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Ein Blog, der Texte Donald Trumps verbreitet, den Unfalltod des österreichischen Rechtspolitikers Jörg Haider fĂŒr ein Mossad-Attentat und die Mordserie des »NSU« fĂŒr ein Komplott unter »Beteiligung von Geheimdiensten der SiegermĂ€chte« hĂ€lt, möchte einem »alternativen Journalisten« einen selbstgestifteten Medienpreis ĂŒberreichen. Ist das eine Meldung wert? FĂŒr die Fans des so Ausgezeichneten vielleicht, ansonsten wohl eher nicht. Die Verleihung eines »Kölner Karlspreises« an den ehemaligen RBB-Moderator Ken Jebsen, die der Blog mit dem anmaßenden Namen Neue Rheinische Zeitung (NRhZ) am Donnerstag in Berlin vornehmen will, wird erst zum Politikum gemacht. Denn nachdem der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) in einem Akt der Anmaßung auf Facebook gegen die Veranstaltung, die im stĂ€dtisch geförderten »Kino Babylon« stattfinden soll, protestiert hatte, ist aus der Berliner Lokalposse ein handfester Streit innerhalb der Partei Die Linke geworden. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Wolfgang Gehrcke beklagt »Zensur« und ruft nach KĂŒndigung der KinorĂ€ume fĂŒr NRhZ (die mittlerweile nach einer einstweiligen VerfĂŒgung wieder aufgehoben worden sein soll) zu einer Protestkundgebung auf. Diese soll am heutigen 14. Dezember vor dem »Kino Babylon«, aber auch vor dem benachbarten Sitz der Linkspartei, dem Karl-Liebknecht-Haus, stattfinden. Oskar Lafontaine meldete sich am 6. Dezember ebenfalls via Facebook zu Wort, um zu fragen: »Wen hat Ken Jebsen umgebracht?« Weshalb, fragt der ehemalige Parteivorsitzende, solidarisiert sich der Vorstand der Linken mehrheitlich mit Lederers Kritik an Jebsen, der doch offenkundig kein Schwerverbrecher oder dergleichen ist? »Das ist eine bedenkliche Entwicklung«, so Lafontaine.

Doch nicht nur Kritik an Jebsens Positionen bringt seine AnhĂ€nger auf den Plan. »SolidaritĂ€t mit Ken Jebsen!« fordert der Publizist Andreas Wehr auf seiner Webseite. Der jungen Welt unterstellt er in diesem Zuge »beispielloses Versagen«, nicht etwa weil sie die RaumkĂŒndigung gegen NRhZ und Jebsen fĂŒr gut befunden hĂ€tte, sondern weil sie zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts ĂŒber die etwas provinzielle Berliner Geschichte veröffentlicht hatte.

Das Vorgehen dieser KrĂ€fte ist nicht neu, auch die junge Welt sieht sich seit Jahren Angriffen ausgesetzt, weil sie das Milieu, das 2014 als in sich widersprĂŒchliche Bewegung aus politischen Selbstvermarktern, getarnten Rechten und verirrten Friedensfreunden entstanden war, im Auge behĂ€lt: »Die junge Welt wurde (seit Beginn der sogenannten Montagsmahnwachen 2014, Anm. d. Red.) immer wieder Teil einer breiten Medienfront gegen den neu entstandenen Teil der Friedensbewegung – angefĂŒhrt von Schlachtschiffen des US-Imperialismus wie Spiegel, Welt und Taz«, behauptete beispielsweise der Vorsitzende des »Deutschen Freidenker-Verbandes«, Klaus Hartmann, im Jahr 2015 auf KenFM. Der bereits zitierte Andreas Wehr weiß: »Die Kampagne gegen Jebsen ist Teil eines ideologischen Kampfes, des Kampfes um die Sprache.«

Von Politikern wie Wehr, immerhin – laut eigener Auskunft im Internet – frĂŒherer Leiter des BĂŒros des damaligen Westberliner BĂŒrgermeisters Walter Momper (SPD), ist anzunehmen, dass sie sich nicht unbesehen fĂŒr jemanden verwenden, dessen Ansichten sie nicht kennen und teilen. Was fĂŒr ein »ideologischer Kampf«, welcher »Kampf um die Sprache« wird von Jebsen und seinen Freunden gefĂŒhrt? WofĂŒr steht das Medienprojekt KenFM, das VerbĂŒndete bis in den FunktionĂ€rsapparat der Linkspartei hinein findet?

Keine Unterschiede?

Im KenFM-Video »NachdenKEN ĂŒber: ›Der 3. Weltkrieg‹«, in dem es um die Kriegsvorbereitungen von USA und NATO gegen Russland geht, gibt Jebsen (ab Minute 29:25) ein Beispiel fĂŒr sein VerstĂ€ndnis vom »Kampf um die Sprache«: Es »gibt kein ›links‹ und kein ›rechts‹« (…) Die ganzen Kategorien ›rechts‹ und ›links‹ sind von den wenigen Besitzenden erfunden worden, damit man sich unten die Köpfe einschlĂ€gt (…), um uns hineinzutreiben in den Weltkrieg (…). Wir sitzen alle im selben Boot!«

Der Unterschied zwischen Faschisten und Antifaschisten ist demzufolge also ein rein konstruierter, um – wen – zu spalten? Die Bevölkerung eines besetzten Landes, Deutschlands. Denn auch die These vom »Vasallenstaat« BRD findet sich bei Jebsen. Noch 2013, bevor er seine öffentlichkeitswirksame Zusammenarbeit mit JĂŒrgen ElsĂ€sser einstellte, trat Jebsen gemeinsam mit dem schon damals deutlich erkennbar rechtsgewendeten Blattmacher bei »Compact live« zum Thema »Big Brother USA hĂ€lt Deutschland besetzt« auf. Im April 2014, immerhin ausdrĂŒcklich als Reaktion auf die ihm vielfĂ€ltig entgegengebrachte Kritik, verkĂŒndete er dann: »Sie behaupten, ich wĂŒrde fĂŒr Compact schreiben. Falsch. Ich schreibe fĂŒr KenFM. Nur, Compact ĂŒbernimmt den ein oder anderen Text. UnverĂ€ndert. Exakt derselbe Beitrag erscheint dann aber auch beim Kritischen Netzwerk oder der NRhZ. FĂ€llt Ihnen auf, dass es sich hier um ziemlich linke Medien handelt, wĂ€hrend Compact eher im konservativen Raum zu verorten ist? Mir geht es um Reichweite. Ich will, dass beide ›Lager‹ (Linke und Rechte, Anm. d. Red.) erkennen, dass sie extreme Schnittmengen haben. Um miteinander zu arbeiten, nicht gegeneinander, und diese ĂŒberschĂŒssige Energie positiv nutzen können« (im Ken-FM-Video »Klarstellungen zu den Friedensmahnwachen«). Ins selbe Horn stieß im gleichen Monat bei einer Berliner »Montagsmahnwache« auch ElsĂ€sser, der ebenfalls die Kategorien rechts und links fĂŒr ĂŒberholt erklĂ€rte und zur Bildung einer »Querfront« aufrief. ElsĂ€sser selbst hat lange schon einen anderen Weg eingeschlagen und sich mit der offenen Rechten verbĂŒndet, doch objektiv ist Jebsens wiederholte Behauptung, es gebe keine Rechten und Linken mehr, genau das, was ElsĂ€sser damals vorschlug: Übertölpelung von Linken, um sie mit Rechten zusammenzufĂŒhren.

