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    Von secarts

    Dr. Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg ist ein Dieb. Ein Dieb geistigen Eigentums, ein Fälscher. So etwas kann man jetzt schreiben, eine Anzeige wegen Beleidigung ist unwahrscheinlich. Weniger, weil es stimmt, sondern weil der Beschuldigte dies erstens selbst zugegeben hat. Und zweitens, weil es egal ist. Egal, ob 50, 70 oder 90 % der Doktorarbeit des fränkischen Freiherrn ein Plagiat sind - Guttenberg hat es geschafft. Damit kommt man durch, heutzutage. Und das - und nur das - ist entscheidend an der ganzen Geschichte: Das Anti-Guttenberg-Lager, das von den schmalen Rändern linker und linksliberaler Demokraten, wo die ganze Affäre erst angestoßen wurde, über die SPD bis tief hinein ins bürgerliche Lager reicht, verfügt nicht über die Stärke, jemanden wie Guttenberg (selbst bei erwiesener "Schuld" im Sinne des Verstoßes gegen bürgerliche Gepflogenheiten) zum Gehen zu zwingen.

    Wer wissen möchte, was nicht unbedeutende Teile der Bourgeoisie selbst zur Causa Guttenberg denken, kann sich den Kommentar des FAZ-Mitherausgebers Berthold Kohler ansehen. Kohler ist nicht irgendwer, und die FAZ nicht irgendwas: Derart deutliche Töne deuten auf tiefe Widersprüche im Kapital hin. Kohlers Fazit: "Ein Monarch braucht keinen Doktortitel". Kohler sieht einen Schaden für die Demokratie, denn "noch aber (sic!) ist Deutschland eine Republik, und noch ist ein Plagiat Diebstahl geistigen Eigentums. Die Kanzlerin mag aus naheliegenden Gründen über Letzteres hinweggehen, wenigstens nach außen hin. Den Schaden im Kosmos der bürgerlichen Werte, den die Operation zur Rettung des gestrauchelten Bannerträgers nach sich zieht, kann aber auch Frau Merkel unmöglich übersehen." Und weiter: "Die Aktion, so sie denn gelingt und schon alles am Licht ist, wird Spätfolgen haben. Guttenberg hätte sich selbst, den Werten, die er hochhält, und langfristig auch der Union einen besseren Dienst erwiesen, wenn er nicht nur der Universität Bayreuth einen Brief geschrieben hätte, sondern auch der Kanzlerin."

    Kohlers Sorge um die "bürgerlichen Werte" mag man belächeln. Diese Breitseite in einem maßgeblichen Sprachrohr deutscher Kapitalfraktionen, verbunden mit einer Rücktrittsforderung an Guttenbergs Adresse, weist darauf hin, dass das Kapital und seine ausführenden wie auch erläuternden Instanzen keineswegs einem einheitlichen Fahrplan zur "Rettung Guttenbergs" gegen die "peinliche Enthüllung" folgen. Im anderen Lager, der Pro-Guttenberg-Fraktion und ihrer Meinungsindustrie, bringt ein weiterer beliebter Kommentator die Sicht der Dinge auf den Punkt: "Scheiß auf den Doktortitel. Macht einen guten Mann nicht kaputt". Das ist O-Ton Franz Josef Wagner, BILD-"Zeitung". Ein anderes Flaggschiff aus dem Hause Springer relativiert ebenfalls: "Stellt endlich alle Promi-Dissertationen ins Netz! Auch Joseph Ratzinger, John F. Kennedy oder Kristina Schröder hatten ihre eigenen Vorstellungen von Wissenschaftlichkeit". Alles also gar nicht so schlimm, eher sogar üblich, findet die "Welt". Deshalb sei ein Rücktritt Guttenbergs "falsch": "In der Diskussion um Guttenbergs Dissertation geht es schon lange um politische Macht – besonders die Opposition freut sich über die Chance. [...] Das Feld, auf dem sich Guttenberg beweisen muss, ist die Verteidigungspolitik. Hier liegen unsere Probleme, hier wird seine Tatkraft auch in Zukunft gebraucht. Das hat nicht nur der Anschlag in Afghanistan gezeigt. Die Bundeswehr hat dramatische Nachwuchssorgen, Guttenbergs mutige Reform steht erst am Anfang, sie braucht seine Leidenschaft."

