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Von Xinhua

Chinesische Tibetologen reagierten am Donnerstag auf die Kritik des Dalai Lama an der Qinghai-Tibet-Eisenbahn mit dem Vorwurf, dieser w√ľrde Konflikte anstiften und zur Gewalt ermuntern. Die Tibetologen bezogen sich dabei auf die Behauptung des Dalai Lama, die Qinghai-Tibet-Eisenbahn w√ľrde einen "kulturellen V√∂lkermord an den Tibetern" verursachen.

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Qinghai-Tibet-Bahn
Die Qinghai-Tibet-Eisenbahn, die erste Verbindung Tibets zum restlichen China, beginnt in Xining im Nordwesten der chinesischen Provinz Qinghai, und endet in Lhasa, der Provinzhauptstadt Tibets. Die Strecke wurde am 1. Juli 2006 in Betrieb genommen.
Song Guoyou, Doktor am Institut f√ľr internationale Beziehungen in Shanghai, warf dem Dalai Lama vor, mit unvollst√§ndigen Statistiken zu arbeiten, die einen einseitigen Besucher- und Niederlassungsstrom vieler Chinesen aus anderen Regionen des Landes nach Tibet √ľber die Eisenbahnlinie verzeichneten. "In Wirklichkeit zeigen offizielle Zahlen, dass mehr Menschen mit der neuen Eisenbahn Tibet verlassen als betreten", sagte Song. Nach Zahlen der tibetischen Transportbeh√∂rden verlie√üen in den hundert Tagen nach dem 1. Juli 2006 212.000 Menschen Tibet; nur 65.000 reisten ein. "Die meisten Kommentatoren haben den Beitrag der Eisenbahn bei der Erh√∂hung des Lebensstandards der Menschen hervorgehoben; nur der Dalai Lama hat beschlossen, dies zu ignorieren", so Song.

In einem Interview mit einem indischen TV-Sender im April sagte der Dalai Lama, dass er die Souver√§nit√§t Chinas √ľber Tibet akzeptiert habe, jedoch mehr Autonomie - und keine Unabh√§ngigkeit - f√ľr das Heimatland des Buddhismus wolle. Chinesische Tibetologen lehnten es ab, den √Ąu√üerungen des Dalai Lama Glauben zu schenken: "der Dalai Lama provoziert erneut Aktivit√§ten", sagte Di Zhankun, ein Tibetologe aus Qinghai, und machte geltend, dass der 71j√§hrige Dalai Lama eine "√Ąra der Gewalt" einzuleiten beschlossen habe. Nach Di dienen die Schlagworte "gewaltlos" und "dialogbereit" zum Betrug der internationalen Gemeinschaft: "Stimmt das Image des g√ľtigen M√∂nches, der Toleranz und Mitleid predigt, mit der Realit√§t √ľberein?"
Ren Xiao, Professor f√ľr internationale Beziehungen an der Fudan-Universit√§t Shanghai, stellte fest, dass die Unterst√ľtzung des Dalai Lama f√ľr "gr√∂√üere Autonomie" in Tibet die Ursache f√ľr Konflikte der verschiedenen ethnischen Gruppen werden k√∂nnte. Ein Tibet mit "gr√∂√üerer Autonomie" w√ľrde unabh√§ngigkeitsbestrebte Tibeter anregen, Han-Chinesen beiseite zu schieben und zum Verlassen der Autonomen Regien Tibets und seiner Nachbarprovinzen, wo seit langen Zeiten verschiedene ethnische Gruppen in Frieden zusammen leben, zu zwingen. "Wenn das passieren w√ľrde, w√§re es eine Trag√∂die f√ľr Tibet", warnte Ren.

Chinesische Experten meinen, dass die chinesische Regierung und der Dalai Lama bei Fragen der Bewahrung der tibetischen Kultur oder des Umweltschutzes nicht im Widerspruch st√ľnden. Sie beschuldigen den Dalai Lama jedoch, eine politische Aganda voranzutreiben. "Wenn der Dalai Lama ernsthaft am Schutz der tibetischen Kultur interessiert w√§re, w√ľrde er mit der chinesischen Regierung zusammenarbeiten", sagte Zhao Gancheng, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut f√ľr internationale Beziehungen in Shanghai. Die tibetische Kultur ist eine √§u√üerst wichtige Komponente der gesamtchinesischen Kultur; Menschen ganz Chinas w√ľrden den tibetischen Buddhismus als wertvolles kulturelles Erbe wertsch√§tzen, so Zhao. Die Bev√∂lkerung Chinas sei daran interessiert, Tibet in Wohlstand zu sehen und erwarteten, dass der Dalai Lama eine aktive Rolle in der Etnwicklung des Landes einnehmen w√ľrde. In Bezugnahme auf die j√ľngsten √Ąu√üerungen des Dalai Lama vermutet Zhao, dass in seiner Forderung nach "Unabh√§ngigkeit f√ľr Tibet" keine Wandlung eingetreten sei.


- Quelle: Xinhua
- √úbersetzung: www.secarts.org




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