Mit Jebsens geschichtsvergessener Sicht der Dinge hat nicht nur die junge Welt Probleme. Auch im Freidenker-Verband, dessen Bundesvorsitzender sich seit Jahren fĂŒr Jebsen engagiert, stĂ¶ĂŸt diese bedingungslose UnterstĂŒtzung auf Widerspruch: »Ein Abweichen von der Linie: ›Der Hauptfeind steht im eigenen Land – und das ist der deutsche Imperialismus‹, die Sichtweise, dass es hauptsĂ€chlich gegen das ›Imperium‹ (den US-Imperialismus) gehen mĂŒsse, zieht Folgen nach sich, wer als BĂŒndnispartner, gar als ›Antiimperialist‹ betrachtet wird«, schrieb Volker Veeser am 3. Dezember in seiner RĂŒcktrittserklĂ€rung als Vorstandsmitglied der nordrhein-westfĂ€lischen »Freidenker«. Und er schlussfolgert: »Die Zusammenarbeit von ›Freidenker‹-FunktionĂ€ren und Gliederungen der ›Freidenker‹ mit Ken Jebsen und der Musikgruppe ›Die Bandbreite‹ ist nicht neu. Kritische Stimmen haben diese Zusammenarbeit nicht gelockert oder beendet, sondern das Gegenteil ist der Fall. Das gipfelt nun in dieser Preisverleihung. Mir reicht es jetzt!«

HĂ€ufig ist von seiten seiner Verteidiger zu hören, die VorwĂŒrfe gegen Jebsen seien »erfunden«, »erlogen« oder »konstruiert«. Das Internet, Jebsens Medium, ist schnellebig. In seinem Austrittsschreiben hat Veeser indes dort getĂ€tigte Äußerungen des KenFM-Betreibers umfangreich aufgelistet. Sie sollen nach seinem DafĂŒrhalten verdeutlichen, warum sich fĂŒr AufklĂ€rer und Antifaschisten, Verteidiger der Vernunft und KĂ€mpfer fĂŒr die Wahrheit eine Zusammenarbeit mit einem solchen Manne verbietet. Diese Hinweise wollen wir an dieser Stelle, redaktionell ergĂ€nzt, verfĂŒgbar machen.

One-Man-Show

Das von Ken Jebsen betriebene Medienportal KenFM bezeichnet sich in seiner Eigendarstellung (Â»Ăœber KenFM«) als »medialer MĂŒlltrenner«. Auf der Seite schreiben unterschiedliche Autoren in vielfĂ€ltigen Formaten. Einzelne Artikel vertreten gelegentlich linke, andere rechte Standpunkte. So wird einerseits ĂŒber die Oktoberrevolution, die sich unlĂ€ngst jĂ€hrte, geraunt, es habe sich um eine von fremden Geheimdiensten eingefĂ€delte »gewaltsame Machtergreifung einer Minderheit« gehandelt, deren Ziel ein »immer ausschweifenderes Luxusleben« einer »machthabenden FunktionĂ€rskaste« gewesen sei (»Tagesdosis 4.11.2017: Die Russische Revolution 1917«). Wenige Tage spĂ€ter erscheint ein gegenteiliger Kommentar, der auf den sozialen Charakter der Revolution verweist (»Tagesdosis 6.11.2017: Revolution und Konterrevolution«). Dieser objektivistische Standpunkt, den sich KenFM zu eigen macht, unterscheidet sich zunĂ€chst nicht grundsĂ€tzlich vom Herangehen etablierter bĂŒrgerlicher Medien. Doch fĂŒr KenFM spricht vor allem eine Person, nĂ€mlich GrĂŒnder und Betreiber Jebsen selbst. Sein Konterfei in Großaufnahme ist auf der Startseite des Portals gleich vielfach zu sehen, sein Vorname taucht in vielfacher Variation auf. Sein Prinzip des »MĂŒlltrenners« erklĂ€rt Jebsen so: »Die Schuldigen sind die Medien (…), schaut diesen MĂŒll nicht noch. Das mĂŒsst ihr auch gar nicht. Ich schau’ diesen MĂŒll und verarbeite das in ›Me, myself and Medien‹ (eine Internetsendung Jebsens, Anm. d. Red.). Das reicht, mehr mĂŒsst ihr gar nicht gucken.« (Auftritt auf der Berliner »Montagsmahnwache« am 16.3.2015).

Dieser ĂŒberhebliche Gestus eines Gurus, der seinem Publikum vom Gebrauch des eigenen Kopfes ausdrĂŒcklich abrĂ€t und es statt dessen anhĂ€lt, die Welt nur noch durch die eigene Brille gefiltert wahrzunehmen, durchzieht die ganze Webseite. Durch die OmniprĂ€senz des GrĂŒnders, Machers und Namensgebers mĂŒssen Jebsens eigene Äußerungen auf KenFM als programmatisch verstanden werden. Was also »ist dran am ›PhĂ€nomen Ken Jebsen‹?« (so eine rhetorische Frage Jebsens an sich selbst).

Der Medienmacher gefĂ€llt sich in der Rolle des Provokateurs – gegen die etablierte bĂŒrgerliche Konkurrenz, gegen Linke und den Parlamentarismus. Auf der bereits erwĂ€hnten »Mahnwache« im MĂ€rz 2015 erklĂ€rte er die »sogenannte linke Presse« zum »Feind in diesem Land«. Es scheint also doch Linke zu geben – zumindest wenn Jebsen mit ihren Meinungen nicht einverstanden ist. Kritik an Rechten steht hingegen nie auf seinem Sendeplan – auch nicht, wenn er sie als StudiogĂ€ste zum Interview begrĂŒĂŸt. Der Autor des rechtsesoterischen Kopp-Verlags Gerhard Wisnewski konnte etwa im MĂ€rz 2017 auf KenFM behaupten, die »FlĂŒchtlingskrise« sei im Interesse der »Desorganisation Deutschlands« bewusst herbeigefĂŒhrt worden, mit »massenhaft Migrantenkindern«, die nicht »lernbereit« seien. Widerspricht Jebsen, hakt er kritisch nach? Fehlanzeige.