    Damit dürften ungefähr die beiden Positionen, die es im Bürgertum zur Frage Guttenberg gibt, klargezogen sein. Für die eine Seite ist er ein Störfaktor, der bürgerlich-demokratische Institutionen unterminiert, und dies nicht erst seit dem Skandal um den Doktortitel. Guttenberg steht für einen hemdsärmeligen Stil, der keine Rücksichten auf die Gepflogenheiten parlamentarischer Gebräuche nimmt, der "nah am Volk" regiert, der Popularität - oder Populismus - höher hängt als Sitzfleisch in Ausschüssen, Fraktionssitzungen und parlamentarischen Gremien. Der in den Gunstumfragen umso höher rangiert, je tiefer er in die Kritik gerät. Und der damit zur Gefahr für das bürgerlich-demokratische Modell wird, da er sich unangreifbar macht - zum "Monarchen" eben.
    Die andere Seite, der BILD wie immer den plastischen Ausdruck gibt, sieht gerade dieses nassforsche Kalkül, diese Schnodderigkeit im Umgang mit Wahrheit und bürgerlichem Anstand als Stärke des Mannes. Dem könnte gelingen, woran die parlamentarischen Institutionen mehr und mehr scheitern: große Teile der Bevölkerung, die sich abgewandt haben vom Zirkus der Berliner Republik, wieder einzufangen, und zwar auf der ressentimentalen Ebene.

    Deshalb wird er aufgebaut, als "Hoffnungsträger", als "Held zum Anfassen" für den "kleinen Mann". Und deshalb wird er angegriffen: im Kundus-Skandal, im Wehrbeauftragten-Skandal, im Gorch-Fock-Skandal, im Kriegspost-Skandal, im Doktortitel-Skandal.

    Der Fall hat eine geschichtliche Parallele: Franz-Josef Strauss. Auch der Ahnherr der CSU hat, Guttenberg mag derzeit oft an ihn denken, etliche "Stürme" ausgehalten und es trotz aller erwiesener krimineller Aktivitäten bis fast zum Bundeskanzler gebracht. Strauss stand für die latente Drohung des Kapitals, "notfalls" auch "anders" regieren zu können. Seit seinem Hinscheiden ist es bisher nicht gelungen, eine Figur aufzubauen, die ähnliche "Qualitäten" hat und auch lange genug durchhält, ohne leicht- oder größenwahnsinnig zu werden. Guttenberg scheint hier große Hoffnungen zu wecken: in der CSU, die endlich wieder einen Frontmann von Format braucht, und in denjenigen Teilen des Kapitals, die längst schon glauben, dass die parlamentarische Demokratie vielleicht doch nicht auf Dauer sinnvoll sein muss.

    "Anders" zu regieren, das kann nötig werden, wenn mittels parlamentarischer Kompromissfindung keine einheitliche bürgerliche Linie mehr gefunden werden kann. Nicht die Stärke der Linkskräfte ist es, die Teilen der Bourgeoisie schlaflose Nächte bereitet; es ist die Rolle Deutschlands im internationalen Geschehen. Dort schickt die BRD sich an, als Gewinner aus der Krise zu marschieren, freilich zu einem enormen Preis. Die EU, das Vehikel deutscher Vormachtbestrebungen in Europa, zeigt Risse. Schon wieder wird darüber spekuliert, ob nicht Griechenland - und morgen vielleicht Portugal, Spanien, Irland - aus dem Euro-Raum zu "entlassen" sind. Die BRD hat nicht zuletzt deshalb, weil sie die abhängigen EU-Staaten bis aufs Blut ausgesaugt hat, die internationale Wirtschaftskrise bisher glimpflich meistern können. Gleichzeitig ruiniert sie aber tendenziell die Länder, die sie zur Aufrechterhaltung eines vergrößerten Binnenmarktes benötigt. Wir wollen hier nicht weiter spekulieren, welche Ausprägungen diese Widersprüche noch annehmen können. Die Bourgeoisie hingegen spekuliert mit Sicherheit: Mehr Militär, schnelleres Durchgreifen, Abschottung "Kerneuropas", notfalls eben wieder der Alleingang. Damit hat Deutschland Erfahrungen.

