch zusammengeschlossen seien, würden jegliche terroristischen, separatistischen und extremistischen Kräfte vom Volk strikt abgelehnt. Die Sabotageakte seien zum Scheitern verurteilt, so der Gouverneur weiter.
[...]
Ersten Untersuchungsergebnissen zufolge wurden bei den Unruhen mehr als 260 Autos, 203 Geschäfte und 14 Wohnhäuser zerstört."
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Anmerkungen:
1 China Radio International: China erhebt Einwände nach Zwischenfällen vor diplomatischen Einrichtungen in den Niederlanden und Deutschland
2 Spiegel Online: Han-Chinesen ziehen bewaffnet durch Ürümqi
3 China Radio International: Chinas Bevölkerung verurteilt Sabotageakte in Urumqi
4 China Radio International: Sabotageakte in Xinjiang verurteilt