»Mein Vorbild ist die Natur«, so der »Friedensfreund« im Mai 2014 vor dem Brandenburger Tor: »Im Wald gibt es keinen Krieg, der Wald produziert keinen MĂŒll! Stellt euch mal vor, Zugvögel, die schaffen es jedes Jahr nach Afrika! Wenn die das demokratisch organisieren wĂŒrden, kĂ€men sie nur bis Sylt!« – »Nein«, schlussfolgerte Jebsen vor der »Montagsmahnwache fĂŒr den Frieden«: »Die fliegen bis Afrika, ohne lange herumzudiskutieren, und die halten sich an ein Gesetz, ein natĂŒrliches Gesetz! Ohne Demokratie! Die Natur ist schlau genug!« (auf der »Mahnwache« in Berlin am 5.5.2014)

Im November 2015 trat Jebsen als Redner bei »Wir sind Deutschland – nur gemeinsam sind wir stark« im vogtlĂ€ndischen Plauen auf. Vor dieser im Dunstkreis der Pegida-AufmĂ€rsche entstandenen lokalen Protestinitiative (mit der ehemaligen Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel als prominenter Teilnehmerin) ging er auf mutmaßlich islamistische TerroranschlĂ€ge ein und forderte zwar einerseits, die »WĂŒrde des Menschen zu achten«, und kritisierte Waffenexporte sowie die NATO, sprach aber andererseits seinen Zuhörern aus der Seele, als er eine einfache Lösung fĂŒr das die Teilnehmer bewegende FlĂŒchtlingsthema anbot: »Wir sollten (der NATO-Airbase, Anm. d. Red.) in Ramstein den Hahn zudrehen! Wir sollten alle FlĂŒchtlinge, die hierherkommen, nach Ramstein bringen! Das sollten wir machen! Da ist Platz, da ist Infrastruktur, da gibt es KrankenhĂ€user!« (Rede von Ken Jebsen in Plauen, 8.11.2015)

Anderen geht dieser Vorschlag sicher nicht weit genug. Es ist schließlich keineswegs so, dass es »vor dem Hintergrund der gegenwĂ€rtigen FlĂŒchtlingskrise« (Andreas Wehr) einen tatsĂ€chlichen humanistischen und antirassistischen Konsens zur FlĂŒchtlingsfrage in der Linken, Partei wie Bewegung, gĂ€be. So irritieren grenzwertige Aussagen wie die von Jebsen oder seinen Freunden keineswegs alle, die ein linkes Parteibuch haben. »Zum modernen Nationalstaat gehört das Recht der in ihm lebenden Bevölkerung, darĂŒber zu entscheiden, wer in ihn einwandern darf«, interpretiert Andreas Wehr das deutsche Grundgesetz (im Dezember 2015 im Newsletter seines »Marx-Engels-Zentrums«) – und stellt sich gegen dessen Inhalt, denn einen plebiszitĂ€ren Entscheid zum Asylrecht sieht die Verfassung nicht vor. Doch Wehr ist ernsthaft besorgt: »Kein Volk der Erde wird auf Dauer eine ungesteuerte Zuwanderung hinnehmen, wie es gegenwĂ€rtig in Deutschland der Fall ist.«

Laut Jebsen werden FlĂŒchtlinge aus »Rache« gegen vom Westen begonnene Kriege zu Terroristen, und die Regierung könne »uns, die Bevölkerung, nicht vor Terror schĂŒtzen« - daher: »Es reicht! Wir mĂŒssen zum Kanzleramt! Egal, aus welcher Richtung ihr kommt. Der Friede ist nicht rechts, der Friede ist nicht links«. So variierte er im Juli 2016 sein politisches Mantra in einem Aufruf zu einer Demonstration (»nachdenKEN«, 27.7.2016). »Ich wette, dass wir es schaffen, uns am 1. Oktober vor dem Kanzleramt aufzubauen, und zwar mit 25.000 Leuten oder mehr, und sagen: ›Wir haben es einfach satt!‹« Denn: »Der Ausnahmezustand im wiedervereinigten Deutschland ist nur noch eine Autobombe entfernt.«

Antiamerikaner pro Trump

Zwar ist es Jebsen nicht gelungen, 25.000 Menschen zusammenzubringen (am 1.10.2016 demonstrierten rund 1.500 Personen vor dem Berliner Kanzleramt, neben Jebsens AnhĂ€ngern zeitgleich noch eine zweite Gruppierung, die »Friedensfahrer Berlin-Moskau«). Doch anderswo war der vermeintliche Umsturz erfolgreicher: »Freunde, heute ist ein guter Tag«, frohlockte Jebsen am 14. November 2016 anlĂ€sslich der Wahl Donald Trumps zum US-PrĂ€sidenten in seiner Sendereihe »nachdenKEN«. »Als ich heute morgen das gehört habe, ich habe die halbe Nacht wach gelegen und sah, dass sich die Prognose so abzeichnete, wie ich mir das gewĂŒnscht habe, habe ich gedacht: ja! Endlich stehe ich mal hinter einem amerikanischen PrĂ€sidenten.« Nicht nur hierin ist er mit der NRhZ, die ihn nun auszeichnen möchte, einer Meinung. Dort firmiert Trump »als Hoffnungsschimmer fĂŒr Amerika und die Welt«.

Auch die Verfasser eines Jubelartikels auf den damals frisch gewĂ€hlten US-PrĂ€sidenten (er »wird die Welt positiv verĂ€ndern«), den KenFM kurz nach der Wahl in Zweitverwertung veröffentlichte, wusste schon damals genau, was der Machtwechsel in Washington bringen wird: »Deshalb wird Trump in seinem zukĂŒnftigen politischen Leben reifen. Politik und Verwaltung Amerikas werden stabil weiterlaufen. VerĂ€nderungen und Erneuerungen werden kommen, und das ohne Chaos.« Der Text stammt aus der Redaktion der Epoch Times (KenFM, 13.11.2016: »Trumps Sieg eröffnet der Welt eine neue Ära«). Die Epoch Times, frĂŒher Die Neue Epoche, ist ein auf deutsch und chinesisch erscheinendes Organ aus dem Umfeld der in China verbotenen Psychosekte »Falun Gong«. Das Blatt hat allerdings vor wenigen Jahren eine ganz erstaunliche Kehrtwende vollzogen: AnfĂ€nglich vor allem der Hetze gegen die Volksrepublik China verpflichtet, blĂ€st das zumindest frĂŒher in hoher Auflage gedruckte Medium seit Beginn der sogenannten FlĂŒchtlingskrise auch unverhohlen ins Horn von Pegida und AfD – und von KenFM. Als »bahnbrechende Rede gegen Angst und Hysterie« feierte die Epoch Times beispielsweise am 9. November 2015 Jebsens bereits zitierten Auftritt vor »Wir sind Deutschland« in Plauen: »Selten war eine seiner Reden so geeignet, seinen politischen Standpunkt klarzustellen, wie diese Rede ĂŒber seine und unser aller Wahrhaftigkeit.« Eine ausgesprochen merkwĂŒrdige Allianz, zumal bis heute wenig ĂŒber die organisatorischen und finanziellen HintergrĂŒnde der Epoch Times und des illustren deutsch-chinesischen »Dissidentenmilieus« in der BRD bekannt ist.