    Die Testballons, die regelmäßig hochgehen, sondieren die Lage: wie weit konnte ein Möllemann gehen? Was darf ein Sarrazin? Wann wird es eng für einen Guttenberg? Mittlerweile ist es so, dass ein "parlamentarischer Regelverstoß" schon mit Sicherheit öffentliche Sympathien einbringt, wenn er nur volksnah als Affront gegen "die da oben" verkauft wird. Das Abrissunternehmen Demokratie funktioniert arbeitsteilig: Typen wie Guttenberg werden in öffentlichen Weihen als "Politiker neuen Stils" gefeiert, die sagen, was alle denken, und die handeln, wo die anderen zaudern und zögern. Finden sich die am Parlamentarismus festhaltenden Fraktionen und Medien nicht mit dem Durchmarsch solcher allzu dreist inszenierter Figuren ab, kann deren zaghafter und betulicher Protest wieder gut umgemünzt werden in die nächste Zielscheibe antidemokratischer Bewegungen. Dann geht es gegen die "Kaputtschreiber und -redner", die "das junge Talent", den "Ausnahmepolitiker" mit respektabler Zweitkarriere in "Adel Aktuell" und ähnlichen Leitmedien, "miesmachen". Eine solche Kampagne hat den drögen und doch arg arroganten Banker Sarrazin zu einem Abgott der Nichtwähler potenziert. Und damit erklärt sich auch bei Guttenberg das nur scheinbare Paradoxon, dass mehr Schuldbeweise zu höheren Popularitätswerten führen.
    Was bleibt? Guttenberg hat's nun auch den intellektuellen Großmäulern mal so richtig gegeben. Und damit einen weiteren Stich gemacht bei einer Zielgruppe, die "echten" Doktoren sowieso mit Misstrauen begegnet.

    Lassen wir das Fußnotenzählen und die Textexegese an Guttenbergs pennälerhafter Schummelarbeit. Die Geschichte ist durch, die Schlacht geschlagen - und verloren. Weitere Fundstellen werden nicht mehr belegen als das, was alle wissen: Guttenbergs Umgang mit der Wahrheit wie mit der bürgerlich-demokratischen Verantwortung ist fragwürdig. Dass einer wie der es damit nicht allzu eng nimmt, das gehört zum Spiel. Anstatt ihn bei einer Ehre packen zu wollen, die er nicht hat, sollten wir uns auf das konzentrieren, was er ganz praktisch umsetzt, und von dem nicht geredet und geschrieben wird. Während bei "GuttenPlag" täglich neue Plagiatsbeweise zusammengetragen werden, baut Guttenberg ein Söldnerheer auf, rüstet die Bundeswehr endgültig zur Aggressionsarmee um, bietet sich als "Mann des Volkes" feil. Stellen wir uns die Frage, ob wir einen wie Guttenberg als Kanzler wollen. Schlimmer geht's nämlich immer.

     
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     Kommentar zum Artikel von Lars :
    Mittwoch, 23.02.2011 - 19:59

    Genau so sieht es aus!
    Keine Frage von Recht, Gesetz oder "das macht man nicht".
    Es sind die Wiedersprüche zwischen den Herrschenden und mit ihren eigenen Zielen, bzw. dem Weg dorthin, der diese Geschichte so hochkocht. Nicht die Linke führt Guttenberg durch den Ring, sondern vornehmlich andere Kräfte und Fraktionen im rechten Lager. So tut die Merkel-Fraktion momentan mehr dabei als die Gegner von Auslandseinsätzen.
    Auch wenn es auf der Bühne teis noch friedlich und einträchtig wirkt, sie legen den Sprengstoff frei für größere Auseinandersetzungen! Denn schließlich wird Guttenberg bisher öffentlich nicht kritisiert wegen seines militaristischen Kriegskurses, sondern wegen vergleichsweiser Kleinigkeiten.


