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Ein Gespenst geht um in der Welt - das Gespenst der Rezession! Alle Mächte des alten Kapitalismus haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dieses Gespenst verbündet; Merkel und Steinbrück, Obama und Sarkozy, amerikanische Spekulanten und deutsche Bankiers.

Derzeit müssen Schuldige her: die „gierigen“ Banker in den USA sollen es gewesen sein, die armen Leuten Kredite gewährt haben, welche sie nicht zurückzahlen konnten. Die nächsten Opfer sind üblicherweise die Spekulanten; Zocker, die mit sogenannten Leerverkäufen die weltweiten Börsenkurse in den Keller stürzten und nun das „Vertrauen“ des gesamten Kapitalmarkts verspielt haben sollen. Gerade in Deutschland wird es wieder Mode, nach Bankenaufsicht und Kontrolle der Finanzmärkte zu schreien - was immer sich die jeweiligen Schreihälse auch darunter vorstellen.

Das System der „freien Marktwirtschaft“ jedenfalls ist in seinen Grundfesten erschüttert. Täglich liest man die zu Hiobsbotschaften aufgeblasenen Nachrichtenmeldungen über Pleiten oder Verlustmeldungen dieser oder jener - vorzüglich ausländischer - Banken, die sich daraufhin ihre Taschen aus der jeweiligen Staatskasse auffüllen dürfen. Natürlich zum Wohl der Nation und obendrein des braven Steuerzahlers.
Im eigenen Land, wird daraufhin besonders betont, habe man die Lage allerdings im Griff; die Politiker garantieren, dass alles so bleibt, wie es eigentlich schon nicht mehr sein kann; es bestehe jedenfalls keinerlei Grund zu irgendwelcher Panik (oder gar zum Plündern des eigenen Bankkontos!), auch wenn wir alle wohl in Zukunft wieder einmal den Gürtel etwas enger schnallen müssen. Doch was ist eigentlich passiert? Ein paar geplatzte Kredite, ein bisschen Börsenpessimismus, und schon geht alles den Bach runter? So einfach ist die Welt?!

Es ist Zeit, sich über Zusammenhänge und Ursachen dieser Entwicklung Gedanken zu machen. Diese Krise ist längst keine reine Finanzkrise mehr; die Industrieunternehmen beginnen bereits, sich auf Umsatzeinbrüche und weitere Rationalisierungswellen einzustellen. Was das heißt, ist klar: Stagnierende Löhne, zunehmende Arbeitslosigkeit, noch schlimmere Ausbildungsaussichten und Rückgang des Wirtschaftswachstums bis weit in den negativen Bereich. Und das ist nur die kurzfristige Perspektive. Zudem ist die jetzige Krise die größte ihrer Art seit 1929, und die verheerenden Folgen der damaligen „Welt“wirtschaftskrise, die weit über den rein ökonomischen Bereich hinausgingen, sind uns allen noch im Gedächtnis. Aus den Lehren der Geschichte kann man lernen. Aus den periodischen Krisen des Kapitalismus kann man lernen, dass dieses System nicht mehr funktioniert; dass es im Gegenteil immer mehr Menschen systematisch in die Armut und an den Rand der Gesellschaft drängt. Der Kapitalismus ist schon lange keine Antwort mehr, sondern hinterlässt nur viele Fragen...

Wir wollen uns im Rahmen einer Veranstaltung mit wissenschaftlicher Analyse des Kapitalismus und Strategien zu seiner Überwindung auseinandersetzen. Wir werden zeigen, dass die Krise keineswegs ursächlich eine reine Finanzkrise ist, die nun die Realwirtschaft negativ beeinflusst, sondern umgekehrt durch industrielle Überproduktion und chaotischen Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkt langfristig vorbereitet wurde; und schließlich werden wir uns den aus dieser Krise entstehenden Perspektiven widmen – Perspektiven zur Überwindung dieses krankenden Systems!


Mittwoch, 10.12.2008,
20 Uhr,
DGB-Haus Göttingen.

(Obere Masch 10)



Eine Veranstaltung von:
Gruppe KAZ,
DKP Göttingen,
www.secarts.org.

 
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