Der Freude ĂŒber die Wahl Donald Trumps zum US-PrĂ€sidenten liegt eine spezifische und bemerkenswert banale Annahme ĂŒber die Art und Weise zugrunde, wie die US-Gesellschaft angeblich funktioniert. DemgemĂ€ĂŸ hĂ€tten in den Vereinigten Staaten bisher HintermĂ€nner mit sinistren Absichten die Strippen gezogen. In einem Audioclip vom FrĂŒhjahr 2012 lĂ€sst sich nachhören, welche HintermĂ€nner das sein sollen. Nun wird der Vorwurf, dass Jebsen ein Antisemit ist, von seinen Verteidigern brĂŒsk zurĂŒckgewiesen. Dies sei wie so oft das ĂŒbliche Pauschalurteil, um Kritiker mundtot zu machen, sei Rufmord. Doch der Inhalt dieses knapp einstĂŒndigen Audioclips mit dem Titel »Zionistischer Rassismus« lĂ€sst von Anfang bis Ende eine antisemitische Webart erkennen: von der Unterstellung, Juden kontrollierten in den USA vermöge ihres Reichtums Politik und Medien, ĂŒber die Gleichsetzung von Zionismus und Nazismus bis hin zur Relativierung des Holocaust. Die folgenden Zitate sind dem genannten Clip entnommen.

Juden gleich Zionisten?

Die »Drahtzieher« der imperialen Politik der USA sind gemĂ€ĂŸ Jebsens Auffassung »radikale Zionisten«, Menschen mit »jĂŒdischen Roots«, »deren Hobby Israel ist«. »SĂ€mtliche Machtzentren der USA«, die »fĂŒhrenden Massenmedien« und »das Propagandamedium Film, sprich Hollywood«, wĂŒrden von der »proisraelischen Lobby« kontrolliert bzw. »von bekennenden Zionisten gefĂŒhrt«. Deren »Macht basiert auf der zur Perfektion gefĂŒhrten Disziplin der Manipulation der öffentlichen Meinung. Dazu benötigt man in unserem Wirtschaftssystem vor allem – Geld, viel Geld, wahnsinnig viel Geld. Zwei bis drei Prozent der Amerikaner haben jĂŒdische Roots, zum Vergleich: 25 Prozent haben deutsche.« Die BeweisfĂŒhrung: »Im Gegensatz zur deutschen Community stellen die zwei bis drei Prozent der US-Amerikaner mit jĂŒdischen Roots aber 25 bis 30 Prozent der reichsten Familien des Landes. (…) Dieses Geld wird ĂŒberall eingesetzt, um eigene Interessen durchzusetzen. (…) Man könnte meinen, diese Interessen wĂ€ren vor allem auch US-Interessen, aber das wirkt nur von außen so. Die Israel-Lobby in den USA (…) (teilt) als grĂ¶ĂŸten gemeinsamen Nenner vor allem die Idee, ›Israel zuerst!‹« (ab Minute 9:00)

Jebsen scheint besessen von dem Gedanken, »die Zionisten« begingen Greueltaten, die jene der Nazis noch ĂŒbertrĂ€fen. Minute 14:59: »Das gemeinsame Hobby dieser Zio-Cons ist die Schaffung eines israelischen Großreichs, konkret: ein Israel ohne PalĂ€stinenser. (…) Ins Altdeutsch ĂŒbersetzt: Israel strebt in PalĂ€stina die Endlösung an, klassischer Genozid.« Minute 27:24: »Zionismus ist, in seiner ganzen RadikalitĂ€t zu Ende gedacht, ziemlich identisch mit der Rassenideologie der Nationalsozialisten.« Die »Holocaustindustrie« der »proisraelischen Lobby« besitze »die Copyright-Rechte« am Begriff und erklĂ€re »permanent, dass der Holocaust unique sei, einmalig, mit nichts zu vergleichen, ein absolutes Novum in der Geschichte der Menschheit, fĂŒr immer und ewig, wie der Urknall. Dem wagt kaum einer zu widersprechen. Das einzige, was am Holocaust der Nazis einmalig ist, ist sein Datum« (ab Minute 31:00). Von dieser Feststellung ausgehend, gelangt Jebsen zu weiteren Befunden. Minute 33:00: »Doch ebenfalls, noch bevor Adolf Hitler mit seiner Endlösung angefangen hatte, kam es in der UdSSR zu einem Holocaust. 1933 ließen die Russen innerhalb eines Jahres sieben Millionen Ukrainer vorsĂ€tzlich verhungern (…). Auschwitz war also eine Wiederholung und rutscht damit in den Holocaust-Charts auf Platz zwei.« Und mit Blick auf den Landraub in Nordamerika und den Massenmord an den Native Americans, begangen von den weißen Siedlern, »rutscht« nach Jebsens apodiktischem Urteil »der Holocaust der Nazis in der Unterdisziplin Raub ebenfalls auf Platz zwei der grĂ¶ĂŸten Verbrechen der Menschheit« (Minute 36:00).

Vom Wirken der »Zionisten« steht, zu diesem Schluss gelangt der ehemalige Radiomoderator, Schlimmeres zu erwarten als das, was die Nazis getan haben: Wenn der Politik Israels nicht bald Einhalt geboten werde, heißt es abschließend, »wird es bald kein palĂ€stinensisches Volk in PalĂ€stina mehr geben. Was Adolf Hitler wĂ€hrend der Schoah mit den Juden nicht gelungen ist, hĂ€tten radikale Zionisten mit den PalĂ€stinensern dann erreicht: die Endlösung« (Minute 56:03).

»Habe ich nicht vorgetragen«

Dieser gesteigerte Wahn war selbst treuesten VerbĂŒndeten unangenehm – zumindest im Hinblick auf eine weitere politische Verwendbarkeit Jebsens. In der Sendung »KenFM im GesprĂ€ch« vom Mai 2014 belehrt der frĂŒhere ATTAC-Aktivist Pedram Shahyar seinen Mitstreiter, dass Relativierungen und Nazivergleiche unstatthaft seien. Jebsen zeigt sich reuig: »Das war falsch, da sag’ ich sorry. Aber das war Absicht.« Anerkannt wird eine ĂŒberzogene EmotionalitĂ€t, zurĂŒckgenommen die Methode der »Kritik«, bedauert die verfehlte Wirkung, nicht aber der Inhalt und das, worauf dieser vorgelesene Text verweist: Auf ein geschlossen antisemitisches Weltbild. Shahyar genĂŒgte damals die inszenierte Entschuldigung. Und im Zweifel will Jebsen das alles auch gar nicht gesagt haben. Das Tondokument jedenfalls ist bei KenFM nicht mehr zu finden, und Journalisten von »Spiegel TV« beschied er im Dezember 2014, auf Passagen aus »Zionistischer Rassismus« angesprochen, mit den Worten: »Habe ich nicht vorgetragen«. Das ist eine bekannte Masche. Auch sein Bekenntnis zu Trump vom November 2016 wollte er eine Woche spĂ€ter so nicht gemeint haben: Da sei »sehr viel SponteinitĂ€t und schauspielerische theatralische Dynamik« gewesen.

Dies alles sollte man wissen, bevor man sich fĂŒr Jebsen in die Bresche wirft – und man sollte annehmen, dass es diejenigen wissen, die es trotzdem fĂŒr geboten halten, ihn zu verteidigen. Es gilt weniger, den Blick auf Jebsen zu richten, der als politischer Selbstvermarkter unterwegs ist und sich dementsprechend – als »kleiner SelbstĂ€ndiger« – zielgruppenopportunistisch verhĂ€lt. Wichtiger ist die Frage, welche Richtung diejenigen KrĂ€fte einschlagen wollen, die Jebsen vehement gegen jede Kritik verteidigen. Manche von ihnen haben sich schließlich frĂŒher in der politischen Linken verortet.