     Kommentar zum Artikel von Tolo :
    Donnerstag, 24.02.2011 - 21:34

    Guter Text, treffender geht es zu diesem Thema eigentlich nicht, wobei der Ausblick entscheidend ist. Selbst hatte ich das Thema links liegen gelassen, was soll es, ein alt bekanntes Spiel, was für reichlich Ablenkung sorgt und die Volksseele frohlocken lässt.
    Aber es ist Richtig, sich auch dieses Themas anzunehmen, nicht in dem auf den Zug aufgesprungen wird, sondern in dem wie hier der Zug betrachtet und seine Fahrtrichtung konstatiert wird.
    Danke
    P.S. zu ein paar Gedanken habe ich mich dann doch hinreißen lassen!



     Kommentar zum Artikel von retmarut :
    Freitag, 25.02.2011 - 13:16

    Guttenbergs Wirkung ist ungebrochen, das zeigen auch die aktuellen Zahlen von Infratest Dimap.
    Demnach sind 73% der Befragten zufrieden mit der Arbeit von Guttenberg, 72% wollen, dass er im Amt bleibt.
    (Die Zahlen sind am 22.02. erhoben worden, kann also durchaus sein, dass die sich mittlerweile etwas verschoben haben. Die Tendenz dürfte aber vermutlich gleichgeblieben sein.)

    53% erklären weiterhin, dass betreffs Plagiatsaffaire in den Medien nicht sachlich und fair mit Guttenberg umgegangen wurde. (Also auch hier ist die abwegige Sichtweise verbreitet, es werde eine Hetzjagd gegen Guttenberg betrieben.)

    Und auf die Frage

    "Zu Guttenberg hat öffentlich eingestanden, bei der Anfertigung seiner Doktorarbeit einige Fehler gemacht zu haben. Wie ist Ihre Meinung: Haben die Medien bei der Berichterstattung über zu Guttenberg die gleichen Maßstäbe angelegt wie bei anderen Politikern, die Fehler eingeräumt hatten, oder waren die Medien im Falle zu Guttenberg besonders kritisch?"

    erklären 63%, die Medien seien in seinem Fall besonder kritisch gewesen. (Seien also parteilich gegen ihn gewesen.)

    Die Proteges von Guttenberg haben jedenfalls gute Arbeit geleistet. Obwohl der Kriegsminister mit seiner Dissertation auf die Nase gefallen ist, haben sie es erreicht, ihn mittels BILD und anderer Leitmedien als Opfer einer perfiden Treibjagd darzustellen, und damit eine Parallelrealität hergestellt, die dem Zugpferd Guttenberg sogar in der Krise noch einen Bonus bringt.

    Ich verweise in diesem Zusammenhang noch einmal auf den Artikel von Albrecht Müller auf den Nachdenkseiten: "Man sollte die Fähigkeit der Guttenbergs und ihrer Hintermänner zum strategischen Denken und zur Mobilisierung von Manipulationspotenzial nicht unterschätzen".


    Bild



     Anmerkung vom Autor dieses Artikels secarts :
    Montag, 28.02.2011 - 15:11

    Heute titelt der aktuelle "Spiegel": "BILD: Die Brandstifter".

    Das ist interessant.
    Nicht, weil da irgendwas drin stünde, was bisher niemand über "Bild" & Co. wusste - der Artikel ist nach meinem Dafürhalten ziemlich schwach und mit heißer Nadel gestrickt, über die appellatorische Ebene und einen light-Aufguss der "BildBlog"-Eigendarstellung kommt er nicht hinaus (umso alberner das Argument in der "Spiegel"-Hausmitteilung, der Artikel sei bisher wegen der - jüngst im Iran freigelassenen - BILD-Kollegen "zurückgehalten" worden).

    Wohl aber, weil derartige Töne neu sind (resp. seit den 70er Jahren nicht mehr in derartiger Schärfe zu vernehmen waren): der "Spiegel" greift "BILD", also den Springer-Konzern und die dahinter stehenden politischen und wirtschaftlichen Kreise direkt an und wirft ihnen im Wesentlichen vor, eine neue rechts-populistische Partei durch die Hintertür einzuführen. Die Guttenberg-Affäre, die der "Spiegel" ja von der ganz anderen Seite als die "Bild" befeuerte, scheint an der Alster größtes Unbehagen zu wecken.

