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"Die heute ins Gerede gekommenen und 2003 an Leichenschändungen beteiligten Gebirgssoldaten wurden immer wieder als Elitetruppen hochgelobt. Ihre Wehrmachtsvorbilder wurden immer wieder von der Regierung vor Anklagen in Schutz genommen, obwohl Antifaschisten allein 198 von ihnen gut begründet wegen Kriegsverbrechen anzeigten.

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deutsche Gebirgsjäger 1941
Lobeshymnen formulierten auch höchste Bundeswehrgeneräle wie Dr. Klaus Reinhardt, Gebirgsjäger und Ex-Nato-Kommandeur auf dem Balkan: „Was zeichnet ihn denn so besonders aus, diesen Gebirgsjäger, nach dem heute alle rufen, wenn es um Standfestigkeit und Zuverlässigkeit in schwierigen Lagen geht? Warum waren bei den Auslandseinsätzen des Deutschen Heeres immer wieder Gebirgsjäger dabei?
Die Bedeutung derer unterm Edelweiß liege „in der gelebten Tradition der Gebirgstruppe, die sehr bewusst für Werte steht, die Richtschnur unseres Handelns, Maßstab unseres militärischen Urteils sind.“

Die Wehrmachtsgeneräle unterm Edelweiß hebt Reinhardt auf das Podest: „Die Gebirgstruppe der Bundeswehr ist von Männern aufgebaut und geistig ausgerichtet worden, die als Kommandeure, als Kompaniechefs und Kompaniefeldwebel die schreckliche Erfahrung des Krieges und der Diktatur am eigenen Leib erlebt und durchlitten haben. Sie haben die Uniform wieder angezogen, um uns, der nachfolgenden Generation, das Koordinatensystem ihrer Werteordnung“ weiterzugeben. Sie seien es gewesen, „die uns die zeitlosen militärischen Werte wie Pflicht, Treue, Tapferkeit und Kameradschaft vorgelebt haben. (...) Diese Männer waren unsere Vorbilder, und sie repräsentieren eine ganze Generation von Wehrmachtssoldaten. Sie verdienen unseren Respekt genauso wie die vielen anderen Soldaten, die aus ihrer damals begrenzten Kenntnis der Vorgänge heraus im guten Glauben ehrenhaft gehandelt und gekämpft haben. Bei der Pflege dieser Tradition und ihrer Weitergabe an die nächste Generation hat der Kameradenkreis der Gebirgstruppe sein ganz besonderes Verdienst.“ (aus der Rede vor den alten und jungen Gebirgsjägern zu Pfingsten 2000 auf dem Hohen Brendten bei Mittenwald. Aus Mittenwald kommen nun auch die der Leichenschändung Beschuldigten.)"

zitiert nach Ulrich Sander "Die Macht im Hintergrund - Militär und Politik in Deutschland", Köln 2004

Ulrich Sander ist Journalist und Bundessprecher der VVN-BdA.
www.vvn-bda.de


 
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