Ein einmaliger Ausrutscher waren die Vergleiche zwischen Nazis und Zionisten ohnehin nicht, wie sich etwa in dem Audioclip »Kai-ROH!« vom Januar 2014 nachhören lĂ€sst. Auch das liegt beinahe vier Jahre zurĂŒck, LĂ€uterung wĂ€re also nicht ausgeschlossen. Was aber ist davon zu halten, dass in der Rubrik »Ken FM am Set« ein Vortrag des in Israel geborenen und derzeit in England lebenden Jazzmusikers Gilad Atzmon unkommentiert gezeigt wird? Von dem stammen unter anderem solche SĂ€tze: »Die TodesmĂ€rsche der Nazis waren eigentlich human«. Ein Auftritt Atzmons wird bei der Verleihung des von der NRhZ ausgelobten Preises fĂŒr Ken Jebsen Teil des Kulturprogramms sein. Im und vor dem »Kino Babylon« kommt am Donnerstag somit zusammen, wer zusammengehört.


Verwendete Quellen:

Zitierte Äußerungen von Ken Jebsen

- »nachdenKEN ĂŒber: ›Der 3. Weltkrieg‹«
- »Klarstellungen zu den Friedensmahnwachen«
- Auftritt auf der Berliner »Montagsmahnwache« am 16.3.2015 (»Ich habe keine Angst«)
- Auftritt auf der Berliner Montagsmahnwache am 5.5.2014
- Auftritt in Plauen am 8.11.2015
- »nachdenKEN ĂŒber: Wer Wind sĂ€t…«, 27.7.2016
- »nachdenKEN ĂŒber: Trump gewinnt die US-Wahl«, 14.11.2016
- »nachdenKEN ĂŒber: Donald Trump und Antiamerikanismus«, 22.11.2016
- Von der KenFM-Seite entfernter Beitrag: »Zionistischer Rassismus«
- »KenFM im GesprÀch mit: Pedram Shahyar (Attac)«
- »KenFM ĂŒber: Kai-ROH!«
- Jebsen zu »Spiegel TV« im Dezember 2014

Zitate anderer im Text erwÀhnter Personen

- Andreas Wehr: »SolidaritÀt mit Ken Jebsen!«
- »KenFM im GesprĂ€ch mit: Gerhard Wisnewski (›Verheimlicht, Vertuscht, Vergessen 2017‹)«
- KenFM am Set: Gilad Atzmon
- Gilad Atzmon ĂŒber TodesmĂ€rsche



Aus der Tageszeitung junge Welt, 14.12.2017. Jetzt abonnieren!


 
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  Kommentar zum Artikel von Rainer:
Dienstag, 27.03.2018 - 22:17

Wie ist die ganze Sache mit Jebsen und den "Arbeiterfotografen" eigentlich ausgegangen ? So vier Monate spÀter kann man ja mal fragen...

Also.: die Arbeiterfotografen halten verbissen an ihrem Antisemiten Gilat Atzmon fest. Keine Ausgabe der "NRhZ" wo der Mann nicht seitenweise abgefeiert wĂƒÂŒrde.

Und Jebsen,der sich ja angeblich distanziert und den Antisemitismus des Atzmon angeblich abgelehnt hat ? (wofĂƒÂŒr es natĂƒÂŒrlich keine Belege gibt.?) schreibt der "NRhZ" dieser Tage folgendes in Stammbuch :

"Bei einem Treffen mit der NRhZ-Redaktion Anfang MÀrz 2018 erklÀrt Ken Jebsen: "Schwamm drĂƒÂŒber, was sich da alles abgespielt hat. Und wieder von vorne anfangen! Die Kommunikationslinien ñ€“ wenn das jemand wollte ñ€“ sind NICHT zerstört, sie sind stabilisiert.""

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  Kommentar zum Artikel von Rainer:
Freitag, 05.01.2018 - 00:57

Der VollstÀndigkeit halber auch noch mal hier :

"Der Deutsche Freidenker-Verband, Landesverband Nord e. V. wĂƒÂŒnscht der XXIII. Internationalen Rosa Luxemburg Konferenz wieder ein erfolgreiches Gelingen.

Wie in den vielen letzten Jahren ist die Konferenz am Tag vor der Ehrung der ermordeten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ein wichtiges Signal fĂƒÂŒr den Kampf um Frieden, VölkerverstÀndigung, interkulturellen Dialog, gegen Antisemitismus und fĂƒÂŒr die Verbreitung und Bekanntmachung der junge Welt. Die Tageszeitung ist fĂƒÂŒr eine aufklÀrerische Berichterstattung unverzichtbar.


Leserinnen, Leser, Organisationen, Vereine und Parteien dĂƒÂŒrfen und sollen sich mit Inhalten auseinander setzen und auch aus unserer Sicht kritisch begleiten.

FĂƒÂŒr uns ist es aber befremdlich, wenn bei der umstrittenen Preisverleihung der Internetzeitung NrhZ an Ken Jebsen im Kino Babylon (Berlin) am 14. Dezember 2017 der Verbandsvorsitzende des Deutschen Freidenker-Verband e. V., Klaus Hartmann, zum Thema ñ€žFake Newsñ€œ referiert und hier die junge Welt mit in diese Kategorie einbezogen wird. FĂƒÂŒr uns spielt die junge Welt nicht "die publizistische Kompanie der NATO-Kriegstreiber", wie von Klaus Hartmann behauptet.

Der Vorstand des DFV Nord e. V. sieht die junge Welt anders verortet und wĂƒÂŒnscht ihr weiter eine erfolgreiche tÀgliche Arbeit und vor allen Dingen auch weiter zahlreiche Internationale Konferenzen.

Vorstand des DFV Nord e. V."


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  Kommentar zum Artikel von Rainer:
Donnerstag, 28.12.2017 - 13:03

Die NRhZ mag sich von ihrem Holocaustleugner Atzmon nicht trennen, es sieht nach Streit in der Querfront aus :