    Nicht, dass der "Spiegel" da prinzipiell demokratischer wäre - die ebenfalls der "Bild" in die Schuhe geschobene Sarrazin-Kampagne wurde schließlich vom "Spiegel" fröhlich mit inszeniert, u. a. durch Vorabdrucke von Sarrazins Buch, ganz genauso wie in der "Bild" (!) - aber im Fall Guttenberg stehen die beiden Blätter auf verschiedenen Seiten der Front. Guttenberg ist ein Pro-Atlantiker, der das Bündnis mit den USA längerfristig für unverzichtbar hält, und der Springer-Konzern mit "Bild" als Feldhaubitze verfolgt die gleiche Richtung. Der "Spiegel" hingegen neigt zur deutschnationalen Attitüde, ist ebenso antiamerikanisch wie antichinesisch oder antirussisch, und war dies eigentlich schon immer - nur, dass das zu Adenauer-Zeiten mal progressiver erschien, als es eigentlich gemeint war...

    Halbwegs plausibel scheint mir dagegen die Darstellung der Rolle Merkels durch den "Spiegel": Sie zaudere und zögere im Umgang mit Guttenberg deswegen, weil sie sich in einem Widerspruch zwischen eigentlich ähnlichen politischen Interessen und Unterschieden in der Wahl der Mittel und Methoden zu ihrer Erlangung befände. Nach einer Versachlichung der "Spiegel"-Sprache könnte man noch hintanfügen, dass beide zwar Sprachrohre derselben - gerne "transatlantisch" genannten - Fraktion sind, aber tendenziell in der Frage, ob die Demokratie ihre Zwecke noch - und wenn ja, wie lange noch - erfüllen kann, oder ob sie bereits jetzt sukzessive in eine Art Tribunatsherrschaft umzuwandeln ist, uneinig sind.

    In "Bild" und "Spiegel" treffen sich dieser Tage zwei Antipoden: Beide gehören zu den schärferen Dafürsprechern einer radikaleren Strategie des Kapitals - nur eben in die jeweils ziemlich entgegengesetzte strategische Richtung. Deswegen haben beide keine Probleme mit Typen wie Sarrazin, die sich auf eine Vergiftung der öffentlichen Meinung mit rassistischen und obrigkeitsstaatlichen Klischees "beschränken" - eine solche Formierung der Gesellschaft ist schließlich für jeden radikalen Kurswechsel unabdingbar. Aber auch deswegen ist bei Typen wie Guttenberg keine Einmütigkeit möglich - was er will, will der "Spiegel" nicht, der die strategische US-Anbindung schon lange für entbehrlich hält. So sehr also die "Bild" anzugreifen ist - der "Spiegel" ist es nicht minder. Der "Bild am Montag" aus Hamburg geht es nicht um die Verteidigung der Demokratie, sondern um den Sieg ihrer Fraktion.


     Kommentar zum Artikel von retmarut :
    Montag, 28.02.2011 - 15:46

    Das SPIEGEL-Titelblatt ließe sich auch anders lesen: "DER SPIEGEL (und) BILD. Die Brandstifter"

    Wo wir schon in der Rubrik "Unter Dieben" sind: Hier schreit der Dieb "Haltet den Dieb!".


     Kommentar zum Artikel von SeppAigner :
    Montag, 28.02.2011 - 19:15

    secarts:
    Willst Du Deinen Diskussionsbeitrag nicht öffentlich machen ? Ich finde, er bringt die Sache gut auf den Punkt und wäre ein klärender Beitrag für einen weiteren Leserkreis. Ich würde ihn jedenfalls gern in mein Blog stellen.


     Anmerkung vom Autor dieses Artikels secarts :
    Dienstag, 01.03.2011 - 00:19

    @Sepp:

    Ich hab einen Artikel draus gemacht: www.secarts.org/journal/index.php?show=article&id=1215.


     Kommentar zum Artikel von SeppAigner :
    Dienstag, 01.03.2011 - 08:24

    Super. Ist schon gespiegelt.


     

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