"Schließlich, am 9. November, wurde auf Anregung von Evelyn Hecht-Galinski mit freudiger Zustimmung der britische Jazzmusiker Gilad Atzmon ins Programm aufgenommen. Das war sehr gut nachvollziehbar, denn bei KenFM ist zu lesen: ñ€žNeben dem kĂƒÂŒnstlerischen Ausdruck besticht der 1963 in Israel geborene und heute in London lebende KĂƒÂŒnstler durch seine politische Haltung. Gilad Atzmon ist ein Anti-Imperialist. Die Freiheit des Menschen geht ihm ĂƒÂŒber alles und so setzt er sich seit Jahren fĂƒÂŒr das Ende der UnterdrĂƒÂŒckung der PalÀstinenser ein. Damit macht man sich nicht nur Freunde... Als Atzmon dann auch noch in Buchform die Ideologie seiner Heimat, den Zionismus, als rassistisch brandmarkte, bekam er massive Probleme mit der Israel-Lobby. Atzmon wÀre aber nicht Atzmon, wenn er hier nicht mit jĂƒÂŒdischem Humor reagieren wĂƒÂŒrde. Atzmon ist ein begnadeter Musiker, aber vor allem seine politische Haltung, sein nicht Wegducken, wenn es um Menschenrechte geht, machen ihn zu einer herausragenden Persönlichkeit."...
Die Störmanöver kamen von außen (Springers WELT bis "junge Welt") aber auch von "innen" ñ€“ aus dem Umfeld des PreistrÀgers. Dabei ging es insbesondere um den britischen, aus Israel stammenden Jazz-Musiker Gilad Atzmon. Wie auch weitere an der Preisverleihung Beteiligte bzw. UnterstĂƒÂŒtzer ñ€“ Daniele Ganser, Evelyn-Hecht-Galinski, DIE BANDBREITE, Muslim-Markt ñ€“ und der PreistrÀger Ken Jebsen selbst, wurde und wird Gilad Atzmon von einer breiten (Quer-)Front von "rechts" bis tief hinein in die "Linke" angegriffen. Bereits bei der Gerichtsverhandlung um die Einstweilige VerfĂƒÂŒgung gegen die widerrechtliche Annullierung des Mietvertrags wurden extreme, unhaltbare Beschuldigungen gegen Gilad Atzmon vorgetragen: er sei einer von denen, die Menschen wie den von einem "amerikanischen Juden" abstammenden Babylon-Betreiber auf den Scheiterhaufen bringen wollen. Nur wenige Tage vor der Preisverleihung kam aus dem KenFM-Umfeld die Forderung, Gilad Atzmon auszuladen ñ€“ mit BegrĂƒÂŒndungen, die sich stichprobenartig schnell widerlegen ließen. Prinz Chaos II. bezeichnete den Preis auf seiner Facebook-Seite als ñ€žvergiftetes Geschenkñ€œ. Das alles hatte dem PreistrÀger Ken Jebsen schwer zu schaffen gemacht, so dass er auch gesundheitlich angeschlagen war. So entwickelte sich sein Entschluss, an der Preisverleihung nicht persönlich teilzunehmen ñ€“ ein Entschluss, von dem wir erst am Tag der Preisverleihung erfuhren.

Meinungsfreiheit "nur nicht unbedingt hier" im Babylon

Und auch unmittelbar vor und wÀhrend der Preisverleihung selbst ging die Auseinandersetzung weiter. Am Abend zuvor sprach der Kino-Betreiber rechtswidrig ein Kameraverbot aus und darĂƒÂŒber hinaus ein Hausverbot gegen Gilad Atzmon. Neben dem von Seiten der NRhZ bestellten Sicherheitsdienst orderte der Kino-Betreiber einen ihm weisungsgebundenen weiteren Sicherheitsdienst. So sollte erreicht werden, dass niemand mit Kamera ins Kino kam ñ€“ was allerdings nicht vollstÀndig gelang ñ€“ auch Dank der eingeschalteten Polizei. Und auch das Aussperren von Gilad Atzmon, der zuvorderst als Jazz-Musiker auftreten sollte, gelang nicht. Was allerdings gelang, war, dass der Kino-Betreiber zu Beginn der Veranstaltung vor das Publikum trat und den PreistrÀger wie auch Gilad Atzmon als Rassisten beschimpfte. Und er offenbarte, er habe nichts gegen Meinungsfreiheit ñ€“ "nur nicht unbedingt hier" im Babylon"

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Ansonsten ist der Artikel bei der NRhZ auch ein Beispiel fĂƒÂŒr partielle RealitÀtsverleugnung. Objektiv war die Preisverleihung ein maximaler Reinfall. Streit hinter den Kulissen, PreistrÀger kommt nicht, in Zukunft Hausverbot im Kino Babylon fĂƒÂŒr die ganze Bande.

Das vor versammelter Mannschaft vorgetragene Statement von Babylon-Betreiber Timothy Grossman ist ĂƒÂŒbrigens auch recht geil. Es gibt davon nen Audiomitschnitt, den ich hier gern poste, wenn ich ihn auf die passende GrĂƒÂ¶ĂƒÂŸe gekriegt hab.


  Kommentar zum Artikel von RevLeft:
Mittwoch, 27.12.2017 - 23:26

Alles wissenswerte zu Jebsen aus kommunistischer Sicht hat auch Olaf Mathes in der UZ zusammengefasst:
"Die Kreuz-und-Quer-Front
Olaf Matthes zu Ken Jebsen und der Friedensbewegung I Ausgabe vom 22. Dezember 2017
Diese Zei­tung be­zieht Stel­lung, wenn Linke als Quer­front be­schimpft, Kri­tik am is­rae­li­schen Staats­ras­sis­mus als An­ti­se­mi­tis­mus ver­leum­det, kri­ti­sche Fra­gen zur Rolle der Ge­heim­diens­te als Ver­schwĂƒÂ¶Ă‚Â­rungs­theo­ri­en ab­ge­stem­pelt wer­den. Der Herr Kul­tur­se­na­tor Le­de­rer (Links­par­tei) steht fĂƒÂŒr eine StrĂƒÂ¶Ă‚Â­mung in der Lin­ken, die so furcht­bar eman­zi­pa­to­risch ist, dass sie von einer kla­ren Hal­tung gegen im­pe­ria­lis­ti­sche Krie­ge ab­rĂƒÂŒckt und sich ins bĂƒÂŒr­ger­li­che Sys­tem in­te­griert. Le­de­rer hat seine Macht als Mit­glied einer bĂƒÂŒr­ger­li­chen Lan­des­re­gie­rung be­nutzt, um die Preis­ver­lei­hung an Ken Jeb­sen zu zen­sie­ren. Aber als der Links­par­tei­vor­stand sich von Jeb­sen dis­tan­ziert hat und Links­par­tei­po­li­ti­ker da­ge­gen vor der ei­ge­nen Par­tei­zen­tra­le de­mons­triert haben, ging es nicht nur darum.
FĂƒÂŒr wel­che Linie steht Ken Jeb­sen? Er selbst be­strei­tet gerne, ĂƒÂŒber­haupt eine Linie zu ver­tre­ten ñ€“ sein Por­tal KenFM gebe nur eine Platt­form, um kri­ti­sche Geis­ter zu Wort kom­men zu las­sen. Jeb­sen und sein Por­tal, so stellt er es dar, sind ir­gend­wie ganz be­son­ders kri­tisch, dabei ganz und gar un­vor­ein­ge­nom­men ñ€“ so un­vor­ein­ge­nom­men, dass die tra­di­tio­nel­le Un­ter­schei­dung zwi­schen links und rechts fĂƒÂŒr ihn nicht wich­tig ist.
Des­halb bie­tet KenFM die Platt­form, um kreuz und quer jede kri­ti­sche Frage auf­zu­wer­fen: Viel­leicht un­ter­stĂƒÂŒtzt die NATO in der Ukrai­ne Fa­schis­ten? Viel­leicht kom­men die FlĂƒÂŒcht­lin­ge des­halb nach Deutsch­land, weil dunk­le MÀch­te sie als ñ€žMi­gra­ti­ons­waf­feñ€œ ein­set­zen? Viel­leicht ste­hen hin­ter der Po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung die In­ter­es­sen von Ban­ken und Kon­zer­nen? Viel­leicht hat der ñ€žso­ge­nann­te Kli­ma­wan­delñ€œ ĂƒÂŒber­haupt nichts mit CO2 zu tun, son­dern wird von ge­hei­men La­ser­waf­fen ver­ur­sacht? Jeb­sens al­ler­kri­tischs­te Kri­tik ist ein Misch­masch von Tat­sa­chen und ir­ra­tio­na­len Spe­ku­la­tio­nen.
Diese ñ€žUn­vor­ein­ge­nom­men­heitñ€œ ist die Linie, die Jeb­sen und an­de­re, die sich als ñ€žneue Frie­dens­be­we­gungñ€œ sehen, in die Frie­dens­be­we­gung hin­ein­tra­gen wol­len. In die­ser Frie­dens­be­we­gung soll Raum fĂƒÂŒr alle ñ€žkri­ti­schenñ€œ Po­si­tio­nen sein, der Un­ter­schied von rechts und links keine Rolle spie­len, ñ€žtra­di­tio­nel­leñ€œ Or­ga­ni­sa­tio­nen um­gan­gen wer­den. Jeb­sen for­mu­liert öf­fent­lich keine aus­ge­ar­bei­te­te Quer­front­stra­te­gie. Seine Kreuz-und-Quer-Kri­tik öff­net die TĂƒÂŒr auch fĂƒÂŒr rech­te Het­zer. Die ñ€žFĂƒÂŒr alles offenñ€œ-Hal­tung ist die Quer­front­stra­te­gie.
Des­halb sind die vie­len Be­rĂƒÂŒh­rungs­punk­te zwi­schen Jeb­sen und an­de­ren aus sei­nem Spek­trum mit offen rech­ten KrÀf­ten kein Zu­fall. Nur ein Bei­spiel: Im In­ter­view mit Ken Jeb­sen durf­te sich noch im MÀrz der re­ak­tio­nĂƒÂ€Ă‚Â­re Autor Ger­hard Wis­new­ski, der auch fĂƒÂŒr das El­sÀs­ser-Blatt ñ€žCom­pactñ€œ schreibt, Sor­gen darĂ‚Â­ĂƒÂŒber ma­chen, ob die ei­gent­lich sym­pa­thi­sche AfD nicht doch ein wenig zu an­ge­passt an den Main­stream sei. Nach der Bun­des­tags­wahl kom­men­tier­te Jeb­sen, dass es zwi­schen AfD, CDU und Links­par­tei ĂƒÂŒber­haupt keine Un­ter­schie­de gebe und er die Wah­len so­wie­so fĂƒÂŒr Thea­ter halte. Auf KenFM kom­men linke Ak­ti­vis­ten ge­nau­so zu Wort wie rech­te Het­zer ñ€“ die Un­ter­schei­dung ist fĂƒÂŒr Jeb­sen eben nicht so wich­tig.
So ekel­haft Le­de­rers ñ€žeman­zi­pa­to­ri­scherñ€œ Zen­sur­ver­such war ñ€“ Jeb­sen hat kei­nen Preis ver­dient, der nach Karl Marx be­nannt ist. Wir brau­chen eine Frie­dens­be­we­gung, die die wirk­li­chen Or­ga­ne des Im­pe­ria­lis­mus be­nennt, die den Kampf gegen die deut­sche Kriegs­po­li­tik, die Kriegs­po­li­tik der NATO und die Mi­li­ta­ri­sie­rung der EU fĂƒÂŒhrt, die die Ver­bin­dung der Frie­dens­fra­ge zu den all­tÀg­li­chen so­zia­len Be­dĂƒÂŒrf­nis­sen der Mehr­heit her­stellt, die rech­te Het­zer auch als Kriegs­trei­ber ent­larvt, wenn sie sich als Frie­dens­en­gel dar­stel­len. Die DKP will ihren Bei­trag leis­ten, um die KrÀf­te zu stÀr­ken, die fĂƒÂŒr eine sol­che Ori­en­tie­rung ar­bei­ten. Dann er­le­di­gen sich De­bat­ten um Jeb­sen von selbst
."

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  Kommentar zum Artikel von Rainer:
Mittwoch, 27.12.2017 - 12:09

Jebsen rudert zurĂƒÂŒck und hat sein rubikon-Video um die justiziabelsten Passagen redigiert (weiß nicht ob auf juristischen Druck davon sagt/schreibt er nix). Und in einem albernen update versucht er sich ohne Totalen Gesichtsverlust aus der AffÀre zu ziehen. :

"Persönliche Stellungnahme von Ken Jebsen:

Hiermit möchte ich eine kurze Stellungnahme zu zwei von mir in dem Rubikon-Interview mit Christiane Borowy getroffenen Aussagen abgeben, um MissverstÀndnisse aus- und eigene Fehler einzurÀumen:

Durch die an einer Stelle getÀtigte Aussage von mir, wird ein direkter Zusammenhang zwischen der Tageszeitung ñ€žjunge Weltñ€œ und dem im Internet kursierenden Video, in dem gegen meine Tochter agitiert wird, hergestellt. Dies ist falsch. Ich kann hier keinen direkten Zusammenhang beweisen und bin mit der Aussage an dieser Stelle zu weit gegangen. Diese Aussage nehme ich hiermit öffentlich zurĂƒÂŒck. Ich mache Fehler. Dies war einer.

Zudem erklÀre ich in dem Interview an andere Stelle, dass sich der ehemalige Mitarbeiter der Tageszeitung ñ€žjunge Weltñ€œ, Patrick R., neben dem Besitzer der ñ€žjunge Weltñ€œ, Dietmar Koschmieder, befunden hÀtte, als dieser (R.) mich am Tag der Preisverleihung gegen meinen ausdrĂƒÂŒcklichen Willen mehrfach kontaktierte. Auch dies kann ich nicht beweisen, sondern stĂƒÂŒtzte mich hier auf die Infos ñ€žzwischen den Zeilenñ€œ, die mir Herr R. zukommen ließ. Ob Herr Koschmieder also tatsÀchlich ĂƒÂŒber das Verhalten von Herrn Rupprecht informiert gewesen ist, weiß ich nicht. Daher bin ich mit meiner Aussage hier ĂƒÂŒbers Ziel hinaus geschossen und möchte auch dies als Fehler von mir einrÀumen.

Persönlicher Zusatz: Wie es den meisten Zuschauern vermutlich ersichtlich ist, wurde in diesem Interview ein empfindliches Thema berĂƒÂŒhrt. Ich und meine Familie werden nicht erst seit dem 14. Dezember 2017 bedroht. Es fehlt mir hier eine klare Haltung von Kollegen, dass mit den kĂƒÂŒrzlich bekannt gewordenen Aktionen gegen meine Familie und mich zu weit gegangen wurde und wird. Auch, wenn man noch so unterschiedliche Meinungen in der politischen Auseinandersetzung vertritt, gibt es doch Grenzen, die etwa auch die ñ€žjunge Weltñ€œ als Presseorgan erkennen mĂƒÂŒsste.

Ich erwarte von der ñ€žjunge Weltñ€œ nicht, dass sie sich angesichts der Bedrohungslage, der wir seit Jahren ausgesetzt sind, in irgendeiner Weise verstÀndig zeigt. Vielmehr ist es fĂƒÂŒr mich und mein Team bedauerlich, festzustellen, dass sich die ñ€žjunge Weltñ€œ trotz meines persönlichen Anrufs tags darauf nach der Preisverleihung bis heute nicht bei uns zurĂƒÂŒck gemeldet hat. Es gab keinerlei Reaktion oder Feedback an mich oder mein Team, angesichts der Schilderung der Vorkommnisse rund um ihren ehemaligen Mitarbeiter Patrick R. Das finden wir ehrlich gesagt schlicht unwĂƒÂŒrdig unter Kollegen. Im Gegenteil glÀnzt die ñ€žjunge Weltñ€œ vielmehr durch Nachtreten ñ€” man lese dazu beispielsweise ihren Artikel vom 22. Dezember 2017
."
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Ob das bei ansonsten unberĂƒÂŒhrter Argumentationskette auch juristisch reicht weiß ich ebenfalls nicht, bezweifle das (als Nichtjurist) aber.

Zumindest hat sich die Strategie der Jungen Welt den Typen einfach jedesmal ausfĂƒÂŒhrlich zu zitieren und ihn sich quasi selbst erledigen zu lassen als goldrichtig herausgestellt. Er quietscht !!


  Kommentar zum Artikel von Rainer:
Samstag, 23.12.2017 - 21:49

Nur der VollstÀndigkeit halber : auch Stephan Steins komische Pseudofahne ruft natĂƒÂŒrlich zur SolidaritÀt mit Ken Jebsen gegen Kommunistische Faschisten (oder so) auf :
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  Kommentar zum Artikel von RevLeft:
Freitag, 22.12.2017 - 17:05

@Rainer: danke fĂƒÂŒr den Hinweis auf die AfD-AffinitÀt des Schreyer. Hatte den Text zunÀchst gelesen und fĂƒÂŒr einen (fĂƒÂŒr DebattenverhÀltnisse) fast deskalierenden Beitrag gehalten...

Jetzt wollen uns schon AfD-Heinis erklÀren, was echt links sein ist? Die Verwirrung der Begriffe wird zur Verwirrung in den Köpfen.


  Kommentar zum Artikel von Rainer:
Freitag, 22.12.2017 - 15:14

Auch ein Paul Schreyer dĂƒÂŒrfte da auf dem Rubikon seine SolidaritÀt mit Jebsen dalassen :

Die Querfront-Hysterie
Rechtsextreme vereint mit Verschwörungstheoretikern bedrohen die Demokratie, Ken Jebsen ist ihr WortfĂƒÂŒhrer und immer mehr Linke schließen sich ihnen an ñ€“ so heißt es aktuell in vielen Medien. Eine Gegenrede.

...KenFM und das Compact-Magazin zum Beispiel stimmen bei den diskutierten Lösungen ganz und gar nicht ĂƒÂŒberein, im Gegenteil. WÀhrend Ken Jebsen kapitalismuskritisch, herrschaftskritisch und gerade nicht autoritÀr argumentiert und sein Publikum immer wieder dazu aufruft, selbst zu denken und sich keinen Parteien und Hierarchien unterzuordnen, empfiehlt Compact-Herausgeber JĂƒÂŒrgen ElsÀsser seinen Lesern eine Koalition aus AfD und FDP als ñ€žRegierung aus dem Volk, durch das Volk und fĂƒÂŒr das Volkñ€œ.

GrĂƒÂ¶ĂƒÂŸer könnten die Unterschiede kaum sein ñ€“ was der Mainstream, gerade auch der linke Mainstream, mit TAZ, Junger Welt, Neuem Deutschland und Frankfurter Rundschau, aber konsequent ignoriert. Zu schön ist offenbar das große Feindbild, zu bequem die Möglichkeit, Journalisten wie Jebsen als Rechte auszugrenzen, die eigenen Tabuthemen ñ€“ Geldsystem, Staatsterror, Machteliten ñ€“ kurzerhand zu ñ€žrechtenñ€œ Anliegen zu erklÀren.

Herrschaftskritik aber, also das grundsÀtzliche Hinterfragen der AutoritÀten, bleibt links, egal was die Political Correctness der etablierten Linken dazu meint...

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Ach ja : der Typ ist ĂƒÂŒbrigens AfD-Mann. Das ging dann selbst den sonst schmerzfreien "Nachdenkseiten" zu weit :
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  Kommentar zum Artikel von Rainer:
Freitag, 22.12.2017 - 13:21

Oha die Ereignisse ĂƒÂŒberschlagen sich : der Holocaustleugner gilad Atzmon hat einen scharfen Angriff gegen den Betreiber von rubikon.news Jens Wernicke geschrieben und die notorische Hecht-Galinski veröffentlicht das :

Jens Wernicke, noch ein Jerusalemit auf der Liste von Gilad Atzmon
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Auf rubikon meldet sich unterdessen auch Andreas Wehr mal zu Wort der ja von der Jungen Welt böse einen reingekoffert bekommen hat. Das klingt geradewegs versöhnlich. Was ist denn mit dem passiert, kalte FĂƒÂŒĂƒÂŸe bekommen ?
Wenn das vermeintlich Gute gegen das vermeintlich Böse antritt
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Und die neuerliche ganze Seite in der Jungen Welt dĂƒÂŒrfte ihre Wirkung nicht verfehlen. WÀhrenddessen kann sich der rubikon schon mal auf ein Hochwasser der Klagen einstellen. Und Jebsen.? Ich sach mal : Frohe Weihnachten, Querfrontarsch !!


  Kommentar zum Artikel von secarts:
Freitag, 22.12.2017 - 00:01

In der jungen Welt vom 22.12. wird noch einmal ausfĂƒÂŒhrlich auf die Debatte um Jebsen (und den darauf folgenden Wirbel um die jW) eingegangen.

Das auch hier im Forum erwÀhnte Video Jebsens vom 16.12. stellt nur vorgeblich ein Dokument des Irrsinns dar - oder, wenn es so ist, dann das eines kontrollierten Wahns. Jebsens Wutorgie ist objektiv Produkt der Verzweiflung, weil seine GeschÀftsstrategie des Fischens in linken GewÀssern im Scheitern begriffen ist. Doch die gesamte Denkfigur dahinter offenbart AbgrĂƒÂŒnde. Insofern ist es vermutlich sinnvoller, den Inhalt des Videos öffentlich zu sezieren, als das Ding wegzuklagen. Andererseits: Wer nach diesem klassischen HetzstĂƒÂŒck noch irgendein VerstÀndnis fĂƒÂŒr den Mann aufbringt, dem ist nicht zu helfen.

- Wer fĂƒÂŒrchtet die AufklÀrung?
Die junge Welt wird angegriffen, weil sie marxistische Kritik an geschichtsvergessenen und rechtsoffenen KrÀften ĂƒÂŒbt

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- Ken Jebsen und JĂƒÂŒrgen ElsÀsser: Der gemeinsame Feind steht links
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